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  • The Elder Scrolls 4: Oblivion - Grafik und Wahrheit - Leser-Test von Superjojo

    The Elder Scrolls 4: Oblivion - Grafik und Wahrheit - Leser-Test von Superjojo Dass vor dem 23. März 2006 seit einem Jahr eine ziemlich radikale Rollenspielebbe vor allem auf dem PC geherrscht hatte interessierte die Rollenspielergemeinde in den vorausgegangenen Monaten zusehens weniger. Denn an diesem Tag sollte das erscheinen, worauf wohl ein jeder seit dem ersten Screenshot wartete: Der vierte Teil der populären "Elder Scrolls"-Reihe: Oblivion! Schon vor dem Start wurde das Grafikwunder aus dem Hause Bethesda mit Vorschusslorbeeren überhäuft und derart gehypt, dass man den Titel für die Neuerfindung des Rollenspielgenres halten musste - doch was steckt wirklich hinter der zweifellos umwerfenden Grafik und den epischen Worten, die allerlei Zocker und Redakteure schon vor jeglichen Tests für das Spiel fanden? Lest selbst.

    Am Anfang stand die Grafik
    Zuerst einmal will ich auf das eingehen, was dem Titel schon im Vorfeld soviel Aufmerksamkeit und freudige Erwartung beschwert hat, nämlich die Grafik und auch die Physik. Die sind, wie im Vorlauf schon beschrieben schlicht umwerfen - egal ob in einem der zahlreichen Wälder der rund 40km² großen Fläche Tamriels, in einer Höhle oder einem normalen Gebäude. Während die Grafik für faszinierende Licht- und Schattenspiele sorgt und Spiegelungen ebenso brillant hinlegt wie Nebel oder Rauch sorgt die Physik für eine absolut dynamisch Umwelt, in der allerlei Gegenstände bewegt und herumgeworfen werden können. Ein weiterer wichtiger Aspekt der Grafik tut auch seins zum atmosphärischen Gaumenschmaus: Die Mimik und Gestik der NPCs ist wahrlich filmreif und verleiht euren elektronischen Gesprächspartnern im Spiel eine Menge Authentizität: Jede Reaktion auf eine Frage wird ebenso brillant dargestellt wie die Emotionen des Sprechenden im jeweiligen Moment. Auch die wahre Flut an originellem Interieur, das ihr zu Gesicht bekommt ist entzückend, von Messer & Gabel über dutzende von Pflanzen bis hin zu einer Vielzahl an Waffen bleibt euch nichts verwehrt. Dass damit ein gewaltiger Hardwarehunger einher geht, der selbst recht junge Rechner in die Knie zwingt war bereits abzusehen: Ohne mindestens 1 GB Arbeitsspeicher, 3 GHZ Prozessorstärke und eine 256 MB-Grafikkarte werdet ihr wenig vom aufwendigen Spektakel zu sehen kriegen oder auf das Spiel gar ganz verzichten müssen. Die Performance bekleckert sich da ebenso wenig wie auf der Xbox 360 mit Ruhm, denn ein Patch ist auf jeden Fall erforderlich, um nicht nur den zahlreichen Bugs zu entkommen (Dazu später mehr), sondern auch hohe Grafikleistungen ohne Probleme freizusetzen.
    Genug des Lobes für die Grafik, ein wenig ist auf jeden Fall noch für die Musikuntermalung aufzusparen: Diese ist ebenso gelungen wie die Grafik, orchestrale Klänge erfreuen das Spielerohr und betten sich perfekt in die Atmosphäre des Spiels ein. Zu legendärer Berühmtheit wird es der Soundtrack meines Erachtens nach nicht bringen, wie etwa ein "Zelda: Ocarina of Time", aber er brauch sich auch keines Falls zu verstecken.

    Oblivion - Ein Blender?
    Doch nun zur eigentlich spannenden Frage: Hält Oblivion das, was es auch gameplaytechnisch verspricht? Im Vorfeld war noch einer "absoluten Innovation" die Rede, man versprach über 1000 NPCs mit völlig individuellen Tagesabläufen und Handlungen, ein riesiges, abwechslungsreiches Areal, das es zu erforschen gilt und ein Novum auf dem Gebiet der eigenständigen Charakterkreation. Gehen wir mal schrittweise vor: Direkt zu Spielbeginn kann man seinen Charakter erstellen. Das ist in der Tat so ausgefallen, wie es sich viele vorgestellt haben, man kann wie bei "Die Sims 2" jeden Gesichtszug mit einem Regler definieren, eine Vielzahl an Rassen und Völker wählen und sogar eigene Klassen erstellen, wie schon im Vorgänger Morrowind. Hierbei wurde die Anzahl der auswählbaren Fähigkeiten im Vergleich zum Vorgänger ein wenig reduziert, man wolle sich auf das wesentliche reduzieren, hieß es. Einigen Morrowindveteranen stieß das sauer auf, ich habe jedoch nichts vermisst. Sobald man seinen Charakter fertig kreiert hat und die Anfangskatakomben verlassen hat, gelang man alsbald in die Hauptstadt von Tamriel, wo man direkt mit der verblüffenden Auswahl an Waffen und Rüstungen konfrontiert wird. Es macht eine Menge Spaß, seinen Charakter immer wieder anders einzukleiden und dann die Rundumansicht im Menü zu bewundern. Schnell stößt man auch auf einige der zahlreichen Quests des Spiels, die abwechslungsreich und spannend ausgefallen sind und Laune auf mehr machen. Schon bald kann man den ersten Organisationen beitreten und sich als Killer verdingen, als Söldner arbeiten oder in der Arena wetten und kämpfen. Einen weiteren Pluspunkt gibts für die Lokalisierung in Sachen Sprache, auch wenn die Anzahl der verwendeten Sprecher nicht unbedingt ein Knaller ist sind diese doch gut gewählt und haben jede einzelne Zeile vertont, die das Spiel enthält. Ansonsten war die Lokalisierung allerdings leider ein Griff ins Klo, um es auf gut deutsch zu sagen, denn das Spiel strotzt nur so vor schlechten Übersetzungen, Rechtschreibfehlern, Diskrepanzen zwischen Text und Sprachausgabe, Zeichenfehlern, falschen Zuweisungen von Texten und Buttons und im Tutorial sogar XBox 360-Tastenanweisungen auf dem PC. Das ist der erste vieler Faktoren, die vor Augen führen, wie schnell der Hersteller das Spiel herausgehauen hat und wie wenig Zeit er sich ließ, um für eine gute Lokalisierung zu arbeiten und eine Unmenge an Bugs zu vermeiden - die sind nämlich auch nicht selten. Von spontanen Spielabstürzen über unspielbare Quests reicht die Palette selbst bis zu Grafikbugs, die den Schatten eines Objekts durch Wände hindurch zeigen. Als ob das alles nicht genügt hätte um den Argwohn der Spieler auf sich zu ziehen hat sich Bethesda nach dem Release zuerst einmal nicht um die dringensten Probleme gekümmert, sondern 3 kostenpflichtige Mini-Add-ons ins Netz gestellt und erst nach 3 Monaten einen ersten, kleinen Patch veröffentlicht, der die größten Probleme anpackt, aber keinesfalls das Spiel von Bugs befreit. Etwas anderes, dass vielen Spielern im Rückblick nicht gefallen hat: So umwerfend der erste Blick in die Landschaft von Oblivion mit dem detailverliebten Buschwerk und den tollen Laubschatten auch ist, so satt hat man irgendwann die relativ abwechslungslose Landschaft. Zwar bietet das Spiel ganz im Norden noch ein Gebirge, aber ansonsten bestehen 90% der Oberwelt aus Wald und Bäumen - und irgendwann hat man sich satt gesehen. Selbiges gilt für die Unmenge an kleinen Höhlen und Dungeons, die zwar dank ihrer Masse glänzen können, sich aber auch irgendwann deutlich gleichen.

  • The Elder Scrolls 4: Oblivion
    The Elder Scrolls 4: Oblivion
    Publisher
    Take-Two Interactive
    Developer
    Bethesda Softworks
    Release
    28.09.2007
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The Elder Scrolls 4: Oblivion
The Elder Scrolls 4: Oblivion - Grafik und Wahrheit - Leser-Test von Superjojo
http://www.gamezone.de/The-Elder-Scrolls-4-Oblivion-Spiel-37433/Lesertests/The-Elder-Scrolls-4-Oblivion-Grafik-und-Wahrheit-Leser-Test-von-Superjojo-1004923/
22.08.2006
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2010/08/owc_ig6.jpg
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