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  • Stormrise im Gamezone-Test

    Auf dem Feld der Echtzeitstrategie erleben wir augenblicklich so manches Experiment auf den HD-Konsolen.

    Nun ist er da, Creative Assembly's ersten Versuch ein Echtzeitstrategiespiel für Konsole zu entwickeln. Was wir erwarten dürfen, ist eine komplett neue Steuerungsweise für ein RTS, welche den Vorteil mit sich bringen soll, schneller Befehle geben zu können als mit Keyboard und Maus. Nun ist es so, dass sich in letzter Zeit so mancher Entwickler daran versuchte, das RTS-Genre auf der Konsole genauso zugänglich zu machen wie es auf dem PC, dank Maus und Tastatur, schon immer war. Die einen suchen ihr Glück in der Sprachsteuerung, während die anderen den Anspruch und die Komplexität soweit herunterschrauben, dass nicht mehr viel Strategie nötig ist um die gestellten Aufgaben zu bewältigen. Und was kann man zur Bedienung von Stormrise sagen? Sie ist völlig misslungen.

    Wo sind meine Einheiten?

    Stormrise Stormrise Das Unheil, das wie ein drohender Super-Gau über Stormrise schwebt, nennt sich "Whip-Steuerung". Sie soll intuitiv sein, ist aber das unvorteilhafteste Steuerungs-Schema, das ich bisher bei einem RTS auf Konsolen gesehen habe. Statt Einheiten zu markieren und ihnen einen Ziel- oder Angriffspunkt zuzuweisen, wechseln wir bei der "Whip-Steuerung" einfach mit dem rechten Analogstick durch unsere Einheiten. Tippen wir den Stick kurz nach vorne, wechseln wir zur Einheit vor uns, halten wir den Stick hingegen in eine Richtung gedrückt, können wir auf die gewünschte Einheit zeigen und wechseln zu ihr sobald wir den Stick loslassen. Das hört sich komfortabel an, wird aber extrem unübersichtlich, wenn mehr als zwei Einheiten auf dem Bildschirm agieren. Stehen die Einheiten dazu noch nah beieinander, ist es fast unmöglich auf Anhieb auf das richtige Symbol zu zeigen. Befinden sich Teile unserer Armee außerhalb des Blickfeldes, werden deren Symbole am Rande des Bildschirmes sichtbar, weswegen wir auch dann herüber zappen können. Bei diesen Manövern kann es jedoch vorkommen, das man die Orientierung komplett verliert.

    Stormrise Stormrise Irgendwann zappt man sich förmlich zu Tode und übersichtlich ist Stormrise ohnehin nicht, da man nur aus der Sicht der ausgewählten Einheiten über das Schlachtfeld blicken kann, ähnlich wie bei EndWar von Ubisoft, nur in schlecht. Da man allerdings auch oft in verwinkelten Gebäuden unterwegs ist, sieht man lange nicht, was hinter der nächsten Ecke lauert, mal abgesehen davon, dass die invertierte Zeigersteuerung (man kann sie unverständlicherweise nicht umstellen) extrem unhandlich ist, da man den Cursor an den Rand des Bildschirms bewegen muss, um die Kamera zu drehen. Kurz gesagt: Die Übersicht geht komplett flöten, nochmals. Am besten sollte man vor jeder Ecke speichern, da man nie genau weiß, ob die Truppe gleich aufgerieben wird. Es macht einfach keinen Spaß seine Armeen blind ins Verderben zu schicken.

    Nicht teamfähig

    Stormrise Stormrise Eine weitere Qual ist das Gruppieren der Armee. Das ist ohnehin schon viel zu umständlich und zusätzlich kann man nur drei Einheiten bzw. Squads zusammenfassen. Alle sichtbaren Einheiten gleichzeitig anzuwählen, ist nicht erlaubt, warum auch immer. Will man also einen Großangriff planen, geht das unfassbar nervende Umherschalten wieder los. Koordinierte Angriffe werden zur Glückssache. Ein weiterer Punkt ist der Umstand, dass die Einheiten sehr träge auf Kommandos reagieren. Viel unverständlicher ist allerdings, dass man seinen Truppen möglichst keinen direkten Feuerbefehl geben sollte, denn in dem Fall rennen sie bis zum Standort des Feindes, oder sogar hindurch, und fangen erst dann an zu schießen. Bis dahin sind die Kollegen ohnehin aufgerieben worden. Am besten man positioniert sie lediglich in der Nähe der Gegner, dann wird von alleine geschossen.

    Stormrise Stormrise Das Bedienungschaos geht allerdings noch weiter: Jede Einheit hat ihre Spezialangriffe, die in einem Kreismenü aktiviert und wieder deaktiviert werden müssen. Bis man diesen Vorgang durch hat, wurde man ohnehin zerschossen. Die beste Taktik bei Stormrise ist unendlich viele Einheiten zu produzieren und sie in Richtung des Gegners zu schicken, vielleicht klappt es ja, sollen sie einfach machen. Die Taktik funktioniert deswegen so gut, da es auf der Karte überall Energieknoten zu finden gibt, die erobert werden müssen. Je mehr Punkte kontrolliert werden, desto schwächer wird der Feind. Die Energieknoten dienen dabei als, wer hätte es gedacht, Energielieferant, wodurch wir neue Einheiten anfordern können. Haben wir einige dieser "Nodes" erobert und deren Raffinerien aufgerüstet, ist genügend Währung da, um große Armeen auszuheben. Um die Knoten zu schützen, können wir Geschütze und Schilde montieren, die sich ebenfalls verbessern lassen. Ansonsten wird auf einen Stützpunkt komplett verzichtet.

    Der vertikale Terror

    Stormrise Stormrise The Creative Assembly warb vor dem Release noch mit einem Feature, das sich Verticality-Gameplay nannte. Das bedeutet, dass sich das Schlachtgetümmel auf mehreren Ebenen abspielt, als wäre das Spiel nicht schon unübersichtlich genug. Soldaten dürfen wir in den verschieden hohen Stockwerken der Wolkenkratzer positionieren, Hubschrauber können in verschiedenen Höhen agieren und bestimmte Waffensysteme können nur in eine Richtung wirken, also von oben nach unten oder umgekehrt. Tatsächlich kann man sich durch diese Taktiken enorme Vorteile erspielen, gleichzeitig ist es schwer einen Feind zu besiegen, der aus einer erhöhten Position agiert. Hier merkt man, das Stormrise durchaus Potential hat. Leider macht die gegnerische KI das Spielprinzip ohnehin zu nichte, das sie die Vorteile kaum richtig nutzen kann. Uns wird lediglich eine Feindwelle nach der anderen entgegen geschickt, die nach einiger Zeit an der Verteidigung zerschlägt.

    Stormrise Stormrise Netterweise hat uns der Entwickler eine Übersichtskarte spendiert, die man auf Knopfdruck aufrufen kann. Ich will es mal sehr sanft formulieren: Sie ist nahezu nutzlos und den Zusatz "Übersicht" darf sie eigentlich gar nicht tragen. Die Einheitenvielfalt ist ebenfalls nicht besonders stark hervor zu heben. Jede Seite hat neun Einheitentypen, mit dabei sind verschiedene Infanterie-Einheiten, Aufklärer, Panzer und Fluggeräte. Zusätzlich tummeln sich noch Heldeneinheiten auf dem Schlachtfeld, die allerdings nicht das Leben lassen dürfen. Und was macht man mit diesen Helden? Richtig, man belässt sie im Hintergrund, wie heldenhaft. Obwohl es eigentlich immer darum geht Energieknoten zu erobern, sind die Einsätze dennoch recht abwechslungsreich ausgefallen, das es immer mal wieder zu Überraschungen kommen kann, während die verschiedenen und teils sehr großen Karten stets eine andere Vorgehensweise notwendig machen.

  • Stormrise
    Stormrise
    Developer
    Creative Assembly
    Release
    27.03.2009

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Stormrise
Stormrise im Gamezone-Test
Auf dem Feld der Echtzeitstrategie erleben wir augenblicklich so manches Experiment auf den HD-Konsolen.
http://www.gamezone.de/Stormrise-Spiel-3746/Tests/Stormrise-im-Gamezone-Test-992164/
02.04.2009
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2009/02/Stormrise-Xbox_360Screenshots15676Stormrise_4.jpg
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