Es ist cool, sieht modern aus und hat alles, was das Tanz-Herz begehrt, aber ...
Lass die Party beginnen - Let's get it started! Die Black Eyed Peas bringen die Discothek ins Wohnzimmer und wir dürfen genüsslich das Tanzbein zu ihren besonderen Ohrwürmern schwingen. Seit einigen Tagen ist das neue Werk von Ubisoft im Handel und bietet ähnlich dem Michael Jackson Ableger ein spezielles Erlebnis vor allem für Fans. Zwar werden nur wenig Infos über die Weltstars offenbart, doch nirgends bekommt man eine derart gelungene Abmischung aller Chart-Erfolge zum tanzen geboten. The Black Eyed Peas Experience sieht cool und modern aus, hat alles was man zum tanzen braucht und lässt sich mit Kinect prima spielen! Erfahrt mehr darüber im Test!
Quelle: Ubisoft
The Black Eyed Peas Experience
Wie viel Musik den Entwicklern und Musikern im Blut steckt, erfährt man noch bevor irgend ein Modus auch nur im entferntesten gestartet wird. Das Team der Black Eyed Peas steppt schon genüsslich zum Beat über den Bildschirm und um in das Haupmenü zu gelangen, müssen wir ein paar Schritte mitmachen. Klasse! Hier steppt also der Bär, so kommt sofort Laune auf. Die anschließende Navigation durch das futuristische, trancelastige Design mit all seinen Raffinessen verblüfft und lässt selbst den Genreprimus Dance Central ordentlich staunen. Sowohl optisch ansprechend und farblich genial umgesetzt, wie auch intuitiv bedienbar startet man die einzelne Session zu jedem Song des Spiels oder begibt sich in die hervorragende Karriere. Einmal ordentlich verloren in den dennoch ab und an tief verschachtelten Menüs, reicht schlicht eine gehobene Hand, um mit einem schnellen Griff in jeglichen vorherigen Bereich zurückzuspringen oder ins Titelbild zu kommen. Es macht geradezu eine Freude, über eine solch gelungene Menüführung zu berichten, wovon sich viele anderen Kinect-Entwickler wahrlich eine Scheibe abschneiden sollten.
Ein wahres Hit-Feuerwerk
Quelle: Ubisoft
The Black Eyed Peas Experience
Eines ist vorneweg unbestreitbar: Die Black Eyed Peas sprechen mit Chart-Stürmern wie I Got a Feeling oder Boom Boom Pow die breite Masse an, konnten sich ohne Mühen weltweit behaupten und so richtig ordentlich die Discotheken rocken. Auch wenn die vier Ausnahmemusiker sicherlich nicht derart das Publikum aufmischen können, wie einst der King of Pop Micheal Jackson, so dürften sich dennoch recht viele über die wirklich gelungene Songliste aus 28 Titeln freuen. Käufer der ersten Auflage erhalten einen zusätzlichen Download-Code für zwei weitere Songs (Light up the Night & Someday). Die Vielseitigkeit der Band kommt dem Spiel definitiv zu Gute. Trotz der eingeschränkten Auswahl aufgrund eines speziellen Band-Themas ist das Spektrum der Songs sehr breit gefächert. Mal etwas ruhiger, dann eher mit eher Funk, oder dann doch die Discostampfer mit richtig fetten Beats, die einem ordentlich Feuer unter dem Hintern machen. Die größte Stärke des Titels ist aber zugleich auch seine größte Schwäche. Jeder, der was mit den Black Eyed Peas anfangen kann, wird begeistert von der liebevollen Umsetzung sein, alle anderen rümpfen die Nase und wandern eher zu Dance Central 2 oder Just Dance 3 ab, wo immerhin unterschiedliche Interpreten und Genres geboten werden.
Quelle: Ubisoft
The Black Eyed Peas Experience
Wer an dieser Stelle noch weiter liest, freut sich sicherlich auch darüber, dass die teils doch recht langen Ladezeiten immer wieder mit nette Anekdoten zu Will.i.am, Apl.de.ap, Taboo und Fergie aufgefrischt werden, was die Wartezeit durchaus verkürzt. Viel mehr Interaktion oder gar richtige Hintergrundreportagen suchen Fans aber leider vergeblich. Dennoch versprüht der Titel durchaus den Charme der Chaostruppe. Vor allem wenn die virtuellen Ebenbilder der Stars über die Bühne fegen, erinnert dies frappierend an ihre Auftritte im TV oder das Erlebte einer Live-Veranstalltung. Der Entwickler hat sich bezüglich der Animationen wahrlich Mühe gegeben und den virtuellen Helden ordentlich Leben eingehaucht. Dazu ein kreischendes Publikum, welches vor allem während einer guten Performance eurerseits ausflippt.
Quelle: Ubisoft
The Black Eyed Peas Experience
In der Karriere wird man wiederum immer wieder mal von einem Bandmitglied herausgefordert und soll dann spezielle Bedingungen im nächsten Stage erfüllen, um ein paar Extras zu gewinnen - ein nettes Schmankerl zwischendurch und eine zusätzliche Motivation, mal eine bessere Performance an den Tag zu legen. Mit dem Fortschritt kümmern sich die Vier zudem darum, den einzelnen Bühnen mehr Pepp zu verleihen. Die sehen zwar von Anfang an schon genial futuristisch aus und locken mit Licht und Effekten, doch da ist noch wesentlich mehr drin, wenn die Kollegen erst mal weiteres teures Equipment angeschleppt und installiert haben. Leider gibt es nur vier Arenen, in denen das Tanzbein geschwungen wird, aber mal ehrlich, die meisten müssen sich wohl zunächst um den Knoten in den Beinen kümmern, bevor sie das Effektfeuerwerk auf dem Bildschirm bestaunten können.
