Super Mario Bros. 3: Super Mario Advance 4 im Gamezone-Test
Mama mia!
Es war im schönen Jahr 1988, als das NES zwar seinen Kampf mit den Konkurrenten dank "Zelda" und "Metroid" schon längst gewonnen hatte, aber Stardesigner Shigeru Miyamoto noch unbedingt einen drauf setzen wollte und mit "Super Mario Bros. 3" einen echten Meilenstein schuf. Kein Wunder also, dass bereits zwei Jahre später auf dem SNES ein sehr ähnlich anmutendes "Super Mario World" dem neuen System mit großem Erfolg aus den Startlöchern verhalf. Auf diesem System erschien dann auch eine wunderbare Spielesammlung namens "Super Mario Allstars" welche alle NES Mario's mit aufpolierter Grafik und stark verbesserten Sound beinhaltete. Das darin enthaltene "Super Mario Bros. 3" hat nun, 15 Jahre später, seinen Weg auf den GBA gefunden und glänzt mit neuen Features und dem bereits bewährten Gameplay.
Die Überschrift dieses Reviews ist ausnahmsweise mal wirklich von Bedeutung, denn diesen Ausruft hört man in Super Mario Bros. 3 wirklich mehr als häufig. Warum? Naja, wer nicht unbedingt die Reflexe eines Kolibris besitzt, wird nicht gerade selten sein Spielerleben aushauchen, denn Super Mario Bros. 3 ist schwer - verdammt schwer. Aber seltsamerweise kommt dabei kaum Frust auf, sondern man ist immer wieder gewillt den aktuellen Level ein weiteres mal zu versuchen. Grund dafür sind natürlich die unendlichen Continues und das automatische Auswendiglernen der Levels, was schließlich irgendwann doch zum Ziel führt. Dieses Phänomen sorgt für ordentliche Langzweitmotivation und für ein geradezu himmlisches Gefühl sobald man einen dieser höllisch schweren Levels gemeistert hat. Zwischendrin hat man auch mal ein paar Abschnitte eingebaut in denen es geradezu butterweich läuft, man muss sich also nicht immer so angespannt verbeißen, sondern kommt auch an einigen Stellen recht schnell durch.
Das Leveldesign ist zwar knüppelhart und verzeiht dem Spieler keinen Fehler, bleibt dabei aber immer schön fair - wer genügend übt kommt durch. Um was es sich bei diesem Spiel im Kern handelt, ist mittlerweile wirklich wohl jedem bekannt: Klempner Mario hüpft sich durch die wildesten Levels, entledigt sich geschickt diverser Schildkröten und findet Geheimnisse in so mancher grünen Röhre. Um bei Kräften zu bleiben konsumiert er jede Menge Pilze und besiegt schließlich, tief in einem Schloss versteckt, einen Endgegner. Zum ersten mal wurde bei diesem Mario das "Welt-Prinzip" eingeführt in dem man die einzelnen Levels vor Beginn anwählen darf. Außerdem hat Mario in diesem Teil der Serie das Fliegen gelernt, mit einem entsprechenden Powerup kann er sich für kurze Zeit in die Lüfte erheben. Zusätzlich kann er sich mit seinem Frosch-Anzug besser unter Wasser bewegen, mit dem Tanooki-Anzug kurzzeitig in Stein verwandeln und mit dem Hammer-Powerup Feuerangriffen wiederstehen. Diese Verwandlungskünste machen das Gameplay auch so einzigartig, man kann nämlich in der Weltansicht bereits gesammelte Powerup's auswählen und damit ausgerüstet den jeweiligen Level beginnen.
Die Grafik ist natürlich nichts besonderes, selbst die Umsetzungs-Vorlage auf dem SNES war schon eher zweckmäßig als schön. Dafür kann das Spiel mit dem Sound auftrumpfen und präsentiert altbekannte Mario-Melodien, die ein echter Zocker der alten Schule mittlerweile schon auswendig mitpfeifen kann. Die dabei entstehende Atmosphäre ist nicht zu unterschätzen und sorgt für jede Menge pures Mario-Feeling.
Eine komfortable Speicherfunktion macht den Titel auch unterwegs spielbar, die Besitzer der NES-Version hatten es da schon schwerer: Hier musste der Titel ohne Speicherfunktion auskommen und innerhalb einer einzigen Sitzung durchgespielt werden, dies war aufgrund seiner sehr langen Spielzeit aber nahezu unmöglich. Ebenfalls neu ist eine integrierte GBA e-Reader Unterstützung mit der sich zusätzliche Inhalte per Karte einlesen lassen. Nur leider gibt es diesen Hardwarezusatz für den GBA noch nicht in Deutschland zu kaufen und somit bleibt dieses Feature bis auf weiteres unbrauchbar. Für den GameboyPlayer ist der Titel ebenfalls vorbereitet, wer dieses Modul auf seinem Gamecube abspielt, profitiert von der Rumblefunktion des Gamecube-Joypads. Um den Vorgängern treu zu bleiben ist auch hier wieder das alte "Mario Bros. Classic" als eigenständiges Spiel integriert worden, somit kann man auch per Link-Kabel gegeneinander antreten. Auch im Hauptspiel wurde auf Mehrspieler-Support geachtet, man hat nun die Möglichkeit die einzelnen Levels abwechselnd als Mario oder Luigi zu bestreiten. Da Luigi über ein völlig anderes Sprungverhalten verfügt, macht dieser Modus aber auch alleine Spaß und stellt eine echte Herausforderung für Experten dar.






