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  • Supreme Commander im Gamezone-Test

    Mit diesem Titel hängt Chris Taylor die Latte an denen sich zukünftige RTS-Games messen lassen müssen deutlich höher.

    Chris Taylor versprach vor der Veröffentlichung von Supreme Commander einiges: Das Werk sollte die neue, taktische Referenz bei den Echtzeitstrategie-Spielen werden und die Konkurrenz in die Schranken weisen. Chris Taylor hat dabei mit Total Annihilation bereits in den 90er Jahren bewiesen, wie ein anspruchsvolles RTS auszusehen hat. Gegen die übermächtige Konkurrenz in Form von Command & Conquer konnte sich der Titel, was die Verkaufszahlen angeht, nie durchsetzten.

    1000 Jahre Krieg und immer noch kein Ende

    Supreme Commander Supreme Commander Die Menschheit hat längst den blauen Planet verlassen und den Weltraum besiedelt. Nach einer langen Phase voller Frieden und Wohlstand musste es mal wieder Knallen. Wie bereits in vielen Filmen gesehen, geht es nur selten gut, wenn Menschen Roboter erschaffen. Auch in Supreme Commander rebellieren die so genannten Cybrans, eine Mischung aus Mensch und Maschine, gegen ihre Erbauer. Auf ihrem Weg der Unabhängigkeit lassen sie dabei eine ordentliche Spur der Verwüstung zurück. Die dritte Partei im Bunde sind die Aeon, eine Art religiöse Gruppe, die das Erbe einer alten, friedlichen Alien-Rasse weiter trägt, die dummerweise von den Menschen ausgerottet wurde. Die drei Parteien sind sich dementsprechend auch nicht besonders freundlich gesinnt, weswegen bereits ein über 1000 Jahre langer Krieg in der Galaxis tobt. Supreme Commander leitet die finale Phase dieser ewig währenden Auseinandersetzung ein.

    Hört sich alles nach 08/15-Story in einem Sci-Fi-Universum an? Da liegt ihr nicht ganz im Unrecht, denn auch im weiteren Verlauf der Kampagnen werden die typischen Klischees bedient. Obwohl sich das Spiel redlich Mühe gibt in den Missionsbesprechungen eine dichte Atmosphäre aufzubauen, bringen tut das Ganze nur wenig. Die ganze Story wirkt austauschbar, eine Identifizierung mit den einzelnen Protagonisten ist ebenfalls kaum möglich. Immerhin sind die Eingangs- und Ausgangsfilme der Kampagnen sehr gut gemacht, man hätte nur mehr davon einbauen sollen.

    Am Anfang war die Kommando-Einheit

    Supreme Commander Supreme Commander So gut wie jede Mission beginnt mit der gepanzerten Kommando-Einheit. Dieses Ungetüm ist euer Avatar auf dem Schlachtfeld und wenn das Teil hops geht, ist auch die Mission gescheitert. Zudem müsst ihr mit der Kommando-Einheit die ersten Gebäude eurer Basis aufbauen. Später übernehmen Mechaniker den Ausbau des Hauptquartiers, weswegen ihr euren Avatar am besten grundsätzlich im Hintergrund halten solltet. Der Aufbau der eigenen Basis läuft nach bekanntem Schema ab. Zuerst errichtet ihr entsprechende Gebäude für das Erstellen von Land- und Lufteinheiten, die Energieversorgung muss aufgebaut und der Stützpunkt mit Abwehrgeschützen umzäunt werden. Als Ressourcen dienen Masse und Energie. Masse-Extraktoren werden an bestimmen, dafür vorgesehenen Stellen errichtet, die auf der Karte schnell zu erspähen sind. Energiereaktoren könnt ihr in eurer Basis aufstellen, am besten nah an Gebäuden, da diese dadurch effizienter arbeiten. Das wiederum gibt dem Gegner allerdings die Chance mehrere Bauten auf einmal zu zerstören. Neben Fabriken für Flug-, Land- und Wassereinheiten können noch die üblichen Gebäude wie Radartürme und Co. errichtet werden. Je weiter ihr in der Technologiestufe voranschreitet, desto fortschrittlichere Waffensysteme stehen zur Verfügung. Am Ende der Evolutionskette stehen dann Schildgeneratoren oder mächtige Spezialeinheiten, wie ein riesiger Spinnen-Mech, zum Bau bereit, die es alleine mit dutzenden von gewöhnlichen Panzern aufnehmen können. Die Bauzeit eines solchen Ungetüms ist allerdings enorm.

    Bevor ihr in die Offensive geht, heißt es natürlich zuerst die eigene Verteidigung aufzustellen. Die Anfangsphase, in der ihr euer Lager ausbaut, geht allerdings nur sehr zäh voran. Ihr braucht in der Regel 20 bis 30 Minuten, um eine erste vernünftige Armee aufzustellen und die Basis gut zu sichern. Später ist es von Nöten mehrere Außenposten zu errichten, um einerseits weitere Ressourcen zu sichern und andererseits einen schnellen Truppennachschub zu gewährleisten. Dies ist deswegen nötig, weil die Karten schon mal mehrere 1000 Quadratkilometer groß sein können. Wenn ihr wollt, dass Einheiten im Sekundentakt vom Fließband laufen, solltet ihr euch gezwungenermaßen auf der ganzen Karten verteilen und Massevorkommen zu sichern.

    Mit Panzer und Mech in den Kampf

    Supreme Commander Supreme Commander Schließlich müsst ihr mit eurer Armee dann aber gegen die gegnerischen Truppen in den Kampf ziehen. Dabei ist es in wie kaum einem anderen Spiel nötig eine gesunde Mischung aus vielen unterschiedlichen Einheiten in den Kampf zu schicken, denn das Papier-Schere-Stein-Prinzip greift auch bei Supreme Commander. Da sich die KI alles andere als dumm anstellt, zerläuft manch unüberlegter Angriff schnell im Sande. Deswegen heißt es simultan mit mehreren Verbänden aus z.B. Luft- und Bodeneinheiten den gegnerischen Stellung zuzusetzen. Vorausgehen sollte allerdings eine vernünftige Aufklärungsarbeit, denn auf der Übersicht seht ihr zwar, wo sich die gegnerischen Einrichtungen befinden, doch um zu siegen, müsst ihr schon genauer wissen, was dort auf euch zukommt. Aber auch die eigene Basis zu verteidigen, ist alles andere als leicht. Die KI handelt oft unvorhersehbar und nutzt Schwächen in der Defensive gnadenlos aus. Die Zeiten, in denen der Feind auf immer gleiche Weise angriff, sind in Supreme Commander gezählt.

    Supreme Commander Supreme Commander Da die Karten mitunter riesig sind und ihr mit teilweise weit über 200 Einheiten in den Krieg zieht, ist eine komfortable Bedienung Gold wert. Gas Powered Games war sich dessen durchaus bewusst und hat dem Strategen allerlei Hilfen spendiert. So lassen sich in den Fabriken Endlosschleifen mit Einheiten einstellen, die dann beispielsweise per Transporter sofort zu den Brennpunkten geschickt werden. Außerdem reparieren eure Mannen auf Wunsch selbstständig Gebäude und Einheiten. Die Truppen lassen sich leicht markieren und treten automatisch in Formation. Nur gelegentliche Wegfindungsprobleme fallen negativ auf. Trotz alle dem werdet ihr das eine oder andere mal überfordert sein, schließlich müsst ihr zahlreiche Stützpunkte überwachen und an mehreren Fronten gleichzeitig kämpfen.

    Die Kamera von Supreme Commander ist stufenlos zoombar. Das geht sogar soweit, als dass ihr das komplette Schlachtfeld auf einmal überblicken könnt. Eure Truppen werden dann nur noch anhand farbiger, geometrischer Symbole dargestellt. Dies ist zwar etwas ungewohnt und wenig spektakulär, doch wegen des weitläufigen Spielareals und der großen Armeen ist diese Ansicht von immenser strategischer Bedeutung. Es dauert zwar etwas, bis ihr euch mit dem Blickwinkel zurechtgefunden habt, doch schnell ist der Wert dieser Funktion erkannt. Zudem lassen sich so Wegpunkte komfortabel und intuitiv per Drag & Drop bestimmen, die einen gleichzeitigen Angriff von mehreren Seiten ermöglichen. Hilfreich ist außerdem noch das aufgeräumte und gut bedienbare Interface, das kaum Fragen im Raum stehen lässt.

    Commander im Alltagstrott

    Supreme Commander Supreme Commander So taktisch und herausfordern sich das Gameplay gibt, so gewöhnlich ist das Missionsdesign gestaltet. Obwohl es immer mal wieder Nebenaufgaben gibt, in denen ihr unter Zeitdruck bestimmte Gebiete erobern müsst oder Siedlungen evakuiert, läuft eine Mission immer darauf hinaus, dass ihr am Ende die feindliche Hauptbasis stürmt und den gegnerischen Commander sprengt. Dennoch spielen sich die Einsätze unterschiedlich, da die Schlachtfelder immer größer, die Waffen immer todbringender und die Armeen immer zahlreicher werden. Alleine die erste Mission dürfte etwa 90 Minuten veranschlagen. Später dauert es mitunter weit über drei Stunden, bis eine Schlacht endgültig gewonnen ist. Da stört es auch nicht, dass die drei Fraktionen jeweils nur sechs Aufträge zu bieten haben.

    Obwohl die United Earth Federation, die Aeon und die Sybrans unterschiedliche Schwerpunkte in Sachen Kriegsführung pflegen, spielen sich die Streithähne doch sehr ähnlich. Das macht aber nichts, denn es lohnt sich alle Kampagnen zu bestreiten, da viele bereits gespielte Ereignisse so in einem anderen Licht präsentiert werden. Und es ist fast schon eine Pflicht alle vernichtenden Spezialeinheiten wenigstens das eine mal angewandt zu haben. Anfänger werden trotz drei unterschiedlicher Schwierigkeitsgrade womöglich nur wenig Spaß mit Supreme Commander haben. Die Lernkurve ist steil und ohne behutsames und vorausschauendes Vorgehen ist kein Blumentopf zu gewinnen. Wer sich allerdings reinarbeitet, bekommt mit etwas Geduld eine faszinierende Spielmechanik geboten.

  • Supreme Commander

    Supreme Commander

    Publisher
    THQ
    Developer
    Gas Powered Games
    Release
    05.03.2010
    Leserwertung
     
    Meine Wertung

    Aktuelle Strategie-Spiele Releases

    Cover Packshot von MASTERXMASTER Release: MASTERXMASTER NCSoft , NCSoft
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Supreme Commander
Supreme Commander im Gamezone-Test
Mit diesem Titel hängt Chris Taylor die Latte an denen sich zukünftige RTS-Games messen lassen müssen deutlich höher.
http://www.gamezone.de/Supreme-Commander-Spiel-36122/Tests/Supreme-Commander-im-Gamezone-Test-991182/
05.03.2007
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2007/01/screen2_large_8_.jpg
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