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Tales of Eternia (PSP)

Release:
07.02.2006
Genre:
Rollenspiel
Publisher:
Ubisoft
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Tales of Eternia im Gamezone-Test

01.03.2006 13:45 Uhr
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Neu
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Die Neuauflage für Unterwegs erstrahlt im alten Glanz, Reids Abenteuer macht aber auch heute noch richtig viel Spaß!

Nicht selten sind uns Europäern einige sagenumwobene Softwareperlen vergönnt, da sich der eine oder andere Publisher einfach weigert, sein vielleicht etwas seltsam anmutendes Machwerk auch hier in der westlichen Welt zu veröffentlichen. Ähnlich erging es wohl auch dem im Jahre 2000 in Japan erschienenen Rollenspiel "Tales of Eternia", auch wenn dieses sicherlich keines der ungewöhnlichsten Spiele der Welt darstellt. Lediglich die Amerikaner kamen im Jahre 2001 noch in den Genuss des Spiels - dort unter dem Namen "Tales of Destiny II". Uns Europäern wird dieser Rollenspiel-Leckerbissen nun endlich auf der PSP serviert, dank einer gelungenen Umsetzung des Klassikers für Sonys tragbare Konsole.

Tales of Eternia Tales of Eternia [Quelle: ] Reid, Farah und Keele kennen sich schon seit ihren jüngsten Tagen. Gemeinsam haben sie ihre Kindheit verbracht und trieben in ihrem Dorf viel Schabernack. Während Reid wohl eher als Grobian durch die Gegend zog, war Keele derjenige, welcher immer einstecken musste. Die kleine Farah hatte aber jeher ein gutes Herz und tröstete Keele immer wieder. Nach vielen Jahren hat sich an dieser Situation generell recht wenig getan: Reid ist zu einem Jäger geworden, welcher den Umgang mit Schwert und Bogen in Eigenregie erlernt hat, der hagere Keele dagegen ging in die Welt hinaus, um an der Universität seinen Wissensdurst zu stillen. Eigentlich hätten Farah und Reid ein ruhiges Leben in ihrem Heimatdorf führen können, wäre nicht urplötzlich ein geheimnisvolles Mädchen namens Meredy vom Himmel herab gestürzt. Dank der Fremden müssen die beiden Freunde das Dorf verlassen und den abenteuerlichen Weg in die große und vor allem gefährliche Welt wagen.

Inferia und Celestina in Gefahr

Tales of Eternia Tales of Eternia [Quelle: ] Es sollte nicht lange dauern, bis unseren Helden die kleine und kindlich wirkende Meredy verstehen und erfahren, warum sie in diese Welt gekommen ist. Eternia besteht aus drei unterschiedlichen Sphären: Die kleine Heldentruppe lebt auf dem Planeten Inferia. Diesem Planeten gegenüber, getrennt von der Orbus Barrier, steht die Welt von Meredy und wird Celestia genannt, deren Zivilisation aber schon seit Jahrtausenden keinen Kontakt mehr zu Inferia pflegt. Mitunter dürften einige Gerüchte um brachiale und brutale Kreaturen aus Celestia daran schuld sein, nicht anders ist die Feindseligkeit der Bewohnern Inferias zu erklären. Beide Welten schweben aber in Gefahr - die Distanz zwischen ihnen verringert sich unermüdlich und somit steht eine Kollision und Zerstörung von Eternia bevor. Die Geschichte läuft wieder einmal darauf hinaus, dass ihr mit den gegebenen Charakteren die Welt retten müsst. Die Story wird aber geschickt erzählt, mit einigen Überraschungen und etwaigen Intrigen gespickt und fesselt, bis der Abspann über den kleinen Bildschirm läuft.

Den Entwicklern ist das Kunststück gelungen, eine fantastische und durchdachte Geschichte wunderschön in das gegebene Szenario zu integrieren. Die einzelnen Charaktere schließt man recht schnell ins Herz, was vor allem aufgrund der immer wieder aufkommenden witzigen Gesprächen und Rückblicken auf die Vergangenheit erreicht wird. Allerdings sollten begeisterte Rollenspieler unter euch ein gutes Verständnis der englischen Sprache mitbringen: Weder die superbe und umfangreiche Sprachausgabe, noch die Bildschirmtexte wurden ins Deutsche übersetzt. Dadurch vermied man bei Ubisoft aber immerhin stümperhafte Übersetzungen und präsentiert eine äußerst gelungene Sprachausgabe, welche ihresgleichen auf der PSP sucht.

Keine Reise ohne Gefahren

Tales of Eternia Tales of Eternia [Quelle: ] Man mag es den Entwicklern verübeln, dass sie den alten Klassiker mit kaum einer Änderung auf die PSP portiert haben, nichts desto weniger kann "Tales of Eternia" auch heute noch begeistern. Mit dem Hauptcharakter Reid durchstreift ihr in typischer RPG-Manier der alten Schule die weite Welt von Eternia. Eine Übersichtskarte dient meist der schnellen Fortbewegung zwischen unterschiedlichen Orten wie verborgende Höhlen, Tunnels und natürlich auch vielen Städten. Nicht nur in den Verliesen und Höhlen, auch auf der Karte sorgen per Zufall auftretende Kämpfe für nicht immer gewollte Tagungen mit fiesen Schergen und angriffslustigem Getier. Die Artenvielfalt auf Eternia dürfte jeden Naturforscher erfreuen, da enorm viele unterschiedliche Kreaturen eine kleine Insel bevölkern.

Tales of Eternia Tales of Eternia [Quelle: ] Nun kommt das bekannte und auch hier wieder äußerst gelungene Kampfsystem der "Tales of..." Serie zum Tragen: Der Bildschirm wechselt von der Karte in eine Kampfarena, welche sich optisch der aktuellen Umgebung und sogar der Tageszeit anpasst. Ein klassisches Runden-Kampfsystem werdet ihr hier vergeblich suchen. Der Schlagabtausch findet in Echtzeit statt, verliert sich aber nicht selten in ein äußerst hektisches Treiben auf dem Bildschirm. Dazu bewegt ihr Reid seitlich über ein zweidimensionales Feld (ähnlich eines 2D-Jump'n'Run), greift die Feinde mittels normaler Attacken an, verbindet diese sogar zu kleine Combos und könnt mit der Zeit sogar effektive Spezialmanöver sowie Zauber vom Stapel lassen. Die bis zu drei weiteren Mitstreiter agieren selbständig und unterstützen Reid nach bestem Wissen und Gewissen. Schutzlos seid ihr einer dümmlichen KI aber nicht ausgeliefert, denn deren Verhalten lässt sich optimal einstellen. Optionen sorgen für eine angepasste Formation und bietet genaue Angaben darüber, wie sich Farah, Meredy und Co. in der Offensive oder Defensive zu verhalten haben. Bei Bedarf kann auch während des Kampfes nochmals an der Strategie gefeilt und die Rüstung gewechselt werden!

Das Heldentraining

Tales of Eternia Tales of Eternia [Quelle: ] Kein Rollenspiel ohne die obligatorische Charakterentwicklung: Wie üblich gewinnen die Helden durch ihre Kämpfe auch an Erfahrung und steigen so Level für Level auf. Neben Verbesserungen im Bereich der üblichen Werte wie Trefferpunkte und Magie werden auch Spezialfertigkeiten weiter ausgebildet. Keele geht äußerst geschickt mit Zauber um, Farah unterstützt die angeschlagenen Partner durch eine heilende Hand während Reid den begabten Waffenheld darstellt. Mit der Zeit entwickelt sich ein ziemliches Kampfgetümmel auf dem Bildschirm: Die neuen Skills sorgen für wahrhaft atemberaubende Grafikeffekte und lassen ein ordentliches Feuerwerk abbrennen, zum Teil aber auf Kosten der Übersicht. Während bildschirmfüllende Zauber auf die Feinde einprasseln, versucht man nicht gerade selten, sich einfach mit irgendwelchen Attacken aus der Klemme zu helfen. Insgesamt bietet das gesamte Kampfsystem aber einen ordentlichen Tiefgang, der aufgrund vieler Optionen optimal beeinflussbar ist. Wem trotz starker Waffen und Zauber die Luft ausgeht, der kann das Geschehen auch kurz unterbrechen, die Mannschaft neu sortieren und Items wie auch spezielle Fähigkeiten von Hand nutzen.

Verpasst ihr nicht gerade irgendeinem feindlichen Getier diverse Ohrfeigen, dürfte das nächste Reiseziel wohl eine der vielen Städte sein. Hier erkundigt man sich nach dem Weg, geht auf Shoppingtour in den Einkaufsmeilen und ruht sich im nächsten Hotel aus. Ein kurzer Besuch in der Kneipe kann ebenfalls nie schaden, kommen hier doch immer wieder Reisende mit den neuesten Meldungen aus dem Lande vorbei. Nebenbei solltet ihr jeden Gegenstand untersuchen, nicht selten sind nette Items in irgendwelchen Schränken oder Vasen versteckt. Oftmals könnt ihr so auch ganz unerwartet auf den Chefkoch treffen. Dieser erweitert das Gameplay von "Tales of Eternia" um einen weiteren Punkt: Die Kochkunst. Überall können Zutaten für bestimmte Gerichte gefunden werden, welche zubereitet Lebensenergie spenden, den Magievorrat auffüllen oder temporär eure Attribute verbessern. Das leckere Abendmahl kann aber nur dann heiß gegessen werden, wenn ihr vom Wunderkoch das passende Rezept bekommen und natürlich die richtigen Bestandteile gefunden habt.

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01.03.2006 13:45 Uhr
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