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  • Suikoden V: Suikoden V - Hop oder Top? - Leser-Test von Lugat

    Suikoden V: Suikoden V - Hop oder Top? - Leser-Test von Lugat Obwohl der Vorgänger ein ziemlicher Schlag ins Wasser war, konnten die drei Teile davor durchweg überzeugen, also musst auch die fünfte Inkarnation von Konamis Rollenspiel-Serie, diesmal als US-Import, ins Haus. Ob sie es schafft, den Ruf der Serie zu retten oder sie tiefer ins Verderben reisst, dass erfahrt ihr in den folgenden Zeilen:

    Zuerst einmal möchte ich die Technik ansprechen und fange gleich mit der Grafik an, diese mag zwar etwas altbacken sein, ist jedoch durchaus zweckmäßig. Die Texturen mögen stellenweise, vorallem auf der Weltkarte, etwas verwaschen sein, aber auffallen oder gar stören tut dieser Umstand nicht. Die Animationen sind allesamt flüßig und bis auf die Laufanimation des Helden auch sehr nett anzusehen. Auch im Kampf gibt es althergebrachtes statt neuestem Grafikprunk, die Effekte sind, im Vergleich zu den Feuerwerken, die bei der Konkurrenz abgebrannt werden, doch auf verlorenem Posten. Positiv hervorzuheben sind jedoch die Charaktere, die alle sehr liebenswert und unterschiedlich aussehen und auf eine erstaunliche Vielfalt von Gesichtsausdrücken zurückgreifen können.
    Noch ein Mangel aus der Abteilung Technik: Die Ladezeiten. Auf einer so gut wie neuwertigen PS2 braucht das Spiel ca. 5-10 Sekunden um einen Kampf zu Laden, teilweise sogar länger um Zwischensequenzen zu initialisieren.
    Kommen wir zum Sound, so kommen wir auch zu einem Novum in der Suikoden Serie, der Sprachausgabe. Abgesehen von einigen offensichtlichen Fehlgriffen, ist diese für Nebencharaktere auf solidem, für manche der Hauptfiguren auf sogar herausragendem Niveau. Leider hört man diese jedoch viel zu selten, da außer in wichtigen Zwischensequenzen und einigen Fetzen in den Kämpfen nicht gesprochen wird. Die Hintergrundmusik spielt jedoch wie gewohnt, die restlichen Mitspieler aus dem Technik-Team an die Wand: Wie gewohnt schön, passend, treibend, jedoch nie aufdringlich serviert Suikoden einen Mix aus bereits in früheren Teilen verwandten Titeln und neuer Melodien, denen man Stunden lang zuhören könnte.
    Damit wäre zur Technik schon alles gesagt, was es dazu zu sagen gibt, also lasst uns nun zum Hauptgang kommen, dem Gameplay:
    Serienveterane können sich freuen, denn Konami hat sich diesmal keine Schnitzer erlaubt und sogut wie alles richtig gemacht. So sind an einem Kampf wieder sechs Personen beteiligt, allerdings kann man bis zu vier weitere Figuren mitnehmen, ob es nun sog. Supportcharaktere, die einem diverse Boni einbringen oder einfach nur weitere Kämpfer sein sollen, ist dabei ganz euch überlassen. Auch wieder mit von der Partie sind natürlich auch wieder die 108 "Stars of Destiny", eure persönliche Heldentruppe und nebenbei der wahrscheinlich größte Cast in der Rollenspielgeschichte. Unter ihnen finden sich neben dutzenden neuer Helden auch Freunde aus vergangenen Spielen, was besonders langejährige Freunde der Serie freuen wird. Die Designs sind wie immer gelungen, im Vergleich zum letzten Teil gibt es diesmal allerdings einen großen Fortschritt in Sachen Charakterentwicklung, denn man merkt bei den meisten Mitstreitern einfach wie sie an den ihnen gestellten Aufgaben wachsen. Besonders der Held, ein namenloser Prinz, der auch diesmal wieder stumm ist, aber glücklicherweise nichtmehr unter einem chronischen Gesichtsmuskelkrampf leidet und deswegen seine Mimik sprechen lassen kann, macht eine sehr schön dargestellte Entwicklung durch.
    Wo wir gerade bei unserem Hauptcharakter sind, lasst uns doch endlich zur Geschichte kommen: Suikoden V spielt im "Queendom of Felena" und wie der Name vielleicht vermuten lässt, haben hier die Frauen das sagen. Zumindest mehr oder weniger, denn laut den Gesetzen des Landes darf nur eine Frau den Thron besteigen, eine nicht gerade sehr rosige Ausgangsposition für den Protagonisten. So beginnt das Spiel auch mit dem Bericht eines kleinen Botenganges an die Königin. Wo andere Vertreter des Genres darum bemüht sind, den Spieler möglichst mit atemberaubender Action und verzwickten Plottwists gleich am Anfang zu fesseln, da lässt sich Suikoden jedoch Zeit. Die ersten acht Stunden sind purer Aufbau, Einführung in das Land, Vorstellung verschiedener Protagonisten und Antagonisten.
    Wir erfahren zum Beispiel, dass Felena sein vergleichsweise großes Gebiet vorallem einem Umstand verdankt, der Herrschaft über die "Sun Rune", einer der 27 "True Runes", welche eine unvergleichliche Macht besitzt, zusammen mit der "Twilight" und der "Dawn Rune" sind sie die Erbstücke der königlichen Familie. Letztere ist jedoch seit zwei Jahren verschwunden und seit dem gibt es allerhand Probleme, die das Land plagen. Die Stadt "Lordlake" hatte sich gegen die Königin erhoben und aus Rache brannte sie die ganze Stadt mit der Macht der "Sun Rune" nieder.
    Wer es schafft, die ersten Stunden zu überleben, in denen man sich tatsächlich nur um die Hintergründe dessen, was auf einen zu kommt, kümmert, zu überstehen, auf den wartet eine der besten Rollenspielgeschichten seit Langem. Gewürzt mit einer gehörigen Portion Politik, Familiengeschichten, abgrundet mit einer kleinen Priese Verrat und gefüllt mit überraschenden Wendungen, aber nie verwirrend, bahnt man sich seinen Weg durch dieses Abenteuer und irgendwann kommt sie, die altbekannte Frage: "Was, wirklich schon SO spät?"
    Damit das verfolgen der Story auch nicht allzulangweilig wird, bringt Konami auch wieder Duelle und Gefechte ins Spiel, ebenfalls bekannte Bestandteile eines jeden Suikoden Ablegers. Die Duelle laufen wie gewohnt ab, man kann sich zwischen drei Befehlen für seine Figur entscheiden und je nach dem, was der Gegner tut, nimmt man entweder Schaden oder schafft es den Angriff seines Gegners abzuwehren. Damit man nicht ganz ohne Hilfe darsteht, kann man anhand der Kommentare seines Gegenübers immer ungefähr abschätzen, was er denn als Nächstes tun wird. Neu ist bei der ganzen Sache nur die Tatsache, dass man nicht mehr unbegrenzt Zeit hat um seinen Befehl einzugeben, was der Sache aber zuträglich ist, da man so mehr Spannung aufkommt, als wenn man sich Jahre Zeit lassen kann.
    Ebenfalls im Stein-Schere-Papier Prinzip kommen die Gefechte daher, auch wenn die Entwicklungsabteilung doch noch einmal einen Schnellkurs in Geschichte belegen sollte, denn dass Infantrie Bogenschützen schlägt, ist genauso unsinnig, wie das Berittene Futter für Pfeile sind. Trotzdem hat man sich nicht Lumpen lassen und auch hier einige Neuerungen eingebaut, die für mehr Spielspaß, teilweise aber auch für mehr Frust sorgen.
    Zum einen finden die Schlachten nun in Echtzeit statt, was aber keinen Unterschied macht, wenn man sieht, dass sich die meisten Gegner nicht bewegen, wenn man nicht in ihre Nähe kommt, zum anderen gibt es nun auch Marineeinheiten, sprich Schiffe. Diese funktionieren jedoch genau wie ihre Gegenparts an Land, so dass die Umstellung nicht schwer fällt. So gut das alles klingen mag, in den teilweise sehr unübersichtlichen Kämpfen gibt es einige Stellen, an denen man in seinen Controller beissen möchte, vorallen, wenn man gerade einer Einheit einen Befehl geben möchte, sich aber auf der anderen Seite des Schlachtfeldes ein Scharmützel anbahnt, dann fährt nämlich die Kamera automatisch dorthin und zeitweise kommt man vor lauter rumgehüpfe garnicht dazu, dass zu machen was man eigentlich wollte. Im schlimmsten Falle verliert man dadurch eine Einheit, was ziemlich nervig sein kann.
    Im Großen und Ganzen aber ist Suikoden V eines der besten Rollenspiele für die PS2 seit langem. Der tiefe, hintergründige Plot, die liebenswerten Charaktere und nicht zuletzt die Minispiele und die Jagd nach den 108 Sternen macht diesen Teil zu einem absoluten Highlight und stellt nach dem Schiffbruch von Teil IV den Ruf der Serie mehr als nur wieder her.

    Negative Aspekte:
    Lange Warmlaufphase, nervige Schlachten, Ladezeiten

    Positive Aspekte:
    Großartige Geschichte, tolle Kämpfe, starkes Charakterdesign

    Infos zur Spielzeit:
    Lugat hat sich 20-100 Stunden mit diesem Spiel beschäftigt.

    Suikoden V

    Spielspaß
    Gesamtwertung
    Wertung von: Lugat
    8.7
    Multiplayer
    -
    Grafik
    7/10
    Steuerung
    8/10
    Sound
    8/10
    Gameplay
    10/10
    GameZone
    Spielspaß-Wertung
    7.0/10
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
  • Suikoden V
    Suikoden V
    Developer
    Konami
    Release
    21.03.2006

    Aktuelle Rollenspiel-Spiele Releases

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Suikoden V
Suikoden V: Suikoden V - Hop oder Top? - Leser-Test von Lugat
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12.05.2006
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