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  • Tak und die Macht des Juju im Gamezone-Test

    Tak begeistert mit einer sehr witzigen Spielwelt, frustriert aber mit einem misslungenen Kampfsystem.

    Ich bin ein Schaf! Holt mich hier raus!

    Der alte Schamane hat's die ganze Zeit gewusst: Eines Tages werden alle Angehörigen des Pupununu-Stammes in Schafe verwandelt. Zu diesem Zweck hat er sich über viele Jahre einen mächtigen Krieger trainiert, der im Falle eines Falles die friedlichen Pupununu aus dieser Miesere retten soll. Eines Tages wurden dann tatsächlich alle Menschen in ziemlich dumme Schafe verwandelt und nur eine handvoll von ihnen blieb verschont. Dumm nur, dass eben jeder mächtige Krieger beim ersten Anlauf zur Rettung des Dorfes den Löffel abgegeben hat und dadurch akuter Helden-Mangel angesagt ist. Nur der flinke Tak ist noch übrig um die Pupununu, das Dorf und überhaupt alles zu retten.

    Die Welt von Tak und den Pupununu spielt in einem atmosphärischen Dschungel-Szenario und es wurde auf all das geachtet, was ein ausgewachsener Dschungel so alles braucht: Also Dinge wie schwingende Lianen, freundliche Nilpferde, heimtückische Affen und natürlich jede Menge großer und kleiner Pflanzen. Die Präsentation von Tak ist durchaus gelungen, nicht nur die passende Bambustrommel-Musik, sondern auch die gesamte Inszenierung sorgt für ein stimmiges Urwald-Feeling erster Klasse. Ganz besonders der Humor wird bei Tak groß geschrieben und Ihr werdet Euch in den zahlreichen Zwischensequenzen und Filmchen das Lachen nicht verkneifen können. Der Titel sprüht nur so vor witzigen Gags und ulkigen Charakteren die alleine schon bei Ihrem bloßen Anblick die Lachmuskeln reizen. Dies liegt ganz klar an den hervorragenden Charakterdesigns, die man so bisher nur selten gesehen hat. Die absolut schrägen Schafe sind dabei am besten gelungen und mit Sicherheit die witzigsten Wollspender die wie bisher in einem Spiel gesehen haben. Wer also beim Spielen gerne mal richtig herzhaft lacht, sollte Tak auf jeden Fall in die engere Wahl nehmen.

    Das, was man in spielerischer Hinsicht unternimmt, ist allerdings nicht so einzigartig wie der Humor des Spiels. In klassischer Mario-Manier sammelt man Unmengen von Krimskrams ein, genauer gesagt muss man 100 Yorbels finden um die Bewohner des Dorfes wieder in Zweibeiner zu verwandeln. Diese Yorbels sind in den zahlreichen Levels versteckt, welche auf klassische Weise von einem zentralen Bereich aus erreicht werden können. Damit die langwierige Suche nach diesen Dingern nicht zu öde wird, hat man alte und neue Puzzles nebst knackigen Geschicklichkeitstests in das Spiel integriert. Da gibt es zum Beispiel die schlecht gelaunten Widder, welche Tak partout nicht vorbei lassen wollen. Durch das Werfen von Wassermelonen kann Tak die gehörnten Wächter ablenken und sich somit unbeschadet an ihnen vorbei schleichen. Neben dem üblichen Schwingen an Lianen und Erklimmen von zahlreichen Plattformen sind aber auch knackige Rätsel enthalten: So muss Tak an einer Stelle eine ziemlich ulkig aussehende Mumie aus ihrem Grab lotsen und dazu sehr bedacht vorgehen. Da die Mumie eigentlich dumm wie Brot ist, muss er sie trickreich über fahrende Plattformen und andere Hindernisse bugsieren, was stellenweise zu einer echten Herausforderung werden kann. Auch die vielen Tiere des Dschungels darf sich Tak zu Nutze machen und mit ihnen allerlei Hindernisse geschickt überwinden. Wenn Ihr zum Beispiel einen Affen mit dem Blassrohr beschießt, erledigt er für Euch die Gegner in der näheren Umgebung oder Ihr könnt mit der Hilfe eines kräftigen Nashorns massive Hindernisse ohne Probleme durchbrechen. Später erlangt Tak natürlich noch die titelgebenden JuJu-Kräfte, welche neben Selbstheilung und diversen Beschwörungen noch 14 weitere Zauber bieten, die wiederum für viel Abwechslung im Spiel sorgen. Kleine Versteckspielchen, in denen sich Tak als Huhn oder Schaf verkleiden muss, sind ebenfalls vorhanden, genauso wie ein Minigame auf einem Snowboard.

    Die zahlreichen Spielelemente sind also recht ordentlich und obwohl man großartige Innovationen mit der Lupe suchen muss, kommt das Spiel sehr abwechslungsreich und vielfältig rüber. Doch wo ist jetzt der Haken? Ganz klar beim Kampfsystem: Eigentlich muss Tak seine zahlreichen Gegner ja nur mit seiner Zauberrassel oder einem Stock verprügeln, doch dies gestaltet sich weitaus schwieriger als es sich anhören mag. Die Feinde erwischen Tak im Kampf oftmals ohne besonderen Grund und ziehen ihm mit einem Treffer fast die ganze Lebensenergie ab. Besonders die Kämpfe gegen größere Gegner werden zur nervenaufreibenden Geduldsprobe, denn man stirbt fast bei jedem Schlag den man beim Gegner landen kann. Auch sonst teleportiert einen das Spiel gerne mitten in einen Pulk aus Feinen hinein, worauf man natürlich sofort das Zeitliche segnet. Tak stirbt deshalb während seines Abenteuers sicherlich mehr als tausend Tode, was enorm an der Motivation nagt. Fair ist das Spiel zwar schon, denn es gibt glücklicherweise unendlich viele Leben und auch die Checkpunkte sind absolut fair verteilt worden, sodass man nach ein paar Metern bereits wieder an der brenzligen Stelle ist. Dennoch zerstört das furchtbare und teilweise fast schon fehlerhaft wirkende Kampfsystem den Spielspaß und obwohl man sich in der liebevoll gestalteten Welt von Tak schnell heimisch fühlt, will man aufgrund der dämlichen Kämpfe schnell wieder davon Abschied nehmen.

    Dabei hat man eigentlich an alles gedacht und selbst den Einstieg in das Spiel hervorragend realisiert, indem man ständig von der zuckersüßen Stimme der Pflanzengöttin Flora auf seinen Wegen begleitet wird und allerlei hilfreiche Tipps von ihr bekommt. Auch ein kleines Questlog ist vorhanden, somit wisst Ihr immer genau wo es als nächstes weiter geht und was noch zu erledigen ist. Selbst die Grafik kann als gelungen bezeichnet werden und nicht nur die hitverdächtigen Charakterdesigns, sondern auch die Gestaltung der Urwald-Umgebung ist hervorragend gelungen. Auf der PS2 muss man für die detaillierte Grafikpracht zwar ein paar kleinere Ruckler in Kauf nehmen, spielerisch stört dies aber nur kaum. Auf jeden Fall fällt schnell auf, dass man sich hier viel Mühe gegeben hat und die Entwickler sehr viel Liebe zum Detail in die Welt von Tak investiert haben. Gleiches gilt für die deutsche Lokalisierung, welche allererste Sahne ist und dank professioneller deutscher Sprecher auch den Humor hervorragend rüberbringt. Dazu gesellt sich die bereits angesprochene Hintergrundmusik, die mit genau den richtigen Klängen für eine passende Urwald-Atmosphäre sorgt.

    Tak und die Macht des Juju (GC)

    Singleplayer
    7,4 /10
    Multiplayer
    -
    Grafik
    8/10
    Sound
    8/10
    Steuerung
    7/10
    Gameplay
    7/10
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
    Pro & Contra
    erstklassige Charakterdesigns
    sehr witzige Inszenierung
    detailverliebte Grafik
    viel spielerische Abwechslung
    lange Spielzeit
    hervorragende Lokalisierung
    frustförderndes und völlig hirnloses Kampfsystem
    nur wenig Innovationen
    kein 60Hz Modus
  • Tak und die Macht des Juju
    Tak und die Macht des Juju
    Publisher
    THQ
    Developer
    Avalanche Studios (SE)
    Release
    11.03.2004
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Tak und die Macht des Juju
Tak und die Macht des Juju im Gamezone-Test
Tak begeistert mit einer sehr witzigen Spielwelt, frustriert aber mit einem misslungenen Kampfsystem.
http://www.gamezone.de/Tak-und-die-Macht-des-Juju-Classic-36471/Tests/Tak-und-die-Macht-des-Juju-im-Gamezone-Test-989748/
18.03.2004
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2004/06/tak1.jpg
tests