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Syberia II (XB)

Release:
25.05.2004
Genre:
Rollenspiel
Publisher:
k.A.
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Syberia II im Gamezone-Test

27.05.2004 13:55 Uhr
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Neu
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Syberia II entführt uns dieses Mal in sibirische Kälte und wartet mit einer verbesserten Konsolensteuerung auf.

Syberia versinkt im Schnee

Der einmalige Stil des französischen Künstlers B. Sokal verlieh schon dem ersten Teil des Syberia-Adventures seinen ganz einmaligen Spieleindruck. Das hat sich mit Syberia II nicht geändert, ganz im Gegenteil war der Künstler mehr in den Entstehungsprozess eingebunden als noch im vorangegangenen Teil. Vielleicht haben wir es ja ihm zu verdanken, dass dieses mal das Abenteuer auch auf der Xbox im Vollbild läuft und nicht mehr mit einem schwarzen Rahmen versehen ist. Doch auch an der Steuerung für Konsolen hat man noch etwas gearbeitet, die nun noch leichter zu Bedienen ist, allerdings auch so Manches verbirgt, da es in der normalen Spielansicht keinen Kursor mehr gibt der sich je nach Bedingung verändert. Dieser beschränkt sich nun auf die Nahansichten der Rätsel und Maschinen, wo er benutzt wird um Pixelgenau agieren zu können. In der verwendeten Außenansicht hingegen wird uns per Symbol in der Ecke angezeigt ob eine Interaktionsmöglichkeit besteht. Dies funktioniert auch recht gut, hat nur den Nachteil, dass man im Falle von mehreren Interaktionsmöglichkeiten diese nur schwer auseinanderhalten kann oder im schlimmsten Falle sogar einfach übersieht. Ansonsten jedoch erleichtert einem das neue Interface für Konsolen die Bedienung schon sehr, da man den für Joypads ungünstigen Kursor nicht benutzen muss.

Geschichtlich setzt Syberia II dort fort wo der erste Teil aufgehört hat. Unsere Hauptdarstellerin Kate Walker hat den altersschwachen Automatenbauer Hans Vorarlberg gefunden und begleitet ihn nun auf seiner letzten Reise auf der Suche nach dem sagenumwobenen Syberia, dem Land wo es noch Mammuts geben soll. Mir persönlich erschloss sich nur der Grund, weswegen Kate ihre Karriere riskiert und sich mit Hans auf eine Odyssey begibt, irgendwie nicht so ganz. Allerdings hat man während des Spiels kaum Zeit sich darüber Gedanken zu machen, da man mit Hans und seinem mechanischem Begleiter Oscar vollauf Beschäftigt ist. Selbstredend ist das gesamte Spiel wieder im bekannten Look gehalten und besonders die Inszenierung der einzelnen Charaktere verdient ein besonderes Lob, die mitunter sogar Herzenswärme oder Hass auszustrahlen scheinen. Auch die Synchronsprecher hören sich mehr als gut an und verleihen den manchmal etwas steril wirkenden Szenen leben. Besonders der kleinen Malka nimmt man ihre herzerreißende Geschichte von der verstorbenen Mutter gerne ab und fast kommt man sich schlecht vor sie auch noch um Hilfe in eigener Sache bitten zu müssen. Umso angenehmer der kleine weiße Eisbär, der uns schon bald auf unserer Reise begleitet und ganz ohne Worte auskommt. Trotzdem erlaube ich mir ein Wort der Kritik an der Geschichte, die, aufgebaut auf dem Kindheitstraum von Hans, irgendwie in dem vielen Schnee zu versinken scheint. Dieser Eindruck kommt vielleicht auch davon, dass man sich das gesamte Spiel in eisigen Gefilden bewegt und auch schon ziemlich bald absehbar ist, was das Ziel des Spiels sein wird. Denn eigentlich wird darum überhaupt kein Geheimnis gemacht, prangt es doch auch auf dem Titelbild der Verkaufsverpackung und des Handbuchs. Da gefiel mir die Geschichte aus dem ersten Teil besser, einfach weil man viel mehr verschiedene Orte aufgesucht und wirklich den Eindruck hatte die Welt zu bereisen. In Syberia II vermeint man eher sich immer im Kreis zu bewegen. Ansonsten jedoch ist die Geschichte wieder einmal sehr schön erzählt und erlaubt von den Rätseln her auch kleinere Abweichungen. Diese beschränken sich aber auf die Reihenfolge in der bestimmte Vorbedingungen erfüllt sein müssen bevor man den nächsten Rätselschritt auslöst.

Grafisch benutzt man offensichtlich wieder die bekannte Technik, mit fertig vorgerenderten Hintergründen in welche die Akteure hineingeschnitten werden. Mitunter scrollen die Hintergründe auch seitlich um ein größeres Bild zu zeigen. Für Bewegung im Bild sorgen die animierten Tiere, die von Vögeln am Himmel über Eichhörnchen in den Bäumen bis hin zu unserem Eisbären reichen, aber auch die fließenden Gewässer sind animiert und sogar in den stehenden Pfützen spiegelt sich die Umwelt und es bilden sich Wellen wenn wir hindurchschreiten.

Mit ebensoviel Liebe zum Detail wurde die Soundkulisse erstellt, die uns neben den bekannten Hintergrundgeräuschen vor allem viele unterschiedliche und spezifische Maschinengeräusche bietet. Egal ob es das benötigte Notstromaggregat ist oder die aufziehbare Lokomotive mit der wir reisen, immer passen die präsentierten Geräusche haargenau zu den gezeigten Animationen. Wobei sie auch herrlich authentisch klingen. Den ebenso gut gelungenen deutschen Synchronstimmen kann man eigentlich nur anlasten, dass sie manchmal ruhig etwas schneller sprechen könnten. Da man aber jeden einzelnen Satz per B-Taste überspringen kann, sollte auch der Spielfluss der ungeduldigeren Spieler nicht gebremst werden.

Trotz der Überarbeitung des Interfaces für Konsolen, ist die Bewegungssteuerung von Kate etwas hackelig ausgefallen. Immer wieder kommt es vor, dass man in eine optisch zugängliche Richtung gehen möchte, sie aber an einer unsichtbaren Wand hängen bleibt oder daran entlang gleitet. Auch wirkt es etwas unwirklich wenn man immer den einen begehbaren Weg suchen muss der aus dem aktuellen Bild führt.
Auch nimmt das neue Interface, wie bereits beschrieben, dem Spieler die Arbeit ab ganze Bildschirme nach Interaktionsmöglichkeiten abzusuchen, auf der anderen Seite aber verbirgt es diese auch wenn mehrere davon vorhanden sind. Bestes Beispiel der gleich zu Beginn vorkommende Aufziehautomat für die Lokomotive, der im Grunde ganz einfach zu bedienen ist. Mit einer Kurbel verbindet man den Automaten und die Lokomotive um daraufhin mit einem Schalter links davon den Aufziehvorgang zu starten. In der Praxis jedoch bedient Kate, je nachdem in welche Richtung sie eben blickt, entweder die Kurbel oder den Schalter, ohne dass uns das Interface anzeigen würde, dass es sich um zwei verschiedene Möglichkeiten handelt. Hier wäre ein System wie man es im aktuellsten Baphomets Fluch verwendet hat geschickter gewesen.

   
Peter Grubmair
Die gewohnt phantastische Geschichte und die präsentierte Grafik im typischen Stil des französischen Künstlers B. Sokal hat natürlich auch in den zweiten Teil des Syberia-Adventures Einzug gehalten. Zudem sorgen marginale Verbesserungen am Interface für eine noch leichtere Bedienung an der Konsole, so dass man sich voll auf die Welt voller Automaten und Kupferkunst einlassen kann. Wer also schon an dem Vorgänger seine Freude hatte, der wird auch mit Syberia II vollauf zufrieden sein, denn die Rätsel sind durch die Bank nachvollziehbar und logisch, die einzelnen Orte mehr als ein Eugenschmaus und die vorkommenden Charaktere wirklich sehr gelungen und menschlich. Da kann man über die etwas hackelige Steuerung schon hinwegsehen, ebenso über die vielen Wegkilometer die man bei der Lösung der Rätsel zurücklegen muss. Denn nach wie vor schickt einem das Spiel gerne von der einen Seite der Areale auf die gegenüberliegende. Ansonsten aber gibt es nichts zu Beanstanden und Xbox-Besitzer können sich besonders darüber freuen, dass der zweite Teil der Saga endlich im Vollbild über den Schirm flimmert.
   
Syberia II (XB)
Singleplayer-Wertung

8 /10
Leserwertung
(6 Votes):
8,6
Multiplayer
Grafik
Sound
Steuerung
Gameplay
-
8/10
8/10
8/10
8/10
Erwartungsgemäß typischer Stil
Etwas hackelige Steuerung
freundlicher Schwierigkeitsgrad
nicht mehr so viel Abwechslung in der Geschichte wie noch im ersten Teil
optimiertes Interface für Konsolen
Redakteur
Moderation
27.05.2004 13:55 Uhr
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Syberia II
Syberia II im Gamezone-Test
Syberia II entführt uns dieses Mal in sibirische Kälte und wartet mit einer verbesserten Konsolensteuerung auf.
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27.05.2004
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