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  • Sphinx und die verfluchte Mumie im Gamezone-Test

    Erlebe mit der Mumie und ihrem Freund Sphinx eines der gelungensten Adventures diesen Jahres.

    Eigentlich bist du ja mehr tot als lebendig...

    Vor langer, langer Zeit existierte einst ein Königreich welches bis zum heutigen Tage in keinem Geschichtsbuch erwähnt wurde. Es handelt sich dabei um das Ägyptische Universalreich, welches sich über mehrere Welten erstreckte die mit den Portalen miteinander verbunden waren. Doch wie schon so oft in der Geschichte verging auch dieses Reich und das Wissen um die Erhaltung der Portale ging verloren, so wie sich manches Volk schon bald nicht mehr an die einstigen Nachbarn erinnern konnte. Die Portale verfielen und es wurde immer gefährlicher sie zu benutzen, denn nie konnte man sicher sein ob man das Reiseziel in einem Stück erreicht.
    In dieser Zeit lebte der Herrscher Tut, ein netter und tollpatschiger junger Mann der sich sein Ableben auch anders vorgestellt haben dürfte, vor allem etwas später wäre ihm schon lieb gewesen. Denn noch bevor er sein Reich richtig regieren konnte wird er von seinen bösen Widersachern umgebracht, damit dieser die Stelle seines angeblichen Bruders einnehmen kann. Allerdings haben sie nicht mit unserem Helden Sphinx gerechnet, der die Zeremonie im letzten Augenblick stört und es schafft wenigstens einen Teil der Seele von Tut zu retten, und ihm mit Hilfe von Imhotep wieder etwas Leben einhaucht. Denn so richtig lebendig ist Tut deswegen noch nicht, genau genommen ist er mehr tot als am Leben, was unter bestimmten Umständen auch ganz praktisch sein kann, denn was schon tot ist kann nicht mehr sterben.

    Gespielt wird Sphinx in ganz klassischer Action-Adventure Manier, wobei wir unseren Charakter immer aus Sicht der dritten Person sehen und steuern. Da unsere beiden Hauptdarsteller Sphinx und Tut (später die Mumie) völlig verschiedene Eigenschaften besitzen, Sphinx kann beispielsweise sehr hoch springen und Tut dafür kriechen, und man im Laufe des Spiels auch viele neue Fähigkeiten, Werkzeuge und auch Waffen erhält, haben sich die Entwickler für eine frei belegbare Steuerung entschieden. Bis auf die Standardbefehle für Laufen und Springen ist nichts vorbelegt. Erhält man z.B. eine neue Waffe, kann man diese im Optionsmenü einer freien Taste zuordnen, woraufhin sie jederzeit mit zugewiesener Taste benutzt werden kann. Welche Funktion auf welcher Taste liegt, wird vorbildlich in dem eingeblendeten Steuerkreuz angezeigt.
    Im Laufe des Spiels haben wir mehrmals die Gelegenheit unsere Helden mit neuen Fähigkeiten auszustatten. Diese kommen entweder in Form eines Werkzeuges vor, wie die Seilrutsche, welche dazu dient sich an Seilen festzuhalten und daran Entlangzurutschen, oder das Blasrohr um entfernte Stellen zu erreichen, oder begegnen uns in Form von erlernbaren Fähigkeiten, wie das besonders schnelle Schwimmen oder Tauchen, wozu es vorher eine Prüfung zu absolvieren gilt. So nehmen mit der Zeit die Handlungsmöglichkeiten, besonders von Sphinx, erheblich zu. Dies beinhaltet erwartungsgemäß, dass wir manchen Ort mehrfach aufsuchen, da wir vorher erst eine Fähigkeit oder ein bestimmtes Werkzeug uns besorgen müssen. Doch ist das nicht der einzige Trumpf den die Sphinx ausspielt um für ein möglichst abwechslungsreiches Gameplay zu sorgen. Denn neben der Hauptgeschichte, die übrigens sehr abwechslungsreich und mit manch überraschender Wendung versehen ist, kann man viele der gebotenen Minigames zocken, sowie seine Monstersammlung vervollständigen. Diese kleinen Monster begegnen einem das erste Mal in einem Shop, wo man sie käuflich erwerben kann. Dabei ist es schon Bestandteil eines Rätsels sich das erste Tier richtig auszusuchen, da es für eine bestimmte Person gedacht ist, von der wir ein ebenso wichtiges Werkzeug zur Belohnung erhalten. Im späteren Verlauf jedoch kann man die Monster auch mal in freier Wildbahn fangen oder bekommt eines geschenkt. Klar, dass so der Sammeltrieb geweckt wird, denn wer möchte nicht alle Monster in seinem virtuellen Inventory haben?

    Was einem von Beginn an fasziniert ist das herrliche Charakterdesign der Darsteller, die so gut gelungen sind, dass sie ohne Nachbearbeitung einfach in einen Zeichentrickfilm importiert werden könnten. Derweil weiß man gar nicht was besser gelungen ist, die hervorragende Mimik in den Gesichtern der Protagonisten, oder doch ihre gelungenen Animationen, die ihnen fast so etwas wie Leben einhaucht. Schade, dass man ihnen die Sprache vorenthalten hat, denn bis auf einige Schreck- oder Überraschungslaute geben sie keinen Ton von sich während das Gespräch in einem Textfenster am unteren Bildschirmrand abläuft. Trotzdem haben es die Entwickler geschafft unglaublich viel Witz ins Spiel zu bringen, der nicht nur während der Gespräche zum tragen kommt. Auch die gebotene Situationskomik ist einmalig, wenn man z.B. das erste Mal den Bewacheraugen begegnet oder die Sarkophag-Beamer benützt, der uns durch den Mund einsaugt und am Zielort wieder ausspuckt.
    Dabei darf man aber nicht unerwähnt lassen, dass so mancher Landstrich etwas öde und leer aussieht. Trotzdem sind sämtliche Objekte hoch detailliert und die spärlich eingesetzten Special-Effects kommen so umso besser zur Geltung. Denn sind die Außenareale mitunter auch etwas mager bestückt, ist die gezeigte Grafik doch aller erste Sahne. Besonders die Architektur der Gebäude sowie das Leveldesign selbst verdienen schon ein besonderes Lob.
    Technisch kann man ebenfalls nicht nörgeln, da die Darstellung im 50 sowie 60 Hertz-Mode im Vollbild erfolgt, wobei man bei Möglichkeit den 60 Hertz-Mode wählen sollte, da es bei 50 Hertz in den Videosequenzen ein ganz leichtes Pumpen gibt.

    Die Soundkulisse hingegen erreicht nicht ganz den Spitzenwert der Grafik, was an dem Umstand liegt, dass sich die sehr gut zum Geschehen passende Musik doch schon ziemlich bald zu wiederholen beginnt. Gleiches gilt für die Gesprächsgeräusche, die gleich von mehreren Figuren benutzt werden. So begrüßt uns z.B. jeder Vertreter der Vogelrasse mit dem gleichen Gekreische, ebenso scheinen die menschlichen Frauen nur zwei oder drei verschiedene Ah's und Oh's zu beherrschen. Da bleiben nur noch die jeweiligen Aktions- und Waffengeräusche die für Abwechslung zu sorgen haben.

    Die Steuerung ist, wie bereits erwähnt, bis auf die Standardfunktionen frei belegbar, so dass jeder Spieler die für ihn optimale Eingabemöglichkeit finden sollte. Lediglich der Sprung ist fest auf der A-Taste und der Schlag fest auf der B-Taste fixiert. Alle anderen Werkzeuge, Waffen oder Fähigkeiten können auf die verbliebenen Action- und Schultertasten gelegt werden. Die beiden Analogsticks hingegen sind mit den bekannten Funktionen für die Bewegung und die Kamerasteuerung belegt. Dabei fällt sehr positiv auf, wie die jeweilige Figur dem Spieler entgegenkommt. Denn versehentliches Abrutschen ist kaum möglich, da sich unser Akteur rechtzeitig noch and er Kante festhält, so dass wir nicht hinab fallen. Negativ hingegen fällt die Kamerasteuerung auf, oder vielmehr deren Abwesenheit. Denn die Kamera tut von alleine nichts anderes als wie an einer Schnur angehängt dem Charakter zu folgen. Ob dabei die Sicht durch ein Objekt versperrt wird oder die Kamera schlicht zu hoch hängt und den Charakter quasi von Oben zeigt, wie es beim Schwimmen ständig passiert, ist ihr ziemlich egal. Deswegen kommt man nicht umhin ständig korrigierend einzugreifen, was besonders beim Schwimmen ein kleines Problem darstellt. Denn um schnell zu schwimmen genügt es nicht den Stick in entsprechende Richtung zu drücken, es ist auch noch nötig gleichzeitig die zugewiesene Taste (Standard ist die X-Taste) zu drücken. Und genau das geht nur sehr schwer, die X-Taste zu halten während man mit dem rechten Stick die Kamera und mit dem linken die Figur steuert.

    Da man Sphinx kaum an einem Wochenende durchspielen kann, die reine Nettospielzeit dürfte etwas über 20 Stunden betragen, kann man sich auch über dessen Umfang nicht beschweren. Ganz im Gegenteil bieten die vielen Sidequests und Minispielchen genug Gelegenheit die Spielzeit noch erheblich zu verlängern. Schon alleine die Jagd nach den Sammelmonstern kann einen für Stunden beschäftigen.

    Sphinx und die verfluchte Mumie (XB)

    Singleplayer
    8,2 /10
    Multiplayer
    -
    Grafik
    9/10
    Sound
    7/10
    Steuerung
    8/10
    Gameplay
    9/10
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
    Pro & Contra
    Hervorragendes Charakter- und Leveldesign
    angenehm großer Spielumfang
    viele Minigames und Sidequests
    abwechslungsreiche Geschichte
    Ungünstige Kameraführung
    keine Sprachausgabe
  • Sphinx und die verfluchte Mumie
    Sphinx und die verfluchte Mumie
    Publisher
    THQ
    Release
    18.02.2004

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Sphinx und die verfluchte Mumie
Sphinx und die verfluchte Mumie im Gamezone-Test
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http://www.gamezone.de/Sphinx-und-die-verfluchte-Mumie-Spiel-34272/Tests/Sphinx-und-die-verfluchte-Mumie-im-Gamezone-Test-989718/
26.02.2004
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2004/02/TV2004022613244100.jpg
tests