Games World
Login Registrieren
Möchtest du diese Seite als Startseite festlegen?
als Startseite festgelegt.
    Möchtest du diese Seite als Startseite festlegen?
    Mobile als Startseite festgelegt.
    Login Registrieren
  • Spore: Spore - Die Evolution und ihre Tücken - Leser-Test von fieldmops

    Spore: Spore - Die Evolution und ihre Tücken - Leser-Test von fieldmops Will Wright hat es wieder einmal geschafft. Dem Schöpfer von "Sims City" und "Die Sims" ist ein erneuter Geniestreich gelungen. "Spore", so der Name seines neuen Spiels, welches schon seit einigen Wochen im Handel kursiert, soll die Evolution durch ein innovatives Spielprinzip nachstellen und dem Spieler eine enorme Freiheit in der Gestlatung seiner Welt bieten.
    Nach einigen Stunden des Spielens steht auf alle Fälle eins fest: Die Evolution wird sowohl in einer witzigen wie innovativen Weise dargestellt. Doch ob der gute Wright wirklich alles genauso wollte, wie es im Spiel vorhanden ist, lässt sich arg bezweifeln. Doch fangen wir am Anfang an.
    Denn alles beginnt nicht etwa mit dem Spiel selbst, sondern mit dessen Installation. Spieler ohne Internetzugang (falls es überhaupt noch welche gibt), können den teuren Spielehappen getrost im Regal stehen lassen, denn er erfordert eine Onlineaktivierung, die bei manchen Leuten zu schwerem Aufstoßen führt. Wenn man einen Blick auf die amerikanische Seite des Onlineshops Amazon wirft, so sieht man hinter dem Spiel eine Bewertung, die man sonst nicht von Spielen eines Will Wright erwarten würde. Über 2000 User haben die schlechteste Note für das Spiel vergeben. Der Grund steht sogar in sämtlichen Beschreibungen und Vorankündigungen. SecuROM. Die neue Herausforderung für Raubkopierer und auch für Spieler. Gerade für letztere ist das SecuROM-Prinzip eine harte Prüfung für die Nerven.
    Eine Onlineaktivierun ist von Nöten, soweit so gut. Das sind wir aber auch schon von anderen Spielen gewohnt, die man entweder über Steam bezogen hat, oder im Internet im Multiplayer-Mode spielen möchte. Doch SecuROM hat noch einige weitere Funktionen. Speziell im Falle "Spore" schreibt es sich automatisch bei der Installation in die System-Registry ein und überwacht das komplette System wie ein Virus. Das ließe sich auch noch verkraften, wenn man das Programm wenigstens wieder entfernen könnte. Doch die Hersteller von "EA" haben sich ein ganz besonderes Konzept ausgedacht. Man kann SecuROM nämlich nur entfernen, wenn man den PC komplett neu aufsätzt. Und damit nicht genug. Denn das Spiel hat in der Verkaufsversion nur 3 Onlineaktivierungen für den mitgelieferten Key. Sprich: Wenn man das Spiel durch eine Änderung der Hardware, einer Neuinstallation von Windows oder durch eine simple Deinstallation des Spiels selbst drei mal aktiviert hat, darf man sich bei dem Kundenservice von EA eine neue Aktivierung erbetteln für jedes Mal, wenn man das Spiel installieren möchte.
    Eine Strapaze, die nicht jeder Spieler auf sich nehmen möchte. Doch belasssen wir es erstmal dabei, dass dieses System nicht das Beste ist und kommen zum eigentlichen Spiel.
    Es beginnt mit einem Kometen, der auf von uns selbst benannten Planeten abstürzt und im Meer landet. Es entsteht das Leben und wir dürfen unser erstes Wesen kreieren und steuern. Ein Einzeller der Marke Eigenbau also. Mit niedlichen Animation und einer fast schon zu einfachen Steuerung lassen wir unseren Zellkumpanen durch die Ursuppe per Mausklick schwimmen. Wir dürfen sogar selbst entscheiden, ob unsere Kreatur später einmal als Nahrung Grünzeug von den Bäumen fressen, anderen Tieren das Fleisch von Knochen nagen, oder ob es beides können soll. Wir entscheiden uns als kleine Zelle einfach mal für die zweite Variante und so beginnt die Jagd auf andere kleine Zellen. Mit dem Auffressen anderer Lebewesen verdienen wir uns nach und nach DNA-Punkte, mit denen wir uns kleine Upgrades im Editor an unser Wesen basteln können. Schnelleres Schwimmen und größerer Schaden sind hierbei die Hauptaspekte in der ersten Phase von "Spore".
    Als wir nach einer guten halben Stunde endlich Beine an unserem Unterleib vorfinden, machen wir den Planeten an Land unsicher. Unsere Kreatur jagd auf Befehl andere Lebewesen, mampft ein wenig Fleisch oder sammelt Upgrades, die wir im Editor liebevoll an unser Wesen bappen. Eine wundervolle Welt des Erschaffens und die Idylle des Urzeitlebens überfällt unsere Sinne, als wir unser neu erschaffenes Wesen aus dem Ei schlüpfen sehen. Einfach herrlich!
    Doch Moment! Nach wenigen Stunden Spaß mit Aufrüsten unserer Kreatur und dem Entwickeln eines Gehirnansatzes, bricht für uns die Welt in sich zusammen. Ein derber Umbruch im Spielgeschehen! Die dritte Phase von "Spore" setzt ein und die eigene Kreatur findet sich in einem Stamm zusammen. Jetzt heißt es nicht mehr niedliches Jagen und Basteln an der Kreatur, sondern Jagen und Sammeln im Rudel. Doch nicht mehr aus Third-Person-Perspektive, wie noch zuvor, sondern aus der Strategieansicht von Oben. Ein schlimmer Fehler, wie ich finde. Denn ab jetzt sinkt der Spielspaß kontinuierlich. Mit unserem Stamm müssen wir uns durchschlagen und gegen andere Stämme kämpfen, oder uns mit ihnen Anfreunden. Doch wir sind böse und schlagen alles kurz und klein, was uns vor den Mauszeiger gerät. Die Steuerung bleibt zwar gewohnt einfach, doch viele Aktionen zur gleichen Zeit können das Gemüt eines Kleinkindes vielleicht doch überfordern. Vor allem, wenn man gerade dabei ist, mit Dudelmusik einen anderen Stamm zu betören, und dann wie aus dem Nichts der eigene von einem viel größeren einfach überrannnt wird. Ein Design-Fehler, dem nur etwas fortgeschrittene Spieler wirklich gewachsen sind, wie ich finde. Doch wir sind ja nicht dumm, und schlagen die Angreifer schnell in die Flucht. Dann bemerken wir erst, wie leicht das dann doch war. Wir werfen einen schnellen Blick auf den Schwierigkeitsgrad. Normal. Also stellen wir ihn einfach mal auf schwer. Doch auch das hindert uns nicht daran, schon nach etwas über einer Stunde zur vierten Phase überzugehen. Der Stadtphase. Für mich persönlich die deprimierendste Phase von allen. Denn ab diesem Zeitpunkt verliert man den Bezug, den man mühsam zu seiner Kreatur aufgebaut hat, komplett und kurvt mit kleinen Fahrzeugen über den gesamten Planeten. Hier gibt es nur eine sperrliche Auswhl. Ein Panzer und mit der Zeit lässt sich auch noch ein Flugzeug und ein Boot freischalten, die wir zwar immer wieder nach Belieben umgestalten können, doch auch hier ist irgendwann die Luft raus.
    Also machen wir uns auf und kaufen uns mit unserem mehr als reichlichen Kapital eine ganze Armee von Panzern und löschen nach und nach jede Stadt vom Planeten aus. Wir könnten sie natürlich auch bekehren oder Bündnisse schließen, doch wir wollen die alleinige Macht. So stehen wir am Ende mit einer gewaltigen Armee mit über 20 Flugzeugen dar und haben noch zwei Städte vor uns. Ein Blick auf unser Kapital verrät uns, dass wir über 100.000 Credits haben. Also schicken wir eine der verbleiblichen Städte mit einer gekauften Rakete ins Jenseits. Die restliche kapituliert sofort.
    Und nun, ein kleiner Aufschwung. Die Weltraumphase beginnt und wir dürfen in unserem gewohnt selbst designten Raumschiff den Weltraum erkunden. Wir erhalten Aufträge und Upgrades für unser Raumschiff. Doch wie waren noch die Worte der Designer von "Spore". Etwas in der Art wie: "Mit der Weltraumphase beginnt das Spiel erst..." So so. Das Spiel fängt also erst an. Na dann schippern wir doch gleich mal durch die Schwerelosigkeit zum nächsten Planeten. Per Videonachricht bekommen wir von unserem Heimmatplaneten Aufträge zugesandt. Doch hier leider keine richtige Vertonung, sondern nur eine teils sehr lange Textnachricht, zu der unsere alte Kreatur oben links am Bildschirmrand die Lippen bewegt und merkwürdige Geräusche von sich gibt. Schade, dabei hätten wir doch gerne mal unsere Kreatur sprechen hören.
    Doch das ist nicht die einzige Enttäuschung. Die Aufträge, die wir erhalten sind dröge und wiederholen sich von Zeit zu Zeit. Also beenden wir das Spiel und kommen nun zum Fazit.

    "Spore" macht so Einiges richtig. Es ist selbst für Grundschulkinder leicht zu lernen und zu spielen, wenn auch hier manchmal davon abgesehen wird, dass manche Kinder, die dieses Spiel spielen, noch nicht lesen können, und somit einen Großteil der letzten beiden Phasen einfach nicht verstehen können. Doch leider macht "Spore" auch Vieles falsch. Der nervige Kopierschutz, der bei vielen anderen Titeln wie dem gerade erst erschienenem "Sacred 2" um Einiges besser gemacht wurde, der für fortgeschrittene Spieler viel zu einfache Schwierigkeitsgrad und der Verlust des Bezuges zu seiner Stunden lang erstellten Kreatur. Alles in allem kann man sagen, dass es ein schönes Spiel ist, aber dass es eindeutig nicht an "Die Sims" ranreicht, auch wenn dies von den Designern oder der Fachpresse oft behauptet wird.

    Negative Aspekte:
    SecuROM macht das Spiel an sich zu frustierend, als dass ich empfehlen kann, es zu kaufen.

    Positive Aspekte:
    Das Beste ist, wenn die eigens erstellte Kreatur aus dem Ei schlüpft und es dann lernen soll zu tanzen.

    Infos zur Spielzeit:
    fieldmops hat sich 2-10 Stunden mit diesem Spiel beschäftigt.

    Spore

    Spielspaß
    Gesamtwertung
    Wertung von: fieldmops
    5.7
    Multiplayer
    -
    Grafik
    5/10
    Steuerung
    6/10
    Sound
    4/10
    Gameplay
    8/10
    GameZone
    Spielspaß-Wertung
    7.2/10
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
  • Spore
    Spore
    Publisher
    Electronic Arts
    Developer
    Maxis
    Release
    21.04.2011

    Aktuelle Strategie-Spiele Releases

    Cover Packshot von Rollercoaster Tycoon World Release: Rollercoaster Tycoon World Atari , Pipeworks Software
    Cover Packshot von Transport Fever Release: Transport Fever
    Cover Packshot von Civilization 6 Release: Civilization 6 2K Games , Firaxis Games
    • Es gibt 0 Kommentare zum Artikel

  • Print / Abo
    Apps
    PC Games 12/2016 PC Games Hardware 01/2017 PC Games MMore 01/2016 play³ 01/2017 Games Aktuell 12/2016 buffed 12/2016 XBG Games 11/2016 N-Zone 12/2016 WideScreen 12/2016 SpieleFilmeTechnik 11/2016
    PC Games 12/2016 PCGH Magazin 01/2017 PC Games MMORE Computec Kiosk On the Run! Birdies Run
article
1007865
Spore
Spore: Spore - Die Evolution und ihre Tücken - Leser-Test von fieldmops
http://www.gamezone.de/Spore-Spiel-34461/Lesertests/Spore-Spore-Die-Evolution-und-ihre-Tuecken-Leser-Test-von-fieldmops-1007865/
25.10.2008
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2008/10/spore__2__081029193035.jpg
lesertests