Tales of Symphonia: Dawn of the New World im Gamezone-Test

Test CharLu

... ist eine durchaus anständige Fortsetzung des einstigen Cube-Vorzeige-Rollenspiels

In Menschenjahren gerechnet sind es rund fünf Jahre her, da man sich mit Lloyd in "Tales of Symphonia" auf die Reise begeben hat. Seinerzeit auf Nintendos GameCube zu Hause, lieferte die Geschichte sowie das Spielgeschehen alles was man sich von einem Japano-RPG - vor allem mit den überausbekannten "Tales of" Wurzeln - wünschen konnte. "Tales of Symphonia" gehörte bzw. gehört noch mit zu den besten Rollenspieler seiner Zunft und stellt ganz klar ein Highlight auf dem GameCube dar. Wiederum in RPG-Tales-of Jahren gerechnet, sind nunmehr zwei Jahre verstrichen, da die "Tales of Symphonia" Geschichte mit "Dawn of the New World" endlich ihre lang ersehnte und von Fans auch geforderte Fortsetzung auf Nintendos Wii findet. Ein Wiedersehen mit alten Bekannten ist garantiert, genauso wie das Freundschaft schließen mit scheinbar erst einmal unausstehlichen Charakteren.

So ein Warmduscher

Tales of Symphonia: Dawn of the New World Tales of Symphonia: Dawn of the New World Auf Geheiß des Himmels wurde einst die Welt in zwei Teile gespalten. Die Auserwählten der Erneuerung allerdings hatten etwas gegen diesen himmlischen Plan und führten den ursprünglichen Zustand wieder herbei. Da der Ur-Weltenbaum, Kharlan mit Namen, zerstört wurde, pflanzte man einen neuen Weltenbaum. Allerding war damit auch das neue Chaos besiegelt, denn bevor die Wiedervereinigung vollends ergangen war, blühte ein neues Reich, die Welt von Tethéalla auf. Sie gedieh und wuchs prächtig - sehr zum Leid der Bewohner von Sylvarant, die zusehen mussten, wie ihr Reich darnieder ging. Die hieraus entstehende Kluft entzweite die Menschen und sorgte fortan für das vorherrschende Chaos.

Tales of Symphonia: Dawn of the New World Tales of Symphonia: Dawn of the New World Und in diesem Chaos ist der junge Emil Castagnier zu Hause und er ist absolut nicht gut auf Lloyd zu sprechen, der als großer Held in Sylvarant gefeiert wird, augenscheinlich aber auch derjenige ist, der für den Tod von Emils Eltern verantwortlich ist. Da Emil ein schüchternes Kerlchen ist, der nicht einmal einer Fliege was zu Leide tun könnte, zu allem brav ja und amen sagt und sich stetig für alles und jeden entschuldigt, führt seine Naivität gleichfalls dazu, dass er alles glaubt, was er hört. So auch die Tatsache, dass der allgemein gefeierte Held Lloyd der Mörder seiner Eltern ist. Feige, waschlappig und einfacher ein Jammerlappen wie er im Buche steht, scheint er nicht dafür gemacht zu sein den Tod seiner Vorfahren zu rächen. Doch eines Tages, nachdem er lange genug von seinem Onkel und seiner Tante herum geschubst wurde, taucht ein Fremder auf, der zwar gleichfalls - wie ihr wohl auch - nicht damit klar kommt, dass sich Emil ständig entschuldigt und rumjammert, doch letztlich sorgt der Unbekannte dafür, dass Emil eine Seite an sich entdeckt, von der er nie angenommen hat, dass sie existiert.

Wissen ist Macht - nichts wissen macht nichts?

Tales of Symphonia: Dawn of the New World Tales of Symphonia: Dawn of the New World Nachdem Heulsuse Emil einen gewaltigen Schritt - natürlich mit eurer Hilfe - nach vorne gemacht hat, immerhin wird er zum Ritter des Monsterkönigs Ratatosk ernannt, dürft ihr euch vollends in die "Tales of" Welt stürzen. "Dawn of the New World" platziert sich zeitlich etwa zwei Jahre nach dem gelungenen GameCube Ableger, so dass Spielkenntnisse aus der alten Symphonia-Welt überaus nützlich sind. Generell ist es zwar kein zwingendesn Muss, dass man den GC-Vorgänger gespielt haben sollte, es gestaltet die Dinge nur um einiges leichter und das Verstehen bezogen auf die Geschichte wird auf jeden Fall einfacher. Auch spielerisch wandelt der neue "Symphonia" Teil auf den Spuren seines Vorgängers und natürlich serviert man bekannte "Tales of" Kost, womit man seinen generell grundlegenden Wurzeln treu ergeben bleibt - wenngleich es auch eine nicht unscheinbare Neuerung geschafft hat sich den Weg zu bahnen: Monster fangen und züchten. Doch jetzt erst einmal der Reihe nach ...

Mal wieder fast typisch

Tales of Symphonia: Dawn of the New World Tales of Symphonia: Dawn of the New World Wer bereits Erfahrung in den verschiedenen "Tales of" Universen sammeln konnte, wird sich bei "Dawn of the New World" recht schnell heimisch fühlen (mal Vorgängerkenntnisse bezogen auf diesen Teil selbst außen vor gelassen). In typischer Japano-RPG-Manier bereist ihr die Welt, redet mit Passanten, schwingt das Schwert, erfüllt Aufgaben, erkundet fremde Städte, meuchelt zwischendrin große Boss-Gegner und sorgt dafür, dass eure Jungs und Mädels zu großen Krieger bzw. angesehenen Helden aufsteigen. Zwischendrin kauft ihr das eine oder andere vorzugsweise Waffen-Goodie, geht eine Runde kochen, pflegt ein paar neue Truppenmitglieder und genießt immer wiederkehrende Sequenzen.

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