Tera im Konsolentest: Was hat der MMO-Oldie noch drauf?

Test Karsten Scholz
Tera im Konsolentest: Was hat der MMO-Oldie noch drauf?
Quelle: buffed

Fast sechs Jahre nach dem PC-Release in Europa hat Tera den Weg auf die aktuelle Konsolengeneration gefunden. Doch was hat der MMO-Oldie im Jahr 2018 noch drauf? Wir haben uns mit unserem frisch erstellten Popori-Zerstörer die Playstation-4-Version angeschaut und verraten es euch!

Auch wenn Tera (jetzt kaufen 46,95 € ) erst am 03. April 2018 für Playstation 4 sowie Xbox One erschienen ist, hat das Online-Rollenspiel von Bluehole (Devilian, PlayerUnknown's Battlegrounds) bereits einen laaaangen Weg hinter sich. Erstmals erblickte "The Exiled Realm of Arborea" das Licht der Welt (von Korea, um genau zu sein) im Januar 2011. Etwas mehr als ein Jahr später durften dann auch wir Europäer das MMORPG auf dem PC ausprobieren, damals noch mit dem obligatorischen Abo-Bezahlmodell. Die Free2Play-Umstellung erfolgte im Februar 2013. Nun wollen die Entwickler in Zusammenarbeit mit Publisher En Masse Entertainment ihr Glück auf der aktuellen Konsolengeneration versuchen, und damit der Versuch in einem Erfolg endet, spendierten die Designer Tera eine überarbeitete Controller-Steuerung, frische Menüs und einige weitere Anpassungen. In unserem umfangreichen Test verraten wir euch, wie gut sich der MMO-Oldie nach über sieben Jahren schlägt.

Tera im Konsolentest: Volle Kontrolle mit dem Controller

Wer - wie unser Haupttester - Tera das letzte Mal im Zuge des PC-Releases vor fast sechs Jahren gespielt hat, kann sich auf einige Neuerungen gefasst machen. Es gibt beispielsweise ein taufrisches Tutorial, in dem wir die grundlegenden Steuerungskniffe erlernen. Zwar bot bereits die Release-Fassung eine Controller-Unterstützung, doch haben die Entwickler diese für den Konsolen-Port noch einmal überarbeitet. Und das Ergebnis fühlt sich bereits nach kurzer Eingewöhnung prächtig an! Mit den Schultertasten R1 und R2 sowie den Aktionsknöpfen Quadrat, Dreieck und Kreis lösen wir die wichtigsten Angriffe aus, per Kreuz interagieren wir beispielsweise mit NPCs und mit dem Steuerkreuz schlucken wir Tränke, rufen ein Kreismenü auf oder wirken Emotes.
<strong>Tera </strong>im Konsolentest: Das Klassenangebot von Tera setzt auf die Heilige Dreifaltigkeit aus Tank, Heiler und Schadensexperten, einige Hybriden können mehrere Rollen übernehmen. Quelle: buffed Tera im Konsolentest: Das Klassenangebot von Tera setzt auf die Heilige Dreifaltigkeit aus Tank, Heiler und Schadensexperten, einige Hybriden können mehrere Rollen übernehmen. Eine zweite Reihe von Aktionen erreichen wir über die L1-Taste, auf Wunsch lässt sich die Tastenbelegungen frei konfigurieren. Auch die Navigation durch das angepasste Menü funktioniert intuitiv: Einmal über den Optionen-Knopf geöffnet, rauschen wir mit den Schultertasten durchs Inventar, das Questbuch, den Fortschrittsreiter oder die Fertigkeiten. Einzig bei der Bedienung des Chats haben wir Maus und Tastatur vermisst, hier fehlt es auch an Übersicht, da sich die unterschiedlichen Chat-Kanäle nicht voneinander trennen lassen. Ein integrierter Voice-Chat schafft hier zumindest bei festen Gruppen Abhilfe.

Tera im Konsolentest: True Action Combat

<strong>Tera </strong>im Konsolentest: Per Knopfdruck könnt ihr einen Gegner als festes Ziel definieren, was vor allem Fernkämpfern das ... nun ja ... Zielen mit Zaubern oder dem Bogen erleichtert. Quelle: buffed Tera im Konsolentest: Per Knopfdruck könnt ihr einen Gegner als festes Ziel definieren, was vor allem Fernkämpfern das ... nun ja ... Zielen mit Zaubern oder dem Bogen erleichtert. Bereits 2012 war das "True Action Combat"-System für uns DAS große Highlight von Tera, und dank des überarbeiteten Controller-Supports gehen die Kämpfe auf der Konsole sogar noch geschmeidiger und griffiger von der Hand als seinerzeit auf dem PC. Mit wenigen Knöpfen reihen wir mächtige Komboketten aneinander oder weichen gefährlichen Attacken aus, die durch einen roten Bereich angekündigt werden. Als Nahkämpfer fühlen sich die Scharmützel dabei herrlich wuchtig an, da wir mit jedem Schwung alle Gegner in Reichweite erwischen und das Trefferfeedback stimmt. Fernkämpfer und Zauberkundige müssen dagegen tatsächlich zielen, um einen Widersacher zu erwischen. Da wir unser Wunschopfer per Tastendruck als Ziel definieren dürfen, gelingt auch das selbst in chaotischen Situationen einigermaßen problemlos.

Besonders spannend fallen die Kämpfe jedoch aufgrund ihrer Dynamik aus. Nicht nur wir sind ständig in Bewegung, auch unser Kontrahent will uns anstürmen, auf den Kopf springen oder ungespitzt in den Boden rammen. Dabei geht so manche Schlagkombination auch mal ins Leere, gleichzeitig müssen wir genau überlegen, welche Attacken wir schlucken und wann wir Reißaus nehmen. Unterm Strich gibt es derzeit wohl nur ein weiteres actionfokussiertes Kampfsystem im MMO-Genre, das diese Qualität erreicht, und das findet ihr in Blade & Soul. <strong>Tera </strong>im Konsolentest:&nbsp;Das rote Schadensdreieck zeigt an, in welchem Bereich der nächste Angriff des Gegners einschlagen wird. Unser Popori-Zerstörer nutzt die Zeit für ein Selfie - bitte lächeln! Quelle: buffed Tera im Konsolentest: Das rote Schadensdreieck zeigt an, in welchem Bereich der nächste Angriff des Gegners einschlagen wird. Unser Popori-Zerstörer nutzt die Zeit für ein Selfie - bitte lächeln!

Tera im Konsolentest: Quest-Design anno 2005

Das so spaßige wie befriedigende Kampfsystem von Tera war vor sechs Jahren der Hauptgrund, warum unser Tester auf dem PC einen Popori-Krieger auf die Maximalstufe gebracht hat. Denn wenn sich gefühlt 90 Prozent der Quests auf ein "Töte 10 X, besorge 5 Y von besiegten Gegnern Z"-Design herunterbrechen lässt, hilft es ungemein, wenn das Gekloppe taugt. Wer sich in diesem Bereich mit Blick auf den Konsolen-Port nun etwas mehr Abwechslung erhofft hat, den müssen wir indes enttäuschen. Mit den unterhaltsamen Aufträgen in The Elder Scrolls Online, The Secret World oder World of Warcraft kann Tera nicht annähernd mithalten. Auch die Inszenierung der Missionen fällt weiterhin dröge in Textform aus.

Es gibt jedoch eine gute Nachricht: Die Entwickler haben offenbar Änderungen an der Level-Kurve vorgenommen. Vor allem die ersten zwei Drittel des Weges sind schnell gemeistert. Mit aktiviertem Erfahrungspunkte-Bonus konnten wir die meisten generischen Nebenaufgaben sogar bis zur Maximalstufe ignorieren. Mit mehr Tempo rasten wir aber auch deswegen die Stufenleiter nach oben, weil die Gegner schneller ins Gras beißen als damals auf dem PC. Selbst die BAMS, die Big-Ass-Monster, sind mittlerweile auch ohne Gruppe kein Problem mehr. Sprich: Wer will, kann die Level-Phase schnell hinter sich lassen. Allzu viel Spannung kommt auf dem Weg zur Maximalstufe aber nicht auf. <strong>Tera </strong>im Konsolentest: Nicht nur bei der Inszenierung sparen die Designer, auch für eine ordentliche Rüstung war kein Geld da. Immerhin dürfte es in der Wüste nicht kalt sein ...&nbsp;&nbsp; Quelle: buffed Tera im Konsolentest: Nicht nur bei der Inszenierung sparen die Designer, auch für eine ordentliche Rüstung war kein Geld da. Immerhin dürfte es in der Wüste nicht kalt sein ...  

Tera im Konsolentest: Mehr Komfort

Einfacher beziehungsweise komfortabler haben die Entwickler auch den gesamten Bereich des Charakterfortschritts gestaltet. Auf einen Blick sehen wir jetzt beispielsweise im Inventar, ob ein neues Beutestück besser ist als das Pendant, das wir gerade angelegt haben. Ein paar Klicks später starten wir den Verzauberungsprozess, mit dem wir etwa eine Waffe mehrfach aufwerten. Auf Wunsch läuft dieser Vorgang bis zur maximalen Aufwertungsstufe komplett automatisch ab, zumindest wenn wir genug Ressourcen besitzen.

Auch das Sockeln von Kristallen in Ausrüstungsgegenständen oder das Verbessern von Fertigkeiten mithilfe freigeschalteter Glyphen funktioniert intuitiv aus dem Charaktermenü heraus. Wir müssen uns nur überlegen, welche Kristalle wir nutzen und welche Glyphen wir aktivieren wollen. Letzteres ist besonders knifflig, da jede aktivierte Glyphe Punkte verbraucht, die uns nur in begrenzter Menge zur Verfügung stehen. Für die Glyphenwahl bieten die Entwickler aber ebenfalls eine automatisierte Optimierungsfunktion an. Einsteiger freuen sich. <strong>Tera </strong>im Konsolentest: Mit dem Controller erreichen wir mit etwas Übung schnell jeden Bereich der Menüs, Funktionen wie das Verzaubern einer Waffe fallen komfortabel aus. Quelle: buffed Tera im Konsolentest: Mit dem Controller erreichen wir mit etwas Übung schnell jeden Bereich der Menüs, Funktionen wie das Verzaubern einer Waffe fallen komfortabel aus.

Tera im Konsolentest: Mehr Inhalt auf PC

Gleich in der Charaktererstellung fällt auf: Die Konsolenversion von Tera besitzt nicht alle Inhalte, die derzeit auf dem PC zur Verfügung stehen. So wählt ihr etwa zwischen zehn statt 13 Klassen, der Ninja, Gunner sowie die Valkyrie sollen später nachgereicht werden. Beachtet weiterhin, dass der Heldenbaukasten mit einigen Asia-MMO-typischen Restriktionen daherkommt. Die zierlichen Elin gibt es etwa nur in einer weiblichen Variante, zudem dürfen nur sie die Karriere der Klingentänzerin einschlagen, außerdem müsst ihr bereits einen anderen Stufe-40-Charakter vorweisen. Die Klasse der Sturmfurie ist wiederum den Menschendamen vorbehalten.

Eingeschränkt kommt derzeit auch das Angebot im Endgame daher. Zum Konsolen-Release schafften es immerhin 27 Dungeons sowie vier PvP-Schlachtfelder auf die Live-Server, mit der Lilitasfestung (Normal sowie Schwer) und der Lachelitas-Ruine kamen zwischenzeitlich drei weitere hochstufige Herausforderungen dazu. Die Hardmode-Version der Ruine, der Raid Harrowhold sowie weitere Schlachtfelder für Stufe-65-Helden sollen folgen. <strong>Tera </strong>im Konsolentest: Dungeons besucht ihr nicht nur während der Level-Phase, auch im Endgame nehmen sie eine wichtige Rolle ein. Einige stehen sogar in einem schweren Modus zur Verfügung. Quelle: buffed Tera im Konsolentest: Dungeons besucht ihr nicht nur während der Level-Phase, auch im Endgame nehmen sie eine wichtige Rolle ein. Einige stehen sogar in einem schweren Modus zur Verfügung.

Tera im Konsolentest: 08/15-Endgame von der Stange

Auch im hochstufigen Bereich profitiert Tera vor allen Dingen von dem spaßigen Kampfsystem. Im Endgame erwarten euch nämlich in erster Linie Gruppenherausforderungen, täglich wiederholbare Aufgaben und eine Handvoll PvP-Schlachtfelder, die es etwa in einer 3vs3- oder einer "Capture Point"-Variante gibt. Bemerkenswert ist hier vor allem das Einstiegsschlachtfeld, die Kumaskrippe, das euch in Windeln eingepackte, am Schnuller nuckelnde Oger-ähnliche Wesen steuern lässt, neue Fähigkeiten inklusive. Das Ziel ist es hier, eine riesige Kreatur zu verteidigen und gleichzeitig das Pendant des Gegners zu Fall zu bringen. Klingt verrückt und macht leider nur wenig Spaß, was auch an den technischen Problemen von Tera liegt, auf die wir im nächsten Abschnitt genauer eingehen. Dafür gibt es einen ganzen Batzen Erfahrung, wenn man sich in der Kumaskrippe zum Sieg quält. <strong>Tera </strong>im Konsolentest:&nbsp;Oger in Windeln, mit Schnuller im Mund? Oh ja! Willkommen in Kumaskrippe, dem vielleicht sinnlosesten PvP-Schlachtfeld der MMORPG-Geschichte. Quelle: buffed Tera im Konsolentest: Oger in Windeln, mit Schnuller im Mund? Oh ja! Willkommen in Kumaskrippe, dem vielleicht sinnlosesten PvP-Schlachtfeld der MMORPG-Geschichte. Mehr Freude hatten wir dann doch in den diversen Dungeons von Tera, denn hier warten speziell im hochstufigen Bereich einige knackige Gegenspieler auf uns. Gleich mehrere dieser Instanzherausforderungen stehen euch dabei erst auf der Maximalstufe zur Verfügung, für einige benötigt ihr sogar ein bestimmtes Itemlevel. Habt ihr dieses Level erreicht, könnt ihr den neuen Bossen noch besseren Loot abnehmen, der euch dann den Zugang zu noch schwereren Dungeons ermöglicht ... die Item-Spirale dreht sich. All das beschäftigt dank der eingebauten Itemlevel-Restriktionen einige Zeit und kann durchaus motivieren. Doch gibt es auf dem Markt einige etablierte Konkurrenztitel, die nach so vielen Jahren ein deutlich umfang- und abwechslungsreicheres Endgame anbieten.

Tera im Konsolentest: Technisch durchwachsen

Vor sechs Jahren gab es neben dem Kampfsystem noch einen anderen Bereich von Tera, der unserem Haupttester richtig gut gefallen hat: die Grafik! Der asiatische Stil mit den freizügigen Charakteren mag nicht jedermanns Sache sein, doch sind die detailreichen Figuren und die hübschen Regionen auf dem PC auch heute noch einen längeren Blick wert. Dazu kommen das abwechslungsreiche Gegner-Design, die zwar seltenen, aber durchaus opulent inszenierten Zwischensequenzen sowie die geschmeidigen Animationen - rund um den PC-Release 2012 gehörte Tera zu den schönsten Vertretern seiner Zunft.
<strong>Tera </strong>im Konsolentest: Damals wie heute ein optisches Highlight: Der Flug auf dem Pegasus. Die matschigen Bodentexturen und aufpoppenden Objekte im Hintergrund gilt es zu ignorieren. Quelle: buffed Tera im Konsolentest: Damals wie heute ein optisches Highlight: Der Flug auf dem Pegasus. Die matschigen Bodentexturen und aufpoppenden Objekte im Hintergrund gilt es zu ignorieren.

Dass die technische Seite der Konsolenversion bei uns nun einen deutlich schlechteren Eindruck hinterlässt, hat leider nicht nur etwas mit den ersten Alterserscheinungen zu tun. Das Online-Rollenspiel wurde schlicht nicht optimal auf die Konsolen portiert. Störend fallen speziell die regelmäßigen Einbrüche der Bildwiederholrate aus, sobald wir uns in der Nähe anderer Spieler befinden - etwa im PvP oder in den größeren Städten. Selbst beim Questen stellten wir immer wieder kleinere Ruckler fest. Dazu hat das Spiel ständig mit Pop-ups und Tearing zu kämpfen, was die eigentlich stimmige Atmosphäre weiter torpediert. Im direkten Vergleich fällt übrigens auf, dass einige Umgebungsobjekte auf der Konsole gar nicht erst angezeigt werden, auch der Detailgrad der Texturen wurde offenbar spürbar heruntergefahren.

Besonders negativ ist uns das bei verschiedenen Zwischensequenzen aufgefallen, in denen wir Gegner- oder Charaktermodelle aus nächster Nähe zu Gesicht bekommen. Da fällt es kaum mehr ins Gewicht, dass diese vertonten Passagen jedes bisschen Lippensynchronität vermissen lassen. All diese Punkte stören uns umso mehr, weil die sieben Jahre alte PC-Version deutlich besser aussieht, und weil es andere Online-Rollenspiele wie Final Fantasy 14 oder The Elder Scrolls Online auf den Konsolen besser machen. <strong>Tera </strong>im Konsolentest: Die in homöopathischer Dosierung auftauchenden Zwischensequenzen unterstreichen das Alter von Tera, Lippensynchronität gibt es nicht. &nbsp; Quelle: buffed Tera im Konsolentest: Die in homöopathischer Dosierung auftauchenden Zwischensequenzen unterstreichen das Alter von Tera, Lippensynchronität gibt es nicht.  


Tera im Konsolentest: Elite Status und Ingame-Store

<strong>Tera </strong>im Konsolentest: Ob Gründerpakete, Elite-Status oder der Ingame-Store - wer will, kann ordentlich Geld in Tera investieren. Pflicht, um Spaß zu haben, ist das jedoch nicht. Quelle: buffed Tera im Konsolentest: Ob Gründerpakete, Elite-Status oder der Ingame-Store - wer will, kann ordentlich Geld in Tera investieren. Pflicht, um Spaß zu haben, ist das jedoch nicht. Tera ist ein Free2Play-Spiel, ihr dürft das MMORPG also auf PS4 und Xbox One kostenfrei herunterladen, installieren und zocken. Okay, fast. Besitzer der Microsoft-Konsole benötigen noch eine aktive Xbox-Live-Gold-Mitgliedschaft, PSPlus ist auf dem Sony-Pendant dagegen keine Pflicht. Für Tera gibt es indes ein optionales Abo, den sogenannten Elite Status. Der kostet knapp 15 Euro im Monat und bietet euch ein Flugmount ab Stufe 1, 100 Prozent mehr Erfahrung, Gold sowie Ruf, gebührenfreier Handel, mehr Schnellreisemöglichkeiten, jeden Tag 15 Einheiten der EMP-Währung für den Ingame-Store und einiges mehr. Dazu kommen vier unterschiedliche Gründerpakete, die euch den Einstieg erleichtern sollen und neben EMP auch ein exklusives Reittier sowie einen Titel, mehr Stauraum, Kassettenschlüssel, zeitlich begrenzten Elite Status oder zusätzliche Charakterplätze beziehungsweise Bankerweiterungen versprechen. Im bereits erwähnten Shop findet ihr all diese Dinge ebenfalls, dazu aber auch allerlei kosmetische Angebote und sogar Lootboxen.

Free2Play oder Pay2Win?
Bei all den Möglichkeiten, Geld für Tera auszugeben, und die sich aus dem Angebot ergebenden Restriktionen für Kostenlosnutzer, drängt sich natürlich die Frage auf, wie Free2Play Tera wirklich ist. Tatsächlich sind uns viele der Einschränkungen für beispielsweise das Inventar, die Bank oder die Charakterplätze überhaupt nicht negativ aufgefallen. Dazu kommt, dass die Level-Phase auch ohne XP-Bonus vergleichsweise schnell vorbei ist. Die Investition von EMP lohnt sich hier nur, wenn ihr die Nebenaufgaben weitestgehend ignorieren wollt. Und das Wichtigste: Die spielrelevanten Rüstungen und Waffen verdient ihr euch allesamt über Quests oder Dungeon-Besuche. Einzig Spieler, die wirklich alles aus Tera herausholen und entsprechend viel Zeit investieren wollen, sollten über das monatliche Abo nachdenken.


Meinung

Wertung zu Tera (PS4)

Wertung:

6.5 /10
Pro & Contra
Wuchtiges KampfsystemGeschmeidige Kampfanimationen30 Dungeon-Herausforderungen, 4 PvP-SchlachtfelderAbwechslungsreiches Gegner- und Zonen-DesignGriffige Controller-Steuerung
Einige Inhalte der PC-Version fehlen nochGenerische QuestsRegelmäßige Performance-EinbrücheTechnisch durchwachsenLang gestrecktes 08/15-Endgame
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