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  • Teenage Mutant Ninja Turtles im Gamezone-Test

    Rasant, actionreich und spaßig! Die kampfwütigen Schildkröten machen eine ordentliche Figur!

    Leonardo, Raphael, Michelangelo und Donatello! Vier bekannte italienische und ehrwürdigen Künstlern, für manch einen aber auch vier ausgeflippte sowie mutierte Kampfschildkröten! Anfang der 90er Jahre trieben die "Teenage Mutant Ninja Turtles" ihr Unwesen im Comic, auf der Mattscheibe, in den Kinderzimmern als Action-Figuren und in den Lichtspielhäusern. Heute kehren sie in einem Animationsfilm auf die Kinoleinwand zurück und passend dazu spediert uns Publisher Ubisoft ein actiongeladenes Abenteuerspiel für alle gängigen Konsolen. Wir traten für euch in die Fußstapfen der mutierten Pizzafresser, kämpften uns wagemutig durch New York und kletterten in Schwindel erregenden Höhen. Wie gut wir mit den Schildkröten - in dem Fall vor allem aber auch der Wii-Remote - zurecht kamen und ob man an Erfolge von anderen Lizenzumsetzungen wie "King Kong" anknüpfen kann, erfahrt ihr in unserem ausführlichen Test!

    Teenage Mutant Ninja Turtles Teenage Mutant Ninja Turtles Basierend auf dem kommenden Kinofilm präsentiert das gleichnamige Spiel die Geschichte von Leonardo und seinen drei Geschwistern. Einst waren die vier unzertrennlich, heute gehen sie ihre eigenen Wege. Mühsam erarbeiten sie sich ein wenig Geld für die nächste Pizza und manch einer rettet die Stadt im egoistischen Alleingang. Besorgniserregt setzt Meister Splinter, eine mutierte Ratte und der Adoptivvater der Schildkröten, seine ganze Hoffnung in Leonardo. Er soll die Familie wieder zusammen führen und das Band zwischen seinen Brüdern wieder herstellen. Neben dem heimischen Drama wütet zudem das Böse in New York. Die Jungs des Foot Clan vermöbeln unschuldige Bewohner und Kreaturen aus einer fremden Welt verbreiten Angst und Schrecken. Die Frage ist nur, wer hinter dem Übel steckt und was er vor hat!?

    Es war einmal ...

    Teenage Mutant Ninja Turtles Teenage Mutant Ninja Turtles Ihr übernehmt zwar anfänglich den Part des Familienführers, schlüpft im Laufe des Spieles aber auch in die Rollen der anderen Kampfschildkröten. Die Geschichte wird mit einigen Videosequenzen aus dem kommenden Film angereichert, welche aber sehr geschickt und fast unbemerkt in das aufwendig gestaltete Comic integriert wurden. Wie in einem Bilderbuchmärchen fährt die Kamera (leider etwas ruckelnd) über die gezeichneten Bilder, während eine unsichtbare Hand freundlicherweise die Seiten umblättert. Nebenbei erzählen sich die vier Turtels und Splinter gegenseitig passend zu den Bildern die Geschichte und erfreuen sich an ihren vergangenen Erlebnissen. Die Synchronsprecher verrichten eine ordentliche Arbeit und hauchen den Charakteren Leben ein. Auch wenn uns die Story als Erzählung präsentiert wird, so nutzen die Kampfschildkröten jede Gelegenheit für einen frechen Kommentar oder hinterfragen das Verhalten ihrer Geschwister.

    Die erfrischende Erzählform zieht sich durch das komplette Spiel hinweg und verleiht dieser Filmumsetzung eine ganz außergewöhnliche Note. Während ihr die Gegner vermöbelt, an Wänden entlang kraxelt und über die Dächer von New York springt, wird das Geschehen von den Hauptdarstellern inklusive einer Einblendung einer Comicgrafik kommentiert. Entweder geben sie einen dummen Spruch von sich, lästern über eure Misserfolge oder lassen einige Informationen bezüglich der Story einfließen - alles natürlich mehr oder weniger passend auf eure Spielweise oder dem Fortschritt im Spiel. Dank einiger eher weniger geistreicher Kommentare wie "Super-Mega-Hyperklasse, Junge!" oder "Absolut gigantisch!" fällt der Bezug zur eher jüngeren Zielgruppe doch recht oft auf, was mit der Zeit doch etwas nervig werden kann.

    Vier Schildkröten auf Abwegen

    Teenage Mutant Ninja Turtles Teenage Mutant Ninja Turtles Grundsätzlich haben die Kampfschildkröten ihre Basis unter der Stadt in der Kanalisation. Auf den Straßen lassen sie sich eigentlich nicht blicken und wenn doch, geschieht dies im Eifer des Gefechts oder um die frische Lieferung an duftender Pizza abzuholen. Den Hauptteil des Abenteuers verbringt ihr deshalb in den unendlichen Gängen der Abwasserkanäle und vor allem hoch über den belebten Straßen auf den Dächern der Häuser, wo die Bewohner euch nicht sehen und erkennen. Leonardo, Raphael, Michelangelo und Donatello scheinen dabei zu viel "Prince of Persia" gespielt zu haben! Ähnlich agil wie der genannte Edelmann hüpfen die Schildkröten von Dach zu Dach, nutzen Vorsprünge zum Hochklettern und machen aus New York geradezu einen unterhaltsamen, aber auch äußerst gefährlichen Abenteuerspielplatz.

    Spielerisch ist die Kletterei gleichfalls einfallsreich wie auch imposant, aber nicht ganz so ausgetüftelt und anspruchvoll wie beim allseits beliebten Prinzen. Im Gegenzug offeriert uns der Titel aber ein extrem hohes Spieltempo, so dass die Denkaufgaben des Klettersports zu schweißtreibenden Geschicklichkeitspassagen werden. Nicht selten vergreift man sich, fliegt an einer Fahnenstange vorbei oder rutscht doch noch vom Fenstersims ab und landet äußerst ungemütlich auf dem harten Boden der Tatsachen. Der Kameramann scheint auch nicht immer ausgeschlafen zu sein und tut sein übriges, um gewisse Sprungpassagen möglichst ungünstig in Szene zu setzen. Zum Glück hält sich das in Grenzen und Dank der viel zu häufig vorkommenden Rücksetzpunkte kommt auch absolut kein Frust auf.

    "Prinzisch" an Wänden entlang rennen als auch hohe Mauern erklimmen, agile Wandsprünge auszuführen und zugleich auch noch zwischen zwei Häusern senkrecht empor zu klettern, bereitet den Schildkröten keinerlei Mühen. Aber nicht nur die Aktionsvielfalt erinnert uns an das persische Abenteuer aus dem selben Publisherhaus, auch die Steuerung zeigt starke parallelen auf. Die Action kann noch so atemberaubend und spektakulär in Szene gesetzt sein - ein in der Realität sicherlich kaum machbarer Wandlauf lässt die Turtels kalt und ist sehr leicht auszuführen. Nach und nach lernt ihr die Eigenheiten der vier Schildkröten kennen, nutzt deren Eigenschaften wie Stabsprünge oder auch Helikopterflüge aus und könnt ohne Probleme alle Aktionen ausführen. Zum Einsatz kommen dabei hauptsächlich die verschiedenen Buttons der Wii-Fernbedienung als auch des Nunchuk. Die Steuerung ist trotz der andersartigen Belegung der Wii-Controller äußerst simpel und eingängig, was aufgrund des hohen Spieltempos aber sehr zu begrüßen ist.

    Cowabunga ... und schon fliegen die Fetzen

    Teenage Mutant Ninja Turtles Teenage Mutant Ninja Turtles Viele Fans und Kenner der bisher veröffentlichten Umsetzungen der Ninja Turtles dürften über den sehr hohen Anteil der Geschicklichkeitspassagen erstaunt sein. Die rasante Kletterei nimmt in etwa 70% des Abenteuers in Anspruch, während der Rest nun mit wilden Kloppereien gefüllt wird. Das Herz eines Actionliebhabers schlägt höher, sobald man einen großen freien Bereich im Level betritt. Enttäuscht wird man nur selten, denn zumeist findet hier ein Kampf mit dem Foot Clan, den fremden Kreaturen oder gar einem Bossgegner statt. Die vier Kampfschildkröten lumpen sich auch nicht und präsentieren ihren jeweils eigenen Kampfstiel, was sich in deren Attacken und Animationen handfest widerspiegelt. Angereichert wird das Repertoire mit speziellen Aktionen, die nach Aufladung eines Balkens eine Zeitlupe auslösen und euch damit die Gelegenheit geben, überlegte und effektreiche Angriffe zu starten.

    Auf dem "Schlachtfeld" fallen auch die größten Unterschiede zwischen der Wii-Variante und den anderen Versionen auf. Für die Kampfbefehle reichen die Tasten alleine nicht mehr aus, denn schwunghafte Bewegungen dienen nun den Angriffen. Ein kurzes Schütteln des Nunchuk verteilt Arschtritte, während die gleiche Aktion mit der Fernbedienung die Waffe zum Einsatz bringt. Aber nicht nur "sinnloses" herumfuchteln steht auf dem Tagesprogramm, auch wenn dies oftmals ein schnelles und unkompliziertes Austeilen von Backpfeifen mit sich bringt, manche Aktion will geplant und wohl überlegt ausgeführt sein. Die Steuerung geht in Ordnung, ist aber nicht ganz so eingängig wie auf den anderen Konsolen. Man merkt dem Titel einfach an, dass man es hier mit einer Multiplattformentwicklung zu tun hat und von daher das Gameplay nicht speziell auf den Wii-Controller ausgelegt ist.

    Während man zu Beginn des Spieles noch alleine durch die Gassen wandert, stehen später die Brüder an der Seite des Spielers. Ungeduldig machen sie euch auf ihre derzeitige Langweile aufmerksam, wollen eingewechselt werden und ebenfalls ein wenig Spaß haben. Sowohl in den Kletterpassagen, als auch im Kampf finden so genannte Team-Aktionen ihren besonderen Platz. Während einer der Brüder euch auf sonst unerreichbare Vorsprünge wirft, könnt ihr unter anderem die unbeteiligten Schildkröten auch effektiv in den Auseinandersetzungen mit den bösen Buben einsetzen. Ihr schleudert den Gefährten in die Gegnermassen, werft ihn mit ordentlich Schwung auf den Boden oder nutzt ihn als Rammbock. Der häufige Einsatz solcher gemeinsamer Aktionen wird sogar neben der Spielzeit, Effektivität und gesammelter Anzahl an Münzen in der Gesamtauswertung eines jeden erfolgreich absolvierten Abschnittes belohnt.

  • Teenage Mutant Ninja Turtles
    Teenage Mutant Ninja Turtles
    Publisher
    Ubisoft
    Release
    26.11.2009

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991204
Teenage Mutant Ninja Turtles
Teenage Mutant Ninja Turtles im Gamezone-Test
Rasant, actionreich und spaßig! Die kampfwütigen Schildkröten machen eine ordentliche Figur!
http://www.gamezone.de/Teenage-Mutant-Ninja-Turtles-Spiel-13735/Tests/Teenage-Mutant-Ninja-Turtles-im-Gamezone-Test-991204/
23.03.2007
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2007/03/TMNT_packaging_shots_04.jpg
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