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  • Sudeki im Gamezone-Test

    Wenn man Sudeki nicht als Rollenspiel sieht, macht es aufgrund des tollen Kampfsystems auch richtig Spaß.

    Für ein Action-Adventure richtig gut!

    Die Story von Sudeki ist eigentlich recht schnell erklärt: Eine einst geeinte und glückliche Welt wurde vor langer Zeit in zwei Teile zerrissen, nämlich in die Welt des Lichts und die der Dunkelheit. Und selbstverständlich gibt es Krieg zwischen beiden Welten und die Schützlinge des Lichts müssen alle Kraft aufwenden um nicht von den bösen Invasoren der Dunkelheit überwältigt zu werden. Auch wenn dieses Setting schon vor lauter ausgelutschten Klischees nur so trieft, waren sich die Entwickler nicht zu schade noch mehr davon einzubauen: In der Rolle des ungeschickten Ritters Tal müsst ihr zusammen mit Prinzessen Ailish natürlich die Welt retten und vier magische Kristalle suchen, welche das Königreich Illumina vor der Dunkelheit schützen können. Mehr Wörter brauchen wir an dieser Stelle nicht über die Geschichte von Sudeki zu verlieren, diese Art von Hintergrundgeschichte habt ihr sicherlich nicht zum ersten Mal gehört und es ist sicherlich auch einer der Schachpunkte von Sudeki. Auch wenn die Stärken dieses Spiels nicht bei der Story zu finden sind, hat es doch glücklicherweise andere Qualitäten zu bieten, welche einen Kauf durchaus rechtfertigen können.

    Sudeki Sudeki Auch wenn ihr euch zu Beginn des Spiels noch allein mit dem Soldaten Tal ins Abenteuer stützt, kommen schon recht bald die drei weiteren spielbaren Charaktere hinzu. Ailish, Elco und Buki unterscheiden sich nicht nur in ihrer Hintergrundgeschichte, sondern verfügen auch über jeweils ganz besondere Eigenschaften: So kann Tal die in Videospielen so häufig vorkommenden Kisten verschieben um an Schatztruhen zu gelangen, Buki mit ihren Krallen im Tomb Raider-Style an Wänden entlang klettern, Ailish magisch verborgene Gegenstände sichtbar machen und Elco mit seinem Raketenrucksack kleinere Abgründe überwinden. Diese vier Eigenschaften werden an diversen Stellen in der sehr linear gestrickten Welt von Sudeki benötigt, allerdings müsste man schon Blind sein, um eines dieser so gut versteckten "Geheimnisse" zu übersehen. Neben diesen kleinen Spezialaufgaben gibt es in der farbenfroh und wunderschön inszenierten Welt von Sudeki nicht besonders viel zu entdecken. Hauptsächlich lauft ihr relativ lange von einem Ort zum nächsten, erledigt auf dem Weg ein paar Monster und sprecht in seltenen Fällen mit einem der umherstehenden NPC's. Selbige kaufen auch erbeutete Trophäen ab und stocken somit eure Kriegskasse auf, welche beim nächsten Schmied auch wieder geleert werden kann. Denn Waffen und Rüstungen gibt es in Sudeki nur ganz selten zu kaufen, die meisten Ausrüstungsgegenstände findet ihr im Laufe des Abenteuers ganz automatisch. Allerdings können beim besagten Schmied die Waffen und Rüstungen mit magischen Gravuren versehen werden und somit in ihrer Leistungsfähigkeit stark gesteigert werden. Das Angebot an Gravuren erweitert sich im Laufe des Spiels und mit genügend Geld kann aus einer recht schwachen Waffe ein tödliches Instrument gemacht werden - allerdings nur innerhalb eines begrenzten Rahmens, da die Waffen sich meist nur in zwei oder drei Stufen aufrüsten lassen.

    Sudeki Sudeki In Bezug auf das Kampfsystem bietet Sudeki erfrischende Neuerungen, welche man bisher bei Rollenspielen in dieser Form noch nicht erleben durfte. In den meisten Fällen steckt ihr mit allen vier Charakteren gleichzeitig im echtzeitbasierten Kampfgetümmel und könnt per Knopfdruck jederzeit zwischen den einzelnen Figuren wechseln. Dies macht deshalb Sinn, weil die vier Figuren über verschiedene Kampfeigenschaften und sogar Ansichten verfügen. Tal und Buki verkörpern dabei die Nahkämpfer, welche mit Schwert und Stahlkrallen die Feinde im direkten Zweikampf bearbeiten und deshalb auch über besonders viel Gesundheit und Kraft verfügen. Ailish und Elco kämpfen entspannt und geschützt in den hinteren Reihen mit ihren Schusswaffen. Der Clou: Bei diesen beiden Charakteren wechselt die übliche 3rd Person Ansicht in eine Egoperspektive, was wohl bei Spielen dieser Sorte absolut einzigartig sein dürfe. Denn nicht nur die Perspektive verhält sich dann wie bei einem Egoshooter, sondern auch die Steuerung des Ganzen verläuft nach klassischem Halo-Vorbild. Die Fernwaffen verursachen zwar grundsätzlich weniger Schaden, allerdings ist man dank der ungewohnten Ansicht äußerst wendig und hat zudem das Kampfgeschehen ständig im Überblick. Sollte einer eurer KI-gesteuerten Recken in Bedrängnis geraten, wechselt ihr einfach per Knopfdruck und nehmt das Ruder wieder selbst in die Hand. Denn auch die Nahkämpfer haben ein faszinierendes Feature zu bieten, welches sicherlich viele Freunde finden wird: Das trickreiche Combosystem, welches Buttonmashern keine Chance gibt. Am Bildschirmrand befindet sich eine kleine Comboleiste, welche euch jederzeit darüber informiert, ob ihr die zwei verschiedenen Schlagtasten im richtigen Moment und in der richtigen Reihenfolge gedrückt habt. Eine erfolgreiche Kombination aus drei oder mehr Angriffen verursacht erheblich mehr Schaden und vereinfacht somit jedes Scharmützel ungemein. Natürlich verfügen alle Charaktere auch noch über ganz persönliche Spezialangriffe, welche so genannte Fertigkeitspunkte verbrauchen und erst im Laufe der Zeit beim Levelaufstieg erlernt werden müssen. Der Einsatz dieser besonders heftigen Attacken, aber auch das Konsumieren von Heiltränken funktioniert ebenfalls sehr einfach: Ein Druck auf die Y-Taste verlangsamt das Kampfgeschehen und öffnet gleichzeitig ein kleines Menü, in dem Spezialangriffe gewählt und Items konsumiert werden können. Sobald dies erledigt ist, läuft der Kampf in normaler Geschwindigkeit weiter.

    Sudekis Kampfsystem ist sein ganz großer Pluspunkt. Die Kämpfe werden durch die ständig mögliche Abwechslung in Sachen Perspektive und Kampfweise so gut wie nie langweilig und im Gegensatz zu manch anderem Genrevertreter sehnt man sich hier regelrecht nach mehr Kampfsituationen. Wer den Dreh einmal richtig raus hat, kann sogar mit etwas Taktik an die Sache herangehen, den Überblick aus dem Hintergrund behalten und sich fast gänzlich auf die vom Computer kontrollierten Teammitglieder verlassen. Auch wenn das Kampfsystem anfangs noch etwas hektisch wirken könnte, überzeugt es doch nach etwas Einspielzeit vollends und immer dann, wenn man vom Kampfverhalten eines Charakters genug hat, wechselt man einfach auf den nächsten und bekommt somit die gewünschte Portion Abwechslung. Schade nur, dass die Kämpfe fast immer voraussehbar sind, denn sobald auf der Reise nach einem schmalen Gang ein großer freier Platz folgt, kann man eigentlich immer sicher sein, dass hier gleich ein paar schlechtgelaunte Gegner auftauchen werden.

    Sudeki Sudeki Natürlich gibt es für jedes erledigte Monster auch Erfahrungspunkte, welche bei Sudeki so ziemlich das einzige, klassische Rollenspielelement darstellen. Im sehr übersichtlichen und schön gestalteten Menüsystem dürft ihr einen kürzlich aufgestiegenen Charakter in seinen Eigenschaften verbessern. Zu diesem Zweck gibt es ein bis zwei Verstärkungspunkte, welche dann entweder auf neue Spezialattacken oder klassische Attribute wie Lebensenergie oder Stärkte verteilt werden können. Das Levelsystem ist sehr einfach gehalten und durch vorgegebene Grenzen bei der Punkteverteilung sind besonders ausgefallene Charakterdesigns ohnehin nicht möglich. An die schier grenzenlosen Möglichkeiten der Charaktergestaltung eines "echten" Rollenspiels kommt Sudeki deshalb leider nicht ran, bleibt aber immerhin für Gelegenheitsspieler und Einsteiger sehr gut verständlich. An festgelegten Stellen der Story erhaltet ihr außerdem ganz automatisch ein neues Outfit und einen neuen Vertreter der "Beschützerschläge", welche so etwas wie die "Aeons" aus Final Fantasy darstellen. Im Laufe der Kämpfe füllt sich eine kleine Anzeige am Bildschirmrand, welche hin und wieder einen Einsatz dieser mächtigen Beschützerschläge ermöglicht.

    Sudeki Sudeki Optisch hat Sudeki natürlich einen ganz klaren Vorteil: Es wurde exklusiv für die Xbox entwickelt und kann deshalb auch regen Gebrauch der technischen Möglichkeiten dieser Konsole machen. Besonders die Städte sind extrem liebevoll ausgefallen und lassen viele Genrevertreter in Sachen Detailreichtum ziemlich blass aussehen. Und wenn man hin und wieder auf einen der seltenen Endgegner trifft, legt das Spiel sogar noch einen drauf und zaubert eine Grafik auf den Bildschirm, wie sie eben nur die Xbox bieten kann. Bei den Charakterdesigns sieht das Ganze dann schon wieder etwas anders aus, denn auch wenn die Figuren aus der Ferne noch ganz ordentlich anzusehen sind, so zeigen besonders die Gesichter und die nicht vorhandene Mimik in den Zwischensequenzen deutliche Schwächen. Hier liegt die Latte schon seit "Final Fantasy" und "Beyond Good and Evil" ein ganzes Stück höher. Auch die übertrieben freizügigen Klamotten der weiblichen Protagonistinnen wirken hier nur plump und sind lange nicht so sexy wie sie die Entwickler gerne gehabt hätten. Noch durchwachsender sieht es in Sachen Sound aus: Ok, man muss dem Spiel zugute halten, dass es komplett deutsch lokalisiert wurde. Solch einen Aufwand leisten sich nur ganz wenige Hersteller und besonders die jüngeren Spieler werden dafür sehr dankbar sein. Allerdings gab es bereits in bei der US-Version deutliche Kritik den Sprechern der Figuren und leider hat man dieses Manko auch in der deutschen Lokalisierung beibehalten. Obwohl die Sprecher nicht wirklich schlecht sind, haben manche Dialoge einfach überhaupt keinen Sinn und wirken mehr als aufgesetzt und unpassend. Dies lässt vermuten, dass nicht die Sprecher schuld daran sind, sondern bereits die Dialoge beim Entwickler so schlecht geschrieben worden sind. Dafür ist wenigsten die Hintergrundmusik sehr ordentlich ausgefallen und passt sich in jeder Situation dem Geschehen auf dem Bildschirm ideal an.

    Sudeki (XB)

    Singleplayer
    8,3 /10
    Multiplayer
    -
    Grafik
    8/10
    Sound
    8/10
    Steuerung
    9/10
    Gameplay
    8/10
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
    Pro & Contra
    sehr schöne Umgebungsgrafik
    innovatives und abwechslungsreiches Kampfsystem
    diverse Rätsel und versteckte Schätze
    schnelle Ladezeiten
    übersichtliches Menüdesign
    mit ca
    20 Stunden vergleichsweise kurze Spielzeit
    sehr linearer Spielablauf und nicht genug Freiheit
    Story viel zu klischeebelastet
    Charakterdesigns nur durchschnitt
    Levelsystem sehr einfach gehalten
    kleinere Kameraprobleme
  • Sudeki
    Sudeki
    Publisher
    Microsoft
    Developer
    Climax
    Release
    25.08.2004

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989981
Sudeki
Sudeki im Gamezone-Test
Wenn man Sudeki nicht als Rollenspiel sieht, macht es aufgrund des tollen Kampfsystems auch richtig Spaß.
http://www.gamezone.de/Sudeki-Spiel-35728/Tests/Sudeki-im-Gamezone-Test-989981/
27.08.2004
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2004/08/TV2004082614215200.jpg
tests