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  • Star Wars: Clone Wars - Jedi am Steuer: Abenteuer - Leser-Test von Corlagon

    1976 wurden die Klonkriege im allerersten Star-Wars-Buch erwähnt (ja, die Romanadaption erschien vor dem Film), 2002 erzählten uns George Lucas & Co., wie sie begannen, und 2005, wie sie endeten. In der Zwischenzeit kümmerte sich das Erweiterte Universum darum, sie auszufüllen in Form von Comics, Romanen, einer kleinen TV-/WWW-Serie und natürlich Videospielen. So erschien Ende 2002 ein Spiel namens Star Wars: The Clone Wars für Game Cube und Playstation 2, fünf Monate später auch eine Umsetzung für die X-Box. Das Actionspiel befaßt sich hauptsächlich mit Fahr- und Flugzeugschlachten und wurde entwickelt von Pandemic, später durch Battlefront bekannt.
    Die Version, von der ich hier ausgehe, ist für die amerikanische X-Box und teilt sich die DVD mit Tetris Worlds; diese Disk war mit der Konsole gebundelt und wird einem von Gebrauchthändlern praktisch nachgeworfen. Ich bin mir nicht sicher, ob es inhaltliche Unterschiede gibt, aber diese Disk soll auf einer X-Box 360 nicht funktionieren, die eigenständige Version schon.

    Das Goldene Zeitalter der Galaktischen Republik ist vorbei: Der Senat leidet unter Bürokratie und Korruption. Da nimmt ein Mann namens Dooku, abtrünniger Jedi-Meister und von Geburt Graf von Serenno, die Sache in die eigene Hand und gründet eine erfolgreiche Separatistenbewegung, formalisiert als Konföderation unabhängiger Systeme. Trotz seiner guten Absichten wirft er jedoch sämtliche Skrupel über Bord und besetzt den Rat der Separatisten mit den ihrerseits egoistischen Köpfen kommerzieller Unternehmen. Diese verfügen über große Roboterarmeen, die einen Überraschungsangriff auf die unvorbereitete Republik starten soll - allerdings stellt sich heraus, daß jemand heimlich eine Armee aus Klonen für die Republik hat schaffen lassen. Die Jedi, die sich schon immer um den Frieden in der Republik bemüht hat, beschließen ihr weiterhin treuzubleiben und fungieren nun als Kommandanten und Generäle.
    Das Spiel beginnt mit der allseits bekannten ersten Schlacht von Geonosis, genauer gesagt mit der Rettungsmission der Jedi, auch wenn leider die Schlacht in der Arena fehlt. Danach geht es mit einer eigenen Story weiter, in der Dooku an den Machtabsorber gelangt, eine mächtige alte Sith-Waffe. Dabei gibt es vorbildlichen Fanservice: Eines der Ereignisse im Spiel wird parallel auch in den Jugendromanen über Boba Fett dargestellt, und es gibt starke Rückbezüge auf Tales of the Jedi, eine Comicserie aus den 90ern.

    In Star Wars: The Clone Wars übernehmt Ihr die Rolle wechselnder Jedi - Mace Windu, Anakin Skywalker und Obi-Wan Kenobi - und seid die meiste Zeit in verschiedenen Fahrzeugen unterwegs, häufig als Teil größerer Schlachten, die Ihr durch Erfüllung vorgegebener Aufgaben zu Euren Gunsten drehen müßt; z. B. gilt es, Schildgeneratoren zu zerstören, um das Eintreffen von Verstärkung zu ermöglichen, Konvois zu beschützen oder natürlich auch einfach Feindestrupps an der Flucht zu hindern. Es existiert mehr als ein halbes Dutzend Transportmittel - ein Flugzeug, der Rest bodenbasiert, zeitweise agiert Ihr auch zu Fuß -, im Einspielermodus ist Eure Maschine vorgegeben, kann aber auch innerhalb eines Levels wechseln. Je nach Gerät kann die Steuerung etwas träge wirken, größtenteils können sie sich jedoch seitwärts bewegen, um den gegnerischen Schüssen auszuweichen. Ziele, die sich nahe genug an der Bildschirmmitte befinden, werden automatisch anvisiert, leider scheint es nicht möglich zu sein, ein bestimmtes Ziel permanent zu erfassen. Auf bedeutende Ziele und Orte weisen größere Markierungen und Pfeile hin, außerdem zeigt ein Radar Feinde und Freunde in Eurer unmittelbaren Umgebung an, und es werden generell mehrere Perspektiven angeboten (Schulter- und Ego- sowie Zoom). Gelegentlich könnt Ihr Mitstreitern grobe Befehle geben (helfen oder eigenständig agieren).
    Als Beispiel sei hier der Jedi-Panzer vorgestellt, das wohl häufigste Vehikel: Primäre Waffe sind Laserkanonen, die relativ wenig Schaden verursachen, jedoch Dauerfeuer erlauben und keine weitere Nachteile besitzen. Dazu gibt es Raketen mit größerer Durchschlagskraft, deren Anzahl jedoch begrenzt ist, und einen Turboantrieb, der nur relativ wenig Energie besitzt, die sich aber von selbst regeneriert. Andere Gerätschaften unterscheiden sich davon, Laser und Raketen oder eine vergleichbare Kombination sind jedoch die Regel. Zeitweise fliegt Ihr auch in Gunships, die auf ihre eigene Art und Weise Spaß machen: Sie können lediglich langsamer werden und nicht auf der Stelle fliegen, müssen also häufig wenden, verfügen aber über eine besonders schädliche dritte Waffe. Abseits eines Transportmittels können die Jedi ihr Lichtschwert schwingen und werfen sowie Machtstöße austeilen. Die immer mal wieder zu findenden Items stellen Eure "Gesundheit" sowie Munition wieder her, seltener gibt es auch temporäre Power-Ups.

    Die Kampagne bietet löblicherweise drei Schwierigkeitsstufen, so daß man auch ohne Erfahrung mit ähnlichen Spielen gut zurechtkommt, und umfaßt sechzehn Missionen, die im Schnitt jeweils schätzungsweise zehn Minuten dauern, was nicht gerade viel ist. Allerdings gibt es in jeder von ihnen drei optionale "Bonusziele"; will man alle dieser zusätzlichen Herausforderungen absolvieren, sind diverse Wiederholungen nötig, bis man überall Erfolg gehabt hat, zumal sie durchaus zueinander in Konflikt stehen können, etwa bestimmte Objekte am Rande finden und gegebenenfalls zerstören und andererseits die Mission in einer bestimmten Zeit schaffen. Die einzelnen Ziele müssen jedoch nicht alle im selben Durchgang erledigt werden, nervigerweise werden die Erfolge aber nur gespeichert, wenn man auch die Hauptaufgabe zu Ende spielt; müßt Ihr aufgrund eines Lebensverlusts das aktuelle Segment wieder von vorne beginnen, wird aber fairerweise auch der Zeitgeber entsprechend zurückgesetzt. Eine weitere häufige Aufgabe besteht darin, daß Eure komplette Mannschaft überleben soll; die Suchen nach versteckten Objekten hingegen wollen nicht wirklich zu dieser Art von Spiel passen.
    Belohnt wird das Sammeln der Bonuspunkte hauptsächlich mit Mehrspielerarenen.

    Es existieren mehrere Mehrspielermodi, in denen man meistens zwischen mehreren Fahrzeugen wählen darf. Eigentlich sollte hier X-Box Live zur Schau gestellt werden, das die Spiele von damals aber leider inzwischen nicht mehr unterstützt; man kann sich aber immer noch an einer einzigen Konsole vergnügen. Bis zu vier Spieler dürfen antreten, leider gibt es keine Handicap-Funktion und keine Computergegner.
    Der erste Modus nennt sich "Duell"; warum ist mir nicht bekannt, eine Beschränkung auf zwei Spieler existiert jedenfalls nicht. Es handelt sich um ein simples Deathmatch, wahlweise begrenzt durch Zeit oder erzielte Punkte; es können zwei Teams gegeneinander antreten oder einfach jeder gegen jeden. Im zweiten Modus existiert eine Kontrollzone, durch deren Besatzung Punkte erzielt werden. Im Eroberungsmodus treten zwingend zwei Teams gegeneinander an - Republik gegen Konföderation -, KI-Einheiten können mitmischen und die feindliche Basis muß zerstört werden. In der "Akademie" schließlich versucht Ihr so viele generische Gegner wie möglich zu vernichten; es handelt sich um eine Art Arcade-Modus (leider ohne High-Score-Funktion), der im Gegensatz zu den anderen auch ohne menschliche Mitstreiter gespielt werden kann.

    Für optimale Atmosphäre gibt es natürlich die Filmmusik von John Williams; mit Sprachausgabe wird auch nicht gegeizt, die Sprecher sind im englischen Original mit Ausnahmen dieselben wie in den TV-Serien (die deutsche Fassung ist mir nicht bekannt).

    Im Großen und Ganzen kann ich The Clone Wars als durchaus gelungen bezeichnen. Der Schwierigkeitsgrad ist nicht immer ausgewogen und von den Bonuszielen abgesehen kann man durch die Kampagne recht schnell hindurchflitzen, das Spiel weiß aber definitiv zu unterhalten.

    Negative Aspekte:
    ohne Zusatzaufgaben dauert die Kampagne nicht sonderlich lange, Zusatzaufgaben nicht vollständig gelungen

    Positive Aspekte:
    unterhaltsame Schlachten, drei Schwierigkeitsstufen, zusätzliche Herausforderungen, nette Bezüge auf andere Star-Wars-Storys

    Infos zur Spielzeit:
    Corlagon hat sich 10-20 Stunden mit diesem Spiel beschäftigt.

    Star Wars: Clone Wars

    Spielspaß
    Gesamtwertung
    Wertung von: Corlagon
    8.3
    Multiplayer
    -
    Grafik
    8/10
    Steuerung
    7/10
    Sound
    8/10
    Gameplay
    8/10
    GameZone
    Spielspaß-Wertung
    8.4/10
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
  • Star Wars: Clone Wars
    Star Wars: Clone Wars
    Publisher
    LucasArts
    Developer
    Pandemic Studios
    Release
    2002

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Star Wars: Clone Wars
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30.08.2011
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