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  • The Conduit im Gamezone-Test

    Die gelungene Steuerung per WiiMote sowie die Multiplayer-Modi stellen die Highlights dieses Shooters dar.

    Nun ist es da, The Conduit, ein Ego Shooter, der auf der Wii neue Maßstäbe setzen soll, das versprach zumindest der Hype, den man bisher nur von Spielen wie Halo 3 oder Killzone 2 kannte. Doch kann The Conduit seine vollmundigen Versprechen halten und in Sachen Technik, Steuerung und Multiplayer überzeugen?

    Die Aliens, schon wieder

    The Conduit The Conduit Die Story von The Conduit klingt banal: Als Adam Ford, der sich als Agent der US-Regierung verdient macht, verfolgt man man zunächst einen abtrünnigen Wissenschaftler namens Prometheus, doch schnell wird klar, dass mehr hinter dem Auftrag steckt. Nach einem extrem vorhersehbaren Verrat, daher kann man sich den Spoiler-Vorwurf ruhig schenken, fallen Insekten-ähnliche Aliens über Washington D.C. her, inklusive dem Akte X-Thema Nummer 1, der üblichen Regierungsverschwörung, die weite Kreise zieht. So ausgelutscht das Thema ist, so katastrophal ist auch die Inszenierung der Story, die bis auf einige Funksprüche und die trockenen Einsatzbesprechungen nicht viel mehr zu bieten hat.

    The Conduit The Conduit Selbst der Spieleinstieg, bei dem man bei der Konkurrenz von einem spektakulären Ereignis ins nächste gescheucht wird, ist bei The Conduit nicht der Rede wert. Von Beginn an schleichen wird durch monotone und enge Gänge und erwehren uns zahlreiche Gegnerwellen, die über keinerlei KI oder Überlebenswillen verfügen. Angeblich wird die Erde von Aliens überfallen, doch scheinbar hat die Menschheit keine Lust auf Widerstand, da man nie verbündete Einheiten trifft, man bekommt nichts von Kämpfen mit, während mit teils albernen Ingame-Erklärungen versucht wird, diesen Umstand zu rechtfertigen. Man ist der Alleinkämpfer für die menschliche Rasse, was zwar nicht unbedingt selten ist, allerdings hätte man schon ruhig den Eindruck erwecken können, dass auch andere Soldaten oder Agenten zu den Waffen greifen.

    Leveldesign von vorgestern

    The Conduit The Conduit So unfassbar lahm die Inszenierung von The Conduit ist, so öde ist auch das Leveldesign. Wie schon bereits erwähnt, kämpfen wir uns nicht nur durch repetitiv aussehende Gänge ohne jegliche Höhepunkte, vielmehr ist man auch von allerlei Gameplay-Schwächen genervt. Monstergeneratoren, hier auch Alienportale genannt, spucken im Sekundentakt die ekligen Kameraden aus, bis wir diese Portale zerstören. Ein äußerst nerviges Unterfangen, bei dem wir es teilweise mit einem halben Dutzend dieser Generatoren gleichzeitig zu tun bekommen, Hektik macht sich breit. Immerhin rennen die Aliens absolut blind auf uns zu, um sich abschlachten zu lassen. Da bereisen sie den Weltraum und dann das, aber sei es drum, so hat man es wenigstens leichter. Im Prinzip fühlt man sich stark an den Klassiker Serious Sam erinnert, nur das die Gegner einen Kopf haben und nicht schreien. Ebenfalls zu bemängeln, ist die sehr eingeschränkte Feindesvielfalt. Erst zum Ende des Spiels bekommt man es mit dickeren Brocken zu tun.

    The Conduit The Conduit Es ist erstaunlich, wie viel die Entwickler von High Voltage Software in Sachen Leveldesign falsch gemacht haben. Zwar kämpft man sich durch einige bekannte Orte wie das Weiße Haus, während der typische U-Bahn-Abschnitt natürlich ebenfalls nicht fehlen darf, das gleichmäßig niedrige Niveau verführt jedoch zu gerne zum vorzeitigen Ausschalten der Konsole. Das allsehende Auge, eine schwebende Kugel, mit der man allerlei Dinge anstellen kann, sollte eigentlich ein großes Feature von The Conduit sein, ist allerdings einer der größten Nervfaktoren im gesamten Spiel. Im Stil einer Taschenlampe suchen wir mit ihr nach versteckten Botschaften oder Symbolen, die Geheimgänge öffnen, allerdings erst nachdem man ein simples Drehscheibenrätsel absolviert hat. Auch Computer und anderes elektrisches Zeugs lässt sich mit dem allsehenden Auge manipulieren bzw. hacken.

    The Conduit The Conduit Bisher alles im grünen Bereich, doch um die gefühlten 1.000 Türen im Spiel zu öffnen, muss man innerhalb von mehr oder weniger großen Räumen nach zahlreichen unsichtbaren Schaltern suchen, die letztendlich den nächsten Raum zugänglich machen. Das stört den Spielfluss ungemein und sorgt dafür, dass man planlos die Gegend absucht. Immerhin helfen üble Piepsgeräusche aus der Wiimote. Ebenfalls nervig: Unsichtbare Mienen, die man nach dem gleichen Prinzip ausschalten muss. Das dauert ewig und streckt die Spielzeit unnötig. Und die ist nicht unbedingt lang, denn nach 6-8 Stunden ist die ereignislose Alienhatz auch vorbei, zum Glück, denn auf Fahrzeugsequenzen oder ähnliche Begebenheiten muss verzichtet werden. Dafür schlägt man sich mit schlecht gesetzten Checkpoints und einem stark schwankenden Schwierigkeitsgrad herum.

    Ein wenig Aufwind

    The Conduit The Conduit Bisher hat The Conduit keinen guten Eindruck gemacht. Budget-Shooter, die auf für den PC in Massen produziert werden, bieten nicht viel weniger, doch immerhin machen die unkomplizierten Gefechte gegen die Aliens zeitweise doch Spaß, wobei man seinen Anspruch nach unten schrauben sollte. Hauptverantwortlich für diesen Umstand ist die sehr angenehme Steuerung, die sich anhand vieler Einstellungsmöglichkeiten perfekt an die eigenen Präferenzen anpassen lässt. Wer vorher nur mit Gamepad oder Maus gespielt hat, wird vielleicht 10 Minuten für die Eingewöhnung brauchen, da das Fadenkreuz nicht zentriert in der Bildschirmmitte verweilt. Doch hat man diese kleine Hürde überstanden, ballert man sich äußerst präzise durch die Aliens, auch wenn man auf seitliche Angriffe teils zu behäbig reagieren kann, da man das Fadenkreuz erst zum Bildschirmrand führen muss.

    The Conduit The Conduit Nachteilig ist auch, dass man für den Waffenwechsel etwas zu unbequem an das Steuerkreuz kommt, doch das ist ein generelles Problem (nicht für jeden) und nicht die Schuld von The Conduit. Der Shooter spielt sich mit Nunchuk und Wiimote vielleicht nicht deutlich besser als mit Gamepad oder der Maus-Tastatur-Kombo, denn auch hier kann man präzise zielen, das Spielgefühl bei The Conduit ist dadurch jedoch erfrischend anders. Mit einem kleinen Schwung des Nunchuks werden Granaten geworfen, während ein kurzer Stoß mit der Wiimote einen Nahkampfangriff auslöst. "Rumfuchteln" ist also nicht angesagt, weswegen man sich entspannt in denn Sessel lehnen kann. High Voltage Software hat hier quasi die Referenz für die Wii im Shooter-Genre erschaffen. Die Steuerung macht natürlich auch im Multiplayer eine hervorragende Figur, denn auch dieser Modus ist wegweisend für die Wii.

    The Conduit The Conduit Endlich können auch Wii-Spieler auf einen umfassenden Online-Modus zurückgreifen, der sogar WiiSpeak unterstützt. Während des Tests gab es keinen größeren Lags, passende Spiele wurden per Matchmaking stets gefunden und wer nicht mit fremden Gamern daddeln will, darf per Freundescode seine Kollegen herbei rufen und etwas privatere Matches veranstalten. Die Modi-Auswahl ist reichhaltig: Entweder man bekämpft sich in den üblichen Deathmatch-Varianten, jagt einen Spieler mit dem allsehenden Auge, während auch eine Capture the Flag-Variante zur Verfügung steht, ebenso wie ein Kopfgeldjäger-Modus, in dem man Ziele erfüllen muss. Die Unterstützung von bis zu 12 Spielern sowie ein Ranglistensystem runden den positiven Eindruck ab.

  • The Conduit
    The Conduit
    Developer
    High Voltage
    Release
    10.07.2009
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The Conduit
The Conduit im Gamezone-Test
Die gelungene Steuerung per WiiMote sowie die Multiplayer-Modi stellen die Highlights dieses Shooters dar.
http://www.gamezone.de/The-Conduit-Spiel-37308/Tests/The-Conduit-im-Gamezone-Test-992316/
27.07.2009
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2009/05/The_Conduit-Nintendo_WiiScreenshots16549ASEHacking03.jpg
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