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  • Switchfire im Gamezone-Test

    Dieser Ex-Amiga Titel bietet uns viele Explosionen, martialische Fights aber leider nur wenig Abwechslung.

    Mit Switchfire wollen die Entwickler von Pixelcage und Frogster Interactive die Zeit der Retro-Spiele wieder voll aufleben lassen und präsentieren einen klassischen als auch simplen Shooter aus der Vogelperspektive. Ob der einstige Amiga-Klassiker auch in der heutigen Zeit spielerisch noch überzeugen und gegen Grafik-Perlen wie F.E.A.R. und das demnächst kommende Crysis bestehen kann, oder ob echte Retro-Fans lieber auf das betagte Original "switchen" erfahrt ihr auf den folgenden Zeilen...

    Switchfire Switchfire Die Story des Spiels gestaltet sich recht simpel wird aber doch recht ausschweifend erzählt. So gibt es in Switchfire quasi keine moderne Zivilisation mehr, die damaligen Metropolen gleichen gigantischen Trümmerhaufen und inmitten von Schutt und Asche kämpfen einige versprengte Widerstandsgruppen der Menschen gegen eine außer Kontrolle geratene Militär-Maschinerie. Der technische Standard ist mangels nötiger Wartung fast auf den Stand des zweiten Weltkriegs zurückgefallen, jedoch in einer Kombination mit einigen modernen Materialien und Produktionsmethoden, zudem müssen sich die Widerstandskämpfer mit sich selbstständig gemachten Drohnen herumplagen. Die Maschinen haben also sozusagen die Herrschaft übernommen und eigens gigantische Produktionskomplexe erbaut und dabei rücksichtslos Chemie-Abfälle und Abgase erzeugt, damit die Atmosphäre verdunkelt und die Sonne in einen düsteren schwarzen Fleck verwandelt. The Matrix lässt recht freundlich Grüßen. Der Mensch selbst existiert nur noch am Rande - muss in Switchfire jedoch ohne Morpheus und Neo als Retter der Menschheit auskommen - und versteckt sich vor den monströsen "Seekern" und anderen Killermaschinen. Der Krieg um Mutter-Erde scheint längst verloren zu sein... oder? Man könnte glatt meinen, dass die Wachowski Brüder höchstpersönlich an der Story zu diesem Spiel mitgewirkt haben.

    Unzählige Möglichkeiten

    Switchfire Switchfire Einmal im Hauptmenü von Switchfire angelangt ist die vielfältige Auswahl an Spielmodi schier erschlagend. So hat man als geneigter Spieler die Wahl ob man ein neues Spiel starten, ein begonnenes Spiel fortsetzen oder das Spiel beenden und wieder aufs Desktop zurückkehren möchte. Nach dem Spielstart wird man praktisch direkt ins Spielgeschehen geworfen. Zwischensequenzen gibt es nicht, eine Story bietet das Spiel ebenfalls nicht wirklich, denn diese ist mit der oben genannten Einleitung schon erzählt. Vor Beginn des Spiels gibt es lediglich eine Missionsbeschreibung in der dem geneigten Spieler gesagt wird was er zu tun hat. Man muss kein besonders guter Leser zu sein um zu wissen, das man quasi immer das selbe Ziel hat: Die ganzen Widersacher eliminieren, den Bossgegner vernichten und am Ende die Highscore-Liste nach Oben klettern. Abwechslung wird einem also höchstens in den verschiedenen Schauplätzen geboten. Vor der Missionsbesprechung sieht man noch die zur Verfügung stehenden Vehikel, welche zu Anfang ein Helikopter und ein Jeep sind. Im späteren Spielverlauf gesellt sich auch noch ein Boot hinzu. Als Neuauflage eines Retro-Spiels hat man offensichtlich auch die Vielfaltsarmut kopiert die zu herrschen scheint. Nach Start des Levels kann man sich entscheiden ob man die Gegnerhorden mit dem Jeep oder Helikopter auseinandernehmen möchte. Eine Besonderheit bei Switchfire ist die Tatsache, dass man das ganze zu Zweit in einem Kooperationsmodus spielen kann. Der zweite Spieler steuert dabei ganz einfach das andere zur Verfügung stehende Fahrzeug. Einen geteilten Bildschirm gibt es nicht, die Spieler teilen sich einen Bildschirm, wodurch in heftigen Gefechten auch einmal die Übersicht leiden kann. Links Unten ist die Lebensanzeige des Jeeps und Rechts die des Helikopters zu sehen. Diese sollten also ständig im Auge behalten werden, denn wer nicht aufpasst wird sich schnell mit einem Game Over abfinden müssen. Denn in Switchfire wird aus allen Rohren geschossen und das aus allen Himmelsrichtungen.

    Switchfire Switchfire Es ist schon viel los auf den Bildschirm und das Boden- als auch Luftfahrzeug werden mit ausreichend Widersachern bedient. Das Kampfgeschehen läuft recht simpel ab, man muss einfach aus allen Rohren auf die Kontrahenten ballern und immer noch Vorne fahren. Die Kamera des Spiels lässt sich nicht kontrollieren und bewegt sich von selbst langsam und bedächtig nach Vorne um den Spieler immer weiter zu führen, bis man schließlich das Ende des jeweiligen Levels erreicht, wo man dann noch einmal ordentlich von einem Bossgegner beharkt wird. Wie schon erwähnt gestaltet sich das ganze recht simpel und der Spaßfaktor fällt trotz des simplen Gameplays, das bei anderen Spielen einen sehr hohen Suchtfaktor erzeugen kann, eher Flach aus. Dennoch muss man Switchfire zugestehen, das es vor allem im Koop-Modus mit einem Freund durchaus zu einer spaßigen Runde für Zwischendurch einladen kann. Denn zu Zweit kommt einfach etwas mehr Feeling und Fun auf die den ewig gleichen Spielverlauf etwas aufpeppen. Die Gegnervielfalt im Spiel kann sich hingegen durchaus sehen lassen und weiß zu überzeugen. So gibt es 5 oder 6 verschiedene Helikopter-Typen sowie mehrere unterschiedliche Panzerklassen und Standgeschütze die sich allesamt in Größe und Durchschlagskraft unterscheiden.

    Alte Grafik gepaart mit mittelmäßigem Sound und hakeliger Steuerung

    Switchfire Switchfire Wer bei Switchfire ein grafisches Highlight erwartet ist fehl am Platz. Zu Altbacken wirkt es, zu Unspektakulär die Effekte des Spiels. Es finden sich zwar vereinzelte Highlights bei der Betrachtung des Spiels, wie die vergleichsweise detaillierten Gebäude und Fahrzeuge, aber insgesamt betrachtet wirkt alles recht langweilig und trist und erweckt den Eindruck man würde auf einer großen Tapete spielen. Auch wirkt die Spielwelt relativ tot. Bis auf die Fahrzeuge die sich bekriegen gibt es nichts zu sehen was der Spielwelt in irgendeiner Art und Weise leben einhauchen würde. Die Explosionen reißen einen ebenfalls nicht vom Hocker, so etwas hat man schon oft gesehen und die Zeiten in denen Spieler von solchen Effekten beeindruckt wurden sind längst Vorbei. Eine Enttäuschung ist zum Beispiel die Darstellung des Wassers. Ob den Entwicklern zu diesem Zeitpunkt das Budget ausgegangen ist oder ob sich die Programmierer nur ordentlich bei den Texturen vertan haben ist schwer zu sagen. Aber Fakt ist auf jeden Fall, dass die Animation und die gesamte Darstellung des Wassers einfach nur billig aussieht, selbst auf einem Nintendo 64 konnte man das Wasser weitaus realistischer zeigen. Es handelt sich im Prinzip nur um eine blaue Tapete in die man ab und an abgedunkelte Streifen eingefügt hat um dem Wasser verschiedene Tiefen zu verleihen. Das grafisch Definitiv mehr drin gewesen wäre muss man nicht unbedingt erwähnen, denn jeder der das Spiel sieht wird sofort das selbe denken.

    Switchfire Switchfire Akustisch bewegt sich das Spiel auf einem relativ akzeptablen Niveau, leidet jedoch ebenfalls unter der allgemeinen Eintönigkeit. Die Entwickler haben es gerade einmal geschafft drei bis vier verschiedene Musikstücke in das Spiel zu integrieren und diese nerven zudem noch recht schnell. Die Akustik der Fahrzeuge hingegen wurde gut umgesetzt und kann überzeugen, man hört sie nämlich dank der nervigen Musik kaum. Wenn die Panzer, Jeeps und Helikopter ihre Salven in der Spielwelt verteilen, wird dies ebenfalls akustisch untermauert. Authentisch klingt es aber auf keinen Fall. Deswegen auch kämpft der Sound des Spiels mit einem hohen Langeweile Faktor, da es einfach nur nervig ist, wenn man alle 5 Minuten wieder die selbe Melodie im Hintergrund zu hören bekommt.

    Switchfire Switchfire Auch sehr interessant ist die Steuerung von Switchfire, die ist nämlich keineswegs frei konfigurierbar, das erlebt man heutzutage nur noch sehr selten. Das Spiel bietet vier verschiedene Steuerungsschemata und wer mit diesen nicht zurecht kommt hat Pech gehabt. An sich wurden die einzelnen Tasten gut belegt, allerdings wäre eine freie Konfiguration durchaus zu begrüßen gewesen, da sicherlich nicht alle Spieler mit den möglichen Voreinstellungen zurechtkommen werden. In Version Eins steuert man das Vehikel mit WASD und feuert über die Leertaste und ALT die Primär- bzw. Sekundärwaffe ab. Bei der zweiten Variante steuert man das Fahrzeug einzig über die Maus und feuert mit der linken als auch der rechten Maustaste die Waffe ab. Konfiguration 3 lädt immerhin zu einer kombinierten Steuerung mit den Cursor-Tasten und der Maus ein, hier wird das eigene Vehikel per Cursor-Tasten gesteuert und die Widersacher per Maus beharkt. Immerhin bietet Switchfire auch Joystick und Gamepad-Support an, aber auch hier ist nichts frei konfigurierbar und man muss sich den Voreinstellungen beugen. Wäre dies ab einem gewissen Punkt noch zu verschmerzen, ist es vor allem das miserable Handling des Jeeps und des Boots die dem Spieler den Spaß am Spiel versauen können. Der Helikopter lässt sich als einziges Fahrzeug vergleichsweise Vernünftig lenken. Das einwandfreie kontrollieren des Jeeps hingegen verkommt zu einem erbitterten Kampf mit der Tastatur.

    Oft ist es so, das bei einer Neuauflage eines alten Klassikers dem neuen Spiel das ein oder andere Bonus-Material beigefügt wird um so Retro-Fans und Sammler zu verzücken, aber auch so etwas gibt es bei Switchfire nicht. Wie eingangs schon erwähnt gibt es praktisch nur das nackte Spiel ohne irgendwelche Extras.

    Switchfire (PC)

    Singleplayer
    5,2 /10
    Multiplayer
    -
    Grafik
    4/10
    Sound
    6/10
    Steuerung
    5/10
    Gameplay
    5/10
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
    Pro & Contra
    Dynamischer Tag- und Nachtwechsel sowie Wettereffekte
    Koop-Modus für 2 Spieler
    viele verschiedene Widersacher
    erschreckende Textur Tapeten (Wasser)
    Soundtrack Armut
    hakelige Steuerung welche nicht frei konfigurierbar ist
    trotz simplen Gameplay stellt sich kein Suchtfaktor ein
    schwache Atmosphäre
    nur 1 Spielmodus vorhanden
    keine Online-Highscore-Liste
    altbackene Optik
    sich nicht einstellender Suchtfaktor
  • Switchfire
    Switchfire
    Publisher
    Frogster Interactive
    Developer
    Limbo Productions
    Release
    25.06.2008
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991132
Switchfire
Switchfire im Gamezone-Test
Dieser Ex-Amiga Titel bietet uns viele Explosionen, martialische Fights aber leider nur wenig Abwechslung.
http://www.gamezone.de/Switchfire-Spiel-36267/Tests/Switchfire-im-Gamezone-Test-991132/
12.01.2007
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2007/01/switchfire_web6.jpg
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