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  • The Chronicles of Spellborn im Gamezone-Test

    Wir ergründen die Geheimnisse der Welt der Splitter und dringen immer weiter in den Deadspell vor.

    Das Genre der Massive Multiplayer Online Roleplaying Games (MMORPGs) scheint seit dem Release von World of Warcraft und seinen Add Ons irgendwie stillzustehen, viel Bewegung und Innovation gab es seither nämlich nicht. Egal ob es nun ein Age of Conan mit einer erwachsenen Spielwelt oder Warhammer Online mit stark PvP-lastigem Angebot probierten, eines war allen gemein: ein statisches Kampfsystem, dass durch ein ewiggleiches Prinzip mit der Zeit langweilig wird. Hier steigt nun The Chronicles of Spellborn ins Geschäft ein und will mit einem abwechslungsreichen und fordernden Kampfsystem aufwarten, um endlich auch mal ein "aktives" Fantasyspiel auf Online-Basis hervorzubringen. Ob das dem jungen Team aus den Niederlanden gelang, haben wir ausführlich getestet und sind als Mensch und Daevi in die Welt von Spellborn eingetaucht.

    The Chronicles of Spellborn The Chronicles of Spellborn Wichtig ist bei Rollenspiel im Allgemeinen und MMOs im Speziellen vordergründig die Charakterentwicklung und -individualisierung, um einen möglichst hohen Wiedererkennungswert zu schaffen und sich selbst oder gewisse Vorstellungen auf die Figur zu reflektieren. Während sich dies in vergleichbaren Spielen vor allem durch eine hohe Anzahl an Charaktereigenschaften, unterschiedlichen Völkern und einem regelrechten Run auf einzigartige Items verdeutlicht, setzt Spellborn hier auf einen anderen Weg: Spieler-Skill! Statt stundenlangem Grinden um an ein besonders austeilfreudiges Waffenset zu kommen ist lediglich die Erfahrung des Spielers und natürlich der Level aussagekräftig, alles weitere soll möglichst fair bleiben.

    The Chronicles of Spellborn The Chronicles of Spellborn Dass man fundamental blieb zeigt sich schon bei der Erstellung eines Online-Alter Ego: Statt jeden Gesichtszug einzeln zu editieren gibt das Spiel einem nur die Möglichkeit, den Charakter rudimentär zu entwerfen und durch wenige Kniffe zu "individualisieren", tiefgreifende oder gar individuelle Merkmale werden im späteren Verlauf jedoch rar. Entscheiden kann man sich ohnehin nicht zwischen einer unzählbar hohen Anzahl an Rassen sondern lediglich zwischen Menschen und Daevi, die eine Art Halbmensch-Halbdämon darstellen. Umso dynamischer geht es dann jedoch weiter, bei der Festlegung der Körperform des Charakters lässt sich von spargeldünn bis unproportional füllig alles wählen. Dennoch enttäuscht das Programm an dieser Stelle, da einfach zu wenig Charaktermerkmale vorhanden sind. Was jedoch dem Körper fehlt wurde bei der Rüstung wiederum toll umgesetzt, denn auch diese trägt unser als Rekrut ins Spiel einsteigender Menschen-Magier von Beginn an. Dabei wird im späteren Verlauf nicht wirklich unterschieden, ob für dieses oder jenes Gewand bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind, stattdessen kann man sich bereits zu Beginn einen Plattenharnisch anlegen und individuell in beliebigen Farben zusammenwürfeln. Dass Plattenrüstungen zwar thematisch wie optisch nicht so recht zu Zauberklassen passen, ist egal, denn auch sonst orientiert man sich nur selten an den Vorgaben des Genres und lässt Elfen und Grind-Gameplay beiseite.

    Rascher Einstieg in eine Geschichte, die nicht erzählt wird

    The Chronicles of Spellborn The Chronicles of Spellborn Nach der Erstellung des Charakters wird man mit einer fast schon obligatorischen Flugshow erst ein wenig durch die Landschaft geführt, während eine Stimme aus dem Off heldenhaftes erzählt, doch auf eine echte Einleitung ins Spiel muss man tragischerweise verzichten. Denn obwohl Chronicles of Spellborn eine wahre Hintergrundgeschichte aufweisen kann, wird diese weder in einem Introfilm noch beim ersten Einstieg erzählt. Erst ein Blick in das Handbuch beziehungsweise ins beiliegende Artbook (Premium Edition) helfen hier weiter: Eine Dämonenrasse namens Vhelgar hielt sich Menschen und Daevi als Diener, bis diese aufbegehrten und die Herrschaft der Dämonen gewaltsam beendeten. Dabei zerbarst die Welt von Spellborn in mehrere Splitter und treibt seitdem im Deadspell, einem wirbelnden Nebel aus endloser Magie. Nach vielen Zeitaltern sind die Nachfahren der Überlebenden damit beschäftigt, die noch unerforschten Splitteregionen im Deadspell zu erforschen und ergründen und stoßen dabei immer weiter vor. Wir übernehmen dabei wie erwähnt die Rolle eines Rekruten in der Enklave, einer Gesellschaft bestehend aus fünf sogenannten hohen Häusern. Diesen Häuser kann man sich schließlich ab dem zehnten Level anschließen um fortan für sie zu kämpfen, worauf das spätere PvP-System basiert. Doch so recht findet man auch hier nicht in die Geschichte, bis auf langwierige Texteinlagen im Spiel selbst wird die Handlung leider nur schwerfällig vorangetrieben oder eben nur im Handbuch erläutert.

    Story Trailer bei uns, wenn schon nicht im Spiel selbst ...
    The Chronicles of Spellborn The Chronicles of Spellborn Gut umgesetzt ist hingegen die textliche Gestaltung der Quests und Aufgaben im Spiel. Viel trefflichen Humor haben die Entwickler hier einfließen lassen und konnten so der zwanghaft bitterernsten Atmosphäre entsagen, die zumeist ihre Wirkung verfehlt. Unschön hingegen sind Übersetzungsmacken, die das Spiel im jetzigen Zustand aufweist. So ist selbst nach den ersten Patches ein nicht zu verachtender Teil der NPC-Kommunikation nicht übersetzt worden, was im Prinzip zwar kein großes Problem ist, durchaus aber zu Verwechslungen führen kann, wenn ein Questtext englisch ausgeschrieben ist, die Monster oder Gebiete jedoch ins Deutsche übertragen worden sind und entsprechend andere Titel haben. Vor allem aber der Wechsel der Sprachen irritiert häufig, sodass auf eine Besserung zu hoffen ist. Was regelrecht enttäuscht ist die Redseligkeit der Nichtspielercharaktere: Während beispielsweise World of Warcraft durch eine Atmosphäre sondergleichen entzückt und Spieler die das Hinterland erkunden mit Nebenquests und interessanten Infos zur Hintergrundgeschichte, der Umgebung und Schätzen belohnt, wollen in Spellborn nur wenige NPCs überhaupt mit uns reden. Beispielhaft für diesen Verdruss an Redseligkeit war ein kleiner Ausflug unsererseits zu einem mysteriösen Turm inmitten eines weitläufigen Waldes. Nach mehreren Minuten auf der Suche nach einem Weg und mehreren Kämpfen mit Wildtieren dort angekommen wimmelt ein Wächter einen nur mit den Worten "Ich möchte jetzt nicht mit dir reden, Rekrut!" ab, was den Spielfluss ungemein hemmt und einfach keine Möglichkeit zur Identifizierung mit der Umgebung und den Charakteren zulässt.

  • The Chronicles of Spellborn
    The Chronicles of Spellborn
    Publisher
    Frogster Interactive
    Developer
    Khaeon Games
    Release
    05.12.2008

    Aktuelle Online-Spiele Releases

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The Chronicles of Spellborn
The Chronicles of Spellborn im Gamezone-Test
Wir ergründen die Geheimnisse der Welt der Splitter und dringen immer weiter in den Deadspell vor.
http://www.gamezone.de/The-Chronicles-of-Spellborn-Spiel-37284/Tests/The-Chronicles-of-Spellborn-im-Gamezone-Test-1019645/
30.12.2008
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2008/12/beta_adventures11.jpg
tests