Games World
Login Registrieren
Möchtest du diese Seite als Startseite festlegen?
als Startseite festgelegt.
    Möchtest du diese Seite als Startseite festlegen?
    Mobile als Startseite festgelegt.
    Login Registrieren
  • Tales of Symphonia im Gamezone-Test

    Ein sehr gelungenes Rollenspielepos samt fetzigem Echtzeit-Kampfsystem und mächtigem Umfang.

    Eine zauberhafte Rollenspiel-Symphonie

    Die Story von Tales of Symphonia hält sich in jeder Hinsicht an die allseits bekannten, genretypischen Standards: Das schönste Mädchen im Dorf ist nicht nur eure beste Freundin, sondern auch noch rein zufällig die "Auserwählte". Und wer auserwählt ist, muss in der Regel auch eine lange und gefährliche Reise auf sich nehmen um schließlich die Welt zu retten. Dies ist aber auch bitter nötig, denn der Baum des Manas ist versiegt und nur die Auserwählte kann die Prozedur der Welterneuerung im Turm des Lichts einleiten. Ganze nebenbei werden die Menschen von den brutalen Soldaten der Desians unterdrückt und in so genannten Menschenfarmen für grausame Experimente missbraucht. All das hat letztendlich ein gutes Ende, sollte die Auserwählte ihr Ziel erreichen - nun es liegt allein an euch, dass ihr dies auch gelingt.

    Auserwählte haben's nicht gerade einfach

    Tales of Symphonia Tales of Symphonia Die Story des Spiels ist grundsätzlich keine große Überraschung, wird aber in zahlreichen Zwischensequenzen und optionalen "Skit-Scenes" genügend weit vertieft um ordentlich fesseln zu können. Die Charaktere sind allesamt sehr liebevoll ausgearbeitet worden und wachsen einem durch ihre jeweiligen Eigenarten und Lebensgeschichten sehr schnell ans Herz. Obwohl das gesamte Setting während der ersten Spielstunde noch etwas zu verbraucht und fast schon langweilig rüberkommt, wird man spätesten ab diesem Zeitpunkt immer mehr in die Geschichte von Tales of Symphonia hineingezogen und kann sich danach nur noch schwer wider losreißen. Doch dies liegt wohl weniger an der Story, sondern viel eher am überraschend guten Gameplay, welches im Laufe der Zeit immer tiefgängiger und immer besser wird.

    Actionreiches Kampfsystem...

    Tales of Symphonia Tales of Symphonia Einen großen Anteil an diesen Qualitäten hat das überaus actionreiche Kampfsystem, welches auf Wunsch auch für vier Spieler gleichzeitig spielbar ist. Die Kämpfe finden nämlich nicht wie normalerweise üblich in rundenbasierter Form statt, sondern sorgen durch Echtzeit-Action für sehr kurzweilige Unterhaltung. Ihr bewegt eure Figur dabei entweder in Richtung Gegner oder von ihm weg, umkreisen wie bei einem 3D-Fighter ist leider nicht möglich. Per Tastendruck wird mit der Nahkampfwaffe angegriffen und durch Druck auf den B-Knopf können verschiedene Zaubersprüche und Spezialattacken eingestreut werden. Welche genau, entscheidet ihr in einem Menü, welches die Zaubersprüche auf verschiedene Stellungen des Analogsticks verteilt und in Kombination mit dem B-Knopf auf die fest anvisierbaren Feinde loslässt. Natürlich lassen sich normale Angriffe und schlagkräftige Magie auch zu waschechten Combos verbinden, was mit etwas Übung viele Gegner bereits innerhalb einer Schlagserie niederstreckt. Durch erfolgreiche Combos füllt sich auch wieder euer Mana auf, welches für die Magie- und Spezialattacken benötigt wird. Übrigens ist hier auch das Abblocken von feindlichen Angriffen ist ein sehr wichtiges Element und muss besonders bei den dickeren Gegnern sehr gekonnt eingesetzt werden. Später kommt noch die so genannte Unisono-Attacke hinzu, welche in einem Bildschirm füllenden Feuerwerk all eure Charaktere gleichzeitig angreifen lässt und für besonders schwere Brocken aufgehoben werden sollte.

    ...mit einer Portion tatischer Finesse

    Tales of Symphonia Tales of Symphonia Wenn ihr nur alleine spielt, werden die drei anderen Teammitglieder vom Computer automatisch gesteuert, halten sich dabei aber an zuvor festgelegte Verhaltensmuster. Diese können den CPU-Recken zum Beispiel in einen reinen Magier oder Heiler in der zweiten Reihe verwandeln oder einen zweiten Frontmann grundsätzlich auf das von euch gewählte Ziel festnageln. Auch lassen sich die von euren Mitstreitern verwendeten Zaubersprüche einzeln ein- oder ausschalten, was besonders bei auf bestimmte Elemente allergische Monster sehr hilfreich ist. Die frei definierbaren Verhaltensmuster und Zaubersprüche verleihen dem Kampfsystem eine ordentliche Priese Taktik und wer sich nach einiger Zeit richtig eingespielt hat, verwandelt das anfangs viel zu hektisch wirkende Gemetzel schnell in einen taktisch geplanten und durchaus anspruchsvollen Kampf. Ganz fehlerfrei ist das Ganze dann aber auch nicht, denn es kommt schon ab und zu vor, dass ein auf die hinteren Plätze verwiesener Magier plötzlich mitten im Geschehen steht und deshalb vorzeitig den Löffel abgibt. Die KI hält sich also nicht immer ganz an eure Vorgaben, was manche Kämpfe unnötig verkompliziert. Solltet ihr allerdings zu viert vor dem Bildschirm sitzen, könnt ihr getrost auf die KI-Einstellungen verzichten und gemeinsam den Monstern einheizen - ein wirklich gelungenes und extrem witziges Feature.

    Tales of Symphonia Tales of Symphonia Normalen Standardkämpfen könnt ihr auf Wunsch auch ausweichen, da hier nicht auf schnell lästig werdende Zufallskämpfe gesetzt wurde: Ihr seht die Feinde auf der Weltkarte oder in Dungeons schon im Vorfeld herumwuseln und könnt sie durch euren Manaring sogar kurzzeitig bewegungsunfähig machen. Jedoch sollte man jede Möglichkeit zum Kämpfen auch ausnutzen, da fleißiges Aufleveln, besonders für die zahlreichen End- und Zwischengegner absolut unumgänglich ist. Viele der Endgegner sind nämlich unnatürlich schwer ausgefallen und sorgen bei zu niedriger Charakterstufe schnell für Frust. Dann hilft nur noch ein taktischer Rückzug und langwieriges Aufleveln durch zahlreiche Standardkämpfe. Dies hätte nicht unbedingt sein müssen, besonders Einsteiger werden die bockschweren Bosse schnell verfluchen.

    Unschöne Prügelpausen

    Tales of Symphonia Tales of Symphonia Natürlich gibt es für bestandene Kämpfe auch Erfahrungspunkte und Geld, außerdem lernen eure Charaktere im Laufe der Zeit ganz automatisch völlig neue Zaubersprüche und Fähigkeiten, welche noch während eines Kampfes angezeigt und auch sofort in einem übersichtlichen Kampf-Menü eingerichtet werden können. Außerhalb der Kämpfe kümmert ihr euch im Menü auch um die ERF-Fähigkeiten, welche durch das Ausrüsten diverse Statuswerte wie Lebensenergie oder Abwehr eurer Charaktere langfristig verbessern. Vom erhaltenen Geld können natürlich heilende oder wieder belebende Gegenstände eingekauft werden, außerdem gibt es in diesem Rollenspiel endlich mal wieder zahlreiche Händler mit einer riesigen Fülle an Waffen, Rüstungen und Gegenständen, welche nur mit genügend Bargeld auf dem Konto sofort gekauft werden können. Auch hier merkt man, dass die Entwickler die Preise bewusst etwas höher angesetzt haben um euch somit regelmäßig auf kleinere Beutezüge in die freie Wildbahn zu schicken. Wer also wirklich die schönste Rüstung und das beste Schwert sein Eigen nennen will, muss wohl oder übel ein paar Prügelpausen abseits der zentralen Storyline einlegen.

    Knackige Rätsel in den Dungeons

    Tales of Symphonia Tales of Symphonia Der Verlauf der Handlung und sämtliche Haupt- und Nebenquests werden euch in einem übersichtlichen Menü sowie einer detaillierten Landkarte präsentiert, es besteht also kaum die Möglichkeit sich zu verlaufen oder nicht zu wissen wo es als nächstes weitergeht. Über eine dreidimensionale aber nicht sonderlich schön ausgefallene Oberwelt bewegt ihr eure Heldengruppe von Stadt zu Stadt oder zu so manchem puzzlegespickten Dungeon. Hier wird es teilweise ganz schön knifflig, denn die handelsüblichen Schiebepuzzles und Schalterrätseln sind mitunter auch für Profis ganz schon knackig. Auch kann man sich in den Menschenfarmen der Desians schnell verlaufen und muss sich über viele Ebenen und Teleporter bis zum Endgegner vorarbeiten. Das Gameplay ist abseits der Kämpfe sehr klassisch ausgefallen, was aber im Gegensatz so manch seltsamen Experimenten aus dem Hause Squaresoft überaus angenehm ist. Die frei begehbare Oberwelt, die Städte mit ihren Händlern und Nebenquests sowie die zahlreichen und mitunter kniffligen Dungeons sorgen für ein fast schon vergessenes und durchweg sehr gutes Spielgefühl. Lediglich die Reisezeit von einem Ort zum nächsten kann mitunter etwas langwierig sein - vor allem dann, wenn euch die Entwickler für einen einzigen Quest gleich mehrmals hintereinander über den halben Kontinent schicken. Glücklicherweise hat man auch alternative Transportmittel integriert, was dieses Problem im Verlauf des Spiels von selbst löst.

    Für die ganz harten Rollenspieler unter euch hat man natürlich auch jede Menge optionale Aufgaben und Nebenquests integriert, ja sogar versteckte Dungeons und Endgegner sind vorhanden. Auch einige Minigames sind mit von der Partie, zudem dürfen Feinde und Gegenstände in Sammelalben katalogisiert und gesammelt werden. Die Spielzeit ist dementsprechend hoch, aber selbst wenn man nur der zentralen Storyline folgt, wird man ganz locker für mindestens 30-40 Stunden in die Welt von Tales of Symphonia entschwinden.

    Ansehnliche Comicgrafik

    Tales of Symphonia Tales of Symphonia Die gesamte Inszenierung des Spiels sowie die Filmsequenzen sind im typischen Manga-Look gehalten und ganz besonders die liebevoll gezeichneten Charaktere könnten aus einem typisch-japanischen Comicheft stammen. Die 3D-Grafik wurde im handgezeichneten Cell-shading realisiert und passt hervorragend zur gewählten Art der Inszenierung. An vielen Stellen hat man einen starken Unschärfeneffekt verwendet um die relativ kantigen Figuren weicher wirken zu lassen - lasst euch also nicht von unseren Screenshots täuschen, das Spiel sieht ab und zu wirklich so verwaschen aus, was auf einem Fernseher aber durchweg positiv rüberkommt. Lediglich die Oberwelt fällt in Sachen Optik etwas aus dem Rahmen, hier wuseln nicht nur pothässliche Monster-Platzhalter durch die Gegend, sondern auch die Sichtweite und der Detailgrad der Umgebung lassen stark zu wünschen übrig. Hier hätte man die Fähigkeiten des Gamecubes deutlich besser ausreizen sollen, denn gerade während der Kampfsequenzen zeigen die Entwickler ja, was alles für schöne Spielereien in optischer Hinsicht möglich sind. Der Hintergrundmusik ist genretypisch fröhlich und an manchen Stellen sogar richtig packend ausgefallen, lediglich die etwas zu nervöse Kampfmelodie könnte manchen Spielern schnell auf den Geist gehen. Trotzdem ist die akustische Umsetzung gelungen, was nicht zuletzt an den vielen gesprochenen Texten im Spiel liegt. Man hat sich bei Nintendo diesmal nicht die Mühe gemacht das Spiel vollständig zu übersetzen, allerdings sind die Untertitel und geschriebenen Texte in sehr gutem Deutsch verfasst worden.

    Tales of Symphonia (GC)

    Singleplayer
    8,9 /10
    Multiplayer
    -
    Grafik
    8/10
    Sound
    8/10
    Steuerung
    9/10
    Gameplay
    9/10
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
    Pro & Contra
    gelungenes und abwechslungsreiches Kampfsystem
    klassischer (Rollen)Spielaufbau
    zahlreiche Nebenquests und Minigames
    verbrauchte aber dennoch schöne Story
    sehr lange Spielzeit
    liebevolles Charakterdesign
    schmucke Grafik während der Kämpfe
    witziger Mehrspielermodus
    unschöne Auflevel-Pausen
    stellenweise zu schwere Endgegner
    nicht immer astreine KI
    unschöne Inszenierung der Oberwelt
  • Tales of Symphonia
    Tales of Symphonia
    Publisher
    Nintendo
    Release
    19.11.2004

    Aktuelle Rollenspiel-Spiele Releases

    Cover Packshot von Chibi Robo Release: Chibi Robo Nintendo
    • Es gibt 0 Kommentare zum Artikel

  • Print / Abo
    Apps
    PC Games 12/2016 PC Games Hardware 01/2017 PC Games MMore 01/2016 play³ 01/2017 Games Aktuell 12/2016 buffed 12/2016 XBG Games 11/2016 N-Zone 12/2016 WideScreen 12/2016 SpieleFilmeTechnik 11/2016
    PC Games 12/2016 PCGH Magazin 01/2017 PC Games MMORE Computec Kiosk On the Run! Birdies Run
article
990080
Tales of Symphonia
Tales of Symphonia im Gamezone-Test
Ein sehr gelungenes Rollenspielepos samt fetzigem Echtzeit-Kampfsystem und mächtigem Umfang.
http://www.gamezone.de/Tales-Of-Symphonia-Classic-36498/Tests/Tales-of-Symphonia-im-Gamezone-Test-990080/
25.11.2004
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2004/11/TV2004112414440000.jpg
tests