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  • Starcraft 2: Wings of Liberty - Das Warten hat sich gelohnt - Leser-Test von Shadowkiller

    Nach langer Zeit hat Blizzard den mit Vorfreude erwarteten Nachfolger zu dem Strategiehit Starcraft auf den Markt gebracht. Sowohl Fans des Vorgängers als auch neue Spieler dürfen sich hier auf ein Spiel der Extraklasse freuen, denn tatsächlich hat Starcraft 2 kaum Mängel aufzuweisen.
    Denn das Spiel ist schnell gelernt, und wenn man ein paar Mal mit jeder der 3 Fraktionen gespielt hat, kann man es kaum erwarten sich in den OnlineModus zu stürzen.
    Aber erstmal zu den Fraktionen: Hier kann der Spieler zwischen Terranern, den Protoss und den Zerg wählen - alle von Grundauf verschieden.
    Die Zerg: Insektenähnliche Wesen, alle ihre Truppen werden in der sogenannten "Brutstätte" ausgebildet. Dennoch muss man weitere Gebäude bauen, wenn man neue Truppen freischalten will. Das klingt zwar verwirrend und sehr unpraktisch, allerdings hat die Brutstätte im Vergleich zu Kasernen und Fabriken einen immensen Vorteil, denn hier kann man mehrere Truppen gleichzeitig ausbilden - denn anders als aus Strategiespielen gewohnt, kommen aus der Brutstätte nach und nach (maximal 4) Larven herausgekrochen. Diese kann man nicht befehligen, dafür aber mutieren lassen; zu Truppen und Drohnen, die Mineralien und Gas abbauen können, die man zum erneuten Truppenbau benötigt.
    Obwohl man nur maximal 4 Truppen gleichzeitig ausbilden kann, gibt es eine Möglichkeit, diese Zahl zu erhöhen - baut man eine Königin, kann diese per Fähigkeit (einmal pro Aktivierung) mehr Larven entstehen lassen. Zusätzlich kann sie auch einen "Kriechertumor" absetzen, der Zerg Schleim verströmt. Nur auf diesem Schleim können Drohnen zu Gebäuden mutieren, außerdem bewegen sich Truppen darauf schneller. Verliert man jedoch die Brutstätte, verliert man das Spiel, da man keine Truppen mehr bauen kann.
    Die Protoss: Eine altehrwürdige, hochentwickelte Rasse. Ein großer Vorteil dieser Fraktion ist, dass sie alle Upgrades und Einheitenausbildungen beschleunigen können. Allerdings nicht unbegrenzt oft, denn dafür wird Energie benötigt, die das Hauptgebäude, der Nexus, automatisch regeneriert.
    Generell scheint es, dass die Protoss so ziemlich alles schneller machen können: Alle Einheiten, die man in den Warptoren - diese sind sozusagen die Kasernen der Protoss - baut, kann man mit der entsprechenden Technologie innerhalb von 5 Sekunden her warpen. Dafür muss man allerdings danach eine Wartezeit ertragen, bis man wieder warpen kann.
    Außerdem geht das Bauen von viele Gebäuden gleichzeitig sehr einfach, da man nur eine einzige Drohne. Denn die Drohnen der Protoss müssen nicht aktiv bauen. Man muss lediglich den Befehl geben zu bauen, die Drohne bewegt sich hin und warpt das Gebäude her. Während das Gebäude sich also selbst aufbaut wie ein selbstentfaltendes Zelt, kann die Drohne das nächste Gebäude herrufen.

    Zwar hört sich das an, als könne man als Protoss nicht verlieren, da man sehr schnell sehr große Anzahlen an Truppen rufen kann, aber es gibt einen Haken an der Sache: Um ein Gebäude zu bauen, braucht man zunächst einen Pylon, der ein Energiefeld ausstrahlt. Nur in einem Energiefeld kann man Truppen her warpen und Gebäude bauen. Wird der Pylon erstellt, sind auch darin befindliche Gebäude nutzlos.
    Die Terraner: Ganz normale Menschen mit futuristischeren Truppen. Sie erinnern an alles, was man aus anderen Strategiespielen kennt: Die Drohne baut ein aktiv selbst Gebäude auf, ohne wie bei den Zerg geopfert zu werden, und es gibt auch keine Baueinschränkungen wie Energiefelder, sodass man überall bauen kann. Und hat man mal ein Gebäude an die falsche Stelle gesetzt - kein Problem. Jedes Gebäude der Terraner kann fliegen, mit Ausnahme von Türmen und Bunkern. Allerdings kann man in der Luft nichts bauen; das geht erst wieder, wenn man das Gebäude gelandet hat.
    Der Nachteil dieser Seite sind aber lange Ausbildungszeiten und keine Fähigkeiten um das Ganze zu beschleunigen oder die Zahl der gleichzeitig auszubildenden Truppen stark anzuheben.
    So viel also zu den Fraktionen - wie man sehen kann, hat jede eigene Vor- und Nachteile, die das Spiel sehr ausgewogen machen; und die unfairen Aspekte des Spiels werden nach und nach ausgemerzt, denn Blizzard stellt regelmäßig neue Patches zur Verfügung.
    Hat man sich also an die Fraktionen gewöhnt und seine favorisierte gefunden...kann man alles wieder vergessen, denn startet man die Kampagne zählen nur noch die Terraner. Sie sind leider die einzige Fraktion mit einer Kampagne.
    Die Kampagne erzählt die Geschichte vom Aufstieg Jim Raynors, der, anfangs noch gesucht, nach und nach eine Armee aufbaut und viele Missionen erfüllt. Das Schöne daran ist, das man sich in einigen Missionen entscheiden kann, welche Seite man vertritt.
    Kämpft man also für einen Freund, mit dem man von Anfang an zusammen kämpft, oder hilft man der hübschen Scharfschützin, die aber den eigenen Kumpel beschuldigt, ein Verräter zu sein?
    Gerade da die Kampagne sehr viel Spaß macht, ist es schade, dass man sich mit den Protoss und den Zerg mit den restlichen Spielmodi begnügen muss. Neben einem Multiplayer, der von Ranglistenspielen bis zu benutzererstellten, nicht gewerteten Karten reicht, gibt es noch die Möglichkeit gegen die KI zu kämpfen oder ein Szenario zu spielen, in denen man ein bestimmtes Ziel erreichen muss.
    Je nachdem, wie viele Einheiten man verliert, wie lange man braucht um die Mission zu erfüllen, wie lang man überlebt oder wie viele Gegner man tötet - Hier findet jeder etwas, das ihm Spaß macht. Hat man alle Szenarien abgeschlossen, bekommt man zudem Punkte aufs Konto und einen neuen Avatar fürs Profil. Hier wäre aber zu erwähnen, dass die Punkte nicht einmal das Können eines Spielers wiedergeben, sie zeigen eher, wie viel Zeit ein Spieler mit dem Spiel verbracht hat. Man schaltet auch nichts frei wenn man genug Punkte hat - an dieser Stelle wurde viel Potential verschenkt. Da man sowohl im Einzel- als auch im Mehrspieler Punkte sammeln kann, fragt man sich doch, wofür man die eigentlich braucht.
    Lediglich die Avatare sind eine schöne und sinnvolle Belohnung, so wie auch die Decals, ein Symbol, das alle Truppen tragen wenn man es aktiviert.
    Abschließend noch zum Multiplayer: Die Rangliste ist in mehrere Ligen aufgeteilt, sodass nur Spieler gleichen Talents gegeneinander spielen, wenn man ein Ranglistenspiel startet. Man kann auch Ligen aufsteigen, wie man das allerdings macht ist nicht ersichtlich und wird auch nicht erklärt. Man kann nur versuchen so oft wie möglich zu gewinnen um aufzusteigen, und so selten wie möglich zu verlieren, um nicht abzusteigen.
    Will man auf einen Ranglistenplatz verzichten, aber dennoch online spielen, kann man auch einem eigenen Spiel beitreten oder eines erstellen. In diesem Modus kann man auf Standard und benutzererstellten Karten zeigen, wer der Bessere ist.
    Besonders die benutzererstellten Karten sorgen für lange Spielzeit, denn sie erweitern das Spiel um einige Modi, so gibt es z.B. eine Karte auf der man Poker spielt, und je nachdem wie gut das eigene Blatt ist neue Truppen und Mineralien für Upgrades bekommt. Mit diesen verteidigt man dann sein Hauptgebäude gegen anstürmende KI-Truppen.
    Wer kein Poker mag, kann sich auch in einem der vielen RPG-Modi einen Helden seiner Wahl schnappen, Einheiten schnetzeln und neue Fähigkeiten erlernen.
    Wenn man sich also von Ranglistenspielen oder der Kampagne erholen will, ist man bei den benutzererstellten Karten richtig.

    Starcraft 2 ist definitiv ein Muss für jeden Strategiespiel Fan: Ausgewogene Fraktionen, viele Spielmodi und nur wenige Fehler machen dieses Spiel fast perfekt.

    Negative Aspekte:
    Punktesystem ist nutzlos, Aufsteigen im Ranglistenmodus fast unmöglich

    Positive Aspekte:
    viele Modi, gute gleichstarke Fraktionen, Benutzererstellte Karten

    Infos zur Spielzeit:
    Shadowkiller hat sich 100+ Stunden mit diesem Spiel beschäftigt.

    Starcraft 2: Wings of Liberty

    Spielspaß
    Gesamtwertung
    Wertung von: Shadowkiller
    9.5
    Multiplayer
    -
    Grafik
    9/10
    Steuerung
    10/10
    Sound
    10/10
    Gameplay
    9/10
    GameZone
    Spielspaß-Wertung
    9.4/10
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
  • Starcraft 2: Wings of Liberty
    Starcraft 2: Wings of Liberty
    Publisher
    Activision Blizzard
    Developer
    Blizzard
    Release
    27.07.2010

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Starcraft 2: Wings of Liberty
Starcraft 2: Wings of Liberty - Das Warten hat sich gelohnt - Leser-Test von Shadowkiller
http://www.gamezone.de/Starcraft-2-Wings-of-Liberty-Spiel-34650/Lesertests/Starcraft-2-Wings-of-Liberty-Das-Warten-hat-sich-gelohnt-Leser-Test-von-Shadowkiller-1010753/
10.06.2011
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