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  • Stella Deus: Lust und Frust - Leser-Test von sinfortuna

    Stella Deus: Lust und Frust - Leser-Test von sinfortuna Leider viel zu selten verirren sich von Taktik geprägte Rundenstrategiespiele nach Europa und dies obwohl die oftmals in Fantasy-Atmosphäre getauchte Abenteuer knallig bunt und, was die Hauptfiguren betrifft, nicht selten zuckersüß daherkommen. Dafür sollte es doch eigentlich eine große Zielgruppe geben, aber anscheinend geht die Rechnung nicht auf: zu meinem großen Bedauern. So auch im Fall von "Stella Deus - Gate of Eternity" für die Sony Playstation 2, das durch eine sehr hübsche, ja fast schon gemütliche Szenerie und sympathische Charaktere zu überzeugen weiß, aber mir nichtsdestotrotz nur als reine (amerikanische) Version in die Hände fiel. Atlus zeichnet sich (wieder einmal) für diesen PS2-Titel verantwortlich, mehrfach hatte diese Entwicklerschmiede in der Vergangenheit unter Beweis gestellt, dass sie in der Lage sind, weit überdurchschnittliche Titel speziell in diesem Genre auf die Beine zu stellen. Die Mängel zeigen sich im vorliegenden Fall letztlich erst auf den zweiten oder gar dritten Blick, verhindern aber in der Summe (deutlich), dass am Hit-Bereich geschnuppert werden darf. Dass lediglich eine Solokampagne und keine Online-Anbindung existiert ist in diesem Genre nichts Ungewöhnliches, ja eher Standard, insofern ich das nicht als besonderes schwerwiegendes negatives Kriterium werten möchte. Und dennoch: wer Fantasy-Rundenstrategiespiele mag, darf aufhorchen, nicht zuletzt wegen erwähnter Flaute auf dem hiesigen Markt. Als Pflichtkauf möchte ich es allerdings keineswegs bezeichnen. "Stella Deus" ist eher eine Angelegenheit für den Genre-Liebhaber. Mit herausragenden Titeln wie "Disgaea" oder "Phantom Brave" kann es jedenfalls nicht mithalten, gewinnt gegen diese definitiv kaum einen Stich.

    Die Hintergrundgeschichte ist sicherlich nicht besonders innovativ, aufregend oder extrem mitreißend, was speziell in diesem Genre doch schon von wesentlich höherer Bedeutung ist als ein etwaiger Multiplayermodus. Spero ist unser junger Held und steht demzufolge im Brennpunkt des Geschehens oder besser gesagt: sein Zuhause wird bedroht und zwar in Form eines mysteriösen Nebels. Zum Glück ist er nicht völlig auf sich allein gestellt, denn im weiteren Verlauf des Spiels kommen weitere Mitstreiter hinzu (so wie es sich für ein Rundenstrategieepos gehört), so unter anderem ein sehr eigenwilliger Feldherr (um es noch milde auszudrücken), unter dessen Fittiche unser Spero zunächst genommen wird, des Weiteren niedliche Gespensterwesen und übliche Kämpfertypen wie Nahkampfspezialisten, Bogenschützen, Heiler, Zauberer, Alchemisten oder auch Speerkämpfer. Zu beachten ist in der Folgezeit auf den jeweiligen Schlachtfelder, wie es mit der Beschaffenheit des jeweiligen Terrains aussieht, auf dem gekämpft wird: die individuellen Begebenheiten sich zunutze zu machen bzw. die Figuren sinnvoll zu positionieren ist der Schlüssel zum Sieg. Insgesamt dürfen sechs Haudegen gemeinsam in die Schlacht, weitere Protagonisten fristen zunächst ein Reservistendasein, können aber selbstverständlich in der nächsten Schlacht auf Wunsch gerne an vorderster Front mitmischen. Das Kampfsystem selber ist nicht überladen, ganz im Gegenteil, übersichtlich angeordnet, Genre-Veteranen vermissen allerdings möglicherweise eine Komplexität und somit den taktischen Tiefgang. Aktionspunkte sind in den Kämpfen das A und O, die sich je nach Befehl mehr oder weniger schnell verbrauchen, insbesondere ist dies im Hinblick auf Laufwege, Arten des Angriffs und auch etwaige Spezialattacken dabei zu berücksichtigen. Im Blickpunkt stehen die Teamattacken, diese sind eminent wichtig und hinsichtlich des Ausschaltens dickerer Brocken quasi unumgänglich. Voraussetzung hierfür ist ein wohlüberlegtes Positionieren der einzelnen Spielfiguren, um dann im Einklang (Nahkampf, Distanzschuss, Zauber) einen entsprechend großen Schaden beim Feind verursachen zu können. Zwischendurch watscheln wir mit unseren wackeren Helden über eine Weltkarte, perfektionieren unsere Fähigkeiten in Trainingseinheiten in Dungeons, basteln an einzelnen Items herum, um diese besonders effizient zu machen und - praktisch das Wichtigste überhaupt - beschäftigen uns mit dem Pushen der einzelnen Figuren bzw. dem Aussuchen der unserer Meinung nach perfekten Klasse nebst Beförderung.

  • Stella Deus
    Stella Deus
    Publisher
    Atlus
    Developer
    Atlus
    Release
    28.10.2004
    Leserwertung
     
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Stella Deus
Stella Deus: Lust und Frust - Leser-Test von sinfortuna
http://www.gamezone.de/Stella-Deus-Spiel-35205/Lesertests/Stella-Deus-Lust-und-Frust-Leser-Test-von-sinfortuna-1007248/
25.03.2008
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2006/04/stelladeus_eu.jpg
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