Games World
Login Registrieren
Möchtest du diese Seite als Startseite festlegen?
als Startseite festgelegt.
    Möchtest du diese Seite als Startseite festlegen?
    Mobile als Startseite festgelegt.
    Login Registrieren
  • Terminator - Rebellion der Maschinen im Gamezone-Test

    Eine mehr als durch- schnittliche Filmlizenz aus dem Hause Atari die T3 gerade mal für Fans interessant macht.

    Terminator 3 - Die Rebellion gegen schlechte Filmumsetzungen

    Ich gebe es zu, ich bin ein Terminator-Fan. Umso mehr enttäuschten mich die bisherigen Terminator-Spiele, allen voran das vorher für die Xbox erschienene "Terminator - Dawn of Fate". Da durfte man anhand der von Atari gemachten Versprechen, was die aktuellste Terminator-Versoftung anging, recht gespannt sein, sollte es doch erstmals möglich sein in die Rolle von Arnold Schwarzenegger persönlich zu schlüpfen und mit ihm die Apokalypse des menschenaufreibenden Kriegs gegen die Maschinen erleben. Dabei legten die Entwickler angeblich besonderen Wert auf die Nähe zum Film, ganz nach der neuen Devise Atari's: Wir machen keine Spiele, wir erstellen spielbare Filme.

    So ist es also kein Wunder, eher eine gut bezahlte Lizenz, welche uns direkt nach dem Einlegen der DVD mit der original Filmmusik begrüßt und uns Arni persönlich ins getrübte Auge schauen lässt. In seiner Haut und auch mit seiner richtigen Stimme versehen stürzen wir uns also ins Gefecht, was in der Praxis bedeutet 22 linear präsentierte Missionen abzuarbeiten, während derer wir von Brewster und weiteren Leuten diverse Anweisungen erhalten. Die drehen sich meist darum irgendwelche Dinge zu zerstören, bis zu einem bestimmten Punkt vorzudringen oder schlicht unsere Kameraden bei ihrer Aufgabe zu beschützen. Da die Level selbst nicht unbedingt besonders übersichtlich sind, man sich auch oft in Abbruchhäusern mit umgestürzten Mauern bewegt und sich seinen Weg erst freischießen muss, hilft uns die eingeblendete Radaranzeige das gewünschte Ziel zu finden. Ohne die würde man sich in den meist dunklen und verwüsteten Kriegsgebieten kaum zurechtfinden. Ebenfalls sehr hilfreich ist die optionale Terminator-Sicht, die uns, wie wir es aus den Spielfilmen kennen, eine Art Thermosicht in roter Farbe präsentiert, welche computergestützt diverse Dinge extra hervorhebt und für uns sichtbar macht. So ist diese Sicht ideal dafür geeignet die doch etwas spärlich verteilte Munition und die zum Überleben wichtigen Energiezellen zu finden. An Waffen nämlich mangelt es unserem Terminator nicht, schon nach kurzer Zeit verfügen wir über ein beachtliches Arsenal an Schuss- und Explosionsmaterial. Je nach Level handelt es sich dabei um Waffen aus der Gegenwart oder der Zukunft.

    Um dem Spieler den Umgang mit den Gegnerhorden so leicht wie möglich zu machen hat man dem Terminator kein klassisches Auto-Aim verpasst, vielmehr kann man ein Ziel mit der linken Schultertaste erfassen oder zum nächsten weiterschalten. Dabei genügt es das Ziel auf dem Schirm zu sehen, um augenblicklich den Gegner anzuvisieren. Ein erneuter Druck auf die linke Schulter schaltet zum nächsten Feind oder löst das Fadenkreuz von ihm. Auf diese Weise kann man auch ganze Horden von Gegnern recht gut handeln oder aus der Deckung heraus besonders schnell Ziel aufnehmen. Um es aber nicht zu einfach zu gestalten, verliert unser Arni sein Ziel recht schnell wenn wir uns bewegen, was ein erneutes Aufschalten nötig macht. Dies aber ist nicht das Schwierige an den Schusswechseln, da man sich über die Power der einzelnen Waffen wirklich nicht beschweren kann, der Schwierigkeitsgrad entsteht durch die knapp vorhandene Munition. Verlässt man sich dabei nur auf das was so in den Leveln verteilt liegt, ist man hoffnungslos aufgeschmissen und läuft meist mit leerem Magazin herum. So kommt man nicht umhin jeden ausgeschalteten Terminator zu untersuchen und ihm seine Munition und Waffen abzunehmen, dies möglichst bevor oder nachdem er sich selbst in die Luft gesprengt hat.
    Neben dem 1st-Person Mode in dem man sich die meiste Zeit bewegt, bietet uns "Terminator 3 - Rebellion der Maschinen" auch ab und an eine Zweikampfsequenz, die aus der 3rd-Person Sicht ausgetragen wird. Das Kampfsystem dazu ist sehr einfach ausgefallen und gestattet unserem Terminator lediglich etwas in der Gegend herumzutreten und den Gegner - falls wir ihn zu fassen kriegen - auch mal in die Luft zu befördern, was einen besonders großen Schaden anrichtet. Leider nur ist die technische Umsetzung dieser Zweikämpfe mehr als schlecht. Das Kampfssystem selbst ist von der ganz einfachen Sorte und das Gezeigte sieht nicht unbedingt echt oder gar mitreißend aus. Im Endeffekt kommt es nur auf das richtige Timing an um jeden Tritt und Griff erfolgreich auszuführen. Hat man dieses einmal intus, stellen die Zweikämpfe keine Herausforderung mehr dar.

    Die gebotene InGame-Grafik ist leider alles andere als ansehnlich. Dabei ist es ja recht verständlich, dass in einer Endzeitumgebung voller Schutt und Schotter mit Farbe gespart wird und keine bunten Blumen am Boden sprießen, das erklärt aber nicht die tristen und kontrastarmen Texturen, die alles in einem graubraunem Matsch verschwimmen lassen. Dies wird mitunter so schlimm, dass man verborgene Eingänge erst wenige Meter davorstehend erkennt und ohne das eingeblendete Radar wahrscheinlich überhaupt nicht gefunden hätte. Dazu gesellen sich die zwar in ausreichender Anzahl auftretenden Gegner, die aber eine ebenso durchschnittliche Figur machen wie die Level selbst. Besonders die Animationen der Terminatoren wirken sehr marionettenhaft und kein bisschen bedrohlich, wenn es ihnen wie den Komikern die Füße unter den Beinen wegzieht oder sie mit ausgestreckten Armen auf die Nase fallen. Die drei Farben denen man ihnen noch dazu zugestanden hat, lässt sie wie die Ampelmännchen in Grün, Gelb und Rot durch die Level stapfen. Die anderen gezeigten mechanischen Einheiten können da schon eher gefallen, wie die F/K-Rover und Panzer, oder der T1 Skynet-Panzer der ersten Generation, der sich in der Praxis als mehr als blind herausgestellt hat und oft als Kanonenfutter herhalten muss. Die beste Figur machen da noch die fliegenden Einheiten, die nur ein bisschen zu klein wirken wenn es sie in der Luft zerreißt.

    Wesentlich mehr Mühe zu gefallen gibt sich da schon die Soundkulisse, die neben der originalen Filmmusik viele bekannte Geräusche bietet und - wie bereits erwähnt - Arnolds Originalstimme bereithält. Dieser spricht zwar nur in Englisch, denn lediglich die Texte im Game wurden ins Deutsche übersetzt, dafür kann man sich so, so richtig an seinem steirischen Akzent erfreuen, wenn er Brewster ein "Gät Daun" entgegenbrüllt oder sein "Törminäited" nach erfolgreicher Vernichtung eines Skynet Schergen. Dumm nur, dass man von der fulminanten Orchesteruntermalung während des Spiels immer nur die ruhigeren Stücke kredenzt bekommt, statt die Musik als Stilmittel zu benutzen und so für eine entsprechende Stimmung zu sorgen. Generell muss man nämlich feststellen, dass sich in "Terminator 3 - Rebellion der Maschinen" die erwartete Endzeitstimmung nicht so recht einstellen will. Denn die Kämpfe bieten bei weitem nicht die erwartete Tiefe und die Missionsziele laufen meist nebenher ab, oft auch ohne vom Spieler richtig bemerkt zu werden. So gibt es nicht wenige Situationen in denen es irgendwelche Leute zu beschützen gilt. Oft allerdings machen die ganz alleine ihr Ding und wir müssen uns nur darum kümmern zur rechten Zeit am Zielort zu sein. Ob wir uns dazwischen um die Mitstreiter kümmern oder nicht wirkt sich kaum auf das Gameplay aus.

    Trotzdem lässt einen das Spiel als Terminator-Fan nicht so schnell los, denn auch wenn die insgesamt 22 Missionen nicht gerade abwechselnd sind, gibt es doch eine ganze Menge an nicht zu verachtendem Bonusmaterial freizuschalten. So empfehle ich euch unbedingt das Video von Sergeant Candy anzusehen, welches uns endlich verrät wie der original Terminator zu dem Gesicht von Arnold kam. Doch auch die mitgelieferte Galerie muss sich nicht verstecken, denn die gezeigten Bilder von den Dreharbeiten sind allesamt sehr hochqualitativ und schön anzusehen. So wie die diversen Making Of Videos und die Film- und Spielkunst Bilder. Als Fan des Terminator bekommt man also eine ganze Menge Bonusmaterial geboten, welches einen Reizt das eher mittelmäßige Spiel bis zum Ende durchzuspielen. Dies lohnt sich auch deswegen, weil Atari als speziellen Boni zwei klassische Atari-Automaten im Spiel versteckt hat, welche die zwei Klassiker Centipede und Missile Command bereithalten, die man extra freischalten kann.
    Fast schon etwas peinlich ist der Umstand, dass die mitgelieferte Demo zu "Terminator 3 - Redemtion", die sich ebenfalls auf der DVD befindet, besser aussieht und auch mehr Spaß macht als das eigentliche Spiel selbst. Irgendwie kann man sich des Eindrucks nicht erwehren, dass "T3 - Redemtion" das wird was "T3 - Rebellion der Maschinen" hätte werden sollen.

    Terminator - Rebellion der Maschinen (XB)

    Singleplayer
    6,2 /10
    Multiplayer
    -
    Grafik
    5/10
    Sound
    7/10
    Steuerung
    7/10
    Gameplay
    6/10
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
    Pro & Contra
    Original Arnold Schwarzenegger
    authentische Soundkulisse
    viele verschiedene Waffen
    viel und ausführliches Bonusmaterial
    Unterdurchschnittliche Grafik
    langweiliges Leveldesign
    lächerliche Zweikämpfe
    unscharfe Cutscenes
  • Terminator - Rebellion der Maschinen
    Terminator - Rebellion der Maschinen
    Developer
    Black Ops Entertainment
    Release
    12.2003

    Aktuelle Action-Spiele Releases

    Cover Packshot von Harry Potter für Kinect Release: Harry Potter für Kinect Warner Bros. Interactive , Eurocom Entertainment
    Cover Packshot von Justice League Heroes Release: Justice League Heroes Warner Bros. Home Entertainment Group , Snowblind Studios
    Cover Packshot von Eragon Release: Eragon Vivendi , Stormfront Studios
    • Es gibt 0 Kommentare zum Artikel

  • Print / Abo
    Apps
    PC Games 12/2016 PC Games Hardware 01/2017 PC Games MMore 01/2016 play³ 01/2017 Games Aktuell 12/2016 buffed 12/2016 XBG Games 11/2016 N-Zone 12/2016 WideScreen 12/2016 SpieleFilmeTechnik 11/2016
    PC Games 12/2016 PCGH Magazin 01/2017 PC Games MMORE Computec Kiosk On the Run! Birdies Run
article
989588
Terminator - Rebellion der Maschinen
Terminator - Rebellion der Maschinen im Gamezone-Test
Eine mehr als durch- schnittliche Filmlizenz aus dem Hause Atari die T3 gerade mal für Fans interessant macht.
http://www.gamezone.de/Terminator-Rebellion-der-Maschinen-Spiel-36930/Tests/Terminator-Rebellion-der-Maschinen-im-Gamezone-Test-989588/
24.11.2003
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2004/02/t3_01.jpg
tests