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  • Super Mario 64 DS: Verbesserter Analog-Stick-Pionier … Moment, wo ist der Analog-Stick? - Leser-Test von Corlagon

    Was Super Mario Bros. 1985 für 2D-Plattformer war, war 1996 Super Mario 64 für 3D-Plattformer. Die 3D-Spiele der Konkurrenz waren noch relativ eingeschränkt und hatten mit Digitalcontrollern zu kämpfen - Nintendo EADs Pioniertitel hatte frei erforschbare Umgebungen und einen Analog-Stick und war meines Wissens der meistverkaufte seiner Generation, obwohl die Verkaufszahlen des Nintendo 64 weit hinter denen der Playstation zurückblieben. Und nachdem bereits der Game Boy Advance eine Reihe Super-NES-Portierungen bekam, startete das nächste Handheld, der Nintendo DS, 2004 mit einem Super Mario 64 DS, das nicht nur bedeutende inhaltliche Neuerungen aufweist, sondern auch eine überarbeitete Steuerung, denn die große Innovation des DS war der zusätzliche Touchscreen, während auf einen Analog-Stick, oder auf einen echten Ersatz dafür verzichtet wurde.

    Die überarbeitete Story: Prinzessin Peach lädt Mario zum Kuchen in ihr Schloß ein, und Luigi und Wario erscheinen ebenfalls. Doch zeitgleich schlägt Krötenkönig Bowser mal wieder zu und stiehlt die mystischen Power-Sterne. Die Latzhosenträger werden überwältigt, und nun liegt es an Yoshi, möglichst viele Sterne zusammenzutragen, um die anderen wieder befreien und Bowser vertreiben zu können.

    Anders als in klassischen Plattformspielen geht es hier nicht einfach nur darum, vom Start zum Ziel zu laufen. Nein, Super Mario 64 lädt den Spieler dazu ein, die verschiedenen 3D-Level frei zu erforschen. Durch einfach zu erlernende Kombinationen der Knöpfe A, B und R (wie einfach sie auf dem DS noch auszuführen sind ist eine andere Frage, siehe unten) könnt Ihr verschiedene Arten von Sprüngen ausführen (etwa Weitsprünge und Rückwärtssaltos); gegen gegnerische Kreaturen könnt Ihr Euch durch klassische Sprungattacken zur Wehr setzen, die menschlichen Figuren können zudem Schläge und Tritte verwenden. Ihr besitzt begrenzte Lebensenergie, die durch das Einsammeln von Münzen wiederaufgefüllt werden kann.
    Im DS-Remake gibt es gleich vier verschiedene Spielfiguren: Ihr beginnt als Yoshi und könnt nach und nach Mario, Luigi und Wario befreien und dann zwischen ihnen wechseln (nur Peach bleibt wieder mal außen vor). Mario ist wie immer der Allrounder, Luigi der beste Springer, Yoshi kann kurz flattern und Wario ist der Mann fürs Grobe. Bestimmte Techniken sind bestimmten Figuren vorbehalten, so kann der Dino nicht zuschlagen, aber dafür seine Zunge einsetzen und ein Ei herstellen und als Wurfgeschoß verwenden (anders als in den Yoshi-Spielen aber z. B. ohne Fadenkreuz). Gelegentlich finden sich Power-Ups, die ebenfalls figurspezifisch sind: Yoshi kann dann zeitweise Feuer speien, Mario bekommt seine Flügelkappe oder darf zumindest als Ballon herumschweben, Luigi wird unverwundbar und kann dünne Wände durchqueren, und der unbesiegbare Metall-Wario kann auf dem Grund von Gewässern laufen. Dieses Konzept ist zwar durchaus interessant, allerdings nicht gerade rundum gelungen, denn es gibt nur einen einzigen Ort, an dem ein echter Figurenwechsel möglich ist, in den konkreten Leveln geht das nur eingeschränkt (findet Ihr eine Mütze, könnt Ihr zeitweise zu deren Träger werden, eine Verwandlung in Yoshi ist jedoch unmöglich). Um so ärgerlicher, wenn man einen relativ schwierigen Parcours bewältigt und erst am Ende feststellt, daß man für die Aufgabe jemand anderes Fähigkeiten benötigt.

    Die "Oberwelt" des Spiels wird durch das Schloß dargestellt, in dem Ihr verschiedene Portale (z. B. in Form von Wandgemälden) zu den 15 Hauptleveln und diversen Ministages (darunter auch Bowser-Level) finden könnt. In jedem regulären Kurs erhaltet Ihr der Reihe nach sieben Missionen, soll heißen, mehr oder weniger starke Hinweise darauf, wie Ihr an die verschiedenen Power-Sterne gelangt. (Im Remake gibt es einen zusätzlichen Stern pro Level, außerdem hat man einige der bestehenden modifiziert oder ausgetauscht.) Die meisten Aufgaben bestehen einfach darin, einen bestimmten Ort zu erreichen, möglicherweise müßt Ihr aber auch alle verstreuten roten Münzen einsammeln oder einen Schalter betätigen, der den Stern kurzzeitig erscheinen läßt. In einigen, eher seltenen Fällen verändert sich der Level etwas abhängig von der gewählten Aufgabe, oft könnt Ihr die Sterne aber in beliebiger Reihenfolge finden und einsammeln. Außer der Reihe, d. h. in den erwähnten Minileveln oder im Schloß selbst, sind noch weitere, "geheime" Sterne zu finden, und je mehr Ihr besitzt, desto mehr Teile des Schlosses werden Euch zugänglich. Zwischendurch kommt es noch zu Kämpfen gegen Bowser, die aber leider alle nach dem gleichen Schema ablaufen. Insgesamt existieren 150 Sterne; für den Abspann benötigt Ihr kaum mehr als die Hälfte - welche, spielt keine Rolle, die schwierigeren Aufgaben könnt Ihr also einfach sein lassen -, Perfektionisten versuchen aber natürlich, alle zu erringen.

    Das Hauptproblem des DS-Remakes ist, daß kein Analog-Stick mehr zur Verfügung steht. Stattdessen werden Euch gleich zwei Steuerungsmöglichkeiten angeboten: Erstens das klassische digitale Steuerkreuz, mit dem zwar nur acht Richtungen möglich sind, was nach einer Eingewöhnungszeit aber trotzdem einigermaßen funktioniert, auch wenn von Zeit zu Zeit die Kamera nachjustiert werden muß (ich würde mich nicht wundern, wenn das Level-Design subtil angepaßt wurde, so daß man mit den acht Richtungen auskommt). Leider ist auch die Laufgeschwindigkeit von Bedeutung, und so läuft Eure Figur zunächst nur langsam und muß mit Y beschleunigt werden, was recht lästig ist, da man häufiger schnell laufen will als langsam; zudem muß für Sprungangriffe aus dem Laufen heraus auch noch A gedrückt werden, was nicht sehr angenehm ist. Übrigens weicht auch die Knopfbelegung generell deutlich von dem ab, was ich aus anderen Nintendo-Spielen gewohnt bin. Die Alternative ist der Touchscreen, auf dem bei Berührung ein virtueller Analog-Stick erscheint. Sein Zentrum ist immer die Stelle, die Ihr zuerst berührt, und er ist relativ klein, drückt Ihr über ihn hinaus, zieht Ihr ihn mit - das hat manche Leute irritiert.
    Standardmäßig sind sowohl Digital- als auch Touchscreen-Bewegung aktiv, es stehen aber noch zwei weitere Steuerungsarten zur Auswahl, die sich beide auf letztere beschränken. Der sogenannte Touch-Modus verändert die Standard-Tastenbelegung nur gering und sieht vor, daß Ihr den linken Daumen mit dem Trageband über den Bildschirm gleiten laßt, was jedoch nicht sehr angenehm ist, da so ein Daumen relativ kurz ist (nun gut, da wird die Größe des DS-Modells auch eine Rolle spielen, aber am Anfang gab es nun mal nur ein relativ großes). Für Leute, die lieber den Touchpen verwenden, ist wiederum der Zweihandmodus vorgesehen, der die Tastenbelegung stark verändert und A/B/X/Y zusätzlich auf das Steuerkreuz abbildet, so daß Ihr Euch aussuchen könnt, was Ihr mit welcher Hand macht. Ich persönlich fand die Bewegung per Touchscreen jedoch auf ihre eigene Art unpräzise und bin dann doch mit dem Steuerkreuz am besten zurechtgekommen.

    Zu sehen ist auf dem Touchscreen eine Karte, die aufgrund der Dreidimensionalität des Spiels zwar nicht immer übersichtlich ist, aber dennoch eine willkommene Orientierungshilfe darstellt: Häufig verrät sie einem, wo man nach dem aktuellen Stern suchen muß, auch die Fundorte der Mützen sind dort angegeben. Die eigentliche Spielgraphik hat sich auch deutlich gebessert im Vergleich zum Original, in dem z. B. Mario und Bowser doch recht blockig aussahen. Natürlich wird das Ganze durch Sprachsamples von Charles Martinet & Co. abgerundet.

    Das Abenteuer ist aber noch gar nicht alles. Satte 36 Minispiele sind auf der Karte enthalten, acht davon sind sofort zugänglich, die übrigen müßt Ihr erst freischalten, indem Ihr im Hauptspiel Hasen findet und fangt. Die Minispiele werden komplett per Touchscreen bedient, was nicht weiter verwunderlich ist. Ihre Qualität schwankt stark, die meisten haben High-Score-Tabellen, dummerweise ohne Namenseingabe.

    Und dann ist da noch ein Vs.-Modus für bis zu vier Spieler, und eine einzige Spielkarte reicht aus (Computergegner gibt es allerdings nicht). Es existieren vier Arenen, in denen Ihr ganz einfach Power-Sterne einsammeln müßt, die meist der Reihe nach erscheinen - wer nach Ablauf der Zeit die meisten hat, gewinnt. Natürlich könnt Ihr auch bereits von den anderen eingesammelte Sterne stehlen. Leider gibt es keine weiteren Optionen (eine Handicap-Funktion für erfahrene Spieler wäre wohl gut gewesen).

    Fazit: Die Originalversion von Super Mario 64 war klasse. Super Mario 64 DS ist für sich betrachtet immer noch ein sehr gutes Spiel, dank der gewöhnungsbedürftigen Steuerung aber nicht mehr ganz so spaßig. Schade, denn die meisten übrigen Neuerungen begrüße ich.

    Negative Aspekte:
    gewöhnungsbedürftige Steuerung, Figurenwechsel etwas zu eingeschränkt

    Positive Aspekte:
    freies Gameplay, viel zu entdecken, mehr Aufgaben und Features als im Original

    Infos zur Spielzeit:
    Corlagon hat sich 10-20 Stunden mit diesem Spiel beschäftigt.

    Super Mario 64 DS

    Spielspaß
    Gesamtwertung
    Wertung von: Corlagon
    8.8
    Multiplayer
    -
    Grafik
    9/10
    Steuerung
    5/10
    Sound
    8/10
    Gameplay
    9/10
    GameZone
    Spielspaß-Wertung
    8.6/10
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
  • Super Mario 64 DS
    Super Mario 64 DS
    Publisher
    Nintendo
    Release
    11.03.2005
    • Es gibt 0 Kommentare zum Artikel

  • Print / Abo
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1010801
Super Mario 64 DS
Super Mario 64 DS: Verbesserter Analog-Stick-Pionier … Moment, wo ist der Analog-Stick? - Leser-Test von Corlagon
http://www.gamezone.de/Super-Mario-64-DS-Spiel-35934/Lesertests/Super-Mario-64-DS-Verbesserter-Analog-Stick-Pionier-Moment-wo-ist-der-Analog-Stick-Leser-Test-von-Corlagon-1010801/
26.07.2011
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2005/03/sm64ds_7.jpg
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