Star Wars The Force Unleashed 2 im Gamezone-Test

Test Michael Sosinka

Dieses Mal kämpfen wir zu einem großen Teil gegen die Imperialen Streitkräfte.

Vor fast genau zwei Jahren brachte Lucas Arts mit Star Wars: The Force Unleashed ein überraschend gute Actionspiel auf den Markt, das zwar die eine oder andere Schwäche aufgewiesen hat, letztendlich aber dennoch überzeugen konnte. Nun ist der zweite Teil erschienen, weswegen man als Star Wars-Fan natürlich hofft, dass die letzten Fehler ausgebügelt werden konnten.

Man kann Jedis doch gar nicht klonen...

...diesen Satz bekommen wir immer wieder zu hören. Fakt ist jedoch, dass es Darth Vader geschafft hat, seinen einstigen, und vor allem vermeintlich toten Schüler zu klonen, um ihn erneut gegen die Rebellen einzusetzen. Dummerweise plagen Starkiller die Erinnerungen seines Vorgängers, während er zunächst vor Darth Vader flieht, General Cota sucht und anschließend seine Love-Interest Juno wieder vor dem dunklen Lord retten muss. Also gilt es zurück zum Anfang des Spiels zu gelangen.

Star Wars The Force Unleashed 2 Star Wars The Force Unleashed 2 Wir beginnen auf dem regnerischen Planeten Kamino, den wir bereits aus der neuen Trilogie kennen. Hier kämpft sich der gute Starkiller durch Sturmtruppen, Mechs und AT-STs, bis er schließlich auf dem Glückspielplaneten Cato Neimodia, einem Rebellenkreuzer und schließlich wieder auf Kamino landet. Während der Vorgänger noch ein reichhaltiges Repertoire an fremdartigen Welten bot, spult TFU2 nur noch ein SciFi-Standard-Programm ab, in dem wir uns zu einem großen Teil durch klinisch saubere Level oder öde Raumschiffe kämpfen. Hier ist viel Kreativität verloren gegangen. Zudem wird Kamino auf frechste Weise am Ende des Spiels wieder verwertet.

Star Wars The Force Unleashed 2 Star Wars The Force Unleashed 2 TFU2 hat viel von seinem einstigen Charme verloren, erschreckend viel. Während Teil 1 noch einen wunderbaren Übergang zwischen der alten und neuen Trilogie erzählte, sind die jetzigen Charaktere und die Handlung völlig austauschbar ausgefallen. Selbst Starkiller wirkt wie ein nerviger und unbelehrbarer Milchbubi. Der kurze Besuch auf Dagobah, bei dem man zwei Worte mit Quotensau Yoda wechselt und sich in den Baum der Erkenntnis begibt, ist ebenfalls sehr enttäuschend, da man in zwei Minuten ein kurzes Areal durchschreitet und sofort wieder fertig ist. Hier hätte ich mir viel, viel mehr erhofft. Schon zu Beginn wirkt TFU2 einfach nur blass, und dieser Eindruck setzt sich bis zum Ende hin fort.

Zwei Laserschwerter sind besser als eins

Star Wars The Force Unleashed 2 Star Wars The Force Unleashed 2 Das Kampfsystem von TFU2 hat sich kaum geändert. Noch immer zerlegt man seine Feinde mit dem Laserschwert, wobei der Protagonist dieses Mal zwei von ihnen in die Auseinandersetzungen führt. Dadurch entstehen einige interessante Kombos. Das vorliegende Kampfsystem ist jedoch nicht sonderlich komplex, weswegen man bis auf einige Ausnahmen (und nicht im höchsten Schwierigkeitsgrad) einfach drauf los hämmern kann. Wie gewohnt stehen uns zahlreiche Machtkräfte zur Verfügung, wobei auch neue Varianten hinzu gekommen sind. So kann man zum Beispiel Sturmtruppen mit einem Gedankentrick in den Abgrund fallen lassen, während uns ein weiterer Jedi-Trick den Weg zum nächsten Ziel zeigt, was bei der Linearität des Spiels kaum nötig ist. Ansonsten verschießen wir Machtblitze, benutzen den Machtschub, werfen die Laserschwerter durch die Gegend oder verschieben Kisten mit der Macht.

Star Wars The Force Unleashed 2 Star Wars The Force Unleashed 2 An der 3D-Steuerung hat sich in dieser Hinsicht kaum etwas getan, weswegen es manchmal etwas fummelig ausfällt, mitten im Kampf einen Gegenstand auf den Feind zu schleudern. Alle Machtkräfte lassen sich in drei Stufen mit roten Orbs ausbauen. Diese erhalten wir durch getötete Feinde oder Holocrons, die man überall in den Missionen findet.Weiterhin können wir unsere Laserschwerter mit Kristallen neue Fähigkeiten verpassen. So erhält man mit jedem getöteten Feind zum Beispiel neue Lebensenergie dazu. Insgesamt entstehen durch die Verbindung von Macht und Laserschwert einige ansehnliche Angriffsmöglichkeiten. Es sieht einfach beeindruckend aus, wenn sich Starkiller einen Tie Fighter schnappt, ihn wie ein Blatt Papier zusammenknüllt und ihn in eine Gruppe von Sturmtruppen wirft. Neu ist außerdem die Machtwut: Auf Knopfdruck kann Starkiller für kurze Zeit ungeheuer starke Angriffe ausführen und ist dabei auch noch unbesiegbar.

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