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  • Tenchu: Wrath of Heaven im Gamezone-Test

    Die Mutter der Stealth-Spiele orientiert sich wieder am ursprüng- lichem Gameplay.

    "Tenchu: Wrath of Heaven" stellt den dritten Teil der Tenchu-Serie dar, welche auf der PSX ihren Einstand feierte. Seither ist Tenchu ein Synonym für Ninja basierte Schleichspiele, wenn ich das Mal so einfach ausdrücken darf. Denn das was auf den ersten Blick wie ein Beat ém Up aussieht, entpuppt sich ziemlich schnell als Stealth-Aktion Schleicher mit Adventure Elementen.

    Bevor wir das Abenteuer beginnen, müssen wir uns entscheiden, welchen der zwei Hauptdarsteller wir verkörpern möchten. Zur Auswahl stehen uns der starke Rikimaru und die schnelle Ayame. Je nachdem für welche Person wir uns entschieden haben, beginnen wir an verschiedenen Stellen in die Story einzusteigen. Von nun an heißt es schleichen und warten bis zum Exodus, denn ein Vorpreschen wie in diversen Action-Adventures oder Hack'n Slays ist in Tenchu praktisch nicht möglich, da einen schon zwei mittelmäßige Gegner das Leben kosten können. Stattdessen gilt es sich möglichst im Verborgenen zu halten und alle Gegebenheiten für sich auszunutzen. Dafür gibt es die verschiedensten Waffen, welche von vergifteten Reisbällchen über Wurfsterne bis hin zu allen möglichen Hieb- und Stichwaffen reichen. Die wichtigste Funktion allerdings verbirgt sich hinter der sogenannten Stealth-Action, welche den Ninja erlaubt sich z.B. unbemerkt von hinten an einen Gegner heranzuschleichen und sodann lautlos zu töten. Dabei unterscheidet das Game genau von welcher Seite aus wir uns dem Feind genähert haben und führt einen entsprechenden Move aus. Doch die Möglichkeiten beschränken sich nicht nur auf den Gebrauch der Waffen, sondern bieten auch eine sehr praktische Grappling-Gun an, welche dazu dient sich über hohe Mauern oder Ähnlichem hinüberzuziehen.

    Das Gameplay bietet uns also Level für Level bestimmte Vorgaben die erfüllt werden müssen, sowie die Möglichkeit der eigenen Figur weitere Moves beizubringen, indem sie bereits erlernte möglichst effektiv einsetzt. In der Regel bringen einem so zehn angewendete Fatalities in einem Level einen neuen Special-Move ein. Wie die gestellten Aufgaben zu bewältigen sind bleibt dabei völlig dem Spieler überlassen. Die Level selbst nämlich bieten meist mehrere Wege zum Ziel, die nicht immer auf den ersten Blick alle zu erkennen sind. Mit ihren Beitrag dazu leistet die üble Kameraführung, die mit allen Mankos versehen ist die man in solch einem System überhaupt unterbringen kann. So passiert es nicht selten, dass die Kamera viel zu nahe ans Geschehen zoomt, dass man von den Spielfiguren nur noch Ausschnitte sieht, oder sie gleich in die völlig falsche Richtung weißt. Das zwingt den Spieler ständig auf L1 zum Zentrieren der Ansicht zu drücken, was aber oft dazu führt, dass sich die Kamera direkt über die Spielfigur setzt und diese von Oben zeigt, so dass man von der Umwelt überhaupt nichts mehr sieht. Zu allem Überfluss reagiert sie auch noch sehr unwillig auf die manuelle Steuerung per rechtem Analogstick, besonders in engen Gassen oder Schluchten weigert sie sich zudem komplett sich in die gewünschte Richtung zu drehen. Ist man dann auch noch gezwungen z.B. einen exakten Sprung über eine Schlucht auszuführen, misslingt dieser nicht selten weil die Kamera schlicht und einfach nicht flott genug ist oder den falschen Bildausschnitt zeigt. Einen richtigen Tenchu-Fan freilich kann das nicht aufhalten, kennt er dieses Manko doch schon aus den Vorgängern. Stärker ins Gewicht fällt da schon das hackelige Kampfsystem, welches nur bei jedem zweiten Anlauf das tut was der Spieler eigentlich will. So ist es zum Haare raufen, wenn man bereits mehrere Sekunden den Blocken-Knopf gedrückt hält, unser Charakter aber fleißig einen Schlag nach dem anderen einsteckt ohne auch nur Anstalten zu machen endlich die Arme zu heben. Dies aber bekommt man mit etwas Gefühl für das unausgewogene Timing noch in den Griff, weniger jedoch die Unlust der Engine die Stealth-Technik anzuwenden. So scheint es mitunter ein reines Glücksspiel ob man den Gegner nach erfolgreichem Anschleichen von hinten nun mit einem Schlag außer Gefecht setzen kann oder nicht. Da man nach seinem virtuellen Ableben den Level wieder von ganz von Vorne beginnen muss, sorgen diese Mankos in der Summe für einigen Frust beim Spieler.

    Wirklich gelungen hingegen ist die Soundkulisse, die herrlich stimmig inszeniert wurde. Dies trifft auf die original asiatischen Klänge der Hintergrundbeschallung genauso zu wie auf die typischen Kampfgeräusche, welche einem noch aus dem ersten Tenchu bekannt sind. Doch auch die vielen begleitenden Sounds tragen ihren Teil zum gesamt guten Eindruck bei, wie das stapfen der Füße im Schnee oder das klimpern der Dachziegel wenn man sich von Hausdach zu Hausdach bewegt.

    Sieht man einmal von der verunglückten Kamerasteuerung ab, kann man sich über die Grafik nicht beschweren. Vor allem die völlig ruckelfreie Wiedergabe mit konstanten 60 Bildern die Sekunde weiß zu begeistern. Auch die Animationen der Charaktere sind sehr gut und vielschichtig gelungen, schade dass im Gegensatz dazu die Models nicht gerade mit einer hohen Polygonanzahl gesegnet sind und auch gerne Mal teilweise in den Mauern verschwinden, was besonders affig aussieht wenn ein Kampf z.B. an einer Felswand stattfindet, woraufhin sich die beiden Figuren praktisch auf derselben Stelle befinden. Dies hält sie aber nicht davon ab weiterhin aufeinander einzuprügeln, auch wenn sie sich dafür in den eigenen Bauch schlagen müssen.

    Sehr positiv fällt der Multiplayer-Part zu Tenchu auf, welcher vor allem deswegen besticht, weil er mit einem Coop-Mode versehen ist, den man leider viel zu selten in aktuellen Titeln findet. Dieser allerdings bietet nicht dieselben Missionen wie das Singleplayer-Game sondern wartet mit fünf speziell designten Missionen auf, die auf das Spiel zu Zweit optimiert sind. Wenn das mal nicht vorbildlich ist.

    Tenchu: Wrath of Heaven (PS2)

    Singleplayer
    7,5 /10
    Multiplayer
    -
    Grafik
    7/10
    Sound
    9/10
    Steuerung
    6/10
    Gameplay
    8/10
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
    Pro & Contra
    Flüssige Bildwiedergabe mit konstanten 60 Frames/Sek
    nette Animationen
    gelungener Multiplayer-Part
    stimmungsvolle Soundkulisse
    Unmögliche Kameraführung
    hackeliges Kampfsystem
    Klippingfehler
  • Tenchu: Wrath of Heaven
    Tenchu: Wrath of Heaven
    Release
    06.03.2003
    Leserwertung
     
    Meine Wertung

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989160
Tenchu: Wrath of Heaven
Tenchu: Wrath of Heaven im Gamezone-Test
Die Mutter der Stealth-Spiele orientiert sich wieder am ursprüng- lichem Gameplay.
http://www.gamezone.de/Tenchu-Wrath-of-Heaven-Spiel-36861/Tests/Tenchu-Wrath-of-Heaven-im-Gamezone-Test-989160/
06.03.2003
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2003/04/ACF17AE.jpg
tests