Swords & Soldiers im Gamezone-Test

Test Andreas Peter

Mit dem neuen Titel Swords & Soldiers präsentiert Ronimo Games ein witziges Sidescroller Strategie-Spiel.

Simple Grafik, simple Steuerung, simples Spielprinzip, simpler Charme. Die ersten Spielminuten erinnerten mich schwer an längst vergangene Tage, die ich mit extensivem Lemmingretten verbracht habe. Wenn die Tierchen mal losgelassen, sind sie nicht mehr kontrollierbar. Ähnlich läuft es hier mit den kleinen Bildschirmkriegern.

Review von Eva-Maria Peter

Swords & Soldiers Swords & Soldiers Doch beginnen wir von vorne. Das Spielkonzept ist schnell erklärt. Zwei Armeen bekämpfen sich - Ziel des Spieles ist es entweder das gegnerische Lager zu vernichten, oder den eigenen Tempel eine gewisse Zeit gegen anstürmende Truppen zu verteidigen. Dabei hat der Spieler die Wahl zwischen drei verschiedenen Völkern: Den Wikingern, den Azteken und den Chinesen. Jedes Volk verfügt über spezielle Fähigkeiten, verschiedene Kämpfertypen und eigene Motivationen, um ihr Ziel zu erreichen. Das Game hat einen ganz eigenen Humor: Wieso sollten Feldzüge immer nur aus Rache, Größenwahn oder Gier stattfinden, wenn es doch viel heroischere Gründe geben kann? So ziehen z.B. die Wikinger in den Krieg um zu verhindern, dass ihre Grillparty scheitert. Man sieht: das Spiel nimmt sich selber nicht ganz ernst.

Swords & Soldiers Swords & Soldiers Die Einheiten und Fähigkeiten (Kämpfer, Heilung, Verteidigungstürme...) müssen jeweils zu Beginn der Mission freigekauft werden. Die Nutzung kostet uns dann sowohl Gold als auch Mana. Daher sind diese beiden Komponenten die wichtigsten Stoffe in diesem Spiel. Direkt nachdem wir dann unsere Fähigkeiten aktiviert haben, geht es los. Sobald die Kämpfer fertig erstellt sind, gibt es für dich wackeren Gesellen kein halten mehr. Ohne Rücksicht auf Verluste stapfen sie los, und stoppen erst wieder wenn sie auf ein passendes Ziel treffen, welches sie dann selbstständig Angreifen. Eine Kontrolle über die einzelnen Kämpfer gibt es nicht.

Swords & Soldiers Swords & Soldiers Das Schlachtfeld ist eine meist ebene Fläche, die mittels flinkem Seitwärts-Scrolling schnell überblickt werden kann. Da nicht nur jeder amerikanische Präsident heute weiß, wie teuer Kriege kommt, ist die erste Tat nach Beginn einer Mission das Heranschaffen von Gold. Die wehrlosen Goldschürfer traben nach ihrer Aktivierung brav in die Goldminen und sorgen dafür, dass dem Feldherrn genug Kohle für den Truppenaufbau und Verteidigungsmaßnahmen zur Verfügung stellen. Denn: Ohne Moos nix los.

Swords & Soldiers Swords & Soldiers Eingreifen ins das Geschehen können wir mit Hilfe von Spezialfähigkeiten: So sind wir in der Lage (je nach Volk) z.B. Heilzauber auf einzelne Truppen zu sprechen, kurze Sturmangriffe auszuführen oder durch Blitze gezielt Gegner ins Jenseits zu befördern. Leider überlappen sich die Truppen-Sprites beim aufeinandertreffen oft. Je mehr Kämpfer beteiligt sind, desto unübersichtlicher wird es. Ein gezieltes auswählen von Truppenteilen, während die Schlacht tobt (z.B. zum Heilen), ist nahezu unmöglich. Da der Titel ursprünglich für die Wii entworfen wurde, ist die Bedienung zwar sehr einfach, jedoch hat man teilweise das Gefühl sich einen Wolf zu klicken. Selten war mein Zeigefinger so gut Durchtrainiert wie während meiner Testzeit für dieses Review.. Die Grafik ist Wii-mäßig recht einfach und im Comicstil gehalten. Sprachausgabe gibt es keine und die Musik würde ich mit Fahrstuhlberieselung beschreiben..

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