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Zu einem der wohl bekanntesten Märchen der Gebrüder Grimm, zählte mit Sicherheit das vom Froschkönig, welches auch als "Der Eiserne Heinrich" in vielen Literaturen auftritt. Die Geschichte, dass ein quakender Frosch, einer jungen Prinzessin hilft, nachdem diese eine goldene Kugel in einen Brunnen fallen lässt, werden vor allem die Älteren unter euch mit Sicherheit noch kennen. Dass es sich bei dem hilfsbereiten Frosch, der im Nachhinein zum Stalker der Prinzessin wird, um einen verzauberten Prinzen handelt, werden die meisten, die das Märchen kennen, wohl ebenfalls gewusst haben. Ein ähnliches Szenario sollte sich im Jahre 1993 auch auf dem Amiga abspielen, nämlich in dem von Team 17 produzierten Spiel Super Frog, welches in Zusammenarbeit mit dem Energydrink Hersteller Lucozade vermarktet wurde. Ein ähnliches Schicksal ereilte kurz zuvor bereits die Kampfameise Zool, dessen Werbeträger kein anderer war, als der Lillipopproduzent Chuppa Chups. Im Gegensatz zu Zool sollte Superfrog allerdings kein Multiplattformtitel werden, sondern sollte später nur noch für den PC veröffentlicht werden. Deswegen dürfte Super Frog wohl auch nur Amiga Insidern ein Begriff sein, obwohl es sich bei diesem Jump'n' Run keineswegs um einen 0815 Plattformhüpfer handelte. Warum dies so war, verrät euch folgender Artikel.
Die Story von Super Frog gestaltet sich zwar ein klein wenig anders als beim Froschkönig, doch sind markante Parallelen deutlich zu erkennen. Ein verliebter Prinz und eine verliebte Prinzessin befinden sich im siebten Himmel und lassen ihren Hormonen so ziemlich freien Lauf. Einer alten, knauserigen Hexe, die allein und verlassen in ihrem Turm hockt und dieses Szenario über eine Glaskugel mitbekommt, gefällt dieser Zustand der Glücksseeligkeit überhaupt nicht. Und so schwingt sie sich auf ihren Besen, entführt die Geliebte unseres Thronnachfolgers und verwandelt diesen in einen hässlichen Frosch. Traurig und allein sitzt der mutierte Prinz an einem Fluss, ohne Hoffnung seine holde Maid je wieder sehen zu können. Doch plötzlich schwimmt am Flussufer eine Flasche Lucozade heran, welche der Frosch erst skeptisch beäugt, um dann doch damit seinen Durst zu löschen. Wie nach einem Urknall entwickelt das Getränk unglaubliche Kräfte und lässt den einst hilflosen Lurch in Super Frog verwandeln, der sich nun auf den Weg macht, die böse Hexe heimzusuchen und seinen persönlichen Schatz wieder zurück zu holen. In einem dreieinhalb minutenlangen Intro wird uns die durchaus witzige Geschichte dieses Spiel in nahezu fantastisch animierten Comicbildern dargestellt. Eine durchaus stimmige mittelalterliche Musik untermalt den brillanten Eindruck dieser Eröffnungssequenz.
Mit jeder Menge Selbstbewusstsein im Gepäck, machen wir uns also nun auf den Weg durch die zahlreichen seitlich scrollenden 2D Plattformlevels, die uns nicht nur stur von links nach recht laufen lassen, sondern mit vielen Etagen, versteckten Bonusräumen und Ähnlichem auf uns warten. Super Frog beinhaltet insgesamt sechs Welten, die sich in jeweils vier Levels unterteilen. Die Jagd nach der Hexe wird uns dabei unter anderem in einen Wald, auf eine Burg, in eine Eiswelt oder auch in ein Circuszelt führen, in dem wir mit jeder Menge Clowngesichter konfrontiert werden. Jedes Level wird dabei mit einem Ausgang versehen, welcher sich allerdings erst öffnet, wenn wir eine gewisse Anzahl von Münzen gesammelt haben, welche sich verstreut und zum Teil auch gut versteckt im dem jeweiligen Level befinden. Selbstverständlich warten in den einzelnen Levels jede Menge Gefahren, Speerspitzen, angriffslustige Bienen oder auch putzig scheinende Igel erwarten uns in der Wald- und Wiesenwelt, während wir in der Eiswelt von Schneemännern angegriffen werden. Jede Welt bietet also ein entsprechendes Thema mit den dazugehörigen Klischees.






