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  • Spyro: Fusion im Gamezone-Test

    Videospielhelden im Doppelpack

    Was passiert, wenn sich zwei besonders üble Bösewichte der Videospiele zusammentun um ganz hinterlistig und mit vereinten Kräften die Weltherrschaft an sich zu reißen? Richtig: Zwei berühmte Videospielhelden müssen sich ebenfalls zusammentun um deren finsteren Plan zu vereiteln. So geschehen mit Dr. Neo Cortex und Ripto, ihres Zeichens Erzrivalen von Crash Bandicoot und Spyro. Um dem Anspruch der Fans gerecht zu werden, hat man kurzerhand zwei getrennte Spiele veröffentlicht, beide erzählen zwar die selbe Geschichte, nur darf man eben das Ganze aus den unterschiedlichen Blickwinkeln der jeweils titelgebenden Helden erleben.

    In Sachen Gameplay gehen beide Spiele einem Trend nach, welcher gerade im Zeitalter des mobilen Spielens immer mehr an Bedeutung gewinnt: Weniger ist mehr, bzw. simpleres Gameplay muss nicht unbedingt schlecht sein. Bewiesen wurde uns dies mit Nintendo's Wario Ware, welches ausschließlich mit kompakten und sehr einfach gestrickten Minigames für den kurzweiligen Zeitvertreib zwischendurch mehr als begeistern konnte. Dies scheint auch die talentierten 2D-Pixelzauberer von Vicarious Visions überzeugt zu haben, weshalb sie nun gleich zwei weltbekannte Videospiel-Charaktere ins Rennen geschickt haben, um sie in überaus ungewohnten Umgebungen und Minigames gegen Zeit und Schwerkraft antreten zu lassen. In beiden Spielen müsst ihr ganz klassisch durch fünf verschiedene Spielwelten reisen, welche wiederum in einzelne Unterlevel (Minigames) aufgegliedert wurden. Diese Spielwelten verlangen bereits etwas Fingerfertigkeit ab, was bei Crash Fusion aber relativ einfach von der Hand geht, da die berühmte Beutelratte ja schon mehrere 2D-Abenteuer auf dem GBA hinter sich gebracht hat und man sie in dieser Form schon lieb gewonnen hat. Man bewegt sich nämlich wie gewohnt in einer farbenfrohen 2D-Welt, überwindet dabei heimtückische Fallen, sammelt jede Menge Wumpa-Früchte und knackt die berühmten Bonuskisten. Bei Spyro Fusion sieht das Ganze dann schon etwas anders aus, auch wenn es sich im Endeffekt genauso spielt: Leider ist der mutige Drachen-Youngster die 2D-Ansicht überhaupt nicht so gut gewohnt und möchte eigentlich viel lieber wieder in seine vertraute isometrische Perspektive zurück. Spyro kommt im Vergleich mit Crash nicht so richtig in die Gänge und sieht auch optisch irgendwie schon arg durchschnittlich aus. Dennoch steuern sich beide überaus gut und dank vieler verstreuter Tipps werden auch blutige Anfänger oder etwas jüngere Spieler keinerlei Probleme beim Einstieg haben.

    Noch einfacher und nur auf ein Minimum reduziert gibt sich die Steuerung während der eigentlichen Minigames, die von der gerade angesprochenen Spielwelt aus betreten werden können. Hat man fünf dieser kleinen Spielchen erfolgreich gemeistert, öffnet sich das Tor zur nächsten Spielwelt, wo es zwar die gleiche Aufgabe, aber ganz andere Minigames zu meistern gilt. Da die 25 Minigames allesamt sehr einfach gestrickt sind, kann man zumindest einiges an Abwechslung erwarten: Crash geht zum Beispiel mit einem Raketenwerfer auf die Jagd nach tollwütigen Schafen, rennt unter Zeitdruck durch einen besonders knackig gestalteten Level oder ballert sich mit einem Panzer den Weg zum Ziel frei. Spyro hingegen fährt mit einem Raketenbuggy in bester "Moon Patrol"-Manier über Abgründe und räumt gleichzeitig Gegner aus dem Weg oder fliegt wie in einem Shooter der 90er Jahre durch die Lüfte, während er seinen Gegnern dicke Feuerbälle angedeihen lässt. Auch ein dreister Breakout-Klon ist enthalten, bei dem nicht nur Spyro, sondern auch Crash sich als gekonnte Kugelschubser beweisen müssen. Zusätzlich zu den eigentlichen Minigames gibt es auch noch simplere Bonusmissionen, bei denen man zum Beispiel als Crash Gewichte heben oder als Spyro Eis auftauen muss. Damit verdient man nicht nur Wumpa-Früchte oder Edelsteine, sondern auch die heiß gegehrten Sammelkarten. Zusammenfassend kann man sagen, dass die jeweils 25 Minigames ganz ordentlich gelungen, aber eben auf dem Niveau von Vorgestern sind. Dies ist nicht zwingend eine schlechte Eigenschaft, schließlich möchte man gerade unterwegs nicht immer mit den komplexesten Spielideen gefordert werden und dadurch entfalten die überaus einfach gestrickten Minigames fast schon entspannende Wirkung - viel denken muss man dabei zumindest nicht.

    Um für eine ordentliche Portion Langzeitmotivation zu sorgen, hat man selbstverständlich auch einen Mehrspielermodus integriert: Drei der zahlreichen Minigames kann man hier mit bis zu vier Spielen gegeneinander spielen. An dieser Stelle kommt nun auch endlich der Verlinkungs-Aspekt der beiden Module zum tragen, denn die verlinkten GBA-Besitzer können nicht nur gegeneinander antreten, sondern auch im Einzelspieler-Modus gesammelte Tauschkarten untereinander austauschen. Das berühmte Pokémon-Sammelkonzept also, nur eben etwas einfacher gestrickt: Spyro und Crash haben jeweils ca. 100 Tauschkarten integriert, außerdem sind selbige in verschieden hohe Seltenheitswerte eingestuft. Witzig dabei ist, dass man bei den Mehrspielerpartien auch richtige Einsätze in Form dieser Tauschkarten machen kann und somit um einen echten Wert spielt. Sollte man nämlich verlieren, ist die unter Umständen sehr seltene Tauschkarte weg und kann nur noch durch eine erfolgreiche Revanche zurückgeholt werden.

    Technisch geben sich beide Spiele grundsolide, wobei man aber vor allem bei Spyro um einiges mehr herausholen hätte können. Irgendwie drängt sich einem die böse Vermutung auf, dass die Entwickler von Vicarious Visions ihrem Hauseigenen Crash eine Sonderbehandlung in Sachen Grafik spendiert haben, denn Spyro sieht im Vergleich zu seinen andern GBA-Abenteuern schon ziemlich mittelmäßig aus. Crash hingegen glänzt in altbewährter Optik, bei der man einfach nicht meckern kann. Besonders möchten wir noch das gelungene Speichersystem hervorheben, man muss nämlich rein gar nichts unternehmen um den Spielstand zu verewigen, das Modul übernimmt dies nach jedem Level ganz automatisch.

    Spyro: Fusion (GBA)

    Singleplayer
    6,9 /10
    Multiplayer
    -
    Grafik
    6/10
    Sound
    8/10
    Steuerung
    8/10
    Gameplay
    7/10
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
    Pro & Contra
    lustige Ansammlung von 25 Minigames
    motivierendes Sammelkarten- und Tauschfeature
    einfaches und sehr leicht zugängliches Gameplay
    nichts für anspruchsvolle Spieler
    stellenweise optisch schlecht
    Spyro will nicht so recht zur Perspektive passen
    Minigames langweiliger als bei Crash
  • Spyro: Fusion
    Spyro: Fusion
    Publisher
    Vivendi
    Developer
    Vicarious Visions
    Release
    25.06.2004

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989925
Spyro: Fusion
Spyro: Fusion im Gamezone-Test
http://www.gamezone.de/Spyro-Fusion-Classic-34535/Tests/Spyro-Fusion-im-Gamezone-Test-989925/
25.06.2004
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2004/07/SpyroGBA_32.jpg
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