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  • Syphon Filter: The Omega Strain im Gamezone-Test

    Schlüpften wir in den bisherigen drei Teilen von Syphon Filter noch in die Rolle von Gabe Logan, können wir uns im aktuellsten vierten Teil mit dem Untertitel "The Omega Strain" einen eigenen Charakter erstellen und mit ihm die geforderten Aufgaben bestehen. Dabei ist das Besondere an diesem Spiel, dass man versucht hat das Offline- sowie das Online-Gaming miteinander zu kombinieren, indem man in beiden Spielmodi die gleichen Level benutzt, die sich aber verschieden spielen. Denn viele Dinge können wir alleine in der Singleplayer-Kampagne nicht erfüllen und benötigen dazu die Hilfe eines Mitspielers. Dies bedeutet aber, dass man alleine, ohne Netzwerkadapter und Internetzugang, nur die Hälfte des Spiels erleben kann und auch nur die Hälfte der Örtlichkeiten erreicht. Denn bereits ein unter der Decke hängender Lüftungsschacht ist nur mit einem menschlichem Mitspieler zu erreichen, der uns hochheben kann. Alleine steht man nur dumm davor und kann nichts ausrichten. In Verbindung mit den ausufernden Levels und der nicht gerade übersichtlichen 3D-Karte, die uns nicht verrät wo sich Türen befinden und ob diese verschlossen sind, sowie den immer wieder neu auftauchenden Gegnern, die mitunter an Stellen auftauchen an denen sie überhaupt nicht erscheinen können, weil kein Weg dorthin führt, führt das gesamte Gameplay mehr oder weniger ad absurdum. Denn was macht es für einen Sinn sich besonders vorsichtig an einen Gegner heranzuschleichen und ihn unbemerkt auszuschalten, wenn in demselben Augenblick ein neuer Gegner einfach hinter uns gesetzt wird? Und das in einen Raum hinein der überhaupt keinen Zugang besitzt? Woher also kam der Gegner, aus der Luft gefallen oder wurde er ins Spiel teleportiert? Da die erlegten Gegner immer schön brav ihre Tasche mit Munition und Waffen fallen lassen, die auch nicht verschwinden wenn wir sie ausgeleert haben, sind bereits nach wenigen Versuchen manche Räume voller abgelegter Taschen, auf denen dann die neu hereingefallenen Gegner stehen und das Feuer auf uns eröffnen. Würde man sich darüber nicht so ärgern, könnte man es schon als Witz auffassen, wenn auch als besonders misslungenen.

    Noch viel witziger aber sind die gestellten Aufgaben, die abstruser nicht mehr ausfallen konnten, ebenso das unausgereifte Gameplay, welches uns gleich zu Beginn die schlimmste aller Missionen kredenzt, ohne uns auch nur dem Ansatz einer Erklärung zu geben wie sinnvoll es ist als ausgebildeter Spion mitten im Feuergefecht abgesetzt zu werden, während nicht einmal die eigenen Mannschaft von unserem Kommen informiert ist und ebenso auf uns schießt wie die bösen Terroristen, und wir die Aufgabe erhalten in stinkenden Pfützen und tropfenden Rohren Wasserproben zu entnehmen, während uns die Kugeln um die Ohren pfeifen und ein Zeitlimit im Nacken sitzt das unmenschlicher nicht mehr sein konnte. Denn es genügt ja nicht, dass man ohne Netzwerkadapter nur das halbe Spiel zu Gesicht bekommt, sind wir nicht schnell genug kriegen wir noch viel weniger zu sehen.

    Genauso unausgereift und unüberlegt wie das Gameplay fiel auch die Steuerung aus, was umso peinlicher ist, da man eigentlich davon ausgeht, dass der Hersteller Sony sein eigenes Produkt schon im Griff haben sollte. Trotzdem ist Syphon Filter - The Omega Strain mit einer Belegung versehen die ungünstiger nicht mehr ausfallen konnte und sich auch nicht umkonfigurieren lässt. So muss man mit dem Umstand leben, dass man zum seitlich Gehen und gleichzeitig Schießen ganze drei(!) Tasten gedrückt halten muss. Denn die L2 und R2 Tasten dienen zum seitlich Gehen, mit R1 nimmt man das Ziel auf und mit der Quadrat-Taste wird gefeuert. Alternativ kann man statt R1 auch L1 drücken um selber zu Zielen und sich nicht auf das Auto Aim-Feature zu verlassen. Wollen wir uns gleichzeitig auch noch ducken um ein möglichst kleines Ziel abzugeben, dürfen wir auch noch eine vierte Taste drücken, nämlich das X.

    Dafür wartet die grafische Präsentation wenigstens mit dem einen oder anderen Highlight auf, auch wenn diese schon sehr spärlich verteilt sind. Denn wo die Außenareale durchaus noch akzeptabel sind, glänzen die Innenräume meist nur mit ihren viel zu niedrig aufgelösten Texturen und der allgemeinen Farbarmut, von der wir aber eh nicht soviel mitbekommen, da wir die meiste Zeit mit unserem Restlichtverstärker durch dunkle Gänge ziehen, aus denen uns die endlos nachkommenden Gegner entgegenkommen. Im Freien jedoch bekommen wir durchaus gelungene Gebäude und Umgebungen kredenzt die sich nicht verstecken müssen, auch das Charakterdesign ist eigentlich in Ordnung, von den seltsamen Bewegungsanimationen dieser abgesehen. Derweil nimmt unser Charakter bereits im Stand eine ganz seltsame Position ein, als würde sein Hinterteil eine Tonne wiegen. Bewegen wir uns aber, wird die Sache ganz besonders lustig, denn unser Agent bzw. unsere Agentin lehnt sich dann so weit in die Laufrichtung, dass es aussieht als würden sie irgendwelche schweren Gegenstände durch die Gegend schieben. Besonders das seitwärts Gehen sieht nur noch unnatürlich blöd aus, wenn die Beine im 45 Grad Winkel stehen während sich der Oberkörper Kerzengerade gegen einen unsichtbaren Wiederstand lehnt. Das alles könnte man noch schlucken, wäre es möglich unseren Charakter auch zielgenau dorthin zu bugsieren wo wir in haben wollen. In der Praxis aber ist es mitunter ein ganz schönes Geduldsspiel vor einem Objekt genau auf die eine Stelle zu treten damit wir eine Aktion auslösen können. Denn bereits eine kleine Bewegung am Analogstick genügt um unseren Charakter gleich zwei Schritte auf die Seite machen zu lassen, gleiches gilt für die Schultertasten zum seitlich Gehen, immer wird gleich ein Sprung vollführt der viel zu weit geht. So gewöhnt man sich im Laufe des Spiels an alle Objekte immer wie eine Eisenbahn schon von Weitem anzusteuern, um sich das lästige hin- und her Springen zu ersparen.

    Können einen Anfangs die gebotenen klassischen Musikstücke noch gefallen, bemerkt man schon bald deren durchschnittliche Existenz. Wie in einer billigen Nachmittagsserie werden die einzelnen Loops ganz plump je nach Situation ziemlich hart ein- und ausgeblendet. Erfüllen die Waffengeräusche ihren Zweck noch ganz gut, gefällt die Sprachausgabe schon weniger, die in der deutschen Version recht unmotiviert wirkt und es kaum schafft uns ins Geschehen zu involvieren.

    Denn das ist es woran das gesamte Game krankt, dem Spieler vermitteln zu können worum sich eigentlich der ganze Austand dreht. Ein richtige Nachfolger der bekannten Syphon Filter-Spiele ist es nämlich ebenso wenig wie ein richtiges Online-Game. Aber offline bekommt man gerade mal das halbe Spiel zu Gesicht, und nicht mal dies kann überzeugen, so veraltet und hingeschludert wirkt es an den meisten Stellen. Auch war es keine gute Idee bestimmte Dinge nur im Multiplayer-Part zugänglich zu machen, denn zurecht kommen sich die Käufer eines Vollpreistitels etwas über den Tisch gezogen vor, wenn sie wegen der Abwesenheit eines Netzwerkadapters nicht das ganze Spiel spielen können. Hier wäre es geschickter gewesen das Spiel gleich in einen Offline und Online-Part aufzuteilen.
    Zu allem Überfluss gestattet es uns das Game auch nicht zu Speichern wann wir wollen, was bei den riesigen Level durchaus wünschenswert wäre, erst wenn wir ihn verlassen wird automatisch gespeichert. Sterben wir hingegen, werden wir mit unserer augenblicklichen Bewaffnung (also keine Munition mehr) beim letzten Checkpoint ins Spiel geworfen. Meist stehen dort auch schon die eben niedergestreckten Gegner wieder auf ihren Taschen und feuern munter auf uns, während wir verzweifelt nach Munition oder Waffen suchen. Sehr lustig in diesem Zusammenhang, dass es kiloweise Waffen gibt, praktisch jede Tasche enthält eine, aber viel zu wenig Munition um diese auch wirklich nutzen zu können. Wo nur ist die Faszination hin welche die Kopfschüsse noch in dem Vorgänger ausstrahlten? Wohl an den gleichen Ort wo sich Gabe Logan schon aufhält.

    Syphon Filter: The Omega Strain (PS2)

    Singleplayer
    6 /10
    Multiplayer
    -
    Grafik
    6/10
    Sound
    7/10
    Steuerung
    5/10
    Gameplay
    6/10
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
    Pro & Contra
    Stabile Framerate
    Misslungenes "wir kombinieren Online- und Offline-Gaming" Experiment
    Innenräume von gestern
    ungünstige Pad-Belegung und fummelige Steuerung
    respawnende Gegner die immer mehr Taschen fallen lassen
    unübersichtliche 3D-Karte auf der keine versperrten Türen angezeigt werden und nur ganz wenige der wichtigen Objekte
    ohne Netzwerkadapter bekommt man nur das halbe Spiel zu Gesicht
    langweilige und unmotivierte Soundkulisse
    keine Speichermöglichkeit innerhalb der Missionen
    schlicht verbocktes Gameplay
  • Syphon Filter: The Omega Strain
    Syphon Filter: The Omega Strain
    Publisher
    Sony Computer Entertainment
    Release
    06.2004

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989947
Syphon Filter: The Omega Strain
Syphon Filter: The Omega Strain im Gamezone-Test
http://www.gamezone.de/Syphon-Filter-The-Omega-Strain-Spiel-36353/Tests/Syphon-Filter-The-Omega-Strain-im-Gamezone-Test-989947/
09.07.2004
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