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Super Star Wars - The Empire Strikes Back (SNES)

Release:
06.09.1993
Genre:
Action
Publisher:
JVC
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Super Star Wars: The Empire Strikes Back: Er wird cheaten oder sterben -- Lesertest von Corlagon

21.12.2012 11:04 Uhr
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Neu
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In der ersten Hälfte der 90er brachte Lucas Arts in Zusammenarbeit mit anderen Unternehmen verschiedene umstrittene Konsolenadaptionen der klassischen Star-Wars-Trilogie heraus. Diesmal sehe ich mir das gemeinsam mit Sculptured Software entwickelte Super Star Wars: The Empire Strikes Back an, ursprünglich erschienen 1993 für das Super NES und inzwischen als Wii-Download verfügbar. Wie schon beim Vorgänger handelt es sich um eine eigenständige Versoftung, unabhängig von der, die bereits für 8-Bit-Systeme existierte.

Wie der Titel schon andeutet, handelt es sich um eine Adaption der chronologischen Episode V: Das Imperium schlägt zurück. Spätestens seit der machtbegabte Luke Skywalker dem skrupellosen Galaktischen Imperium seinen Todesstern zerstört hat, ist der Krieg voll im Gange. Drei Jahre sind vergangen, da entdecken die Imperialen das Hauptquartier der Rebellenallianz auf der Eiswelt Hoth. Flucht ist angesagt, und damit Luke endlich in seinen Fähigkeiten weiter ausgebildet wird, schickt der immer noch als Machtgeist anwesende Obi-Wan Kenobi ihn zu Jedi-Großmeister Yoda, der sich in den Sümpfen des eigentlich unbewohnten Dagobah versteckt hält. Doch Darth Vader will Luke unbedingt schnappen und verfolgt nun den Millennium-Falken, mit dem sich seine Freunde zu retten versuchen und der mindestens einen schwerwiegenden Defekt hat …
Die Dunkle Seite ist stark auf Dagobah ... Gut, daß Luke das Schwert im Doppelsprung automatisch schwingt. Die Dunkle Seite ist stark auf Dagobah ... Gut, daß Luke das Schwert im Doppelsprung automatisch schwingt. [Quelle: eigener Screenshot]
Okay, zum besseren Verständnis der Handlung sollte man den Film schon gesehen haben, oder den Comic gelesen oder so – es gibt zwar eine Reihe simpler Storyszenen, die aber einige Sachen auslassen. Und man sollte auch schon den Trick gegen die mächtigen AT-ATs kennen.

Erneut seid Ihr längere Zeit als Luke im Plattformstil unterwegs. Gelegentliche Geschicklichkeitseinlagen sind durchaus vorhanden, die meiste Zeit kämpft Ihr jedoch um Eurer Leben, viele Ruhepausen werden Euch nicht zugestanden. Wenigstens hinterlassen hinreichend große Gegner Euch ständig kleine Lebensenergieauffrischungen; es gibt noch weitere Items, unter anderem zufällig zu findende Thermaldetonatoren, die den ganzen Bildschirm säubern (Ihr könnt sie auf Knopfdruck auslösen, allerdings nur kurze Zeit aufbewahren) und die nur an bestimmten Stellen versteckten Blaster-Upgrades, die Eure Schußwaffe verbessern, bei einem Lebensverlust aber schon wieder verlorengehen. Praktischerweise könnt Ihr in sieben Richtungen ballern und für Dauerfeuer einfach den Knopf gedrückt halten. Glücklicherweise hat Luke aber auch ein Lichtschwert, das auch so schon großen Schaden verursacht, wenn auch natürlich nur mit relativ geringer Reichweite. Es kann sogar gegnerische Schüsse zurückschleudern, was an mindestens einer Stelle sogar zwingend erforderlich ist, trotzdem hielt man es nicht für nötig, es in der Anleitung (zumindest der amerikanischen) aufzuführen (Ihr müßt das Schwert in der Hocke einsetzen).
Ähnlich wie im Vorgänger bestreitet Ihr aber auch diesmal wieder einen Teil des Spiels in der Rolle von Han Solo oder Chewbacca – die Schmuggler verwenden keine Schwerter, dafür beginnen ihre Blaster bereits auf der zweiten Stufe. Zudem hat jede Figur eine individuelle Fähigkeit, die bei Han ganz einfach darin besteht, daß er Granaten finden und einsetzen kann. Chewie verfügt über einen starken Nahkampfangriff mit begrenzter Ausdauer, die sich aber nach kurzer Zeit wieder erholt. Und Luke wird eben im Laufe des Spiels im Umgang mit der Macht ausgebildet, deren Energievorrat aber nur durch Finden bestimmter Items wiederaufgeladen kann. Gleich acht Machtkräfte (u. a. Heilung, Schwertwurf und eine Art Flug) stehen uns schließlich zur Verfügung, die Anzahl der Level, in denen man sie tatsächlich einsetzen kann, ist allerdings weitaus geringer; die Figur ist nicht mehr wählbar, sondern fest vorgegeben, was natürlich wiederum an der vorgegebenen Handlung liegen wird. Einige wenige Stages sind schließlich noch Pseudo-3D-Shoot-'em-Ups, in denen es hauptsächlich darum geht, eine bestimmte Anzahl Gegner zu erledigen.
Luke fliegt in die Schlacht Luke fliegt in die Schlacht [Quelle: eigener Screenshot]
Das Spiel umfaßt über 20 Abschnitte, deren Größe jedoch stark schwankt, und bietet wie der Vorgänger drei Schwierigkeitsstufen. Neu ist eine Paßwortfunktion, so daß man nicht mehr gezwungen ist, das ganze Abenteuer in einer Sitzung zu bewerkstelligen oder deswegen nach einem Cheat-Code zu suchen. Für die Untermalung verläßt man sich wieder auf die allseits beliebte Filmmusik von John Williams, hat sie aber leider weniger gut umgesetzt – in den meisten Leveln läuft entweder der Imperial March oder – wenn ich mich nicht sehr irre – The Battle of Yavin aus dem Vorgänger, eigentlich nur ein Ausschnitt, was früher oder später nervt.
Die drei Schwierigkeitsstufen sind allerdings relativ zu sehen, um nicht zu sagen blanker Hohn, denn schon auf der "einfachen" hat man vollkommen übertrieben. Vielerorts spawnen immer wieder neue Gegner, die nicht unbedingt einfach zu treffen sind, selbst an Orten, an denen es eigentlich darum geht, über schmale Plattformen zu hüpfen, von denen man dann heruntergedrängt werden kann – an einigen Stellen droht man sogar im Sprung mit ihnen zusammenzustoßen; kleinere und fliegende Gegner tauchen schon mal so plötzlich auf, daß man keine Chance hat, noch auszuweichen. Insbesondere aber auch bei einigen Endgegnern ist es praktisch Glückssache, ob man es schafft, bei ihren Angriffen rechtzeitig zu reagieren oder nicht, vor allem, da man sich ja auch noch wehren muß. Stellenweise haben wir dann auch noch äußerst knappe Sprünge und unfair schnelles automatisches Scrolling; zugegeben, ich habe eine amerikanische Version gespielt, eine PAL-Version war (legal) nicht greifbar und dürfte etwas langsamer und möglicherweise einfacher gewesen sein, ein großes Ausmaß bezweifle ich aber. Übrigens sind auch die Rücksetzpunkte nach Lebensverlust ziemlich ungleichmäßig verteilt.

Schon das erste Super Star Wars hatte ich als übertrieben schwierig bezeichnet, doch The Empire Strikes Back geht noch deutlich darüber hinaus. Wer Lust auf etwas Frustrierendes hat, das Fairneß nicht für nötig hält, möge zugreifen. Ich jedoch bin – und ich bin wohlgemerkt nicht gerade ein Newbie – über mehrere Stellen nur durch Verwendung der eingebauten Cheat-Codes hinausgekommen.

+ Ansätze eines unterhaltsamen Actionspiels
+ drei Schwierigkeitsstufen
– schon auf der untersten Stufe aus verschiedenen Gründen übertrieben schwierig und nicht selten unfair
– Anleitung zu knapp
– nicht sonderlich umfangreich

Spielspaß Singleplayer

Wertung von:
Corlagon

4.3
Gamezone
Spielspaß-Wertung
-
Spielspaß Multiplayer
-
Grafik
7/10
Steuerung
6/10
Sound
6/10
Gameplay
4/10
Erfahrener Benutzer
Moderation
21.12.2012 11:04 Uhr
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Super Star Wars - The Empire Strikes Back
Super Star Wars: The Empire Strikes Back: Er wird cheaten oder sterben -- Lesertest von Corlagon
In der ersten Hälfte der 90er brachte Lucas Arts in Zusammenarbeit mit anderen Unternehmen verschiedene umstrittene Konsolenadaptionen der klassischen Star-Wars-Trilogie heraus. Diesmal sehe ich mir das gemeinsam mit Sculptured Software entwickelte Super Star Wars: The Empire Strikes Back an, ursprünglich erschienen 1993 für das Super NES und inzwischen als Wii-Download verfügbar. Wie schon beim Vorgänger handelt es sich um eine eigenständige Versoftung, unabhängig von der, die bereits für 8-Bit-Systeme existierte.
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