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  • Star Fox Assault im Gamezone-Test

    Der pelzige Weltraumheld Fox McCloud ist wieder da. Diesmal leider in einem ziemlich durchwachsenen Abenteuer.

    Auch wenn ein Frosch, ein Adler und ein Fuchs in Raumschiffen nicht unbedingt das perfekte Bild von typischen Weltraumhelden abgeben, haben sich Star Fox und sein Team seit ihren ersten Auftritt auf Nintendos SNES in die Herzen der Spieler geballert. Über zehn Jahre später erscheint nun ein von Namco entwickelter, weiterer Spross der beliebten Serie auf dem Gamecube. Kann der neuste Teil an den Erfolg seiner Vorgänger anknüpfen?

    Star Fox Assault Star Fox Assault Nachdem sich Oberbösewicht Andross in den drei bisher erschienen Star Fox-Spielen immer wieder als des Pudels intergalaktischer Kern herausstellte und jedes Mal brav von den pelzigen Weltenrettern besiegt wurde, erwartet euch in Star Fox Assault ein völlig neuer Gegner: Die so genannten Aparoiden sind eine insektenartige Spezies, welche den aus Star Trek bekannten "Borg" sehr ähnlich ist und ihre Gegner einfach assimiliert und somit jeden noch so starken Feind bisher besiegt hat. Nun stehen auch die Planeten von Fox' Heimatgalaxie dieser Bedrohung gegenüber und ein weiteres Mal müssen Fox, Falco, Slippy und diesmal sogar die schöne Füchsin Krystal mehr als nur eine Welt vor dem sicheren Untergang retten.

    Neues Gameplay, neue Probleme

    Star Fox Assault Star Fox Assault Soviel zur Theorie. Spielerisch entpuppt sich Star Fox Assault nämlich etwas anders, als es Fans der ersten Stunde vielleicht erwarten könnten. Der von Rare entwickelte Vorgänger war ja bekanntlich ein reines Action-Adventure und verzichtete gänzlich aber dennoch erfolgreich auf die beliebten Shooter-Elemente der beiden Vorgänger. In Star Fox Assault hat Namco nun versucht, beides unter einen Hut zu bekommen und lässt euch neben klassischen Weltraum-Ballereien auch einige Level zu Fuß erleben. Hier verbirgt sich dann auch einer der größeren Haken dieses Spiels, denn man hat in den Bodenmissionen leider grundsätzlich den Eindruck, als wären die Entwickler ziemlich halbherzig an die Sache herangegangen. Sobald es per Pedes zur Sache geht, steuert ihr Fox McCloud aus der 3rd Person-Ansicht und erledigt eure Feinde mit knapp zehn verschiedenen Waffen nach typischem Egoshooter-Vorbild. Einige der Aliens können nur mit ganz speziellen Waffen in die Knie gezwungen werden, die meisten jedoch dienen als stupides Kanonenfutter. Das Problem bei der Sache ist, dass die Areale grundsätzlich sehr klein gehalten wurden und das einzige Missionsziel darin besteht, an verschiedenen Punkten ganz bestimmte Gegner oder Gegenstände in die Luft zu jagen. Mehr hat das Boden-Gameplay, welches ca. 50% des Spiels ausmacht, leider nicht zu bieten. Die Aufgabenstellung ist also derart simpel, dass man im einfachen Schwierigkeitsgrad geradezu durch die Stellungen der Aliens rennt und innerhalb von ein paar Minuten alle Ziele ausgeschaltet hat. Wenigstens ist Star Fox Assault in Sachen Missionsanweisungen und Erklärungen sehr vorbildlich und führt selbst unerfahrene Spieler sehr schnell zum Ziel

    Star Fox Assault Star Fox Assault Um zumindest etwas mehr Abwechslung ins Spiel zu bringen, erwartet euch in fast allen diesen Missionen ein so genannter Landmaster, welcher als schlagkräftiger Panzer auch mit dickeren Gegnern spielend fertig wird und jederzeit per Knopfdruck bestiegen werden kann. Der Landmaster krankt allerdings an einer furchtbaren Steuerung, welche bei alten Halo-Veteranen schnell zu einer schmerzhaften Fingerverknotung führen wird. Das Zielsystem zu Fuß folgt zwar den gängigen Standards, ist aber auch etwas ungenau und trägt ebenfalls zum Eindruck bei, dass diese Bodenmissionen ein unnötiges und schlecht ausgearbeitetes Beiwerk sind.

    Altes Gameplay, alter Spielspaß

    Star Fox Assault Star Fox Assault Zum Glück gibt es da noch die andere Hälfte des Spiels, nämlich die legendären Weltraumschlachten, mit denen Star Fox und seine Freunde überhaupt erst berühmt geworden sind. Hier folgt das Spiel endlich der altbekannten Steuerung und spielt sich auch wie in den guten alten Zeiten. Das Ganze ist nach wie vor ein recht simpel gestricktes Shoot'em'up, welches zwar mit keinerlei Innovationen aufwarten kann, aber dennoch an die Höhepunkte der Serie auf dem N64 und SNES erinnert. Immer noch wollen eure Flügelmänner beschützt, Spezialwaffen und Bomben aufgesammelt und am Ende ein besonders dicker Obermotz geplättet werden. Die Endgegner sind grundsätzlich etwas zu einfach ausgefallen, da sie ihre wunden Punkte viel zu schnell offenbaren - dennoch kommt während dieser Kämpfe überraschend viel Spaßspaß auf. Auch gibt es ab und zu ein paar Missionsabschnitte, bei denen eine Landemöglichkeit besteht und während der Luftmission auch ein paar Ziele auf dem Boden ausgeschaltet werden müssen. Zudem darf Fox an einigen Stellen auch auf der Tragfläche seines Flügelmannes stehen und sich von dort aus mit einem Lasergewehr als nützlich erweisen. Böse Zungen könnten zwar die gesamten Shooter-Sequenzen auf das simple Zielen mit einem Steuerkreuz auf verschiedene Gegner reduzieren, doch wenigstens funktioniert hier alles nach gewohntem Prinzip, sieht gut aus, macht Spaß und leidet an keinen wesentlichen Designfehlern.

    Star Fox Assault Star Fox Assault Der wohl größte Kritikpunkt von Star Fox Assault findet sich aber in dessen Spielzeit: Wer den Fehler macht und das Ganze auf dem einfachen Schwierigkeitsgrad startet, ist bereits nach 4-5 Stunden in der letzten der insgesamt zehn Missionen angelangt. Natürlich streckt sich die Spielzeit durch einen erhöhten Schwierigkeitsgrad etwas, doch größer werden die recht kurzen Level dadurch auch nicht. Früher, als bekanntlich alles noch besser war, hatte man Star Fox vielleicht sogar in einer ähnlichen kurzen Zeit durch, doch das Leveldesign lud noch viele weitere Male zum Durchspielen ein, da man nichtlineare Missionen mit zahlreichen Abzweigungen und alternativen Lösungsmöglichkeiten erforschen durfte. Dies wird hier leider nicht geboten, alles ist extrem linear und sehr einfach aufgebaut.

    Star Fox Assault Star Fox Assault Wenigstens kann das Spiel mit einem Mehrspielermodus für bis zu vier Spieler aufwarten. Hier dürft ihr euch zu Luft und auch zu Boden bekriegen, hauptsächlich eben auf den Karten, welche ihr auch im Solomodus meistern müsst. Im Laufe des Spiels schalten sich immer mehr spielbare Charaktere, Waffen und Bonusgegenstände frei, was durchaus eine Motivation für eingeschworene Spielergruppen darstellen dürfte. Natürlich leidet auch die Steuerung des Mehrspielermodus unter den bereits genannten Defiziten, weshalb ein wirklich ernsthaftes Spiel wohl nur selten aufkommen wird. Als weiteren Bonus hat man das über 20 Jahre alte Xevious auf die Disk gebannt, das Spiel wird aber erst durch das erfolgreiche Bestehen aller Missionen verfügbar. Eine derart alte Gurke, welche mittlerweile schon kostenlos als Browser-Spielchen im Netz kursiert, gilt nicht unbedingt als vorbildliches Bonusmaterial und ist fast schon etwas peinlich. Die SNES- oder N64-Version von Star Fox hätte hier deutlich besser gepasst und hätte auch nicht sonderlich viel mehr Programmieraufwand benötigt.

  • Star Fox Assault
    Star Fox Assault
    Publisher
    Nintendo
    Developer
    Nintendo
    Release
    2005
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Star Fox Assault
Star Fox Assault im Gamezone-Test
Der pelzige Weltraumheld Fox McCloud ist wieder da. Diesmal leider in einem ziemlich durchwachsenen Abenteuer.
http://www.gamezone.de/Star-Fox-Assault-Classic-34679/Tests/Star-Fox-Assault-im-Gamezone-Test-990245/
29.04.2005
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2005/04/TV2005042718235200.jpg
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