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  • Star Wars: Knights of the Old Republic im Gamezone-Test

    Rollenspiel und Star Wars - geht das überhaupt? Bioware zeigt uns wie man so etwas richtig macht!

    Star Wars von seiner besten Seite!

    Spiele zur Weltraumsaga von George Lucas gibt es mittlerweile wie Sand am Meer. Die meisten davon sind leider nicht besonders gut gelungen, nur ganz wenige Perlen finden sich in der Star Wars-Spieleflut, die seit über zwanzig Jahren auf uns einströmt. Als Bioware ein Rollenspiel im Reich der Jedi ankündigte waren viele von uns erst mal etwas skeptisch ob so ein Experiment wirklich gelingen könnte. Nach ausgiebigen Test der US-Version sind wir aber voll überzeugt: Knights of the old Republic (oder kurz: Kotor) ist nicht nur gut gelungen, es ist ein wirklich fantastisches Rollenspiel und mit Sicherheit das beste Spiel zur nicht enden wollenden Sternensaga!

    Die Geschichte spielt stattliche 4000 Jahre vor dem Aufstieg des galaktischen Imperiums und handelt vom bösen Darth Malak, der seine dunklen Sith-Krieger auf die unvorbereitete Galaxie loslässt. Er hat zusammen mit seinem Mentor, dem Dark Lord Revan, die Macht der friedlichen Jedi stark schrumpfen lassen und schreckt vor keiner noch so hinterhältigen Tat auf der Jagd nach ihnen zurück. Wie so oft in großen Heldensagen, übernehmen wir die Rolle einer anfangs eher unbedeutenden Figur, die aber schon schnell zu großem Ruhm gelangt und eine wichtige Rolle für der Zukunft der ganzen Galaxie spielen wird.

    Für viele Fans der Filme bieten sich bei dieser Gelegenheit ein paar interessante Einblicke in die Welt der Jedi vor dem Auftauchen der berühmten Skywalker Familie. In den zahlreichen Dialogen, erleben wir die spannende Geschichte der Galaxie und bestimmen durch die passenden Antworten unseren eigenen Weg mit. Wirklich beachtlich ist die große Anzahl der Dialoge und vor allem die Tatsache das wirklich jeder Text gesprochen wird. Die Sprecher der Figuren sind allesamt hochtalentierte Profis und schaffen es, jedem einzelnen Dialog die passende Stimmung einzuhauchen. Atmosphäre hat Kotor wirklich enorm viel, nicht zuletzt dank der guten Sprecher. Auffällig ist dabei auch die hervorragende Ausarbeitung der Partymitglieder, von denen wir gleichzeitig zwei an unserer Seite haben können. Jedes Mitglied unserer Gruppe hat seine ganz persönlichen Charakterzüge und Geheimnisse die wir durch zahlreiche Gespräche mit ihnen herausfinden können. Es kommt auch schon mal vor, dass sich die beiden Mitstreiter untereinander streiten und wir mit den richtigen Argumenten für eine Schlichtung sorgen müssen.

    In seinem Herzen ist Kotor ein ganz klassisches Rollenspiel dem man die Herkunft aus dem Hause Bioware sehr schnell anmerkt. Zwar wurden einige Dinge wie die Steuerung, das Menüsystem und auch die Regeln für das Kampfsystem vereinfacht oder anderes umgesetzt, dies ist bei einem Spiel für eine Konsole aber auch absolut nötig. Glücklicherweise sind die Änderungen allesamt sehr positiv ausgefallen und alte Hasen, die bereits mit "Baldurs Gate" oder "Neverwinter Nights" vertraut sind, werden sich schnell zurecht finden und die praktischen Neuerungen sehr zu schätzen wissen. Vieles kommt dem Rollenspieler trotz des futuristischen Szenarios dabei sehr bekannt vor: Es gibt an nahezu jeder Straßenecke neue Quests, die sich alle sehr übersichtlich in unserem Questlog ansammeln und oft auf unterschiedliche Weise gelöst werden können. Der Spieler hat schnell das Gefühl mitten in einer lebendigen Welt zu stehen und ist vielleicht sogar von den enorm vielen Möglichkeiten und Spielelementen etwas überfordert. Besonders auf dem ersten Planeten, auf dem unser Abenteuer beginnt, hat man sich derart viele Sidequests und Bonusaufgaben einfallen lassen, dass man locker bereits hier bis zu 7 Stunden Spielzeit verbringen kann und immer noch nicht alle Rätsel gelöst hat. Es bleibt jedem Spieler selbst überlassen, ob er nur der zentralen Handlung weiter folgen will, oder doch lieber jeden Winkel erforscht und zusätzliche Aufgaben löst. Als Belohnung dafür winken natürlich jede Menge zusätzliche Erfahrungspunkte und die persönliche Weiterentwicklung zur hellen oder dunklen Seite der Macht.

    Die Macht ist selbstverständlich ein ganz wichtiges Element in diesem Spiel. Der Spieler entscheidet durch seine Handlungen darüber, ob er nun zur hellen oder dunklen Seite der Macht wechselt und somit den Ausgang des Spiels entsprechend verändert. Besonders zum Ende hin trifft man sehr wichtige Entscheidungen, die über das eigene Schicksal und das der ganzen Galaxie entschieden. Wo es die sagenumworbene Macht gibt, gibt es natürlich auch spezielle Jedi-Kräfte: Dem Spieler stehen satte 44 Spezialkräfte zur Verfügung, diese sind in gute, böse und neutrale Kräfte aufgeteilt. Diese Kräfte übernehmen die Rolle der klassischen Zaubersprüche, welche man aus anderen RPG's gewohnt ist. Das Mana ist in diesem Fall ein "Macht-Meter" und wird je nach eingesetzter Kraft und deren Ausbaustufe unterschiedlich stark verbraucht.

    Wie in jedem Rollenspiel erntet man auch hier bei vielen Situationen und vor allem in den zahlreichen Kämpfen die heiß ersehnten Erfahrungspunkte. Angenehm ist dabei die Möglichkeit den Levelaufstieg vollautomatisch geschehen zu lassen, oder aber die neu hinzugekommenen Fähigkeiten und Kräfte selber zu bestimmen. Dies ist nur einer der Punkte die das Spiel für Einsteiger sehr interessant machen könnten, es glänzt mit großer Benutzerfreundlichkeit und vielen eifrigen Hilfestellungen. Auch das ansonsten immer so komplexe Kampfsystem ist bei Kotor sehr übersichtlich und vor allem extrem einfach zu bedienen: Das Kampfgeschehen sieht zwar wie ein Echtzeitsystem aus, kann aber jederzeit angehalten werden um den Kämpfern neue Befehle geben zu können. Im Hintergrund entscheidet eine abgewandelte Form der klassischen AD&D-Regeln über Sieg oder Niederlage, der Spieler bekommt davon so gut wie nichts mit. Sobald ein Gegner ins Sichtfeld der Gruppe kommt, pausiert das Spiel und erwartet ein paar Entscheidungen vom Benutzer. Wem das auf Dauer zu lästig ist, der schaltet die Auto-Pause einfach ab und lässt die Helden auf eigene Faust in den Kampf ziehen. Bei den dickeren Gegnern sollte man aber auf jeden Fall eingreifen, sonst liegt schnell die gesamte Gruppe am Boden und das Spiel ist vorbei. Gespeichert und geladen kann übrigens jederzeit werden, sogar eine nützliche Autosave-Funktion wurde integriert.

    Es gibt auch ein paar Spielelemente die nur in einer futuristischen Rollenspielwelt möglich sind und zusätzliche Abwechslung mit sich bringen. So trifft man in feindlichen Umgebungen auf Computerterminals, welche von technisch geschickten Charakteren gehackt werden können. Wer seine Helden hierauf spezialisiert erspart sich viele Kämpfe, denn durch die Funktionen der Terminals können z.B. ganze Räume mit Gas gefüllt oder Schildgeneratoren von Kampfdroiden ausgeschaltet werden. Somit schafft man sich die Gegner auf einfache und sehr schlaue Weise vom Hals, vorrausgesetzt man hat auch genügend "Spikes" bei sich, denn diese kleinen Werkzeuge sind nötig um erfolgreich hacken zu können. Je besser ein Charakter seine Computerfähigkeiten entwickelt, um so weniger "Spikes" werden beim Hacken benötigt. Auf ganz ähnliche Weise kann man auch so manchen eingerosteten Droiden wiederbeleben, um ihn dann für seine eigenen Zwecke umzuprogrammieren. Hierfür sind dann allerdings Ersatzteile und entsprechendes technisches Geschick von Nöten. Noch mehr Abwechslung kommt durch die Minigames ins Spiel: Neben einem kurzen Pod-Rennspiel und dem Job in einer Gefechtskanzel eines Raumschiffs, hat man, ganz nach japanischen Vorbild, auch ein Minigame in Form eines Kartenspiels integriert. Das Spielprinzip ist dem klassischen Black Jack relativ ähnlich und es gibt an vielen Orten in der Galaxie die passenden Mitspieler um zwischendurch auch mal ein kurzes Kartenspielchen wagen zu können.

    Das enthaltene Menüsystem ist wirklich mehr als gelungen und auch was die restliche Steuerung des Spiels anbelangt wünscht man sich nach kurzer Zeit eine ähnlich einfache Lösung für PC-Rollenspiele. Das auf Dauer nervende Klicken mit der Maus bleibt dem Konsolenbesitzer erspart, die Hauptfigur wird ganz bequem mit dem Analogstick bewegt und nahezu alle Befehle lassen sich mit einem einzigen Knopf und einer dazugehörigen Aktionsleiste ausführen. Lediglich die eingeblendete Übersichtskarte ist etwas unpraktisch, da sie zu wenig von der Umgebung zeigt. Wer mehr Übersicht will, wechselt auf die große Karte im Menü, muss aber dazu das Spiel kurzzeitig unterbrechen. Gerne hätten wir hier eine per Tastendruck einblendbare oder transparente Karte gesehen, viele Ausflüge ins Menü wären uns dadurch erspart geblieben.

    Bei der gebotenen Grafik erlebt man als Fan von aufwendiger Optik so manchen Höhenflug, wird aber auch von enttäuschenden Talfahrten nicht verschont. Die Kämpfe und vor allem die Außenwelten auf den Planeten können sich durchaus sehen lassen, die Animationen und Gesichtszüge der Figuren hätten aber an vielen Stellen besser sein können. Besonders so manches Alien wirkt schon sehr platt und wäre mit ein paar Polygonen mehr und etwas schöneren Texturen wesentlich ansehnlicher geworden. Beachtet man aber die enorme Spieltiefe und den mächtigen Umfang des Spiels, drückt man bei diesen kleinen Mankos gerne beide Augen zu.

    Die deutsche Version wurde übrigens komplett übersetzt. Das bedeutet, das auch die aufwendig produzierten Dialoge von deutschen Sprechern gesprochen wurden. Alle Dialoge wurden hervorragend übersetzt, lediglich in den Videosequenzen wird noch mit Originaltext und Untertiteln gearbeitet. Electronic Arts hat hier keine Kosten und Mühen gescheut, die deutsche Lokalisierung von Kotor ist wohl eine der aufwendigsten in der Geschichte der Videospiele und überzeugt deshalb auch mit einer entsprechenden Qualität.

    Star Wars: Knights of the Old Republic (XB)

    Singleplayer
    9,4 /10
    Multiplayer
    -
    Grafik
    8/10
    Sound
    8/10
    Steuerung
    10/10
    Gameplay
    9/10
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
    Pro & Contra
    packende Story
    geniale Steuerung
    hervorragende Sprecher
    tolle Atmosphäre
    sehr umfangreiches Charaktersystem mit vielen Entwicklungsmöglichkeiten
    mindestens 30 Stunden Spielzeit
    sehr gute deutsche Lokalisierung
    zu kleine Minimap
    grafisch stellenweise etwas trocken
  • Star Wars: Knights of the Old Republic
    Star Wars: Knights of the Old Republic
    Publisher
    Electronic Arts
    Developer
    LucasArts
    Release
    11.09.2003

    Aktuelle Rollenspiel-Spiele Releases

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    Cover Packshot von Candle Release: Candle Daedalic Entertainment
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989452
Star Wars: Knights of the Old Republic
Star Wars: Knights of the Old Republic im Gamezone-Test
Rollenspiel und Star Wars - geht das überhaupt? Bioware zeigt uns wie man so etwas richtig macht!
http://www.gamezone.de/Star-Wars-Knights-Of-The-Old-Republic-Spiel-35018/Tests/Star-Wars-Knights-of-the-Old-Republic-im-Gamezone-Test-989452/
11.09.2003
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2003/07/kotor.jpg
tests