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  • Super Monkey Ball: Banana Blitz im Gamezone-Test

    Die Affen rollen ganz klassisch, steuern sich aber revolutionär! Nur spielt es sich auch wirklich gut?

    Experimentierfreudig zeigen sich so manche Publisher und bringen die kuriosesten Ideen auf den Markt. Im Falle der bekannten "Super Monkey Ball" Serie stopfte Sega flauschige Primaten jeweils in eine wasserdichte Glaskugel und schubste diese durch verrückte Levelkonstruktionen. Manch einer stellt sich wohl immer noch die Frage, warum bisher Greenpeace nicht entsetzt eingegriffen hat - denn nach wie vor sind die Experimente hochaktuell. Nach dem eher bescheidenen Ausflug in das Action-Adventure Genre kehren Aiai, MeeMee und Co. zu ihren Wurzeln zurück, welche im Bereich der Geschicklichkeitsaufgaben liegen. Das Spielprinzip der Klassiker scheint wie für die Wii geschaffen und von daher freuen wir uns über eine passende Umsetzung mit dem Untertitel "Banana Blitz". Dank der Wii Remote hat man das Level und damit das Leben der Affen direkt in der Hand, nur bleibt die Frage, wie gut sich der Titel auch tatsächlich spielen lässt!

    Passfoto von Gongon Passfoto von Gongon Wieder einmal findet sich die Primatenbande ein und feiert unbekümmert eine affige Party im Dschungel. Neben den bekannten Helden Aiai, MeeMee, dessen aus der Zukunft angereistes Baby und dem Rowdy Gongon, beehren uns ein geheimnisvoller und alter Doktor-Affe wie auch ein kleines Mädchen namens Yanyan, welche erst vor kurzen in die Nachbarschaft der altbekannten Charaktere gezogen ist. Die Hintergrundgeschichte der Affenbande ist bei diesem Spiel aber genauso unwichtig, wie die wohl wieder einmal als belanglos zu bezeichnenden Story. Auf dem Höhepunkt der Party taucht ein Piratenaffe auf und stibitzt eine komplette Staude goldener Bananen. Das können wir natürlich nicht akzeptieren, schnappen uns sofort einen der sechs Charaktere und machen uns auf die Suche nach den leckeren Früchte.

    Klassisches Gameplay

    Bevor einer der putzigen Primaten die goldenen Bananen in den Händen halten kann, muss wieder einmal eine gefahrvolle Reise angetreten werden. Eine wilde Suche bleibt aber aus, da ihr recht stur eine Welt nach der anderen absolvieren könnt. Grundsätzlich hat sich seit den Anfängen auf dem Gamecube nicht wirklich viel getan. Das haarige Tier wird in eine Glaskugel eingesperrt und in ein Labyrinth verfrachtet, welches nur durch ein Zieltor wieder verlassen werden kann. Unterwegs müsst ihr verschiedenen Fallen ausweichen und bekommt es erstmalig mit recht harmlosen Gegnern zu tun, welche den Affen aber höchstens über den Plattformrand in den Abgrund schubsen. Neuerdings bringen die Primaten per Kopfdruck oder Anheben der Wii-Remote genügend Kraft für einen Sprung auf, so dass man über einige Abgründe hinweg oder auch eine Treppe hinauf hüpfen kann.

    Einmal springen, bitte ... Einmal springen, bitte ... Der Clou bei "Monkey Ball" ist aber nach wie vor die ungewöhnliche Steuerung. Ihr habt keinen direkten Einfluss auf die kullernde Glaskugel, könnt diese also nicht direkt über die verrückten Konstruktionen hinweg manövrieren. Physikalisch nutzte Sega die Hangabtriebskraft aus und lässt den Spieler von außen auf das Spielgeschehen einwirken. Das komplette Level muss man sich wie ein Brett vorstellen, welches gekippt und geneigt wird, so dass die Kugel an Fahrt gewinnt und über die Plattformen rollt. Nach wie vor ist die Idee grandios und scheint prinzipiell auch recht einfach von der Hand zu gehen, was sich zumindest in den ersten Abschnitten des Spiels auch widerspiegelt. Doch relativ schnell gibt es knackige Aufgaben, bei denen gefühlvolles Steuern gefragt ist. Verschiedene Fallen, dünne Laufstege, rotierende Plattformen, Sprungstellen oder knallharte Steigungen sorgen für einige schweißtreibende Momente.

    Die Herausforderung der Steuerung

    Das Gameplay wurde nun mit der freizügigen Steuerung der Wii gepaart und dabei kam ein geradezu auf die Konsole angepasster Titel heraus. Ihr müsst nun den Gedankensprung aus dem virtuellen und abstrakten Kosmos in die real-pysikalische Welt wagen, denn die Wii-Remote stellt nun die plastische Levelkonstruktion in euren Händen dar. Weit hergeholt? Keineswegs, denn jede Bewegung mit der Fernbedienung wird fließend in eine entsprechende Neigung der virtuellen Spielplattform übertragen. Das Äffchen kommt quiekend ins Rollen, sobald ihr den Controller in irgend eine Richtung kippt. Der Primat lässt sich dadurch wesentlich feinfühliger dirigieren. Die neuartige Steuerung birgt aber auch ein ganz großes Manko mit sich: Der Stick hatte noch einen physikalische korrekten Nullpunkt bezüglich seiner Mittelstellung. Mit einer Fernbedienung wird dieser wohl kaum jemals sauber erreicht. Die Kugel ruhig über die Plattformen zu steuern, fällt mit der Wii-Remote gar nicht mehr so einfach.

    Kippe die Wii-Remote zum Laufen Kippe die Wii-Remote zum Laufen Nach wie vor - heute wohl sogar mehr denn je - sorgt auch die Kamera für Probleme. Nicht selten präsentiert sie das Geschehen aus einem recht ungünstigen Winkel, da sie sich eher nach der Blickrichtung, anstatt der Spielrichtung von Aiai und Co. ausrichtet. Richtungswechsel sorgen sehr schnell für Verwirrung, da durch eine Änderung der Perspektive auch die Haltung der Fernbedienung angepasst werden muss, was im Eifer des Gefechts meist schief geht. Vor allem Neigungen nach rechts oder links (je nachdem ob man Rechts- oder Linkshänder ist) fallen schwer, da man die eigene Pfote stark verdrehen muss. Bewegungen nach vorne hingegen gehen eher leicht von der Hand. Leider wurden auch bei "Banana Blitz" diese Problematiken nicht behoben und auf eine manuelle Justierung der Kamera komplett verzichtet.

    Die Jagd nach den Bananen

    Palmen, Säulen und Büsche zieren den Rand Palmen, Säulen und Büsche zieren den Rand Das Abenteuer der Affenbande ist wieder einmal sehr großzügig ausgefallen und bietet 100 Aufgaben, welche durchaus einige Zeit in Anspruch nehmen. Kenner der Serie dürfen aufatmen! Es wird keine Déjà-vu-Erlebnisse bezüglich der Level und deren Architekturen geben. Das Entwicklerteam hat sich endlich wieder die Mühe gegeben und alles komplett frisch zusammengestellt. Dabei wurde explizit auf neue Gegebenheiten geachtet. Die Affen können neuerdings zum Beispiel springen, was neue Aspekte für das Design der Geschicklichkeitsaufgaben mit sich bringt. Die Kugel will mittlerweile Treppen hinauf befördert werden oder ihr müsst geschickt mit Sprüngen gefährlichen Hindernissen, Feinden und anderen Objekten ausweichen. Durch die zusätzliche Bewegungsfreiheit spielt sich der Titel aber auch leicht anders, weil man Unebenheiten mit einem schlichten Knopfdruck umgehen kann. Letztendlich macht es den Titel einerseits einfacher, andererseits fördert es wiederum neue Gefahrenquellen.

    Zum Abschluss einer jeder Welt gibt es stets einen ganz besonderen Leckerbissen in Form eines meist Bildschirm füllenden Endgegners. Dieser hat nichts besseres zu tun, als die Affen wild durch die Gegend zu schleudern. Ob ihr einem Vogel nun auf seinen rötlich gereizten Deckel springen müsst, den geschundenen Bauch beackert oder das Mikrofon einer Operndiva attackiert - die Ideen sind genauso einfallsreich wie die Vielfalt an Sterbemöglichkeiten. Gerade bei den Bossen fällt das Manko der Steuerung extrem auf: Trotz der perfekten Emulierung durch die Wii-Remote fehlt jegliches Gefühl für die Reaktion der Affen auf Schläge und plötzliches Wenden im Kampf. Nicht selten verliert man die Kontrolle und muss den putzigen Primaten dem Gevatter Tod übergeben. Dennoch machen die Endkämpfe richtig was her und bringen actionreiche Abwechslung in das Geduldsspiel.

    Vorsicht! Wütender Big Boss Vorsicht! Wütender Big Boss Auf der Suche nach den goldenen Bananen durchstreift die Affenbande Höhlen voller Lava, begibt sich in den Weltraum, macht einen kurzen Abstecher in die Karibik oder lassen den Sand unter der Kugeln knirschen. Zeigte sich in der Vergangenheit einzig und allein der Hintergrund verantwortlich für die Thematisierung einer einzelnen Welt, so zieren heute einzelne Objekte in bester Cel-Shading Grafik die Ränder der Spielflächen und deuten deren Herkunft an. Palmen spenden Schatten, riesige Skelette laden zur Kletterpartie ein und futuristische Leuchtsäulen erhellen den Boden in bunten Farben. Optisch wirkt "Banana Blitz" einfach detail- als auch abwechslungsreicher und erstrahlt in satten wie auch deutlichen Farben. Ganz klar, der Titel ist nach wie vor kein grafisches Highlight, kann aber wie auch der Sound durchaus überzeugen. Musikalisch bekommt ihr eingängige Melodien und fette Rhythmen passend abgestimmt auf die jeweiligen Themengebiete geboten, welche deutlich an Qualität gegenüber den Vorgängern gewonnen haben.

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Super Monkey Ball: Banana Blitz
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Die Affen rollen ganz klassisch, steuern sich aber revolutionär! Nur spielt es sich auch wirklich gut?
http://www.gamezone.de/Super-Monkey-Ball-Banana-Blitz-Spiel-35976/Tests/Super-Monkey-Ball-Banana-Blitz-im-Gamezone-Test-991123/
29.12.2006
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2006/12/SMB_BB_Wii_28.jpg
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