Games World
Login Registrieren
Möchtest du diese Seite als Startseite festlegen?
als Startseite festgelegt.
    Möchtest du diese Seite als Startseite festlegen?
    Mobile als Startseite festgelegt.
    Login Registrieren
  • Super Princess Peach: Gefühl Power! - Leser-Test von Corlagon

    Seit Super Mario Bros. (1985) ist Prinzessin Peach Toadstool die meistbeschäftigte Videospielmaid in Not, doch bereits seit 1988 erscheinen immer wieder Spiele, in denen sie eine von mehreren Spielfiguren darstellt. Tja, und nach zwanzig Jahren bekam sie dann endlich auch ihr eigenes Plattformspiel, in dem sie zur Abwechslung mal die Mario Bros. retten mußte. Das Ganze nannte sich dann Super Princess Peach und ist eines der relativ wenigen Spiele, von denen bekannt ist (oder man zumindest glaubt zu wissen), daß es von Tose mitentwickelt wurde, einem japanischen "Ghostdeveloper"-Unternehmen. Das Rumble Pak wird unterstützt, was ich aber nicht weiter getestet habe.

    Ort des Geschehens ist die Gefühlsinsel, auf der Bowser eine Residenz hat, und auf der sich das mächtige Gefühlszepter befindet. Daß er dieses nun für seine eigenen Zwecke mißbraucht, sollte keine Überraschung sein. Diesmal gelingt es seinen Truppen, Mario, Luigi und zahlreiche Pilzmenschen gefangenzunehmen, nicht jedoch Peach, die sich gerade auf einem Spaziergang befand und keine Probleme damit hat, selbst die Heldin zu spielen. Toadsworth gibt ihr aber noch Perry mit, einen merkwürdigen sprechenden Schirm, den er kurz zuvor erworben hatte und der seine ganz eigene Geschichte mitbringt. Die ist es dann auch, die im eigentlichen Spiel in den Mittelpunkt rückt, allerdings - wie formuliere ich es spoilerfrei - letztendlich auch nicht konsequent, was für einige Enttäuschung sorgen dürfte.

    Auch dieses Spiel ist ein typischer 2D-Plattformer: In den regulären Leveln lauft und springt, seltener taucht Ihr durch die verschiedenen Abschnitte vom Start zum Ziel; unterwegs gilt es, jeweils drei mehr oder weniger gut versteckte Pilzmenschen zu retten und möglichst viele Münzen zu sammeln, und natürlich nicht mit den zahlreichen Gegnern zusammenzustoßen oder in einen Abgrund zu fallen. Gelegentlich zu findende Herzen und Kristalle stellen verlorene Lebens- bzw. Gemütsenergie wieder her; geht Euch die Lebensenergie aus, müßt Ihr den Level wieder von vorne beginnen. Die Gegner hat man fast ausschließlich aus älteren Spielen übernommen, was das Spiel aber nicht langweilig, sondern eher nostalgisch erscheinen läßt, da es (von 2005 aus betrachtet) schon länger keinen neuen Mario- oder Yoshi-2D-Plattformer mehr gegeben hatte, so daß es ein Wiedersehen mit Kreaturen gibt, die man in einigen Fällen schon seit 1988 nicht mehr gesehen hat (kennt noch jemand Flora Morgenstern?). Viele der Gegner sind jedoch ihrerseits vom Gemütszepter betroffen und lassen ihr Verhalten von ihren Emotionen beeinflussen, so daß wir unter anderem von heulenden Gumbas angefallen werden oder fröhlich vor sich hin hüpfenden Bob-Ombs begegnen, die schwieriger zu treffen sind als die normalen gehenden Kollegen.

    Peachs Fähigkeiten wiederum unterscheiden sich stark von dem, was man aus den etablierten Serien gewohnt ist. Nach wie vor lassen sich Gegner durch Draufhüpfen angreifen, was sie meistens lediglich betäubt, allerdings lassen sie sich anschließend als Wurfgeschoß mißbrauchen oder zwecks Gewinnung von Gemütsenergie absorbieren; ferner können wir mit dem Schirm zuschlagen sowie grätschen. Besiegen wir die Gegner auf bestimmte Arten, werden wir mit zusätzlichen Münzen belohnt; mit den Münzen können wir wiederum in einem Laden einkaufen, unter anderem werden dort längere Energieleisten angeboten, aber auch zusätzliche Fähigkeiten: Unter anderem können wir lernen, kurzzeitig durch die Luft zu segeln oder eine Art Schirmstoß nach unten auszuführen.
    Frauen haben aber auch besseren Zugang zu ihren Gefühlen (so ein Diplom-Psychologe in einer Publikation des Axel-Springer-Verlags), folglich hat Peach ihre eigenen Gefühlsausbrüche voll unter Kontrolle. Die meiste Zeit befindet sie sich in einem neutralen Zustand, Ihr könnt aber auch vier besondere Emotionen aktivieren, die dann die erwähnte Gemütsenergie verbrauchen: In freudigem Zustand wirbelt Peach durch die Luft und fliegt sogar (langsam), im Zorn brennt sie regelrecht, braucht Ihr stattdessen Wasser, ist Trauer angesagt, und mit Sanftmut kann sie ihre Lebensenergie regenerieren. Angewählt werden diese Gefühle über den Touchscreen, was ein Beispiel dafür ist, wie man diesen gerade nicht ins Spiel einbauen sollte, da ansonsten wie gewohnt Steuerkreuz und Knöpfe verwendet werden und die Zielgruppe wohl kaum aus Leuten mit drei Händen bestehen wird.

    Der Umfang enttäuscht nicht, es gibt immerhin vierzig reguläre Level plus diverse Boßstages, die jeweils aus einem Touchscreen-Segment und einem Kampf (wieder im klassischen Format) bestehen. Ferner existieren drei "Minispiele", ebenfalls mit Touchscreen-Bedienung oder Pusten ins Mikro, die ihrerseits jeweils zehn Level umfassen, die wir teilweise im Hauptteil des Spiels finden, die übrigen können dann im Laden erworben werden. Schließlich wären da noch diverse mindestens zwölfteilige Puzzles, deren Einzelteile ebenfalls gefunden und gekauft werden müssen. Alle Extras mitgerechnet ist die Spielzeit sogar noch weitaus größer, denn auch nach der Hauptaufgabe gibt es nochmal viel Neues zu finden - daß die Entwickler von uns erwarten, alle Level erneut zu durchlaufen, erscheint mir dann aber doch reichlich übertrieben. Übrigens enthält das Spiel eine Zwischenspeicherfunktion.

    Das gelungenste Plattformspiel ist Super Princess Peach nicht, Fans dürfen aber trotzdem zugreifen bei dieser eigenständigen Spielmechanik mit klassischen Designelementen. Das Spiel hat den Ruf, recht einfach zu sein, was ich aber nur für die ersten vielleicht drei Welten von acht so empfunden habe. Das mag aber auch davon abhängen, wie sparsam oder verschwenderisch man als Spielernatur mit der Gefühlsenergie umgeht.

    Negative Aspekte:
    der Hauptteil des Spiels verwendet sowohl Steuerkreuz als auch Knöpfe und Touchscreen, Sammeln von Extras etwas übertrieben

    Positive Aspekte:
    klassischer Plattformer mit sowohl altbekannten als auch neuen Elementen

    Infos zur Spielzeit:
    Corlagon hat sich 10-20 Stunden mit diesem Spiel beschäftigt.

    Super Princess Peach

    Spielspaß
    Gesamtwertung
    Wertung von: Corlagon
    8.3
    Multiplayer
    -
    Grafik
    9/10
    Steuerung
    7/10
    Sound
    7/10
    Gameplay
    8/10
    GameZone
    Spielspaß-Wertung
    7.8/10
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
  • Super Princess Peach
    Super Princess Peach
    Publisher
    Nintendo
    Release
    24.05.2006
    • Es gibt 0 Kommentare zum Artikel

  • Print / Abo
    Apps
    PC Games 12/2016 PC Games Hardware 01/2017 PC Games MMore 01/2016 play³ 01/2017 Games Aktuell 12/2016 buffed 12/2016 XBG Games 11/2016 N-Zone 12/2016 WideScreen 01/2017 SpieleFilmeTechnik 12/2016
    PC Games 12/2016 PCGH Magazin 01/2017 PC Games MMORE Computec Kiosk On the Run! Birdies Run
article
1010959
Super Princess Peach
Super Princess Peach: Gefühl Power! - Leser-Test von Corlagon
http://www.gamezone.de/Super-Princess-Peach-Spiel-35999/Lesertests/Super-Princess-Peach-Gefuehl-Power-Leser-Test-von-Corlagon-1010959/
06.12.2011
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2006/06/1_2__120531135833.jpg
lesertests