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  • Tak: Das Geheimnis des glühenden Kristalls im Gamezone-Test

    Alles stinkiger Käse, oder was? Besiegt große Kolosse mit eurer Juju-Magie und rettet die Welt.

    Das Urwaldplappermaul Tak kehrt nicht nur dank Nickelodeon über den Satelliten oder über das Kabelnetz auf die Mattscheibe zurück, Schöpfer des charismatischen Chaoten THQ schickt ihren Liebling nach einer längeren Ruhepause auch wieder zurück in den Konsolen-Dschungel. Sowohl für die Playstation 2 als auch die Nintendo Wii steht der Titel derzeit in den Händlerregalen und buhlt mit einem vergünstigten Preis um die Gunst der Käufer. Ob sich der bisher vierte Titel der Serie als Geschenk unter dem Weihnachtsbaum behaupten kann, könnt ihr im folgenden Review genauer in Erfahrung bringen.

    Tak: Das Geheimnis des glühenden Kristalls Tak: Das Geheimnis des glühenden Kristalls In "Das Geheimnis des glühenden Kristalls" besiegelt der Urwaldheld sein eigenes Schicksal und muss einmal mehr den Stamm der Pupanunu unter Einsatz seines Lebens vor dem sicheren Untergang retten. Die Rede ist nun nicht von einem geheimnisvollen Kristallschädel, so dreist waren die Entwickler dann doch nicht, aber eben von einem rot glühenden kristallinen Objekt im heiligen Schmutzigen Schrein, ganz in der Nähe des Heimatdorfes. Der Held der Geschichte sollte eigentlich nur etwas Staub wischen, entfesselt aufgrund seiner Tollpatschigkeit aber versehentlich die Geister der vier großen Ekligkeiten. Tja, der große Kristall ging also zu Bruch. Pech gehabt. Den Mist hat sich Tak selber eingebrockt und muss nun die Strafe ausbaden. Die Füße in die Hand nehmend gilt es die vier Kolosse aufzuhalten und dem Urwald wieder seinen Frieden zu schenken.

    Held der Herzen

    Dabei stapft man in der Rolle des charismatischen Plappermauls nicht nur durch verwinkelte Tempelanlagen und grün überwuchertes Gehölz, sondern muss sich vor allem den Ekligkeiten wie Gorgonzilla oder Stinkolossus stellen. Klingt nicht gerade einladend und genauso empfindet auch der Held der Geschichte. Es vergehen keine zwei Minuten, in denen sich Tak nicht über die unglaublich schrägen Ideen der Entwickler aufregt. Er schimpft über den Gestank, das Leveldesign und vor allem über das unwegsame Terrain, welches er bis zum Abschluss des Abenteuers durchwandern muss. Sein Synchronsprecher liefert auf jeden Fall eine gelungene Arbeit ab und haucht dem kleinen Magier wahrlich Leben ein.

    Anfänglich scheint das Plapper-Repertoire zwar eingeschränkt und einige Kommentare gehen dank Wiederholungen recht schnell auf die Nerven, die Abwechslung steigt aber im weiterem Spielverlauf und sorgt für einen charismatischen Helden. Der Anfang des Titels ist generell zäh wie ein hart gewordenes Stück Kaugummi. Streng lineare und unvorstellbar leicht zu absolvierende Levels sorgen für einen gähnenden Einstieg in das neueste Urwaldabenteuer. Einige gehörnte Monster stellen sich dem Magier in den Weg, werden aber mit kräftigen, zumeist völlig unkontrollierten Schlägen wieder dorthin geschickt, woher sie kamen. Simple Klettereinlagen und Schalterrätsel hindern zudem keinen Spieler am Vorrankommen.

    Shadow of the Colossus

    In Fahrt kommt das generell sehr leicht gehaltene Abenteuerspiel eigentlich erst dann, wenn man einem der vier Kolosse begegnet. Diese werden nicht mal einfach so in einem simplen Endkampf platt gemacht, man muss zuerst einmal deren Schwachstelle erreichen. Will heißen, dass man sich auf den Rücken des jeweiligen Monsters schwingt und einen stundenlangen Aufstieg anstrebt. Die Kolosse bestehen nämlich aus mehreren höhlenartigen Abschnitten und kletterlastigen Außenlevels, welche allesamt absolviert werden müssen, um in einem finalen Kampf einen Splitter des zersprungenen roten Kristalls wieder einsammeln zu können. Hört sich nach einem bekannten und berühmten Playstation 2 Titel an - und spielt sich auch ein wenig so!

    Tak: Das Geheimnis des glühenden Kristalls Tak: Das Geheimnis des glühenden Kristalls Das irrwitzige daran sind die durchaus verrückten Ideen der Entwickler. Sie schicken den sichtlich leidenden Helden in ein solch unwegsames Terrain, dass auch ihr euch sicherlich bei dem Gestank der Umgebung über das Leveldesign aufregen würdet. Zum Glück können heutige Konsolen noch keine Düfte passend zum Bildschirmgeschehen von sich geben, so dass ihr genüsslich zuschauen könnt, wie Tak durch den miefenden Abfall, über einen übel riechenden Käseberg oder den glibberigen Schleimbeutel hinweg wandern muss. Immer mit einer passenden Juju-Magie ausgestattet gilt es zahlreiche und simple Rätsel zu lösen sowie knifflige Sprung- wie auch Klettereinlagen zu meistern. Vor allem das Käsemonster wartet mit zahlreichen gelungenen Ideen auf und stellt mitunter eines der besten Levels des Spieles dar. Man bestimmt Mithilfe des Zauberstabes den Aggregatzustand zweier Käsesorten und erschafft sich dadurch Plattformen oder Vorsprünge, die gekonnt genutzt werden.

    Tak: Das Geheimnis des glühenden Kristalls Tak: Das Geheimnis des glühenden Kristalls Hemmungslos und ohne irgendwelche Innovationen integrierend bedienten sich die Entwickler bei zahlreichen Genrekollegen. Nicht nur dass uns der Aufstieg über den Rücken eines Kolosses sehr bekannt vorkommt, auch tricktechnisch hat der Urwaldschamane alltägliches auf Lager. Er beherrscht den Wandsprung, kann in bester Prinzenmanier an flachen Wänden entlang rennen und rutscht wie Tarzan Lianen, oder eben auch Käsebahnen entlang, um sein Ziel zu erreichen. Dazu ein paar passende Schalterrätsel sowie extrem leicht zu besiegende Gegner, schon hat man einen simples Jump'n'Run Abenteuer zusammengestrickt. Aufgelockert wird der Titel durch vier kleine und eher langweilige Minispiele, welche auch einzeln über das Hauptmenü ausgewählt werden können, sowie einigen Renn- wie auch Rutschpartien.

    Leider nur Durchschnittskost

    Tak: Das Geheimnis des glühenden Kristalls Tak: Das Geheimnis des glühenden Kristalls Trotz des Charmes will der Funke im mittlerweile vierten Abenteuer des Titelhelden nicht wirklich überspringen. Viel zu schnell - in nur wenigen Stunden - und viel zu einfach durchwandert selbst ein unerfahrener Spieler die wenigen Welten, bis alle vier Kolosse wieder sicher verwahrt im heiligen Tempel eingesperrt sind. Dabei retten die witzigen Sprüche den Unterhaltungswert, aber das Gameplay hat zu leiden. Unter anderem stören die starre Kamera sowie eine oftmals unausgereifte Optik. Man kann den Weg nicht immer deutlich erkennen und stürzt mit tosendem Geschrei des Schamanen und oftmals mit einem hämischen Lachen des Kolosses begleitet in die Tiefe. Dank viel zu häufigen Checkpoints und unendlich vielen Leben muss man sich aber keine Gedanken machen. Einfach blindlings probieren, geht es in die Hose, startet man einfach einen erneuten Versuch.

    Tak: Das Geheimnis des glühenden Kristalls Tak: Das Geheimnis des glühenden Kristalls Aber auch der Kampf gegen die normalen Urwaldmonster lockt keinen wahren Abenteurer mehr aus seiner Höhe. Simple Schläge, die häufig ins Leere gehen, jagen jeden Widersacher in sekundenschnelle in die Flucht. Zwar gilt es größere Brocken auch mal mit einem genau getimten Angriff auszutricksen, hat man den Dreh aber raus, stellen auch diese Viecher keine Bedrohung mehr dar. Von der Hand geht die Steuerung auf beiden Konsolen recht gut, sieht man von dem etwas frühzeitigen Sprungzeitpunkt mal ab. Den Wii-Spielern wird etwas mehr Abwechslung geboten, da einige Schalter nur durch Schütteln der Wii-Remote betätigt werden können. Wirklich auftrumpfen kann die Wii-Version aber hauptsächlich aufgrund der stabileren Bildrate und der etwas hübscheren Optik, was auf der Playstation 2 unangenehm in Auge fällt. Ansonsten gleichen sich die beiden Spiele wie ein Ei dem anderen. Eine hervorragende orchestrale Untermalung, wenige optische Details wie sich im Wind wiegende Gräser sowie abwechslungsreiche Welten mit teils gelungen Konstruktionen stehen im Kontrast zu den schwachen Texturen. Und während die Sprachausgabe überzeugt, versaut die Lippenbewegung jegliche Atmosphäre. Der Titel wirkt an vielen Stellen einfach unfertig und bedürfe eigentlich noch zahlreicher Nachbesserungen - die es aber leider nicht mehr geben wird!

    Tak: Das Geheimnis des glühenden Kristalls (PS2)

    Singleplayer
    6,3 /10
    Multiplayer
    -
    Grafik
    5/10
    Sound
    8/10
    Steuerung
    8/10
    Gameplay
    7/10
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
    Pro & Contra
    Kinderfreundlich und einsteigerfreundlich
    abwechslungsreiche Welten
    sehr gelungene deutsche Sprachausgabe
    teils gelungen Jump’n’Run Kletterpartien
    Schwache Präsentation
    absolut unpassende Lippenbewegungen
    hölzerne Animationen
    viel zu einfach
    keinerlei herausfordernde Rätsel
    sehr geringer Spielumfang
    ätzend langweiliger Spielanfang auch für Neueinsteiger
    innovationsloses Abenteuer
  • Tak: Das Geheimnis des glühenden Kristalls
    Tak: Das Geheimnis des glühenden Kristalls
    Publisher
    THQ
    Developer
    THQ
    Release
    31.10.2008

    Aktuelles zu Tak: Das Geheimnis des glühenden Kristalls

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Tak: Das Geheimnis des glühenden Kristalls
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Alles stinkiger Käse, oder was? Besiegt große Kolosse mit eurer Juju-Magie und rettet die Welt.
http://www.gamezone.de/Tak-Das-Geheimnis-des-gluehenden-Kristalls-Spiel-36444/Tests/Tak-Das-Geheimnis-des-gluehenden-Kristalls-im-Gamezone-Test-991959/
10.11.2008
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2008/11/44776_tak04_wii_24-01-08_01.jpg
tests