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  • The Chronicles of Riddick: Escape From Butcher Bay im Gamezone-Test

    Zum Feste nur das Beste: Riddick überzeugt mit vielen Innovationen bei Gameplay, Grafik und Bonusfeatures.

    Fulminantes Wiedersehen in Butcher Bay

    Im August dieses Jahres bescherten die schwedischen Starbreeze Studios mit "Chronicles of Riddick - Escape from Butcher Bay" den Xbox-Spielern eine Actiongranate der Sonderklasse. Noch nie hatte man in einem Videospiel solche eine Grafik gesehen, Riddick war ein kleines technisches Meisterwerk. Doch damit nicht genug, auch das Gameplay entpuppte sich als ein derart gelungener Mix aus Schleichspiel, Shooter und spielbarem Film, dass wir auch dafür absolute Bestnoten vergaben. Noch bevor Doom 3 und Half-Life 2 auf den Markt kamen, zeigte uns Riddick wie die Spiele der Zukunft auszusehen haben. Pünktlich zum Weihnachtsfest bringt Vivendi nun die PC-Version auf den Markt. Das Schöne daran: Dank hervorragender Umsetzung und genialen Bonusfeatures ist Riddick auch auf dem PC ein absoluter Pflichtkauf!

    The Chronicles of Riddick: Escape From Butcher Bay The Chronicles of Riddick: Escape From Butcher Bay Echten Science-Fiction-Fans ist der Name Riddick schon länger ein Begriff. Im Kinofilm "Pitch Black" hatte Richard B. Riddick seinen ersten großen Auftritt - genau wie sein Darsteller, Vin Diesel, dessen Karriere nach dieser Rolle steil bergauf ging. Nun bringt Universal das offizielle Prequel in die Kinos, diesmal unter dem Namen "Riddick - Chroniken eines Kriegers". Das Spiel hat zwar einen ganz ähnlichen Namen, die Handlung ist jedoch völlig anders als im Film - das Spiel ist also ein gänzlich eigenständiges Kapitel im turbulenten Leben von Riddick. Der befindet sich nämlich während des gesamten Spiels dort, wo er anscheinend einen Großteil seines Lebens verbringt: Im Gefängnis. Dieses nicht sonderlich beneidenswerte Schicksal wird nur dadurch erträglich, dass Riddick ein echter Ausbrecherkönig und Überlebenskünstler ist und vom ersten Moment an hinter Gittern bereits Pläne für seinen Ausbruch schmiedet. Doch dieses Vorhaben gestaltet sich nicht gerade als einfach, denn Butcher Bay und ist so ziemlich das sicherste, übelste und dreckigste Gefängnis im ganzen Sonnensystem.

    Facettenreiches Gameplay

    The Chronicles of Riddick: Escape From Butcher Bay The Chronicles of Riddick: Escape From Butcher Bay Nun könnte man ja vermuten, dass Riddick ein "ganz normaler" Shooter sei, der dem Genre nur einen weiteren, dafür aber sehr gut aussehenden, Vertreter hinzufügt. Dies ist glücklicherweise nicht der Fall. Riddick geht weit über das übliche virtuelle Feuergefecht hinaus und präsentiert einen gelungenen Genremix aus Schleichspiel und Egoshooter, obendrein garniert mit ein paar leckeren Rollenspielelementen. Man könnte dem Titel sogar Anleihen aus dem Boxsport attestieren, denn an vielen Stellen müsst ihr euch nicht Waffen, sondern den blanken Fäusten zur Wehr setzen. Ihr seid schließlich Insasse in einem Hochsicherheitsgefängnis und da geht es unter den Häftlingen schon mal etwas härter zur Sache. Große und kleine Konfliktsituationen löst man dann mit ein paar saftigen Kinnhaken oder verbotenen Waffen in Form eines Schraubenziehers oder Skalpells. Die integrierte Boxsimulation geht sogar über simples Knöpfchendrücken hinaus und lässt verschiedene Schläge und Schlagkombinationen zu.

    Wer die einfache Steuerung mittels beider Mausknöpfe verinnerlicht, hat schnell ein paar schlagkräftige Vorteile gegenüber den ohnehin sehr schlecht gelaunten Mithäftlingen. Denn wie das nun mal in einem Knast so üblich ist, gibt es auch in Butcher Bay verschiedene und feindlich gesinnte Gruppen, für die ihr große und kleinere Aufträge erledigen könnt. Selbstverständlich sind auch die Wachen korrupt und spielen eine wichtige Rolle bei den verzwickten Beziehungen der Häftlinge untereinander. Da kommt so ein cooler und überstarker Bursche wie Riddick natürlich gerade recht und wird gerne mal für das ein oder andere Attentat eingespannt. Hier kommen dann auch die erwähnten Rollenspielelemente zum Zug, denn ihr könnt die euch angebotenen Aufträge natürlich auch ablehnen oder sogar den Auftraggeber angreifen. Je nach dem genießt ihr im Spielverlauf bestimmte Vor- und Nachteile: So bringt euch ein erledigter Auftrag zum Beispiel eine verbotene Waffe als Belohnung ein, welche später bei einem entscheidenden Boxkampf sehr nützlich sein wird. Auch Geld gilt es zu erwirtschaften, davon können beim Schwarzhändler im Gefängnishof Waffen, Bonusmaterial und andere Gegenstände erstanden werden.

    Ein fantastischer Genremix

    The Chronicles of Riddick: Escape From Butcher Bay The Chronicles of Riddick: Escape From Butcher Bay Ein echter Ausbrecherkönig wie Riddick bricht natürlich auch irgendwann einmal aus und muss in diesem Fall auch mal zur Waffe greifen. Es gibt also auch Phasen im Spiel, bei denen nach alter Schule geballert wird und es spielerisch sehr zügig und vor allem actionreich zur Sache geht. Auch gibt es eine Situation, bei der sich Riddick als Wachmann verkleiden kann und somit völlig unbemerkt durch einen Spielabschnitt kommt - Hitman lässt grüßen. Doch damit nicht genug: Dieser Titel ist zu großen Teilen auch ein Schleichspiel. Sogar ein sehr gutes Schleichspiel, denn sollet ihr doch mal von den Wachen bei eurer Schattenpirsch entdeckt werden, ist noch lange nicht aller Tage Abend und mit etwas Glück könnt ihr die ungebetenen Störenfriede sogar überwältigen. Euren derzeitigen Grad an Sichtbarkeit hat man sehr subtil aber elegant visualisiert: Sobald ihr euch in der Hocke und somit im Schleichmodus befindet, färbt sich das Bild leicht blau wenn ihr euch im schützenden Schatten befindet. Somit habt ihr immer genau im Blick ob der gewählte Weg der Richtige ist und wann die Luft rein ist. Auch erlernt Riddick im Spiel seine aus "Pitch Black" bekannte Nachtsicht, welche bis zum Ende des Abenteuers an vielen Stellen zum Einsatz kommen wird. Auf jeden Fall ist die Dunkelheit Riddicks größte Verbündete auf dem Weg in die Freiheit - mit ihrer Hilfe kann er sich nämlich hervorragend von Hinten an die unliebsamen Wachen anschleichen und selbige mit einer einfachen Tastenkombination überwältigen. Selbst wenn man einmal vorzeitig bemerkt werden sollte, kann man manchmal durch so genannte "Counter-Moves" die Waffe des Gegners auf ihn selbst richten und der gefährlichen Situation ein jähes aber blutiges Ende bereiten.

    The Chronicles of Riddick: Escape From Butcher Bay The Chronicles of Riddick: Escape From Butcher Bay Das Mission- und Leveldesign des Spiels fesselt so sehr wie bei kaum einem anderen Genrevertreter, denn ständig eröffnen sich euch neue spielerische Möglichkeiten und die einzigartige Abwechslung zwischen rasantem Shooter und taktischem Schleichspiel sorgen für eine stetig ansteigende Motivations- und Spannungskurve. Fast das gesamte Gefängnis von Butcher Bay ist zwar durch kurze Ladepausen unterbrochen, aber nur selten räumlich voneinander getrennt, weshalb schnell ein Gefühl von Freiheit entsteht, welches bei den sonst äußerst linear gestrickten Genrevertretern eher selten anzutreffen ist. Dabei fällt auf, dass viele Abschnitte des Gefängnisses mehrfach zum Lösen bestimmter Aufgaben durchquert werden müssen, was unter Umständen auch mal etwas verwirrend sein kann.

    Echte Knastatmosphäre

    The Chronicles of Riddick: Escape From Butcher Bay The Chronicles of Riddick: Escape From Butcher Bay Was an Riddick gleich nach den ersten paar Minuten fasziniert, ist nicht nur das innovative Gameplay, sondern vor allem auch die extrem dichte Atmosphäre. Selbige wird nicht nur durch die filmreifen Animationen und Kameraeinstellungen gefördert, sondern ganz besonders durch die hervorragenden Charaktere und deren Sprecher aufrechterhalten. Allen voran natürlich Riddick alias Vin Diesel selbst, der mit seiner unverwechselbaren Stimme und jeder Menge staubtrockenen Humor seinem digitalen Ebenbild echtes Leben einhaucht. Aber auch alle anderen Akteure wie Kopfgeldjäger Johns, gesprochen von Cole Hauser oder der korrupte Gefängnischef Hoxie sorgen für unvergessliche Dialoge und eine Stimmung, wie sie sich sonst nur im Kino einstellt. Diese wird natürlich auch von der hervorragenden musikalischen Untermalung gestützt, welche dem Spiel zusätzliches Hollywood-Feeling einhaucht.
    Technisch ein kleines Meisterwerk

    The Chronicles of Riddick: Escape From Butcher Bay The Chronicles of Riddick: Escape From Butcher Bay Die Technik von Riddick gab auf der Xbox bereits einen Ausblick auf die mit "Normal Mapping" gespickte Grafik von id Softwares Doom 3. Das durch diese Technologie mögliche und extrem realistische Licht- und Schattenspiel, sowie das faszinierend echt wirkende Bump-Mapping sorgte durch seinen neuartigen Look fast schon alleine für ein völlig neues Spielgefühl. Die PC-Umsetzung des bumpgemappten Grafikhammers ist astrein gelungen und hält dank hohen Auflösungen und Unterstützung aktueller Shader-Modelle auch den Vergleich mit Doom 3 locker stand. Vor allem in Sachen optischer Abwechslung kann Riddick überzeugen, denn dank der vielen verschiedenen Texturen, erschreckend realistisch aussehenden Charakteren und vielen liebevollen Details kann sogar so mancher Doom-Level einpacken. Schaut euch unsere zahlreichen Screenshots ganz genau an, sie stammen allesamt von unserem Testrechner und zeigen ausschließlich In-Game Grafik. Hier wurde also nichts beschönigt oder manipuliert - Riddick sieht wirklich so verdammt gut aus! In Sachen Grafikwahnsinn ist Riddick nach Half-Life 2 und Doom 3 definitiv das dritte Spiel im Bunde wenn es um offene Münder vor dem Monitor geht.

    The Chronicles of Riddick: Escape From Butcher Bay The Chronicles of Riddick: Escape From Butcher Bay Aufgrund des opulenten Polygonfeuerwerks kann man an einigen Stellen zwar eine auffällig niedrige Framerate ausmachen und auch so mancher Clipping-Fehler hat sich bei der Darstellung der Gesichter eingeschlichen - echten Freaks fällt so was zwar auf, stören wird es aber dennoch kaum jemanden, dafür entschädigt die restliche Grafik viel zu gut. Aber nicht nur die richtungweisende Engine begeistert, sondern auch die hervorragenden Animationen der Charaktere, welche allesamt mit aufwendigem Motion-Capturing erstellt wurden. Selbst das Interface von Riddick verdient eine besondere Erwähnung, es ist nämlich fast nicht vorhanden: Bis auf die einfach gehaltene Lebensanzeige am oberen Bildschirmrand hat man auf jegliche, unnötige Anzeigen verzichtet oder selbige direkt in die Spielegrafik integriert. Dies betrifft die bereits erwähnten Farbveränderungen im Stealth-Modus oder die Munitionsanzeige direkt auf der Polygon-Waffe. Auch aufnehmbare oder benutzbare Gegenstände werden nur durch ein subtiles Blinken angezeigt, ein Tastendruck interagiert dann mit ihnen. Dabei hat man es manchmal leider etwas schwer, denn wie schon auf der Xbox muss man das Objekt der Begierde schon ganz genau anvisieren um die gewünschte Aktion auslösen zu können. Alle wichtigen Hinweise zum Status der angenommenen Quests, das Inventar, das erspielten Bonusmaterial und eine simple Umgebungskarte könnt ihr übrigens jederzeit im Pausemenü abrufen.

    Richtungweisendes Bonusfeatures

    The Chronicles of Riddick: Escape From Butcher Bay The Chronicles of Riddick: Escape From Butcher Bay Die PC-Version glänzt mit dem viel versprechendem Zusatz "Developers Cut" auf der Packung. Dies bedeutet, dass ihr in der Mitte des Spiels einen gänzlich neuen Spielabschnitt erleben dürft und nach dem einmaligen Durchspielen in den Genuss einer unglaublich guten Kommentarfunktion kommt. Viele von euch kennen ja bestimmt die Kommentare der Macher von diversen DVD's, jedoch ist dieses hochinformative Feature in Computerspielen ein absolutes Novum. Die Leute von Starbreeze haben das Ganze derart schön umgesetzt, dass man Riddick alleine deswegen sofort noch mal durchspielt. Die Funktionsweise ist denkbar einfach: Nachdem ihr das Spiel im Kommentarmodus gestartet habt, erlebt und spielt ihr das vollständige Spiel, jedoch finden sich nun in fast jedem Raum drehende Starbreeze-Logos. Per Tastendruck startet ihr den passenden Kommentar zu aktuellen Situation, Lars Johansson und sein Team haben dabei nicht mit witzigen Anekdoten und hochinteressanten Hintergrundinfos gespart. Wer nach dem einmaligen Durchspielen so richtig im Riddick-Fieber ist, darf natürlich auch die "normale" Bonusgalerie durchstöbern. Hier finden sich nicht nur jede Menge Artworks zu Spiel und Film, sondern auch seltene Videos der ersten Alpha-Versionen des Spiels, sowie eine lustige Dokumentation über die Produktion des Motion-Capturing und ein interaktiver Animationsbetrachter. Selbst in Sachen Bonusfeatures beweisen die Entwickler der Starbreeze Studios also eine gehörige Portion Innovation und ab sofort würden wir gerne in jedem guten Spiel so umfangreiches Bonusmaterial sehen.

    Noch mehr Infos und bewegte Bilder gibt's im Gamezone Video-Review:Chronicles of Riddick (Xbox): Video Review
    (340 kbit/s)

    The Chronicles of Riddick: Escape from Butcher Bay (PC)

    Singleplayer
    9,3 /10
    Multiplayer
    -
    Grafik
    10/10
    Sound
    9/10
    Steuerung
    9/10
    Gameplay
    9/10
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
    Pro & Contra
    gelungener Genremix
    dadurch sehr viel Abwechslung
    gut umgesetzte Faustkämpfe
    fantastische und völlig neuartige Grafikengine
    flotte Ladezeiten
    sehr schöne Animationen
    filmreife Soundkulisse
    hervorragende Sprecher
    deutsche Version nicht geschnitten
    Unmengen an Bonusmaterial
    interaktiver und genialer Kommentarmodus
    kein Mehrspielermodus
    relativ schnell durchgespielt
  • The Chronicles of Riddick: Escape from Butcher Bay
    The Chronicles of Riddick: Escape from Butcher Bay
    Publisher
    Vivendi
    Developer
    Starbreeze Studios
    Release
    17.04.2004
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The Chronicles of Riddick: Escape from Butcher Bay
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http://www.gamezone.de/The-Chronicles-of-Riddick-Escape-from-Butcher-Bay-Spiel-37283/Tests/The-Chronicles-of-Riddick-Escape-From-Butcher-Bay-im-Gamezone-Test-990111/
14.12.2004
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2004/12/SbzEngine_2004-12-13_17-59-41-39.jpg
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