Games World
Login Registrieren
Möchtest du diese Seite als Startseite festlegen?
als Startseite festgelegt.
    Möchtest du diese Seite als Startseite festlegen?
    Mobile als Startseite festgelegt.
    Login Registrieren
  • Star Ocean: The Last Hope im Gamezone-Test

    Ihr seid die letzte Hoffnung der Menschheit und müsst mit Edge und Co. das unendliche Sternenmeer bereisen.

    Man mag es nach wie vor nicht wahrhaben, doch die Xbox 360 mausert sich langsam aber sicher zu einem Geheimtipp für RPG-Fans. Nicht nur westliche Produktionen scheinen gehäuft aufzukommen, auch ganz klassisch asiatische Spiele finden ihren Weg auf Microsofts Flagschiff. Dies bescherte uns nicht nur "Lost Odyssey" und "Blue Dragon", auch SquareEnix ist (sicherlich für manchen nach wie vor erstaunlich) fleißig dabei, das Portfolio kontinuierlich auszubauen. Nur leider kann die Traditionsfirma bis heute nicht an die Qualität manch ihrer großen Klassiker anknüpfen und zurecht fanden Spiele wie "Infinite Undiscovery" nicht den gewünschten Anklang. Nach einigen neuen Titeln betritt mit "Star Ocean - The Last Hope" ein alter Hase das Parkett. Die Erwartungen sind daher groß und für SquareEnix steht doch so einiges auf dem Spiel: Kann dieses exklusive Rollenspielwerk, zwar nicht als letzte Hoffnung, aber als gutes Beispiel für zukünftige Produktionen endlich wieder an bekante Klassiker und nie vergessene Meisterwerke der Firmengeschichte anknüpfen und zugleich die eingeschworene Fangemeinde begeistern, oder wird hier ein weiterer unangenehmer Vorbote serviert, der uns misstrauisch auf "Final Fantasy XIII" stimmt?

    Star Ocean: The Last Hope Star Ocean: The Last Hope Trotz vorhandener Zurückhaltung - sei es aus Vorfreude, oder aber Skepsis aufgrund vorangegangener Erfahrungen durch zuletzt veröffentlichte Rollenspiele - legt man voller Erwartungen die erste von insgesamt drei Spielediscs in das Xbox 360 Laufwerk ein und darf sich für die nächsten Minuten typisch für SquareEnix genüsslich zurücklehnen und bildgewaltige Szenen über sich ergehen lassen. In einem kurzen Abriss werden die katastrophalen Ereignisse des Dritten Weltkrieges im Jahre 2064 mit erschreckenden Szenen vor Augen geführt. Dieser atomare Krieg forderte nicht nur zahlreiche Menschenopfer, sondern zerstörte den einstigen blauen Planeten, so dass die wenigen Überlebenden in tiefe Habitate innerhalb der Erde fliehen musste. Feinfühligen Spielern wird es bei diesen teils pompösen Szenen durchaus eiskalt den Rücken runter laufen - vor allem in Anbetracht der immer wieder aufkommenden politischen Diskussionen über atomaren Waffen.

    Star Ocean: The Last Hope Star Ocean: The Last Hope "The Last Hope" wird zwar offiziell als vierter Teil der Serie gehandelt, stellt geschichtlich gesehen aber ein Prequel zu den bisherigen Ablegern dar und bietet somit auch Neueinsteigern den nötigen Respekt, um in das mittlerweile recht umfangreiche "Star Ocean" Universum einzutauchen. Kenner werden aber nicht nur auf altbekannte wie auch lieb gewonnene Spielelemente treffen, sondern vor allem erfahren, wie die Menschheit unter dem Banner SRF (Space Reconnaissance Force) das All eroberte, um dort eine neue Heimat sowie neue Freunde unter fremdartigen Wesen zu finden. Denn nachdem die Erdoberfläche durch den Nuklearkrieg vollkommen zerstört und somit völlig unbewohnbar wurde, blieb den wenigen Überlebenden nichts anderes übrig, als sich gegenseitig die Hand zu geben und in gemeinsamer Arbeit an einer neuen Zukunft zu arbeiten. Im Jahre 2087 - dem ersten Jahr nach neuer Zeitrechnung Spacedate (SD) und somit etwa 350 Jahre vor dem aller ersten offiziellen "Star Ocean" Spiel - beginnt das Abenteuer der Menschheit - ihre letzte Hoffnung, im Sternenmeer zu überleben.

    Wenn die Erde fällt, müssen Helden reisen

    Star Ocean: The Last Hope im Gamezone-Test Geschichtsunterricht
    Auch wenn der Titel "Star Ocean - The Last Hope" keinen Hinweis gibt, so handelt es sich offiziell um den vierten Teil einer langjährigen Serie, die wie die "Final Fanatsy" und Namcos "Tales of ..." Reihe mittlerweile eine recht große Fangemeinde aufgebaut hat. "The Last Hope" liefert den Fans aber die Vorgeschichte zu den bisherigen Abenteuern. Der erste Ableger erschien anno 1996 für das Super Nintendo - wie damals fast gar üblich nur im Land der aufgehenden Sonne. Erst mit der Geschichte um Claude und Rena im Jahre 1998 (JAP) bzw. 2000 (EU) kamen auch wir in den Genuss der an "Star Trek" angelehnten intergalaktischen Abenteuern. Nachdem die Playstation bedient war, folgte der bis dato chronologisch letzte Teil mit Fayt Leingod in der Hauptrolle auf der PS2 im Jahre 2004. Neben einer nur in Japan erhältlichen GameBoy Color Version dürfen wir uns zudem glücklich schätzen, zwei gelungene Remakes der ersten beiden Teile für die Playstation Portable vorzufinden.Ihr übernehmt die Rolle des Jungspunds Edge Maverick, der im Kampfanzug der SRF und dem ersten Auftrag in der Tasche in See sticht, und die unendlichen Meere des Sternenalls auf der Suche nach einem neuen Heimatplaneten absucht. Völlig alleine muss er sich diesem gewaltigen Unterfangen aber nicht stellen, so dass er dankbar mit einigen weiteren Absolventen wie der Sandkastenfreundin Reimi Saionji und dem Schulkamerad Commander Crowe den Warpsprung ins Ungewisse wagt. Doch kaum haben die großen SRF-Raumkreuzer Kurs auf den ersten Planeten in der Galaxie genommen, gerät die komplette Operation gewaltig in Schwierigkeiten. Mit einer Notlandung auf Aeos beginnt auch für uns nach etlichen Minuten spannender Videosequenzen das ausufernde Abenteuer. Ab nun gilt es weit über 50 Stunden lang fremde Welten zu erforschen, neue Völker und Rassen (wohl eher Aliens) kennen zu lernen und zahlreiche intergalaktische Problematiken zu lösen.

    Dabei tritt Edge recht souverän auf und schafft es alsbald ebenfalls als Commander ein eigenes Raumschiff zu leiten. Sein kühler Verstand sorgen für schnelle Ergebnisse, sein Herz ist aber gutmütig und möchte es jedem recht machen. Nicht nur der Traum einer neuen Heimat wird verfolgt, er greift jedem Hilfsbedürftigen unter die Arme - sogar im Feind wird stetes das Gute noch erkannt! Storytechnisch überzeugen die meisten Charaktere und bringen dank einer gelungen, in Englisch gehaltenen Sprachausgabe jegliches Empfinden sehr glaubwürdig rüber. Spätestens gegen Ende der ersten Disc verliert man sich im Sog der teils recht emotionalen Konversationen und spürt fast gar die seelischen Schmerz der Helden am eigenen Leibe. Was die Synchronsprecher in den zahlreichen, manchmal sogar ins endlose ausufernden Sequenzen an Arbeit abliefern, ist einfach grandios, bewegend und bisweilen richtig einfühlsam - leider aber mit einigen Ausnahmen! Es gibt einige ganz wenige Charaktere, die mit ihrem Geschwafel mal so gänzlich auf die Nüsse gehen und dem Charme von "Star Ocean" gewaltig schmälern. Die 15jährige Lymle Lemuri Phi zum Beispiel führt sich wie ein unfähiges Kleinkind auf und wird nicht nur den Crew-Mitgliedern wie dem Eldarianer Faize alsbald auf die Nerven gehen, "hmm o.k?". Aber auch Welch hinterlässt einen quirligen und sehr abschreckenden Eindruck. Zudem haften wieder typische Klischees und japanischer Kitsch an der Story, so dass mitunter einige Sequenzen in ermüdenden Monologen enden.

    Star Ocean: The Last Hope Star Ocean: The Last Hope Persönliche Beziehungen und gegenseitige Ansichten spielen auch in "The Last Hope" mal wieder eine recht tragende Rolle. Die Geschichte offenbart viele interessante Charakterfäden. So stehen sich Edge und Reimi zum Beispiel recht nahe, was auch den Augen der Offiziere nicht entgeht und so für manch peinliche - für den Spieler aber sehr unterhaltsame - Situation führen kann. Die kleine Lymle wiederum sucht in Edge und Reimi Elternschutz, aufgrund fehlender Verwandtschaft und der neu gewonnene Freund Faize sieht in Edge einen Lehrmeister und bewundert seine Aufrichtigkeit und dennoch Entschlossenheit. Auch Bacchus, der technisch visierte Wissenschaftler, die motivationsgeladene Meracle, die mysteriöse und mit recht unschönen Absichten daherkommende Myuria und Sarah wie auch Armuat tragen ihr Päckchen in der Beziehungskiste. Nicht selten kommt es - unter "Star Ocean" Veteranen schon lange bekannt und stets hoch geschätzt - zu privaten Konversationen, die auch als "Private Actions" bekannt sind. Innerhalb dieser Events hat der Spieler nicht selten die Gelegenheit, die Affinitäten unter den Helden positiv oder negativ zu beeinflussen. Um einer deftigen Backpfeife zum Beispiel aus dem Weg zu gehen, sollte man die richtige taktvolle Antwort auf Reimis Frage nach einem ganz besonderen Tag finden. Zahlreiche Events bedürfen eurer Entscheidung und beeinflussen die Beziehungskiste, aber vor allem auch den nach vielen endlosen und mühsam erarbeiten Stunden aufkommenden Abspann.

  • Star Ocean: The Last Hope
    Star Ocean: The Last Hope
    Publisher
    Square Enix
    Developer
    tri-Ace
    Release
    05.06.2009

    Aktuelle Rollenspiel-Spiele Releases

    Cover Packshot von Skylanders: Imaginators Release: Skylanders: Imaginators
    Cover Packshot von King's Quest Release: King's Quest Sierra , Sierra
    • Es gibt 0 Kommentare zum Artikel

  • Print / Abo
    Apps
    PC Games 12/2016 PC Games Hardware 01/2017 PC Games MMore 01/2016 play³ 01/2017 Games Aktuell 12/2016 buffed 12/2016 XBG Games 11/2016 N-Zone 12/2016 WideScreen 12/2016 SpieleFilmeTechnik 11/2016
    PC Games 12/2016 PCGH Magazin 01/2017 PC Games MMORE Computec Kiosk On the Run! Birdies Run
article
1019658
Star Ocean: The Last Hope
Star Ocean: The Last Hope im Gamezone-Test
Ihr seid die letzte Hoffnung der Menschheit und müsst mit Edge und Co. das unendliche Sternenmeer bereisen.
http://www.gamezone.de/Star-Ocean-The-Last-Hope-Spiel-34768/Tests/Star-Ocean-The-Last-Hope-im-Gamezone-Test-1019658/
19.06.2009
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2009/06/reimi01.jpg
tests