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  • Star Wars: Empire At War im Gamezone-Test

    Ist der Genre-Abstecher in die weit, weit entfernte Galaxie von Star Wars für echte Strategen überhaupt lohnenswert?

    Was würde der Lucas-Schorsch nur ohne seine Sternensaga machen? Wahrscheinlich wäre er längst pleite und müsste drittklassige Filme wie z.B. "Howard the Duck" fortsetzen. Damit es aber nie soweit kommt (der Himmel bewahre), schlachtet der liebe George seine Sternen-Hexalogie so gut es geht im Computer- und Videospielesektor aus. Doch ist es verwunderlich, dass unter den hunderten bisherigen Umsetzungen des schlachtengefüllten Stoffes bislang nur ein einziges Echtzeit-Strategiespiel sein Dasein fristet. Mit "Star Wars: Empire at War" soll sich das nun endlich ändern. Doch ob es sich für echte Strategen überhaupt lohnt, einen Abstecher in diese weit, weit entfernte Galaxie von Star Wars zu wagen?

    Star Wars: Empire At War Star Wars: Empire At War In seiner allgemeinen Struktur unterscheidet sich "Star Wars - Empire at War" nicht all zu sehr von anderen Echtzeit-Strategiespielen. Es geht darum, auf der Seite von Rebellion oder Imperium eine Armee aufzustellen, Planeten zu besetzten, um deren Ressourcen als Geldquelle zu nutzen und der Galaxis durch das Besiegen des Gegners wieder zu Frieden zu verhelfen. Doch gibt es durch den interstellaren Schauplatz zwei Arten von Schlachten, mit denen die Gefechte dieses galaktischen Bürgerkriegs ausgefochten werden, nämlich Bodenschlachten auf den Planeten, und Raumschlachten im Orbit. Zeitlich befinden wir uns bei Spielbeginn kurz vor Episode 4, also nicht ganz zwei Jahrzehnte nachdem Anakin Skywalker zur mies gelaunten Eisenlunge mutierte. Der Todesstern steht kurz vor seiner Fertigstellung, doch noch ahnt die Rebellion nichts von der imperialen Mottenkugel. Zentrum aller spielerischen Aktivitäten ist nun eine große Galaxis-Karte, die alle wichtigen Planeten der Sternensaga aufzeigt und die Geschehnisse in Echtzeit darstellt. Hier werden Raumschiffe und Truppen erstellt und zusammengezogen, Gebäude errichtet und alle taktischen Vorbereitungen getroffen, bevor es zu einer Schlacht kommt.

    Wie man die Galaxis unterjocht

    Star Wars: Empire At War Star Wars: Empire At War Auf der Karte ist so ziemlich jeder Planet vertreten, der Rang und Namen hat, von Alderaan bis Yavin, doch bei Spielbeginn besitzt jede der beiden Parteien nur eine geringe Anzahl besetzter Welten, auf denen Minen errichtet werden können, um über abgebaute Ressourcen an Geld zu kommen. Dieses Geld braucht man, um Soldatencamps und Werkstätten zu errichten, die man wiederum zur Aufstellung einer Armee benötigt. Jeder Planet ist in 2 Ebenen aufgeteilt - die Planetenoberfläche und die in drei Zonen unterteilte Atmosphäre. Gebäude wie Minen, Soldatencamps etc. werden selbstverständlich nur auf der Planetenoberfläche errichtet. Eine Anzahl von Platzhaltern verrät dabei, wie viele Gebäude bzw. rekrutierte Soldaten und gebaute Fahrzeuge auf dem Planeten unterkommen. Zu eng wird es trotz des begrenzten Platzes jedoch nie, da sich beliebig viele Einheiten und Fahrzeuge mit Raumfrachtern in eine der drei Orbitpositionen versetzen lassen. Von hier aus geht es auch mit wenigen Mausklicks in den Orbit anderer Planeten, um große Armeen zu formieren. Will man jedoch eine Armee auf die Oberfläche einer vom Feind besetzten Welt verfrachten, muss man erstmal an der gegnerischen Raumflotte im Orbit vorbei, darum sollte man für eine Eskorte sorgen, welche die wehrlosen Frachter beschützt. In der Umlaufbahn eines Planeten lassen sich zu diesem Zweck Raumstationen bauen, welche Raumjäger wie X-Wings oder größere Kriegsschiffe herstellen.

    Krawall im All

    Star Wars: Empire At War Star Wars: Empire At War In der Regel beginnt die Besetzung eines gegnerischen Planeten also mit einer Raumschlacht, es sei denn, es befindet sich gerade keine gegnerische Flotte im Orbit. Doch ein solcher Glücksfall erwartet den Spieler nur selten bei einer strategisch wichtigen Welt. Will man also einen Planeten besetzen, sollte man erstmal eine Kampfflotte vorausschicken, welche die Lage klärt. Dazu schiebt man die Flotte auf der Galaxiskarte einfach per Drag and Drop auf eine der drei Orbitpositionen des gewünschten Himmelskörpers. Befinden sich gegnerische Raumschiffe in der Umlaufbahn, kommt es unweigerlich zur Schlacht. Allerdings steht es dem Spieler beim Kampf gegen die CPU frei, ob er Gefechte selbst austragen will, oder den Ausgang des Kampfs vom Spiel berechnen lässt. Letzteres ist zwar weniger zeitaufwändig, aber oft mit größeren Verlusten behaftet, so dass man es vorzieht, die Gefechte selbst auszufechten. In diesem Fall wird eine detaillierte Umgebungskarte geladen, auf der man seine Einheiten genreüblich per Mausgeschubse in die Schlacht dirigiert. Doch dazu später mehr. Hat man das Raumgefecht gewonnen, kann man die Frachter mit Infanterie und Artillerie nachrücken lassen und auf die Oberfläche des Planeten schicken. In der Regel halten sich hier natürlich ebenfalls gegnerische Einheiten auf, welche die Sicherheit der Gebäude gewährleisten sollen, drum kommt es auch hier zum Gefecht, diesmal allerdings mit Soldaten und Bodenfahrzeugen auf der Planetenoberfläche. Hat man sich der Feinde entledigt, gehört der Planet zur eigenen Partei und darf zur Erstellung neuer Einheiten und zur finanziellen Ausbeute genutzt werden.

    Star Wars: Empire At War Star Wars: Empire At War Zur Würze des Spielgeschehens bieten einzelne Planeten diverse Vorteile, die dem Besatzer zu Gute kommen. Auf Tatooine lässt sich beispielsweise eine Cantina errichten, in welcher Schmuggler angeworben werden. Andere Planeten bieten Preisvorteile beim Bau von Fahrzeugen oder ermöglichen den Einsatz neuer Technologie. Am wichtigsten ist jedoch, dass mit jedem Planeten mehr Geld in die Kasse wandert und mehr Einheiten gebaut werden können, was das Zusammenstellen großer Armeen natürlich erleichtert. Die meisten Truppen und Raumschiffe werden zweifellos an der Front benötigt, da man von hier aus nicht nur die nächsten Planeten erreicht, sondern auch ständig Gefahr läuft, vom Gegner angegriffen zu werden. Daher ist es ratsam, möglichst viele Raumschiffe in den Orbit jener Planeten zu setzen, die dem feindlichen Gebiet am nächsten sind. Zudem kann man ganz besondere Einheiten nutzen, um feindliches Gebiet auszuspionieren und somit auf mögliche Angriffe vorbereitet zu sein. Auf der Seite der Rebellion kann man zum Beispiel R2-D2 und C-3PO losschicken, um auf feindlichen Planeten neue Technologien zu stehlen. Gleichzeitig erfährt man über die beiden Helden aber auch, ob das Imperium auf dem Planeten Truppen zur Bewachung hinterlassen hat.

    Hau den Lucas

    Star Wars: Empire At War Star Wars: Empire At War Wie man es von Genrekollegen kennt, werden die eigentlichen Gefechte aus einer frei zoombaren Vogelperspektive in einem begrenzten Areal bestritten - auch im Weltraum, in dem es trotz der 3D-Grafik keine dritte Dimension zu geben scheint. Da die Bauphasen für Gebäude bzw. Raumstationen auf die Galaxiskarte verlegt wurden, kann man sich hier voll und ganz auf den Kampf konzentrieren. Versucht man einen Planeten zu erobern, kann man allerdings nur Einheiten einsetzen, die man für die Eroberung mit in den Orbit gebracht hat, wobei die maximale Anzahl gleichzeitig einsetzbarer Raumschiffe bzw. Soldaten und Fahrzeuge in der Schlacht begrenzt ist. Alle überschüssigen Kämpfer eurer Flotte können erst dann zur Verstärkung gerufen werden, wenn einige Einheiten im Kampf zerstört wurden. Im Weltraum lassen sich solche Verstärkungstruppen an jeden Ort beordern, der von eurer Flotte bereits erkundet und gesichert wurde. In Bodenschlachten wird es allerdings schon komplizierter: Hier müssen Verstärkungspunkte eingenommen werden, in denen eure Frachter sicher landen und Einheiten absetzen können. Dies funktioniert ähnlich wie im Third-Person-Shooter "Star Wars: Battlefront" durch das Besetzen farbiger Kontrollpunkte auf dem Schlachtfeld. Schafft man es, solche Punkte lange genug zu besetzen und feindfrei zu halten, können die eigenen Shuttles dort landen und zusätzliche Truppen abladen. Zudem erhöht sich mit jedem besetzten Verstärkungspunkt auch die Anzahl gleichzeitig einsetzbarer Einheiten. Als Verteidiger eines Planeten hat man zumindest den Vorteil, die bereits errichteten Gebäude nutzen zu können, um Truppen nachzubauen, wenn der Angreifer sich als zu stark erweist. Allerdings werden die nachgeorderten Truppen ebenfalls aus dem Weltraum angeliefert, so dass auch hierfür Verstärkungspunkte besetzt werden müssen.

    Star Wars: Empire At War Star Wars: Empire At War Leider fällt jedoch auf, dass der Spielablauf der Schlachten weder im Weltraum noch in den Bodengefechten besonders großer Strategie bedarf, da die Stärken und Schwächen der einzelnen Einheiten zu offensichtlich sind und zu extrem ausbalanciert wurden. Gegen einen Sternenzerstörer hat man beispielsweise nur eine Chance, wenn man genügend Y-Wings dabei hat. Selbst mit 20 X-Wing-Geschwardern und einer Hand voll Kreuzern wird man kein Land sehen, so lange man die kleinen Bomber nicht dabei hat. Doch Dank der benutzerfreundlichen Einblendungen über Stärken und Schwächen der verschiedenen Einheiten lässt sich eigentlich nie eine Fehlentscheidung treffen, zumindest solange man die richtigen Einheiten parat hat. Auch in den Missionen der Kampagne muss man nur selten wirklich das Gehirn einschalten, um den Sieg einzufahren. Meist reicht eine Übermacht an Soldaten / Fahrzeugen / Raumschiffen völlig aus. Doch sollte man dem Kampfgeschehen aufmerksam beiwohnen, denn wenn man den Einheiten nicht genau sagt, was sie machen sollen, riskiert man oft viel zu große Opfer. Ein Brocken wie ein imperialer Sternenzerstörer ist zum Beispiel ruck zuck erledigt, wenn man die eigenen Y-Wings erst auf dessen Schutzschildgenerator hetzt, statt sie einfach ziellos angreifen zu lassen. Viel tiefer reicht der taktische Einfluss auf das Spielgeschehen jedoch nicht. Selbst die später einsetzbaren Helden wie Obi-Wan Kenobi oder Han Solo sind in ihren Stärken so einfach gestrickt, dass sie für kaum mehr als ihre primäre Aufgabe einzusetzen sind. Für raffinierte Strategen, die gerne die Feinheiten des Spielsystems herausfriemeln, um sich taktische Vorteile zu verschaffen, gibt es also leider kaum etwas zu entdecken.

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Star Wars: Empire At War
Star Wars: Empire At War im Gamezone-Test
Ist der Genre-Abstecher in die weit, weit entfernte Galaxie von Star Wars für echte Strategen überhaupt lohnenswert?
http://www.gamezone.de/Star-Wars-Empire-At-War-Spiel-34969/Tests/Star-Wars-Empire-At-War-im-Gamezone-Test-990657/
01.03.2006
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2006/03/empireatwar_final_3.jpg
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