Games World
Login Registrieren
Möchtest du diese Seite als Startseite festlegen?
als Startseite festgelegt.
    Möchtest du diese Seite als Startseite festlegen?
    Mobile als Startseite festgelegt.
    Login Registrieren
  • Stolen im Gamezone-Test

    Gut geklaut ist immer noch besser als schlecht selbst gemacht, haben sich auch die Jungs von Blue52 gedacht.

    Gut geklaut ist halb gewonnen..

    ..das gilt nicht nur für Anya Romanov, ihres Zeichens russische Einwanderin und Meisterdiebin, sondern auch für die Entwickler des Studios blue52, die sich offensichtlich ebenfalls reichlich bei der Konkurrenz bedient haben. Denn wo Anya alles klaut was sich wirklich lohnt zu klauen, kommt einem auch das Gameplay aus leisem Schleichen, an der Wand lang drücken und mit technischen Spielereien hantieren, doch irgendwie bekannt vor. Was nichts Schlechtes bedeuten muss, denn wer sich bei Thief und Splinter Cell bedient, hat sich keine unpopulären Titel ausgesucht.

    Meisterdiebin Anya Meisterdiebin Anya Was "Stolen" von den Schleichkollegen abheben soll, beschreibt Graeme Puttock - der Produzent von Stolen - mit seiner Liebe zu Splinter Cell, an dem ihm nur nicht gefiel, dass man viel zu schnell zur Pistole greifen und das Problem auf die "einfache Weise" lösen konnte. Das wird es in Stolen nicht geben, den unsere Meisterdiebin Anya beherrscht zwar die athletische Kampfkunst, genau die aber verbietet ihr einen Menschen zu töten. So kann man die Wächter zwar so richtig herklopfen, sie sogar kurzzeitig ausschalten, muss dann aber die Konsequenzen tragen, wenn der Erwachende Alarm auslöst und seine Kollegen um Hilfe ruft. Darum wird es grundsätzlich besser sein den leisen und unauffälligen Weg zu gehen und die Gegebenheiten ebenso auszunützen wie die technischen Gadgets. Besonders interessant davon ist die HiTec-Sonnenbrille von Anya, welche neben vielen anderen Funktionen einen Ultraschallvisor besitzt. Der ist in der Lage aus dem Schall ein monochromes Bild auf Anyas Brille zu projizieren, mit dem sie beispielsweise durch Türen sehen kann. Das funktioniert aber nur wenn auch Schall, also Geräusche wie Tritte oder Gespräche vorhanden sind. Steht die Wache hinter der Türe still, sieht Anya auch nichts, es sei denn sie macht selbst Lärm. Und dazu gibt's jede Menge Gelegenheit, vom laut Trampeln über Pfeifen oder schlicht etwas herunterzuwerfen.

    Die Multifunktionspistole Die Multifunktionspistole Schleichen und stehlen dürfen wir uns durch insgesamt vier große Missionen, welche uns mindestens zehn Stunden unterhalten werden, wesentlich länger wenn man versucht alles zu genießen. Begleiten auf den Diebestouren durchs Museum oder ein Gefängnis wird Anya von Louie Palmer, von dem sie auch die Hilfsmittel und Aufträge erhält. Per Funk instruiert er sie und gibt Tipps, wie Schlösser zu knacken, Laserfallen zu überwinden oder Alarmanlagen auszuschalten sind.

    Wem das alles bekannt vorkommt, dem sei gesagt, dass sich blue52 nicht nur bei den Kollegen aus der Videospielbranche bedient hat, sondern sich auch von diversen Filmen inspirieren lies. So flossen die Eindrücke aus der "Thomas Crown Affäre" ebenso ins Spiel ein wie "die verlockende Falle", beides recht bekannte Hollywood-Werke.

    Mit Anya auf Diebestour

    Das Schallsichtgerät Das Schallsichtgerät Klar, dass sich Stolen direkt mit den bekannten Genregrößen Thief und Splinter Cell vergleichen lassen muss. Besonders wo man sich so offensichtlich beim Gameplay der Vorbilder bedient hat. Denn auch in Stolen schleichen wir viel an dunklen Wänden entlang, setzen diverse elektronische Geräte außer Betrieb und versuchen generell unentdeckt zu bleiben. So wird uns im Grunde alles geboten was man von einem Stealth-Spiel erwarten darf, mit der Einschränkung aber, dass es alles schon einmal gab, sogar in ausgereifterer Form.

    Wache im Würgegriff Wache im Würgegriff Dies beginnt mit der Grafik, die man zwar keinesfalls als schlecht bezeichnen kann, die sich aber gut eine bis zwei Genreationen hinter Splinter Cell ansiedelt und gerade mal gutes Playstation-Niveau erreicht. Meist jedoch bekommen wir einfach strukturierte Räume geboten auf denen sich flache und niedrig aufgelöste Texturen tummeln denen man jedwede Filter vorenthalten hat. Doch auch die Charaktere selbst sind nicht mehr auf dem aktuellen Stand der Zeit und könnten direkt einem der ersten Spiele für die Playstation2 entspringen sein. Besonders ihre Animationen aber auch die von Anya selbst sind recht hölzern und unecht ausgefallen. Zu allem Überfluss kämpft die PC-Version mit einer allgemein niedrigen Framerate, denn es ist nicht ganz einzusehen wieso das Spiel auf einem 3 Gigahertz Rechner mit Geforce 4 Ti bei einer mageren Auflösung von gerade mal 640 x 480 Pixel nur noch 15 Frames die Sekunde schafft, und das bei bereits reduzierten Details?! Traut man sich gar auf 1024 x 768 Pixel Hochzuschalten muss man sich mit 10 und weniger Frames zufrieden geben. Wer also keinen High-End Rechner besitzt, wird diese durchschnittliche Grafik nur sehr stotternd genießen können.

    Umso erfreulicher, dass uns die Soundkulisse nicht nur sehr differenzierte Geräusche bietet, sondern vor allen Dingen einen recht gelungenen Soundtrack der je nach Situation für Spannung oder Action sorgt. Auch über die deutsche Lokalisierung kann man sich eigentlich nicht beschweren, auch wenn Anya selbst mitunter etwas gekünstelt langweilig wirkt. Schade, dass es auf dem PC beim Laden immer zu Tonaussetzern kommt.

    Gut geklaut ist halb gewonnen.. Gut geklaut ist halb gewonnen.. Die Steuerung auf dem PC glänzt vor allen Dingen mit seiner nervösen Kameraführung und der ebenso nervösen Mausabfrage. Besonders wenn es schnell gehen muss gibt sich die Kamera alle Mühe uns nicht das zu zeigen worauf wir Wert legen. Besonders lästig ist das Feature, das Anya ihre Waffe wegsteckt und stattdessen das Fernrohr benutzt, wenn sie sich vor einem Hindernis befindet. Verstecken wir uns beispielsweise hinter einem Schreibtisch und zielen auf ein Objekt, müssen wir gleichzeitig acht geben nicht zu knapp am Schreibtisch vorbeizuschauen. Denn tun wir dies, wechselt Anya von der Waffe zum Fernrohr und wir können nicht mehr schießen.

    Davon abgesehen dürfen wir Tasten kreuz und quer auf dem Keyboard benutzen, die wir - den Entwicklern sei dank - aber auch umlegen können.

    Stolen (PC)

    Singleplayer
    6,5 /10
    Multiplayer
    -
    Grafik
    6/10
    Sound
    8/10
    Steuerung
    6/10
    Gameplay
    6/10
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
    Pro & Contra
    Gelungene Soundkulisse
    Grafik nicht mehr zeitgemäß
    technisch schlicht eine Generation hinter der Konkurrenz
    nervöse Steuerung
  • Stolen
    Stolen
    Publisher
    HIP Interactive (CA)
    Developer
    Blue52 Ltd. (UK)
    Release
    18.02.2008
    • Es gibt 0 Kommentare zum Artikel

  • Print / Abo
    Apps
    PC Games 12/2016 PC Games Hardware 01/2017 PC Games MMore 01/2016 play³ 01/2017 Games Aktuell 12/2016 buffed 12/2016 XBG Games 11/2016 N-Zone 12/2016 WideScreen 12/2016 SpieleFilmeTechnik 11/2016
    PC Games 12/2016 PCGH Magazin 01/2017 PC Games MMORE Computec Kiosk On the Run! Birdies Run
article
990234
Stolen
Stolen im Gamezone-Test
Gut geklaut ist immer noch besser als schlecht selbst gemacht, haben sich auch die Jungs von Blue52 gedacht.
http://www.gamezone.de/Stolen-Spiel-35424/Tests/Stolen-im-Gamezone-Test-990234/
11.04.2005
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2005/04/Stolen_2005-04-11_15-18-20-30.jpg
tests