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  • Tenchu: Dark Secret im Gamezone-Test

    Diese Ninjas haben ihren Beruf eindeutig verfehlt. Abermals versinkt Tenchu in der Senke der sinnlosen Stealth-Spiele.

    Im allgemeinen Sprachgebrauch stand "Tenchu" für ein aufregendes und spannendes Ninja-Abenteuer, wobei gewisse Parallelen im Bereich der Stealth-Action zu Solid Snake nicht abzuweisen waren. Der Ursprung liegt schon lange zurück und fand ein würdiges Debüt auf der ersten Playstation - heute haftete der Serie aber ein fader Beigeschmack an. Die neueren Ableger konnten nicht mehr sonderlich überzeugen, allen voran machte die PSP Version keine gute Figur mehr. Nun beehrt FromSoftware den Nintendo DS und ganz der modernen Tradition folgend findet leider auch diese Umsetzung keinen Anklang mehr! Was man alles falsch machen kann, könnt ihr im Folgenden lesen!

    Tenchu: Dark Secret Tenchu: Dark Secret Kenner freuen sich auf ein Wiedersehen mit Rikimaru und Ayame, Ninjas des Azuma Shinobi Ryu Clans, welche von Beginn an als spielbare Charaktere zur Verfügung stehen. Beide haben Lord Matsunoshina Gohda in vielen Missionen treu zur Seite gestanden, jetzt stellt ihr Meister seine Schatten vor eine völlig neue Aufgabe. Ihr Ziel ist ein kleines Bergdorf namens Saiga nahe der Grenze zu Gohda. Dort finden sie Prinzessin Shizu durch ruchlose Räuber und Banditen schwer verwundet vor. Sie ist die Tochter des Hauses Akama und seit einem Jahr mit dem Herrscher Kagemasa Hakkaku verheiratet - Ein Bündnis zur Aufrechterhaltung des Friedens zwischen den zwei Reichen. Mittlerweile ist sie aber auf der Flucht vor ihrem Ehemann, der wohl menschenverachtende Rituale zur späten Stunde zelebriert. Die Ehe birgt dunkle Geheimnisse, welche ans Tageslicht gebracht werden müssen.

    Tenchu: Dark Secret Tenchu: Dark Secret Kling die ganze Geschichte anfänglich noch recht nett, erinnert sie recht schnell an eher belanglose Intrigen und vor allem riecht es nach einem ganz typischen Kampf zwischen den Guten und den Bösen. Es verwundert nicht, dass sich auch das Dämonenreich zu Worte meldet und uns damit ein immer wieder kehrender und zig mal durchgekauter Storyfraß vorgeworfen wird. Zugegeben, das Szenario wurde noch nicht ganz so oft auf die asiatische Kultur ausgelegt, finde hiermit aber auf jeden Fall einen weiteren - leider belanglosen - Ableger. Im Besonderen steht und fällt die Geschichte mit der eher schwachen Präsentation, welche uns wenige und häufig wiederholte Standbilder und massig Geschwafel in Textform vorwirft. Es fehlt schlicht das Flair und eine passende Atmosphäre, sowie eine ansprechende Form, um den Spieler bei Laune zu halten.

    Missionsvorbereitung

    Tenchu: Dark Secret Tenchu: Dark Secret Hat man die Formalitäten hinter sich gebracht und weiß darüber bescheid, dass man in der Rolle des Babysitters und Aufpasser der geflohenen Prinzessin wild die Gegner metzeln muss, kann es auch schon ans Eingemachte gehen. Vor jeder Mission sollte sich auch ein Ninja auf den bevorstehenden Kampf vorbereiten. Dazu durchwühlt ihr die Liste an verfügbaren Ausrüstungsgegenständen und entscheidet, was für das Erledigen der Aufgabe von Nutzen sein wird. Alle nötigen Utensilien werden in den begrenzten Rucksack gepackt und die Mission gestartet. Da ein Ninja gewöhnlich recht schnell, aber sehr leise vorgeht, stehen unzählige Variationen an Waffen und Fallen zur Verfügung. Um seine Gegner standardmäßig einen Kopf kürzer zu machen, wird die Klinge benutzt. Wer aber gewieft ist, wird Projektile wie Shurikens, Rauchbomben und Kettensichel einsetzen und den Gegner damit aus sicherer Distanz killen. Tickreichere Naturen stellen sogar Fallen auf, um seine unwissenden und wirklich dämlichen Widersacher eins auszuwischen.

    Missionsdurchführung

    Tenchu: Dark Secret Tenchu: Dark Secret Einer der beiden Ninjas steht nun inmitten der trostlosen Umgebung, welche sich rings um das kleines Bergdorf Saiga ausbreitet und soll irgendwelche vermissten Einwohner retten, alle Gegner über den Jordan schicken oder einem besonders starken (bzw. doch dümmlichen?) Bossgegner seine Klinge unters Kinn halten. Dazu prescht man einfach mal in die Welt hinaus und sobald ein warnender Laut oder ein rotes Symbol auf der Übersichtskarte zu sehen ist, schaut man sich kurz um. Steht der Feind mit dem Rücken zu euch, wird er umgehend und ohne Rücksicht auf Schleicheinlagen einen Kopf kürzer gemacht. So geht ein Ninja nicht vor? Mag sein, hier feiert man damit aber einen durchschlagenden Erfolg! Vor allem zu Beginn stellen Fallen eine sinnlose Zeitverschwendung dar, erst später, wenn ein Gegner nicht mit einem Schlag zu vernichten ist, kann man über solche Taktiken nachdenken.

    Tenchu: Dark Secret Tenchu: Dark Secret Dann aber beginnt das Abenteuer sehr schnell langweilig zu werden. Egal wie die Mission auch lauten mag, grundsätzlich rennt (pirscht) ihr an den Feinden vorbei oder läutet deren Tod ein. Oftmals könnt ihr direkt an deren Füßen kleben und machen was ihr wollt, diese werden euch, sofern sie sich nicht umdrehen, nicht entdecken! Der eigentliche Schleichfaktor kommt so gut wie nicht zur Geltung, da auch das Gameplay diesbezüglich kaum Möglichkeiten zur Verfügung stellt. Anlehen an Wänden bringt außer der Sichtbereichserweiterung keine zusätzlichen Vorteile und selbst hinter einem dürren Baum kann sich der Ninja unbemerkt verstecken. Außer den zugegeben später sehr nützlichen Fallen reicht ein brachiales Vorgehen, um die Missionen erfolgreich abzuschließen. Derer gibt es über 40 Stück, welche spätestens nach einem Duzend ziemlich eintönig werden und sich wiederholen.

    Missionsnachbereitung

    Tenchu: Dark Secret Tenchu: Dark Secret Überlebt der bzw. die Ninja ihre Aufgabe, was nach nur wenigen Minuten feststehen müsste, wird das Vorgehen vom Spiel mehr oder weniger exakt bewertet. Ihr erhaltet eine Higscore, welche sich anhand einiger Kriterien wie erlittenen Schaden, unbemerkte Aktionen und ähnlichem errechnen. Eine tatsächliche Motivation entspringt daraus aber sicherlich nicht! Viel eher interessieren die in den Level eingesammelten Objekte, welche herrenlos in der Gegend herum lagen oder von gemetzelten Gegnern hinterlassen wurden. Habt ihr die nötigen Kenntnisse und Rezepturen, werden Pilze, Papier, Seil, Kräuter und ähnliches kurzerhand zu heilenden Reisbällchen verarbeitet oder in gemeine Fallen investiert. All diese Ausrüstungsgegenstände stehen anschließend wieder in der Missionsvorbereitung zur Verfügung und erleichtern das ohnehin schon recht gemütliche Leben der beiden Helden.

    Tenchu: Dark Secret Tenchu: Dark Secret Mit dem nötigen Kleingeld klappert ihr den hiesigen Markt von Saiga ab, welcher von Beginn an seine Pforten geöffnet hat. Die Bewohner sind aber mit dem Wiederaufbau ihrer geliebten Heimat beschäftigt und deshalb ist das Angebot stark eingeschränkt. Jede erfolgreiche Mission trägt aber zur Rekonstruktion des Dorfes bei und sorgt somit für ein reichhaltigeres Angebot bei den Händlern. Nur woher das Geld nehmen, wenn nicht stehlen? Ganz einfach, ihr verkauft selber zusammengestellte Ausrüstungsgegenstände an die Händler und bekommt dafür reichlich Gold. Alternativ könnt ihr euren Handel auf das weltweite Netz verlagern. Entweder trefft ihr euch mit Freunden, oder aber mit Fremden und könnt deren Gegenstände erwerben. Zwar ist die Funktion ganz witzig und rare Items tauchen leichter im eigenen Inventar auf, einen zusätzlichen Spielspaß erhaltet ihr damit aber nicht.

  • Tenchu: Dark Secret

    Tenchu: Dark Secret

    Publisher
    Nintendo
    Release
    23.11.2006
    Leserwertung
     
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Tenchu: Dark Secret
Tenchu: Dark Secret im Gamezone-Test
Diese Ninjas haben ihren Beruf eindeutig verfehlt. Abermals versinkt Tenchu in der Senke der sinnlosen Stealth-Spiele.
http://www.gamezone.de/Tenchu-Dark-Secret-Spiel-36854/Tests/Tenchu-Dark-Secret-im-Gamezone-Test-991088/
11.12.2006
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2006/08/Screenshot_Tenchu_Dark_Secret1.jpg
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