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  • Steel Diver im Gamezone-Test

    Die Missionen fressen keine zeitliche Ewigkeit, gehen flott von der Hand und machen kurzweilig richtig Laune.

    Kriege können auf verschiedenste Weisen geführt werden. Dabei ist den Kriegsführern kein Element zu schade oder zu unerforscht. In den Lüften beharken sich mit aberwitzigen Manövern aerodynamisch auf den allerneusten Stand befindliche Flugzeuge in Überschallgeschwindigkeit und bleiben dabei im Bestfall auch noch von Aufspürsystemen unerkannt. Auf dem Boden gehen die Dinge weitaus langsamer, jedoch nicht uneffektiver von Statten. Panzer, Truppenfahrzeuge und Soldaten mit modernster Waffentechnik ballern ums Überleben und sprengen dabei alles in die Luft was nicht bei drei kapituliert. Zu guter Letzt bleibt noch das Wasser als Kampfschauplatz. Große Flugzeugträger, tonnenschwere Kanonenschiffe kämpfen gegen Wind und Wellen um die feindliche Linie zu durchbrechen und fatale Angriffe auf das Festland zu unternehmen. Doch die eigentliche Gefahr des maritimen Gefechts liegt in einigen hundert Metern Tiefe. Eine Waffe, die so unauffällig wie effektiv ist: Das U-Boot. Durch Verwendungsart und Anmut scheinen sie die Versachlichung eines im weiten Dunkel des Wassers agierenden Ninjas zu sein. Und auch Spieleentwickler scheinen von den Kampfmaschinen angetan zu sein: Ace Combat, Call of Duty und Silent Hunter sind nur ein paar Beispiele für Spiele in denen Kampfgeräte entweder die Hauptrolle oder auch nur eine Nebenrolle spielen. Mit SteelDiver für den 3DS bekommt die Riege der U-Boote seit langem eine Chance sich auch portabel und in echtem 3D von der besten Seite zu zeigen. Sinken oder Schwimmen?

    Kreativität ist vage definiert

    Steel Diver Steel Diver Fragt man Spieler nach den heutigen Standards eines Toptitels steht sicherlich auch eine gute Story unter den Top 3 des Rankings. Und so werden wir bei God of War im Körper eines Kriegsgottes in den Kampf gegen die komplette griechische Mythologie geschickt, in Halo Reach von Anfang an zum Untergang verdammt und doch gezwungen vergeblich dagegen anzugehen, oder in Dead Space im All isoliert und der authentischsten Einsamkeit der Videospielgeschichte ausgesetzt. Die Kehrseite dieser Medaille sorgt dann jedoch für umso größeres Unverständnis, gewöhnt sich der Mensch doch recht schnell an steigende Standards und findet den Abstieg äußerst unangenehm. Ähnlich wird es wohl Spielern von Steel Diver gehen, die auf eine ausgeklügelte Geschichte hoffen. Dabei wird der Spieler schon im ersten Satz in einer Art und Weise aufs Korn genommen, die bis dato Ihresgleichen sucht. Die "Story" des U-Boot-Abenteuers beginnt mit dem prägnanten Satz "Wir schreiben das Jahr 19XX". Also gut, suchen wir uns einfach ein Jahr im 20. Jahrhundert aus in dem wir unsere Schlachten austragen. Hiermit wäre dann wohl auch das Genre der "Imagine it yourself"-Geschichte geschaffen und lädt zu Spekulationen ein: Müssen wir uns im nächsten Ego-Shooter selbst ausdenken wen wir da gerade aus welchen Beweggründen erschießen? Doch Steel Diver kann das ganze noch toppen. Denn man scheint von einer Unart in die nächste zu driften. Was dann in den folgenden Zeilen dem Spieler präsentiert wird ist an Vagheit und Einfallslosigkeit ganz weit vorne. Der Weltfrieden sei in Gefahr, denn ein Schurkenstaat habe seine Nachbarländer eingenommen und strebe die Weltherrschaft an. Man merkt: Die Fantasie des Spielers wird hier extrem herausgefordert. Wer ist bloß dieser üble Schurkenstaat? Und welche Länder hat er bereits in Besitz? Und helfen Pinky und Brain bei der Übernahme der Weltherrschaft mit? Fragen über Fragen, die ungeklärt sind und diesen Status auch bis zum bitteren Ende aufrecht halten. Um dieser omnipräsenten Bedrohung Herr zu werden wird nun also eine geheime U-Boot-Spezialeinheit gebildet, welche aus den besten Männern eines wieder einmal undefinierten Landes besteht. Der Name: "SteelDiver"

    Drei Boote für ein Halleluja

    Steel Diver Steel Diver Wesentlich kreativer fällt auf den ersten Blick die Auswahl der Spielmodi auf. Im Modus "Mission" sind wir entweder unter Zeitdruck oder auf Spezialmission im Kampfgebiet unterwegs. Im Kampfgebiet wird uns meist vor Missionsantritt eine kurze Information zum bevorstehenden Einsatz gegeben, der dann meist dramatischer klingt als er im Nachhinein ist. Unter einem großzügig gesetzten Zeitlimit im zweistelligen Minutenbereich ist es eure Aufgabe von einem Punkt der Karte zu einem weiter entfernteren Ort zu gelangen. Dabei müsst ihr mit Unterwasserminen, feindlichen U-Booten oder schlicht Hindernissen der Tiefenlandschaft klar kommen und sie mit allem beschießen was das Boot hergibt. Um diese Aufgaben mit Bravour zu bewältigen stehen euch drei unterschiedliche U-Boot-Varianten zur Auswahl: Unter der Leitung von Kommandant Luc Fisher steht das kleine und wendige Manatee, welches zusätzlich Raketen senkrecht abfeuert. Kommandant Ben Triton befehligt den mittelgroßen Allrounder BlueShark, welcher mit einem Neigungsregler ausgestattet ist. Ebenso mit einem Neigungsregler kommt das leistungsstarke Dickschiff Serpent mit Kommandant Dante Cruz daher, welches aber bei weitem nicht so manövrierfreundlich wie seine anderen zwei Geschwister ist. So könnt ihr euch also im besten Fall mit jedem U-Boot einmal in die insgesamt acht Spezialmissionen stürzen.

    Steel Diver Steel Diver Leider muss man dazu sagen, dass die Missionen nicht gerade spannender werden nur weil das Kampfschiff andere Eigenschaften und Abmessungen hat. Spätestens nach der dritten Mission hat man seinen Favoriten gefunden und hat eher wenig Interesse daran die anderen Schiffe aus dem Hafen zu holen. Ist eine Mission abgeschlossen bekommt ihr ein kleines Zuckerl spendiert: 30 Sekunden lang könnt ihr den Blick aus dem Periskop schweifen lassen und Schiffe nach Herzenslust auf den Meeresgrund schicken. Witzig: Dabei habt ihr die Chance euch durch Bewegen des Handhelds umzusehen. Wer gerade in der U-Bahn sitzt, kann allerdings auch jederzeit auf eine Steuerung per Stylus zurückgreifen. Die Qual der Bootswahl habt ihr ebenso im Modus "Zeitmission". Hier gilt es jedoch nur innerhalb eines deutlich enger konstruierten Zeitrahmens von Punkt A nach B zu kommen und dabei möglichst wenig Zeit zu verlieren. Dabei stellen sich euch jedoch keine Feinde, sondern lediglich Minen, bewegbare Steinblöcke und Wasserwirbel in den Weg. Habt ihr gefallen am Zusatzmodus des Periskop-Kampfes gefunden könnt ihr diesen auch extra im Hauptmenü anwählen und spielen. Dabei stehen euch ein Kampf zwischen normalen Booten sowie U-Booten zur Verfügung.

    Steel Diver Steel Diver Wer es gern stürmisch mag kann sich auch bei ordentlich steifer Brise und gefährlichem Wellengang Boote zum Meeres-Moorhuhn bitten. Für die Taktiker unter den Seefahrern bietet SteelDiver aber auch einen Spielmodus, der vielleicht sogar das wahre Highlight des Spiels darstellt. In der "Seeschlacht" erwartet euch eine Mixtur aus dem bekannten Gesellschaftsspiel "Schiffe versenken" und dem Denksport "Schach". Zu Beginn wählt ihr auf dem an eine Honigwabe erinnernden Spielfeld eine Formation für Kampfschiffe, Versorgungsschiffe und U-Boote auf eurer Seite des Kampffeldes und schon kann das Match beginnen. Um eure Truppen zu befehligen tippt ihr mit dem Stylus einfach auf die Einheit und schon tut sich ein gelber Bewegungskreis auf. Wichtig: ihr könnt pro Zug nur eine Aktion ausführen, egal ob es sich dabei um einen Angriff, eine Bewegung oder ähnliches handelt. Das entscheidende Mittel zum Sieg ist das U-Boot, denn diese Einheit ist als Einzige dazu bemächtigt die Grenze zur gegnerischen Hälfte zu überqueren. Seid ihr im Feindgebiet angekommen bilden sich um euren Bewegungsradius neben den gelb leuchtenden Feldern ebenso rosa unterlegte Felder. Hier wird irgendwo eine feindliche Einheit vermutet. Habt ihr infolge dessen mit Glück das richtige Feld gewählt fliegen die Projektile. De facto gewonnen hat der Spieler dem es gelingt, das Versorgungsschiff des Gegenübers zu zerstören. Praktisch: Die Seeschlacht kann auch als Download-Spiel ausgetragen werden und benötigt daher nur ein Spielmodul im Multiplayer.

  • Steel Diver
    Steel Diver
    Publisher
    Nintendo
    Release
    06.05.2011
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Steel Diver
Steel Diver im Gamezone-Test
Die Missionen fressen keine zeitliche Ewigkeit, gehen flott von der Hand und machen kurzweilig richtig Laune.
http://www.gamezone.de/Steel-Diver-Spiel-35133/Tests/Steel-Diver-im-Gamezone-Test-993330/
29.05.2011
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2011/05/4_3DS_Steel_Diver_Screenshot__22_.jpg
tests