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The Elder Scrolls 4: Oblivion (PS3)

Release:
15.09.2010
Genre:
Rollenspiel
Publisher:
Ubisoft
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The Elder Scrolls 4: Oblivion im Gamezone-Test

07.05.2007 14:51 Uhr
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Neu
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Lest alles zum fantastischen Rollenspiel-Meilenstein in unserem ausführlichen PS3-Test.

Für die Rollenspieler unter uns PS3-Besitzern geht in diesen Tagen eine lange Zeit des Wartens zu Ende: Nachdem der Genre-Meilenstein bereits für den PC und die Xbox 360 erschienen ist, können nun auch wir unser Schwert Morrowind schwingen. Kaum ein anderer Titel demonstriert mit seiner Grafik so eindrucksvoll, wie schön die Spiele der kommenden Generation aussehen werden. Doch "Oblivion" geht noch weit darüber hinaus: Es ist auch in Sachen Gameplay der Startschuss für die nächste Generation der Offline-Rollenspiele und fesselt mit einer fantastisch inszenierten Spielwelt vom Fleck weg an den Bildschirm.

The Elder Scrolls 4: Oblivion The Elder Scrolls 4: Oblivion [Quelle: ] Während die wahren Rollenspieler unter uns bereits zahllose Stunden in der Provinz Morrowind beim Spielen des gleichnamigen Vorgängers verbracht haben, entführt uns "Oblivion" nach Cyrodiil, der Heimatprovinz des mächtigen Imperiums. Serientypisch steckt ihr zu Beginn des Spiels in der Klemme, genauer gesagt im Knast der Hauptstadt und wartet auf euer Urteil. Da kommt ein unerwarteter Besuch des Kaisers Uriel Septim in eurer Zelle gerade recht, denn glücklicherweise kennt euch der Herrscher aus seinen Träumen und spricht von einer schrecklichen Prophezeiung, die sich nun sehr bald erfüllen soll. Doch eigentlich kam der Kaiser nicht zu eurer Begnadigung in die fauligen Verließe seines Schlosses, vielmehr ist er zusammen mit seinen Leibwächtern bereits auf der Flucht vor zahllosen Meuchelmördern und der gut versteckte Fluchtweg führt mitten durch eure Zelle. So schlägt das unausweichliche Schicksal eines jeden Rollenspielhelden wieder einmal knallhart zu und betraut euch innerhalb kürzester Zeit mit nichts geringerem, als die Welt vor dem sicheren Untergang zu retten.

The Elder Scrolls 4: Oblivion The Elder Scrolls 4: Oblivion [Quelle: ] Wir verraten an dieser Stelle sicherlich nicht zu viel, wenn wir euch erzählen, dass der gute Kaiser Septim kurze Zeit später von einem heimtückischen Attentäter umgebracht wird und damit eine Kaskade schrecklicher Ereignisse in Gang gerät. Da der Kaiser seinem Imperium keinen Thronerben hinterlassen hat, bricht der magische Schutz vor der finsteren Reich Oblivion zusammen und überall im Land öffnen sich blutrote Portale, um Heerscharen der dunklen Daedra in die einst friedliche Fantasywelt zu entlassen. Einer eurer ersten Quests wird es nun sein, den Gerüchten über einen unehelichen Sohn des Kaisers nachzugehen und mit ihm eine mögliche Rettung vor Oblivions Höllenbrut zu finden. Schnell trefft ihr dabei auf einen Geheimkult namens "Mythic Dawn", welcher bereits seit langer Zeit auf die gegenwärtige Katastrophe hingearbeitet hat.

Die Hintergrundgeschichte von "The Elder Scrolls IV: Oblivion" beginnt zwar sehr genretypisch, entfaltet sich aber innerhalb kürzester Zeit zu einem spannenden Abenteuer rund um Intrigen, Ehre und natürlich legendäre Helden. Der wichtigste davon seid ihr - doch was ihr daraus macht, bleibt ganz und gar euch überlassen.

Herzlich willkommen in Cyrodiil!

The Elder Scrolls 4: Oblivion The Elder Scrolls 4: Oblivion [Quelle: ] Selbstverständlich bestehen die ersten Handgriffe nach dem Start von "Oblivion" darin, sich einen individuellen Helden zusammenzubasteln und das sehr gelungen in den Spielablauf integrierte Tutorial zu absolvieren. Für das digitale Ebenbild dürft ihr aus zehn verschiedenen Rassen wählen, neben handelsüblichen Elfen, Orks und Menschen sind auch exotische Katzenwesen (Khajit) oder Reptilien (Argonier) mit von der Partie. Jedes Volk bringt natürlich von Haus aus ein paar besondere Vor- und Nachteile mit sich: Beispielsweise vermögen die Elfen in der Dunkelheit wesentlich besser zu sehen und sparen sich den Einsatz von Fackeln, während die Orks dank ihres wuchtigen Körperbaus deutlich mehr Gepäck mit sich herumschleppen können. Als äußerst praktisch haben sich im Laufe unserer Abenteuer auch die Feuerresistenz der Dunkelelfen und die Wasseratmung der Argonier herausgestellt. Nach der Wahl der Rasse verpasst ihr eurem Recken mit Hilfe des detailverliebten Gesichtseditors noch ein individuelles Aussehen. Die gebotenen Optionen gehen dabei weit über das übliche Nasenlängen-Feature anderer Spiele hinaus und stellen im Prinzip genau den Baukasten dar, mit dem die Entwickler die über 1000 verschiedenen NPCs des Spiels erstellt haben. Direkt im Anschluss daran beginnt das Abenteuer mit der oben beschriebenen Story-Sequenz und ihr macht euch auf den Weg, in den verwinkelten Geheimgängen des Schlosses das hervorragende Tutorial zu absolvieren. Anhand von kleinen Scharmützeln gegen die obligatorischen Ratten wird euch dabei das Kampfsystem näher gebracht, später legt ihr in einem letzten Gespräch mit dem Kaiser noch euer Sternzeichen und die primäre Charakterklasse fest. Die 13 verschiedenen Sternzeichen können beispielsweise dem Krieger mehr Stärke geben, bieten aber auch ungewöhnliche Varianten wie die klassenunabhängige Fähigkeit einmal pro Tag für eine Minute unsichtbar zu werden.

The Elder Scrolls 4: Oblivion The Elder Scrolls 4: Oblivion [Quelle: ] Anschließend dürfen sich Profis in der liebevoll und sehr einsteigerfreundlich gestalteten Klassenauswahl sogar völlig neue Klassen-Varianten zusammenbasteln, wer darauf verzichten will, wählt einfach eine aus über 20 fertigen Vorgaben aus. Wie bereits in "Morrowind" gibt es auch in "Oblivion" keine genretypischen Erfahrungspunkte, vielmehr wird euer Held genau in den Fähigkeiten besser, die ihr am häufigsten einsetzt. Wer also mit Vorliebe im Kampf Pfeil und Bogen verwendet, steigert dadurch nicht nur den entsprechenden Waffen-Skill, sondern verbessert auch gleichzeitig seine Reflexe und Zielgenauigkeit. Springen und Schwimmen steigern ganz langsam die körperliche Verfassung und ein häufig im Schatten schleichender Spieler wird immer schwerer von seinen Gegnern zu entdecken sein. Erreichen eure primären Fähigkeiten (durch die Klasse festgelegt) eine höhere Stufe, steigt schließlich auch eure Spielfigur in ihrer Erfahrungsstufe auf. Dann dürfen auch die altbekannten Attribute wie Stärke, Geschick oder Willenskraft schrittweise verbessert werden. Das Charaktersystem von "Oblivion" ist genau wie das des Vorgängers nicht nur realistisch (man wird in den Fähigkeiten immer besser, die man häufig trainiert), sondern auch sehr intuitiv und einsteigerfreundlich. Außerdem werden damit endlose Auflevel-Feldzüge in die Prärie relativ unnötig, da man nicht ständig zur Jagd nach Erfahrungspunkten gezwungen wird. Alle primären und sekundären Fähigkeiten können im Lauf des Spiels in fünf Stufen ausgebaut und dadurch nochmals verbessert werden. Erreicht man beispielsweise mit 50 Fähigkeitspunkten den Rang eines "Gesellen", kann der Waffenschmied auch magische Gegenstände reparieren, der Dieb spart sich Dietriche beim Schlösserknacken und der Bogenschätze darf beim Zielen näher an seine Opfer heranzoomen.

Immer feste drauf: Das Kampfsystem

The Elder Scrolls 4: Oblivion The Elder Scrolls 4: Oblivion [Quelle: ] Kein Rollenspiel ohne zahllose Kämpfe. Deshalb ist es auch von entscheidender Bedeutung, dass sich die Entwickler in Bezug auf das Kampfsystem etwas einfallen lassen. Wer seine erste Ratte in "Oblivion" erledigt, wird sich sofort an das actionbetonte Kampfsystem des Vorgängers erinnert fühlen. Viel hat Bethesda Softworks auch nicht an der Echtzeit-Prügelei geändert, lediglich das Blocken ist nun von größerer Bedeutung. Mit einer Maus- bzw. Schultertaste wird angegriffen, mit der anderen geblockt und durch zusätzlich gedrückte Richtungstasten könnt ihr die Angriffe variieren oder auch geschickt ausweichen. Natürlich haben die Feinde verschiedene Angriffsmuster und wer sich damit vertraut macht, hat es in den späteren Konfrontationen deutlich einfacher. Trotzdem haben wir uns selbst häufig dabei erwischt, nur wie wild auf die Feinde einzuprügeln - beim Kampf gegen die mächtigen Daedra Fürsten sicherlich keine besonders gute Strategie. Wer seine Fähigkeiten für Schwert- oder Faustkampf auf Experten-Niveau trainiert hat, darf übrigens zusätzlich auf besonders gefährliche Power-Angriffe oder entwaffnende Spezialmanöver zurückgreifen.

The Elder Scrolls 4: Oblivion The Elder Scrolls 4: Oblivion [Quelle: ] Sehr gelungen ist auch die Integration der Magie in das Kampfsystem: Per Knopfdruck ist es beispielsweise ohne Probleme jederzeit möglich, mitten im Schwertkampf einen Feuerball auf den Gegner zu schleudern oder sich selbst zu heilen - ideal für die Kampfmagier-Klasse. Dank einer praktischen Hotkey-Funktion lassen sich diese Zaubersprüche sogar blitzschnell wechseln, genau wie die momentan ausgerüsteten Waffen. Natürlich können sich auch die Feizeit-Elfen unter euch voll und ganz auf den Fernkampf mit Pfeil und Bogen spezialisieren, denn wer hier fleißig übt, trifft mit der Zeit immer besser und steigert ganz automatisch die entsprechende Bogen-Fertigkeit. Beim Fernkampf fällt auch die verwendete Havok-Physikengine zum ersten Mal richtig auf, da die verschossenen Pfeile physikalisch korrekt durch die Luft segeln, in ihrem Ziel stecken bleiben und anschließend sogar einzeln wieder von euch aufgesammelt werden können. Je nach Entfernung und aktueller Fähigkeitsstufe solltet ihr dabei etwas höher Zielen, da sonst die Pfeile nicht ins Schwarze treffen werden - Übung macht in diesem Spiel sprichwörtlich den Meister.

The Elder Scrolls 4: Oblivion The Elder Scrolls 4: Oblivion [Quelle: ] Doch auch wer als Dieb oder Meuchelmörder in der Provinz Cyrodiil Karriere machen möchte, kann dies mit Hilfe der vollwertigen Schleichfunktion tun: Per Knopfdruck geht euer Held in die Hocke und ist in dunklen Ecken der Dungeons nur noch schwer zu erkennen. Anhand einer kleinen Anzeige über dem Fadenkreuz seht ihr genau, ob euch die Feinde bereits entdeckt haben oder ob noch genügend Zeit für einen tödlichen Überraschungsangriff aus dem Hinterhalt ist. Ideal für schleichende Spieler ist natürlich auch der Schlossknack-Skill, welcher sich beim Öffnen von Türen und Schatztruhen allmählich steigern lässt. Alle Schlösser müssen übrigens mit Hilfe eines kleinen Minispiels im Stil von "Splinter Cell" geöffnet werden, für Nicht-Diebe sind die kleinen Geschicklichkeitstests natürlich etwas schwieriger.

The Elder Scrolls 4: Oblivion The Elder Scrolls 4: Oblivion [Quelle: ] Zwar gibt es auch in "Oblivion" keine Möglichkeit eine Gruppe zu bilden, allerdings begleiten euch in manchen Situationen auch NPCs in die Kämpfe. Hier zeigt sich eine kleine Schwäche des Spiels, da die computergesteuerten Recken nicht unbedingt vor Intelligenz strotzen und auch mal von einer Brücke fallen oder euch mitten vor das Schwert rennen. Dann sollte man nur noch sehr vorsichtig zuschlagen, denn wenn ihr euren Begleiter zu oft aus versehen erwischt, greift er auch euch an. Das ist zwar eigentlich nur realistisch, jedoch fällt es aufgrund der Team-KI teilweise ziemlich schwer den Mitstreiter nicht zu treffen.

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07.05.2007 14:51 Uhr
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