Star Citizen, das neue Projekt von Chris Roberts. (18) [Quelle: Siehe Bildergalerie]
Viele von euch werden sich noch an die Spiele von Chris Roberts erinnern. Mit Wing Commander, Strike Commander, Freelancer und Starlancer prägte er das Genre der Weltraum-Simulationen. Doch vor zehn Jahren etwa sah er kein Entwicklungspotenzial mehr, er hatte aus der vorhandenen Technik alles herausgeholt was ging, seine Spiele taugten damals um zu zeigen wozu der eigene PC maximal in der Lage war. So wendete er sich von der Spieleindustrie ab und produzierte erst einmal eine Reihe Filme in Hollywood. Inzwischen aber hat sich technisch viel getan und er sah nun die Zeit gekommen, wieder ein Spiel zu entwerfen. Dabei handelt es sich erneut um eine SpaceSim, die wiederum in der Lage sein soll jeden noch so starken "BadAss-PC" an seine Leistungsgrenze zu bringen. Doch auch wenn es sich bei Star Citizen nicht um ein Wing Commander handelt, so steckt doch eine Menge Wing Commander in dem neuen Projekt.
Star Citizen, das neue Projekt von Chris Roberts. (3) [Quelle: Siehe Bildergalerie]
Wir trafen Chris Roberts in München, wo er uns den Titel erstmals vorstellte. Mit einem ganz normalen Gamepad in der Hand zeigt er uns wie er sein Raumschiff aus dem Hangar eines Trägers in den Weltraum gleiten lässt. Dies sieht verdächtig wie ein modernes Kampfflugzeug aus, nicht mehr so eckig und Star Wars-like wie noch die Dinger aus Wing Commander. Doch wie damals sehen wir im Spiel das Cockpit unseres Raumers vor uns und den Piloten mit einem Joystick in der Hand. Draußen erblicken wir auch schnell feindliche Schiffe, gefährlich rot lackiert und eindeutig asymmetrisch aufgebaut mit Flügeln in Klingenform. Die erinnern durchaus etwas an die Kilrathi, sind aber keine. Es gibt auch keine Tigers Claw mehr und keinen Paladin, trotzdem erinnert alles irgendwie an Wing Commander.
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Doch trotz der aufkommenden nostalgischen Gefühle vermittelt die gezeigte Grafik auf den ersten Blick, dass wir es hier wirklich mit einem Spiel für HighEnd-PCs zu tun haben. Die Raumschiffe sind unglaublich hoch detailliert, kleine Steuerdüsen bewegen sich wenn wir es steuern und die Bewegungen sollen physikalisch korrekt berechnet werden, so als würden wir uns wirklich in der Schwerelosigkeit befinden. Schäden an den Systemen wirken sich auf die Steuerungsfähigkeit des Raumers aus und wenn wir unseren Blick im Cockpit schwenken, dann erblicken wir ausschließlich funktionierende Instrumente und Anzeigen. Dem hohen Simulationsgrad auch haben wir es zu verdanken, dass es den Titel nicht für Konsolen geben wird. Für die hat Chris Roberts nicht viel übrig. Er meint, dass nur die Publisher gerne auf sieben Jahre alte Technik setzen würden, was viele Entwickler eigentlich gar nicht mögen. Für Roberts ist der PC die Spieleplattform schlechthin und er sieht sich als ein Verfechter dieser. Nur am PC wäre so eine Grafik mit Millionen Polygonen möglich und nur am PC könnte er solch fulminante Raumschlachten inszenieren.
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Die überlegene Technik des PCs will er aber nicht nur an die Grafik verschwenden, auch ganz neue Gameplay-Elemente soll uns Star Citizen bieten, welche zu Wing Commander-Zeiten noch undenkbar waren. So wird man sich an Bord der Trägerschiffe frei in ihrem Inneren bewegen können. Man steht in seinem Quartier auf, kann bis zur Brücke laufen, dort durch die Scheiben in den Weltraum blicken, sich auf dem Weg zu den Hangars machen und einen Jäger besteigen um in den Weltraum hinaus zu düsen. Dort dann wird es möglich sein durch die Scheiben die Leute im inneren des Schiffes erblicken zu können, all das ganz ohne störende Ladesequenzen. Diese Möglichkeiten werden dann auch Gemaplay-technisch verwendet, zum Beispiel beim Entern eines feindlichen Schiffes aus der Ego-Perspektive heraus.






