Games World
Login Registrieren
Möchtest du diese Seite als Startseite festlegen?
als Startseite festgelegt.
    Möchtest du diese Seite als Startseite festlegen?
    Mobile als Startseite festgelegt.
    Login Registrieren
  • Super Monkey Ball Touch and Roll im Gamezone-Test

    Eine schlechte Steuerung und Level-Recycling machen diesen DS-Titel zur Spaßbremse.

    Mich laust der Affe! Aiai, Gongo, Meemee und Baby stehen in den Startlöchern und wollen nach einem erfolgreichen GBA-Auftritt auch das Herz der Nintendo DS-Spieler erobern. Sega setzt dabei auf das altbewährte Spielprinzip und einige bekannte wie auch neue Partyspiele - wirklich Neues kann die DS-Fassung aber leider nicht bieten. Noch viel schlimmer: Die Konvertierung des Klassikers ging sogar ziemlich in die Hose. Warum ihr das Geld lieber in die "Deluxe" Edition für die Xbox oder PS2, bzw. die kultigen Originale auf dem Gamecube investieren solltet, lest ihr im Folgenden.

    Super Monkey Ball Touch and Roll Super Monkey Ball Touch and Roll Für all diejenigen unter euch, welche mit den putzigen Äffchen nichts anfangen können, hier nochmals eine kurze Beschreibung des grundlegenden Gameplays: Ihr übernehmt die Rolle eines kleinen Primaten, welcher sich seltsamerweise in einer durchsichtigen Glaskugel aufhält. Diese müsst ihr nun durch ein aufwendiges Labyrinth befördern und dabei diverse Hindernisse umgehen. Kleine Stege, Steigungen, massig Abgründe und gemeine Fallen sorgen für reichlich Kopfzerbrechen, wenn es darum geht, den Affen noch zeitig in das Ziel am anderen Ende des Levels zu bringen. Der Clou bei der Sache ist aber, dass ihr nicht direkt die Kontrolle der kullernden Affen übernehmt, sondern die Plattformen in alle Richtungen neigen, und somit die Kugel durch den Hangabtrieb ins Rollen bringen könnt. Doch wie so oft hört sich alles leichter an, als es sich letztendlich spielt.

    Schwammige Steuerung

    Super Monkey Ball Touch and Roll Super Monkey Ball Touch and Roll Auch schon bei den Varianten für die Heimkonsolen entpupte sich die Steuerung als äußerst knifflig: Es ist gar nicht mal so einfach, die richtige Neigung einer Plattform für die korrekte Bewegung der Kugel hinzubekommen. Mit einem Stick konnte man das Problem aber noch gut handhaben, für die Nintendo DS Version nutze Sega neben dem unpraktischen Steuerkreuz auch den Touchscreen. Der Ersatz für den Analogstick sollte sich aber sogleich als einer der größten Schwachpunkte dieser tragbaren Version herausstellen. Weder mit der Daumenhaube, noch mit dem Stylus werdet ihr eure putzigen Äffchen über Wasser halten können. Ähnlich eines 3D-Jump'n'Run müsst ihr auf dem Touchscreen die Bewegung des analogen Sticks nachempfinden. Was bei "Mario 64 DS" noch prima klappte, stürzt euch nun ins Verderben. Da man auf dem Touchscreen absolut kein Gefühl dafür hat, wo man sich mit dem Stift oder dem Daumen befindet, lässt sich auch die aufkommende Kipplage der Plattformen durch eine Bewegung schwer abschätzen. Man beschleunigt die Kugeln meist viel zu schnell und ein Ausgleichen des Fehlers ist über die schwammige Führung kaum mehr möglich. Auch wenn nur maximal acht Richtungen gegeben sind, so erweist sich das Steuerkreuz als die bessere Variante um Aiai und Co. auch sicher ins Ziel zu bringen.

    Der Hauptmodus

    Super Monkey Ball Touch and Roll Super Monkey Ball Touch and Roll Im Herausforderungsmodus spielt man sich durch jeweils zehn Levels einer Welt und insgesamt 100 Missionen. Die Wahl des Äffchen hat dabei keinen Einfluss, denn obwohl z. B. Gongo der massigere ist und Baby ein absolutes Leichtgewicht, haben diese Eigenschaften keinerlei Auswirkungen auf die Steuerung und das Gameplay. Damit ist es schlicht eurem Geschmack überlassen, welches der vier Äffchen ihr durch die Labyrinthe befördert. Ihr müsst stets alle Level einer Welt erfolgreich abschließen, um neue Aufgaben frei zu schalten. Zwischendurch bekommt ihr es wie üblich mit einem Bonuslevel zu tun, wo euer Ziel das Sammeln aller erhältlichen Bananen ist. Zehn dieser begehrten Früchte liefern den Affen ein Extraleben, was mit der Zeit ein äußerst kostbares Gut darstellt. Sollten nämlich alle Versuche aufgebraucht sein, müsst ihr die Welt komplett von Anfang an neu beginnen. Ein Leben wird durch das Überschreiten des Zeitlimits verloren, was nur recht selten auftreten wird. Viel eher werden die kullernden Affen in den Abgrund stürzen, was bei der gegebenen Steuerung kein Wunder darstellt. Nur mit viel Geduld und evtl. einigen Wutanfällen wird man so manches Labyrinth auch wirklich überstehen.

    Super Monkey Ball Touch and Roll Super Monkey Ball Touch and Roll Sicherlich freuten sich einige Fans der Serie schon auf gemütliche Geschicklichkeitsrunden im Bus oder der Bahn, diese Spieler enttäuscht Sega aber aufgrund einer erneuten Wiederverwertung vieler bekannter Level und Labyrinthe. Abermals bekommt man viele klassische Aufgaben erneut vorgesetzt und fragt sich, warum man dasselbe Rätsel immer und immer wieder erledigen muss. Zwischen dem Recyclingwahn verstecken sich immerhin einige neue Ideen - ein komplett neues, evtl. besser auf den DS ausgelegtes Spiel wäre dennoch wünschenswert gewesen. Ebenfalls nicht zufriedenstellend ist die Auswahl der Level bzw. die Zusammenstellung zu einer kompletten Welt. Ein kontinuierlicher Anstieg des Schwierigkeitsgrades kann kaum ausgemacht werden. Überstand man kurz vorher noch recht knackige Aufgaben um haaresbreite, kommen in den nächsten Abschnitten plötzlich wieder kinderleichte Plattformen zum Vorschein. Aber es sind auch viele Kleinigkeiten, welche einem dem Spielspaß gegenüber der Heimkonsole-Version verderben: Das fehlen einer kleinen Übersichtskarte, die fehlende Vorschau der Levelkonstruktion im Übungsmodus, das Fehlen der wohlgemerkt zwar simplen aber dennoch unterhaltenden Story und ein nicht abschaltbarer sowie spätestens nach dem Beenden der zweiten Welt nerviger Abspann, der einige Minuten der Spielzeit in Anspruch nimmt.

    Der Mehrspielermodus

    Super Monkey Ball Touch and Roll Super Monkey Ball Touch and Roll Auch bei den Partyspielen ist der Recyclingwahn ersichtlich, wenn auch nicht ganz so tragisch wie beim Hauptspiel. Ganz klassisch dürft ihr wieder lustige Rennen austragen, wobei eine ordentliche Auswahl an Strecken und Optionsmöglichkeiten genügend Freiraum für Wünsche übrig lassen. Bei "Monkey Fight" dürft ihr euch wieder grün und blau prügeln und müsst die Freunde in den Abgrund werfen. Die Minigolfanlage ist ebenfalls umfangreich und nett ausgefallen wie auch die Bowlingbahnen. Allesamt kleine und äußerst unterhaltsame Minispiele aus den Vorgängern, welche auf dem Nintendo DS aber etwas ganz besonderes darstellen. Was die Steuerung anbelangt, hatten die Entwickler hier ein deutlich glücklicheres Händchen und integrierten den Touchscreen meist recht sinnvoll. So könnt ihr den Drill der Bowling-Affen-Kugel mit einer Drehung auf dem Screen bestimmen oder die Position in der Kampfarena durch ein schlichtes antippen festsetzen. Hat man sich an die exquisite Steuerung gewöhnt, machen diese Spiele vor allem gegen menschliche Mitspieler richtig Spaß.

    Super Monkey Ball Touch and Roll Super Monkey Ball Touch and Roll Neu dazu gekommen ist "Monkey Hockey" wie auch "Monkey War". Bei Hocky hat jeder eine Bildschirmhälfte, welche er mittels eines überdimensionalen Feldspielers vor den Angriffen des Gegners beschützen muss. Die eigenen Spielfiguren werden simpel mit einer Bewegung auf dem Touchscreen gesteuert, womit auch der Ball in das gegnerische Tor befördert werden kann. "Monkey War" versucht die alten 3D-Shooter auf eine billige Art zu imitieren. Ihr könnt eure Figur mit dem Steuerkreuz durch labyrinthartige Bauten bewegen und dabei weder nach oben, noch nach unten blicken - ähnlich der Klassiker "Doom" oder "Duke Nukem". Wollt ihr euer Sichtfeld drehen, müsst ihr das relativ umständlich über eine Leiste auf dem Touchscreen bewerkstelligen. Geschossen wird, indem der Touchscreen außerhalb der Drehleiste angetippt wird, was das Zielen immerhin recht einfach gestaltet. Insgesamt sind beide neuen Spiele ebenfalls recht simplen und lustig, sicherlich aber nicht für den Dauergebrauch ausgelegt.

    Die technische Umsetzung

    Super Monkey Ball Touch and Roll Super Monkey Ball Touch and Roll Anzumerken ist noch, dass alle Minispiele nur im vollen Umfang für eine gemütliche Runde mit den Freunden zur Verfügung stehen, wenn auch jeder sein eigenes Modul dabei hat. Mit nur einer Karte stehen einzig allein "Monkey Race", "Monkey Wars" wie auch "Monkey Hockey" zur Verfügung, wobei man hier sogar noch stark bezüglich der Auswahl der Strecken, Level und Einstellungen eingeschränkt wird. Alle Optionen werden fest vom Spiel vorgegeben und können nicht beeinflusst werden. Die Insel von Aiai und Co. bietet einige abwechslungsreiche Landstriche von Wasserfällen, über einen Vulkan bis hin zum gemütlichen Sandstrand. Optisch zeigt sich dies wieder nur anhand der teils animierten Hintergründe. Einige Details mussten wohl aufgrund der eingeschränkten Hardware ausgelassen werden und somit verzichtet man auf sich spiegelnde Flächen und weitere farbenprächtigen Effekte. "Super Monkey Ball" war aber nie eine Augenweide, von daher kann man über solche Abstriche hinwegsehen. Die Musik ist wie immer nichts besonderes, die karibischen und teils auch orientalischen Klänge hinterlassen mit dem DS-Titel aber ihren ganz eigenen Charme - der Soundtrack scheint im Gegensatz zum eigentlichen Spiel komplett neu eingespielt zu sein.

    Super Monkey Ball Touch and Roll (NDS)

    Singleplayer
    6,5 /10
    Multiplayer
    -
    Grafik
    6/10
    Sound
    7/10
    Steuerung
    5/10
    Gameplay
    7/10
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
    Pro & Contra
    100 Level
    lustige Partyspiele
    geeignetes Gameplay für unterwegs
    schwammige Steuerung
    kein kontinuierlich steigender Schwierigkeitsgrad
    fehlende Anzeigen (Minimap, Vorschau)
    Einzelspielermodus wäre so auf anderen Konsolen möglich
    nichts DS-Spezifisches
    Mehrspieler benötigt mehrere Module
    • Es gibt 0 Kommentare zum Artikel

  • Print / Abo
    Apps
    PC Games 12/2016 PC Games Hardware 01/2017 PC Games MMore 01/2016 play³ 01/2017 Games Aktuell 12/2016 buffed 12/2016 XBG Games 11/2016 N-Zone 12/2016 WideScreen 01/2017 SpieleFilmeTechnik 12/2016
    PC Games 12/2016 PCGH Magazin 01/2017 PC Games MMORE Computec Kiosk On the Run! Birdies Run
article
990667
Super Monkey Ball Touch and Roll
Super Monkey Ball Touch and Roll im Gamezone-Test
Eine schlechte Steuerung und Level-Recycling machen diesen DS-Titel zur Spaßbremse.
http://www.gamezone.de/Super-Monkey-Ball-Touch-and-Roll-Spiel-35981/Tests/Super-Monkey-Ball-Touch-and-Roll-im-Gamezone-Test-990667/
08.03.2006
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2006/03/smb_ds_07.jpg
tests