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The Bard's Tale (XB)

Release:
22.03.2005
Genre:
Rollenspiel
Publisher:
Ubisoft
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The Bard's Tale: Ein unmoralischer Held - Leser-Test von denjuandemarco

26.08.2009 10:41 Uhr
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Neu
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The Bard's Tale: Ein unmoralischer Held - Leser-Test von denjuandemarco [Quelle: Siehe Bildergalerie] Manch ein RPG-Veteran mag beim Vernehmen des Namens "The Bard's Tale" leuchtende Augen bekommen und so kam es, dass auch ich neugierig wurde, als ich Kenntnis von einer X-Box Fassung erlangte, doch ehrlich gesagt wurde dieses Abenteuer, welches gut zwei Jahrzehnte nach seinem Urahn erschien, meinen - zugegebenermassen hochgesteckten - Erwartungen nicht gerecht. Dies liegt in erster Linie daran, dass sich leider der Grossteil an Rollenspielen am US-Standard orientiert, was bedeutet, dass der Schwerpunkt auf der Action bzw. den Hack and Slay Elementen liegt und weniger auf der Identifikation mit der Story und den jeweiligen Protagonisten. Mir schmeckt diese Tendenz ganz und gar nicht, dennoch werde ich diese X-Box Version halbwegs objektiv versuchen zu beurteilen. Fakt ist, dass der zynische Charakter im Ansatz zu erkennen ist und wir es keinesfalls mit einem bierernsten RPG zu tun haben, doch Liebhaber der Bard's Tale Reihe, welche in jenen alten PC-Abenteuern auf ihre Kosten kamen, werden abwinken. Schlecht ist dieses Rollenspiel zwar nicht, doch ist es wirklich nur dem eingefleischten Genre-Fan zu empfehlen, der auf keinen Fall eine Allergie gegen das unentwegte - und meines Erachtens auf Dauer monotone - Abholzen an Feinden haben darf.


Deja-vu?

Wer zu Beginn des Spiels an die beiden Playstation 2 Versionen von Baldur's Gate Dark Alliance erinnert wird, liegt goldrichtig: sowohl Gameplay als auch Optik sind mit jenen Teilen mehr als verwandt, die Grafikengine ist gar dieselbe. Bereits die Konsolenversionen von Baldur's Gate waren mit den wesentlich RPG-lastigeren PC-Versionen (leider) nicht zu vergleichen, so auch hier bei der X-Box-"Schnetzelvariante", die als Action-RPG bezeichnet werden muss. Konsequent und umso trauriger ist es, dass die Hintergrundstory kaum eine Rolle spielt, welche sich im Kern damit befasst, dass eine holde Prinzessin verschleppt wurde und sich unser Anti-Held, seines Zeichens ein Barde, eigentlich wenig darum schwert und eher wider Willen in jenes Abenteuer verstrickt wird. Fast genau so erging es letztlich auch mir, doch die Verlockung, dass sich auch aus dem X-Box Abenteuer "Bard's Tale" eventuell noch ein interessantes RPG-Erlebnis entwickeln mag, trieb mich voran, so dass ich mich auf ein Geschnetzel in jener Fantasy-Welt einliess.


Plattmachen am Fliessband

So interessant das Ambiente in diesem Fantasy-RPG anfangs auch sein mag, so fast schon widerwillig machte ich mich daran, in den zahlreichen Dungeons die dortigen Bewohner in Form von u.a. Goblins, Orks, Trolls, Druiden, Untoten etc. zu eliminieren. Dass dies unter Zuhilfenahme von Schwert, Axt, Dolch, Keule, Stab oder Pfeil und Bogen erfolgt, versteht sich in solch einem RPG wie diesem hier quasi von selbst. Stets vor Augen haben wir dabei genretypisch das Perfektionieren unserer Talente, was uns durch die jeweiligen Levelaufstiege gelingt, die dazu notwendigen Erfahrungspunkte erhalten wir im Laufe der Zeit durch die Masse an erfolgreich gestalteten Auseinandersetzungen mit eben jenen uns feindlich gesinnten Schergen. Klar ist ebenso, dass wir uns gerne das Silbergeld quasi im Vorbeigehen einsacken, welches wir in der Folgezeit bereitwillig ausgeben, um bessere Waffen und Klamotten zu erhalten. Wenig komplex und somit bewusst einfach gehalten ist das Inventar, was dem einen RPGler gefallen, dem anderen weitaus weniger gefallen wird: einerseits gibt es kein Menuchaos, andererseits wenig eigenen Gestaltungsspielraum. Schliesslich spielt auch die Magie eine Rolle, was ein elementarer Bestandteil eines jeden RPGs sein muss, doch erstaunlich reduziert, sprich ohne den gewohnten Variantenreichtum kommt dieses vorliegend daher: logisch, dass wir an einer Selbstheilung interessiert sind, ansonsten spielt unser Barde auf seiner Laute und ruft somit Kampfgenossen herbei. Die wesentlichen Aspekte sind damit dann aber auch schon genannt.


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26.08.2009 10:41 Uhr
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