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  • Suikoden Tactics: Viel Masse, wenig Klasse? - Leser-Test von pineline

    Suikoden Tactics: Viel Masse, wenig Klasse? - Leser-Test von pineline Es dürfte nicht schwer sein zu erraten, dass Suikoden Tactics sich in erster Linie an die Fans von Videospielen richtet, die sich der Taktik verschrieben haben. Wer den Namen Suikoden schon öfters gehört hat, weiß wahrscheinlich, dass Suikoden eher typisch japanische Rollenspiel-Teile verkörperten: knallbunte Fantasy-Optik mit Kulleraugen-Figuren waren die Kennzeichen für die bislang fünf erschienenen Teile. Wer das weiß, den dürfte eines hier bei Suikoden Tactics überraschen: das Spiel ist komplett in deutsch. Eine Seltenheit, denn soweit ich weiß, war dies nur bei einem einzigen Teil zuvor der Fall. Einen Mehrspielermodus gibt es im Übrigen nicht, doch das dürfte keine Überraschung sein, glaube ich. Hektisch geht es hier auch nicht zu, keine Echtzeitstrategie somit, vielmehr gibt es rundenbasierte Auseinandersetzungen, in denen jede Einheit brav nacheinander an der Reihe ist. Wir können uns daher in aller Seelenruhe anschauen, was für ein Manöver wir starten möchten, Gründe zum Beeilen gibt es nicht. Damit ist dann eigentlich auch klar, welche Art von Taktik wir hier vorfinden, so dass die Zielgruppe auch ziemlich eindeutig definiert sein dürfte. Wer solche Spiele mag, wird nicht enttäuscht werden, da bin ich mir sicher, allerdings ist nicht alles Gold, was glänzt, einzelne kleine Macken trüben den ansonsten sehr guten Gesamteindruck von diesem PS-2-Spiel.

    Was Suikoden Tactics auszeichnet, ist ein gewaltiger Spielumfang und nicht zuletzt eine riesige Ansammlung an Personen, die in diesem Abenteuer vorkommen. Nachteilig ist allerdings, dass einige der Figuren urplötzlich wieder verschwinden und dies ohne jede Vorwarnung. Was macht es also Sinn, die ein oder andere Figur durch viele erfolgreiche Aktionen im Kampf nach oben zu leveln, wenn sie dann einfach verschwindet? Nicht viel, denke ich. Da dies unverhältnismäßig oft passiert, ist Ärger vorprogrammiert. An die sechzig Akteure geben sich insgesamt die Ehre, im Mittelpunkt steht dabei der junge Kyril, der anfangs und auch später noch von einer riesigen Runenkanone auf seiner Yacht träumt. Eine solche magische Kanone zu finden, ist sein Hauptziel. Sehr wichtig hierbei: wer Suikoden IV (auch für die Playstation 2) gespielt hat, ist klar im Vorteil, denn kurzfristige Zeitreisen in die Vergangenheit sind an der Tagesordnung, wobei die Geschichte hier nun aus einem anderen Blickwinkel betrachtet wird. Doch dies nur als kleine Information nebenbei. Auf den Spielbrettern geht es jedenfalls rund, jede einzelne Figur verfügt über spezielle Talente, die es dann natürlich zu verbessern gilt. Einige Figuren werden auf dem Schlachtfeld sogar offensichtlich zu Freunden, doch oft, ich erwähnte es ja schon, ist dieser Zustand nur von kurzer Dauer, da sich manch eine Figur kurz darauf wieder verabschiedet.

    Wie es sich für ein Fantasystrategiespiel gehört, dominieren nicht nur Waffen, sondern auch mächtige Angriffs- und Heilzauber das Geschehen, dabei läuft das Ganze komplizierter und somit auch anspruchsvoller ab, als man es ursprünglich vermutet haben könnte: es lassen sich einzelne Felder auf dem Spielbrett mit einem Elementarzauber belegen, auf die in der Folgezeit bestimmte Einheiten allergisch reagieren und demzufolge Schaden erleiden, andere hingegen bei Betreten des Feldes geheilt werden. Dies in Verbindung mit der Tatsache, dass sich Attacken als Teamkombos ausführen lassen, sorgt nicht nur für ein reges, sondern auch abwechslungsreiches Treiben auf dem Feld. Darüber hinaus ist es sehr schön, dass es zahlreiche Nebenmissionen gibt, die also nicht unbedingt gemacht werden müssen, aber sollten. Für die Perfektionisten unter uns ist es sicher ein Muss, schließlich winken weitere Erfahrungspunkte und wertvolle Schätze in den über siebzig Aufträgen abseits der hauptsächlichen Handlung. Wichtig ist es auch, sich mit den Bewohnern zu unterhalten, denn ab und zu lassen sich einzelne Gebiete dann erst ausfindig machen. Außer den Rundenstrategiefans könnten somit eventuell auch Rollenspieler auf ihre Kosten kommen oder dies zumindest ansatzweise. Ein bisschen hat Suikoden Tactics etwas von einem Schachspiel, würde ich sagen: es lohnt sich auf jeden Fall, ein bisschen im Voraus zu denken.

  • Suikoden Tactics
    Suikoden Tactics
    Developer
    Konami
    Release
    21.02.2006
    Leserwertung
     
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Suikoden Tactics
Suikoden Tactics: Viel Masse, wenig Klasse? - Leser-Test von pineline
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18.08.2007
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2006/01/TV2006010214361600.jpg
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