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  • Suikoden IV im Gamezone-Test

    Ob Suikoden IV an die grandiosen Vorgänger anknüpfen kann, erfahrt ihr in unserem ausführlichen Test.

    Eine Seefahrt, die ist lustig...

    Das Warten hat ein Ende: Nachdem es europäischen Fans trotz emsigen Flehens nicht vergönnt war, in den Genuss des grandiosen "Suikoden 3" zu kommen, hat es nun immerhin doch der vierte Teil der beliebten RPG-Serie aus dem Hause Konami über den großen Teich geschafft. Leider muss es gleich vorweg genommen werden: Obwohl ohne Frage ein ordentlicher Nachfolger mit einer wiederholt interessanten Story, kann "Suikoden 4" dennoch entgegen den hochgesteckten Erwartungen nicht mit den Qualitäten der allesamt hochrangigen Prequels mithalten. Etwas Misstrauen war angesichts der vergleichsweise kurzen Entwicklungszeit nach dem Erscheinen des dritten Teils sicherlich angebracht, dass Konami allerdings gleich auch einige attraktive Konzepte des Vorgängers wieder verworfen hat, tut der Evolution der Serie nicht unbedingt gut. Zentral ist dabei das Fehlen des "Trinity Sight"-Systems zu nennen, welches das Spielen der Storyline aus verschiedenen Blickwinkeln erlaubte und eine der großen Stärken von "Suikoden 3" war. Ebenso wurde erstmals in der Serie die Kampfparty von ehemals sechs auf nur vier Mitglieder geschrumpft; dies ist zwar aufgrund anderer, sinnvoller Änderungen des Kampfsystems zu verschmerzen, dennoch lässt es sich kaum abstreiten, dass die mit sechs Charakteren vergleichsweise große Party auch seit jeher eines der "Suikoden"-typischen Merkmale war, welches die Serie über die Jahre zu dem gemacht haben, was sie heute eigentlich sein sollte. Eigentlich...

    Suikoden IV Suikoden IV Zur Story werde ich ausnahmsweise nicht allzu viele Worte verlieren, da diese schon sehr früh von überraschenden Wendungen und Spannungsmomenten geprägt ist. Doch so viel sei verraten: In der Rolle eines jungen Adjutanten und angehenden Ritters führt der Spieler seine Heldenschar in den Kampf gegen ein machtgieriges Imperium, welches mit mächtigen Waffen Angst und Schrecken unter den Inselnationen der Spielwelt verbreitet. In weiten Teilen des Spiels kommt dabei erstmals in der "Suikoden"-Geschichte Sprachausgabe zum Einsatz, während schick inszenierte Zwischensequenzen in Spielgrafik Schlüsselmomente der Story erzählen. Bedauerlicherweise muss man auch die Story in die Gesamtenttäuschung mit einbeziehen: So ist die in "Suikoden 4" erzählte Geschichte insgesamt weit weniger intensiv als die der Vorgänger ausgefallen. Dennoch sei betont, dass die für "Suikoden"-Verhältnisse recht schwache Story im Vergleich mit anderen Titeln des Genres immer noch klar punkten kann. Grund dafür sind erneut insbesondere die traditionell 108 Protagonisten und Nebencharaktere, welche man im Verlauf des Spiels um sich schart. Dabei trennt sich jedoch schnell die Spreu vom Weizen, denn während die zentralen Spielfiguren erfreulich umfassend beleuchtet werden, gehen viele der Nebendarsteller dieses Mal etwas unter. Nichts desto trotz hat die Jagd nach den "108 Sternen" nichts von ihrem Reiz verloren. Wo in den Vorgängern noch schwer befestigte Burgen als Unterschlupf für unsere wackeren Mitstreiter dienten, darf der Spieler in "Suikoden 4" mobil mit einem riesigen Segelschiff die Welt erkunden. Der Vorteil dabei ist sicherlich, dass man nicht extra zur Basis zurückkehren muss, um Partymitgliedern auszutauschen; etwas ungemütlich hingegen werden schon nach wenigen Spielstunden die extrem langen Seereisen, welche mit Zufallskämpfen im 5-Sekunden-Takt zersetzt sind. Rollenspiel-Puristen werden gegen zahlreiche Kämpfe zwar nichts einzuwenden haben, angesichts der ohnehin schon durchschnittlichen Spielzeit und recht kleinen Spielwelt ist es schade, dass man einen vergleichsweise großen Anteil des Spiels mit dezent überstreckten Seereisen verbringen muss.

    Suikoden IV Suikoden IV Im Kern ist "Suikoden 4" ein Rollenspiel, dass sich - wie auch die Vorgänger -, weiterhin strikt an die ganz traditionellen Stilmittel und Spielelemente des Genres hält: Während RPG-Veteranen der 16-und 32-Bit-Ära zu Recht frohlocken, werden sich andere möglicherweise im Angesichte von bewussten NextGeneration-Titeln wie "Final Fantasy X" weniger wohl fühlen: Die "Suikoden"-Serie hält seit dem ersten Teil wie kaum eine andere im Westen veröffentlichte RPG-Reihe beharrlich an einer eingefahrenen Grundstruktur fest, welche abgesehen von der zeitgemäßen 3D-Grafik und einiger erweiterter Konzepte immer noch auf angenehme Weise an die seligen Anfangstage des Nippon-Rollenspiels erinnert. So stehen auch hier einmal mehr Charakterverwaltung und das gezielte "Aufleveln" der Helden klar im Mittelpunkt. Zwischen Dungeon-Expeditionen deckt man sich in den diversen Lokalitäten der Dörfer und Städte mit neuen Gegenständen ein, verbessert seine Waffen mittels Elementar-Orbs und kehrt im örtlichen Gasthof zur Nachtruhe ein. Daneben darf man sich serientypisch in zahlreichen unterhaltsamen Minispielen wie verschiedenen Würfel- und Kartenspielvarianten oder einem MahJongg-Verschnitt die Zeit vertreiben. Wie schon in den Vorgängern entwickeln diese Zwischenspiele einen ganz eigenen Reiz, zumal sich mittels dieser mit etwas Glück auch die Portokasse aufbessern lässt.

    Suikoden IV Suikoden IV Das Kampfsystem basiert in den Grundzügen nach wie vor auf dem der Vorgänger: Typisch bleibt dabei der Umstand, dass die Befehle an die eigenen Partymitglieder nicht reihum mit den Gegnern vergeben werden, sondern parallel zu diesen. Hat man jedem Partymitglied eine entsprechende Aktion zugeteilt, werde diese danach alle zeitgleich ausgeführt; wer es in den recht leicht ausgefallenen Zufallskämpfen auf See bequem haben möchte, nutzt die verlässliche "Auto"-Funktion. Was Serien-Neulingen nicht weiter auffällt, könnte bei langjährigen "Suikoden"-Fans für Ernüchterung sorgen: Statt sechs Mitgliedern fasst eine Kampfparty nun "nur" noch vier Charaktere. Diese Änderung ist in der Tat wenig nachvollziehbar, da gerade die große Gruppe im Kampf viele taktische Kniffe zuließ, die nun in dieser Form nicht mehr möglich sind. Die "Friendship-Attacks" wieder dabei, welche einen gemeinsamen Angriff zweier Charaktere erlauben, abgesehen davon ist das Kampfsystem von "Suikoden 4" zwar ordentlich, aber insgesamt doch ungewohnt wenig fordernd. Neben den konventionellen Kämpfen überzeugt auch "Suikoden 4" mit den zwei bekannten, zusätzlichen Kampfvarianten: Neben den bewährten Mann-gegen-Mann-Duellen, welche nach dem SteinScherePapier-Muster verlaufen, gibt es natürlich auf wieder die Massenschlachten, welche erneut ein kleines Highlight des Spiel darstellen: Diese finden in "Suikoden 4" erstmals nicht auf festem Boden statt, sondern mittels waffenstarrenden Segelschiffen. Wie in einem Strategie-RPG wird hier reihum auf einem Schachbrett-artigen Spielplan gezogen; diese Gefechte zur See sind anfangs noch recht einfach gestrickt, gewinnen aber im späteren Verlauf des Spiels durchaus an taktischen Komponenten.

    Suikoden IV Suikoden IV Abschließendes Hauptaugenmerk ist und bleibt wie in jedem "Suikoden"-Titel die eigene Basis - hier in Form eines Schiffes -, in der die bis zu 108 Spielfiguren nach und nach Einzug halten. Viele dieser Charaktere lassen sich jederzeit in die eigene Party rekrutieren, während andere festen Aufgaben an Bord des sich über fünf Decks erstreckenden Schiffes nachgehen. So wird man im Spielverlauf hier verschiedene gemeinnützige Einrichtungen wie eine Schmiede, diverse Läden oder ein Atelier vorfinden. Daneben ist für fast jeden Charakter ein eigener Wohnraum vorgesehen, in welchem er in der Regel vorzufinden sein wird. Auch in "Suikoden 4" hat das umfangreiche Basis-Feature nichts von seiner subtilen Faszination verloren; es macht einfach Spaß, zu beobachten, wie das schwimmende Dorf wächst und gedeiht.

    Suikoden IV Suikoden IV Zur technischen Seite des Spiels: Optisch bleibt "Suikoden 4" klar hinter den PS2-Referenzen des Genres zurück, jedoch ohne dabei vollkommen lieblos zu wirken: Die Charakter-und Monsterdesigns sind gut gelungen, und einige der Außenumgebungen verzücken mit schönen Details wie exzellenten Wassereffekten. Auf See sieht das Wasser dann nicht ansatzweise mehr so gut aus; ohnehin gehören die ausgedehnten Seereisen nicht gerade zu den grafischen Highlights des Spiels. Während der Soundtrack des Spiels abgesehen von der Musikuntermalung in den Zwischensequenzen etwas uninspririert dahinplätschert, überzeugt die professionelle Sprachausgabe fast durchgehend.

    Suikoden IV (PS2)

    Singleplayer
    8 /10
    Multiplayer
    -
    Grafik
    7/10
    Sound
    7/10
    Steuerung
    8/10
    Gameplay
    8/10
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
    Pro & Contra
    Es ist Suikoden!
    ordentliche Story
    viele interessante Protagonisten
    unverbrauchtes Szenario
    "aufgeräumte" Menüs
    erneut tolles Basis-Feature
    sehr gute Minispiele
    spannende See-Schlachten
    abgespeckte Kampfparty
    Zufallskämpfe oft zu leicht
    mitunter nervige Schiffsreisen
    vergleichsweise magere Spieldauer
    keine "Trinity Sight" mehr
  • Suikoden IV
    Suikoden IV
    Developer
    Konami
    Release
    01.03.2005

    Aktuelle Rollenspiel-Spiele Releases

    Cover Packshot von Winx Club Release: Winx Club Konami
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990192
Suikoden IV
Suikoden IV im Gamezone-Test
Ob Suikoden IV an die grandiosen Vorgänger anknüpfen kann, erfahrt ihr in unserem ausführlichen Test.
http://www.gamezone.de/Suikoden-IV-Spiel-35748/Tests/Suikoden-IV-im-Gamezone-Test-990192/
09.03.2005
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2005/03/TV2005030915242800.jpg
tests