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Star Wars: Episode 3 - Revenge of the Sith (NDS)

Release:
2005
Genre:
Action
Publisher:
Ubisoft
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Star Wars: Die Rache der Sith DS: Buntes Massaker nicht nur am Boden -- Lesertest von Corlagon

23.11.2012 02:04 Uhr
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Neu
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Star Wars ist eine der größten Franchisen überhaupt, und so ist es natürlich kein Wunder, daß Lucas Arts die Spielindustrie spätestens seit der Prequel-Trilogie mit Filmversoftungen und Spin-Offs unterschiedlichster Qualität regelrecht überflutet. Nachdem es zu Angriff der Klonkrieger seltsamerweise nur ein Game-Boy-Advance-Spiel gegeben hatte, wurden mit Episode III - Die Rache der Sith wieder mehr Plattformen bedacht, wobei sich die jeweiligen Umsetzungen jedoch teilweise sehr stark voneinander unterscheiden, so daß man wohl besser von separaten Spielen spricht. Im Folgenden befasse ich mich mit Revenge of the Sith für Nintendo DS, das übrigens gar nicht von Lucas Arts kommt, sondern von Ubisoft Montreal, und mit nicht allzu großen Unterschieden auch als GBA-Version veröffentlicht wurde.

Seit mittlerweile drei Jahren toben in der Galaxie die Klonkriege. Auf der einen Seite: Die jahrtausendealte Galaktische Republik, vertreten durch den uralten Orden der Jedi, die sich für Gerechtigkeit und Frieden einsetzen, sowie eine Klonarmee, die irgend jemand heimlich, aber gerade rechtzeitig in Auftrag gegeben hatte. Auf der anderen Seite: Die Konföderation unabhängiger Systeme, deren Oberhäupter der Republik zu Recht enorme Korruption vorwerfen, sich selbst aber auch nur bereichern wollen und tatsächlich von den Sith angeführt werden, den Erzfeinden der Jedi, die bei der Durchsetzung ihrer politischen Ansichten nicht die geringsten Skrupel kennen.

Das Traumduo unter den Loyalisten sind Jedi-Meister Obi-Wan Kenobi und der lange Zeit von ihm ausgebildete Anakin Skywalker; dank ihnen scheint mal wieder die Republik den Krieg zu gewinnen. Allerdings haben die Jedi herausgefunden, daß Sith-Meister Darth Sidious ein enger Vertrauter von Kanzler Palpatine sein muß, der im Laufe des Konflikts lauter Sondervollmachten erhalten hat. Anakin gilt als der Auserwählte, der die Sith vernichten soll, doch erstens ist er mit Palpatine befreundet, zweitens findet er sein Talent vom Jedi-Orden nicht hinreichend gewürdigt, drittens ist er heimlich mit Senatorin Padmé Amidala verheiratet und viertens hat er ein Problem damit, loszulassen. Als Anakin Visionen von Padmés Tod hat, eskaliert die Situation (na gut, ich untertreibe).

Star Wars: Die Rache der Sith DS: Buntes Massaker nicht nur am Boden -- Lesertest von Corlagon [Quelle: ubi.com] Das Handheldkonsolenspiel zum Film ist in erster Linie ein klassisches Beat 'em Up, in dem Ihr als Anakin Skywalker oder Obi-Wan Kenobi in einer schrägen Perspektive von links nach rechts lauft und mit Lichtschwert und Macht Unmengen von Kampfdroiden sowie später noch ein paar andere Leute verprügelt. Die Steuerung ist auf den ersten Blick übersichtlich: Mit A wird gesprungen, mit B das Schwert geschwungen, wobei die einzelnen Attacken durch wiederholtes Knopfdrücken und Steuerkreuz etwas variieren können; leider kann Eure Figur ausschließlich nach links oder rechts schauen, so daß Gegner, die aus Spielersicht vor oder hinter ihr stehen, weniger gut zu treffen sind (man sollte meinen, die Spiele hätten sich seit Turtles in Time weiterentwickelt), allerdings haben Eure Widersacher das gleiche Problem. Mit L blockt Ihr Angriffe; solange Ihr die Taste haltet, könnt Ihr Euch jedoch nicht vom Fleck bewegen. Drückt Ihr sie erst im letzten Moment, lassen sich Schüsse auf die Gegner zurückschleudern.
Regelmäßig kommt es zu Duellen gegen andere Machtbenutzer oder zumindest Schwertkämpfer, welche etwas anders, aber auch alle gleich funktionieren: Ihr lest aus der Pose des Gegners ab, was für einen Angriff er ausführt (muß man natürlich erst lernen) und wehrt ihn entsprechend ab oder weicht aus, um im Erfolgsfall selber loszukloppen, bis der Typ sich fängt. Also im Grunde genommen ein Reaktionstest. Abwechslung findet man eher bei den Zwischengegnern (aber auch nicht unbedingt mehr Spaß) …

Durch Halten von R und Betätigen weiterer Knöpfe stehen diverse Machtfähigkeiten zur Verfügung, für die jedoch nur begrenze Energie zur Verfügung steht (man findet aber immer wieder Auffrischungen). Zu Beginn gibt es lediglich zwei dieser Techniken, nämlich Wegstoßen und Heranziehen von Gegnern; nachträglich lassen sich noch weitere Fähigkeiten erwerben, die dann figurspezifisch sind: Anakin ist natürlich der "böse Cop" und kann beispielsweise sein Schwert werfen und Gegner würgen, während "Unterhändler" Obi-Wan Selbstheilung und Schutz vor Blasterfeuer zur Verfügung stehen. Schließlich existieren noch einige besonders mächtige Spezialattacken, die mehrere Störenfriede auf einmal ausschalten können. Anakin benötigt dazu Wutenergie, die er ganz einfach mit seinem aggressiven Auftreten ansammelt. Da Obi-Wan nicht mal eben so zur Dunklen Seite der Macht greift, muß er stattdessen eine Fokusleiste aufbauen, indem er erst einmal auf die einfacheren Machtfähigkeiten zurückgreift.

Letztendlich habe ich diese ganzen Spezialaktionen nur relativ selten angewandt, weil sie etwas umständlich sind – der GBA hat kaum Knöpfe, also erfordern sie Tastenkombinationen. Das Spiel verleitet aber nicht zum Nachdenken, sondern zum Drauflosschnetzeln – und würde es einen nicht nur in Ausnahmefällen zur Machtbenutzung zwingen, wäre es nicht massenkompatibel. Und die beim DS endlich hinzugekommen X und Y hat Ubi einfach ignoriert. Zumindest die Wut-/Fokusattacken lassen sich alternativ auch über den Touchscreen aktivieren, aber für den sollte man eigentlich keine Hand freihaben.

Obi-Wans Fokus-Moves Obi-Wans Fokus-Moves [Quelle: ubi.com] In den regulären Leveln erhaltet Ihr spezielle Macht-Items, einerseits von bestimmten Gegnern (die müssen ohnehin so ziemlich alle besiegt werden) sowie Zerstören der Umgebung (das erfordert schon eigene Aufmerksamkeit), andererseits für Tempo und eine coole Spielweise. Habt Ihr genug, könnt Ihr nach getaner Arbeit neue Machtfähigkeiten kaufen oder die bestehenden verbessern; außerdem dürft Ihr dann Lebens- oder Machtenergie oder Schaden erhöhen. Nach den Boßkämpfen gibt es dagegen eine neue Zorn- bzw. Fokusattacke.

Damit wären wir beim Aufbau des Spiels: Ihr wählt Speicherplatz, Spielfigur und Schwierigkeitsgrad, dann eine der Missionen, die natürlich linear freigespielt werden wollen. Wenn ich mich nicht verzählt habe, gibt es pro Figur neun reguläre Level und vier Duelle; die ersten paar Missionen sind für beide Jedi identisch, dann trennt sich das Duo und die Tragödie nimmt ihren Lauf.

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23.11.2012 02:04 Uhr
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Star Wars: Episode 3 - Revenge of the Sith
Star Wars: Die Rache der Sith DS: Buntes Massaker nicht nur am Boden -- Lesertest von Corlagon
Star Wars ist eine der größten Franchisen überhaupt, und so ist es natürlich kein Wunder, daß Lucas Arts die Spielindustrie spätestens seit der Prequel-Trilogie mit Filmversoftungen und Spin-Offs unterschiedlichster Qualität regelrecht überflutet. Nachdem es zu Angriff der Klonkrieger seltsamerweise nur ein Game-Boy-Advance-Spiel gegeben hatte, wurden mit Episode III - Die Rache der Sith wieder mehr Plattformen bedacht, wobei sich die jeweiligen Umsetzungen jedoch teilweise sehr stark voneinander unterscheiden, so daß man wohl besser von separaten Spielen spricht. Im Folgenden befasse ich mich mit Revenge of the Sith für Nintendo DS, das übrigens gar nicht von Lucas Arts kommt, sondern von Ubisoft Montreal, und mit nicht allzu großen Unterschieden auch als GBA-Version veröffentlicht wurde.
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23.11.2012
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