[Quelle: Siehe Bildergalerie]
Sicherlich kennen die meisten von euch die berühmten Künstler der Historie: Leonardo, Raphael, Michelangelo und Donatello. Einige von euch werden mit diesen Namen jedoch sicherlich auch vier mutierte, sprechende und Pizza- spachtelnde Martial Arts- Schildkröten verbinden: Die "Teenage Mutant Ninja Turtles". Spätestens nach dem Erscheinen ihres neuen Animationsfilms im Jahre 2007, betitelt mit dem Kürzel "TMNT", sollten sie allgemein bekannt sein.
Was einige vielleicht nicht mehr wissen: Als die kämpfenden Amphibien mit einer recht populären Trickfilmserie von 1987 zum Leben erwachten, gab es das "Ninja" in ihrem Namen noch nicht. Stattdessen waren sie bekannt unter dem Titel "Teenage Mutant HERO Turtles". Später sollten auf die Erfolgsserie zwei Realfilme folgen (von denen ich ungeniert sagen kann, dass ich sie echt spaßig finde), in denen wie in der Vorlage der Bösewicht Shredder den Untergrund von New York mit seiner gefürchteten "Foot Gang" (oder auch "Foot Clan"), einer Gruppe jugendlicher Ninjas, unterwanderte. Der wahre Drahtzieher und Kollege Shredders fehlte jedoch - und zwar das eklige Monster Krang, das wie ein Gehirn mit kleinen Stummelärmchen aussieht und zudem noch ein erfinderisches Genie ist.
In Konamis GameBoy- Spiel "Teenage Mutant Hero Turtles- Fall of the Foot Clan" von 1991 hat besagtes Ekelvieh Krang die Reporterin April ONeal entführt - welche die beste Freundin der Turtles ist und als einer der einzigen Menschen von deren Existenz weiß - und mit seinem Technodrome, ein futuristisches Panzerfahrzeug, in die Dimension X verfrachtet.
Das können die Turtles natürlich nicht auf sich sitzen lassen (schließlich sind sie alle heimlich in die hübsche Rothaarige verknallt ;-) ).
Wir übernehmen im Spiel die Steuerung von einem der vier Turtles. Zur Erinnerung:
Leonardo (blaues Bandana, Spitzname "Leo"), der heimliche Anführer des Krötenteams, kämpft mit zwei Katanas;
Raphael (rotes Bandana, Spitzname "Raphy"), der grummelige Antiheld, nennt zwei Sais (gabelförmige Klingen) sein Eigen;
Donatello (lilanes Bandana, Spitzname "Donny"), der schlaue Kopf der Gruppe, langt mit seinem Bo (einen Kampfstab) heftig zu;
und last but not least haben wir da Michelangelo (oranges Bandana, Spitzname "Mikey"), den etwas trotteligen Spaßvogel, mit seinem Nunchaku- Doppelpack.
Welchen der vier wir letztendlich auswählen... ist vollkommen egal. Jeder Turtle hat den selben Angriffsradius, die selbe Steuerung - und auch dasselbe Aussehen. Aber lassen wir das mal beiseite.
"Fall of the Foot Clan" sieht aus wie ein Jump & Run, geht jedoch spielerisch viel mehr in die Richtung eines Hau- drauf- Games à la "Double Dragon".
Das Spiel umfasst fünf Stages, die sich aus insgesamt 11 Abschnitten, welche unregelmäßig auf die Stages verteilt sind, zusammensetzen. Komischerweise sind alle fünf Stages gleich von Anfang an anwählbar. Die "Freispiel- Motivation" ist somit schon mal gleich Null, aber was solls.
Unsere Aufgabe besteht jedenfalls darin, uns von links nach rechts durch Massen an Feinden zu kloppen. Dabei haben es Ottonormal- Foot- Soldaten, fliegende Dronen, mechanische Vögel, Piranhas und Kampfroboter auf uns abgesehen. Kommt uns ein Feind zu nahe (meist sind jedoch bis zu vier Gegner gleichzeitig auf dem Bildschirm), drücken wir im richtigen Moment den A- Knopf, um mit unserer Waffe zuzuschlagen. Die meisten Gegner lassen sich mit nur einem einzigen Schlag besiegen, weswegen "Fall of the Foot Clan" schon nach kurzer Zeit eher zu einem Reaktionstest mutiert, als zu einer actiongeladenen Klopperei. So wird zum einen Schnelligkeit verlangt, wenn ein Gegner urplötzlich ins Bild springt oder ein Stahlträger von der Decke fällt. Ebenfalls wichtig: Der Spieler muss schnell entscheiden, welche von den bis zu vier Feinden, die sich ihm gerade nähern, im Moment am gefährlichsten ist. Beispielsweise ist es meist empfehlenswert, zuerst das heran rollende Fass zu überspringen, bevor man sich dem von hinten nahenden Foot- Soldaten widmet. Somit verlangt der Titel nicht gerade viel Hirn, die Non- Stop- Reaktionstests sind jedoch auch nicht gerade unspaßig.






